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  • Einführung
  • Die Idee in einem Satz
  • DNS, das Telefonbuch des Internets
  • HTTP, Hypertext Transfer Protocol
  • Klausur-Faustregeln
  • Häufige Stolpersteine
ThemenSoftwaretechnikHTTP und DNS: Anwendungsschicht erklärt (Informatik)
Softwaretechnik·4Lerneinheiten·22min·Stand17.07.2026

HTTP und DNS: Anwendungsschicht erklärt (Informatik).

HTTP und DNS, die Anwendungsschicht des Webs

Was passiert, wenn du "example.de" in den Browser tippst? Es ist nicht magic. 10 Schritte bringen dich von dem Domain-Namen zur ersten Pixel-Zeile. Klausurpflicht in 7/10 Netze-Modulen.

DNS löst Namen in IP-Adressen auf (Browser kennt nur den Namen, das Netz nur die IP). HTTP transportiert die eigentlichen Daten zwischen Browser und Webserver, strukturiert in Request (Anfrage) und Response (Antwort).

Warum brauchen wir DNS? Browser kennt nur "example.de". Das Netz routet aber nur IPv4 (192.168.1.1) oder IPv6 (2001:db8::1). DNS übersetzt.

DNS-Hierarchie

                  Root (.)
                  /    |    \
                .de   .com   .org   ...
                  |
              example.de   (autoritativer Nameserver)
                  |
              www.example.de   blog.example.de   ...

13 Root-Server (a.root-servers.net bis m.root-servers.net) sind die Spitze. Jede TLD (.de, .com, etc.) hat eigene Nameserver. Jede Domain hat einen autoritativen Nameserver.

DNS-Auflösung Schritt-für-Schritt

Wenn du example.de tippst:

  1. Browser fragt DNS-Resolver (oft beim ISP, oder 8.8.8.8 Google, oder 1.1.1.1 Cloudflare): "Was ist die IP von example.de?"
  2. Resolver fragt Root: "Wer kennt .de?"
  3. Root antwortet: "Frag f.nic.de" (Referral).
  4. Resolver fragt .de-Nameserver: "Wer kennt example.de?"
  5. .de-Nameserver antwortet: "Frag ns.example.de" (Referral).
  6. Resolver fragt ns.example.de: "Was ist die IP von example.de?"
  7. ns.example.de antwortet: "93.184.216.34" (autoritative Antwort).
  8. Resolver cached die IP für TTL (Time To Live) Sekunden, gibt sie an den Browser.

Resolver-Caching: Wenn 1000 User example.de besuchen, fragt der Resolver nur 1x die ganze Kette ab, danach kommt die Antwort aus dem Cache (für TTL Sekunden, typisch 1h-24h).

DNS-Record-Typen

RecordWas es speichertBeispiel
AIPv4-Adresseexample.de → 93.184.216.34
AAAAIPv6-Adresseexample.de → 2606:2800:220:1:248:1893:25c8:1946
MXMail-Serverexample.de → mail.example.de (Prio 10)
CNAMEAlias (Synonym)www.example.de → example.de
TXTFrei-Text (oft für SPF/DKIM)"v=spf1 include:_spf.google.com ~all"
NSNameserverexample.de → ns1.dns-provider.com

Rekursive vs. iterative Anfragen

  • Browser → Resolver: REKURSIV (Browser will die fertige IP, kein Ping-Pong).
  • Resolver → Root/TLD/autoritativ: ITERATIV (Resolver bekommt Referrals, hangelt sich durch die Hierarchie).

Klausur-Stolperstein: rekursiv oder iterativ ist eine Eigenschaft der ANFRAGE, nicht des Servers. Ein Resolver MACHT iterative Anfragen, ist aber selbst ein rekursiver Service.

HTTP ist das Protokoll zwischen Browser und Webserver. Stateless (jede Anfrage ist isoliert), text-basiert, Port 80 (HTTPS = HTTP über TLS, Port 443).

HTTP-Request-Struktur

GET /index.html HTTP/1.1
Host: example.de
User-Agent: Mozilla/5.0
Accept: text/html
Cookie: sessionId=abc123

[optionaler Body, z.B. bei POST]

Aufbau:

  1. Request-Line: Methode + Pfad + HTTP-Version
  2. Header: Schlüssel-Wert-Paare, beendet mit Leerzeile
  3. Body: optional (bei POST, PUT)

HTTP-Methoden (Verben)

MethodeBedeutungIdempotent?Body?
GETRessource holenjanein
POSTRessource erstellen / Form-Daten sendenneinja
PUTRessource ersetzenjaja
PATCHRessource teilweise aktualisierenneinja
DELETERessource löschenjanein
HEADHeaders ohne Body (Existenz-Check)janein
OPTIONSVerfügbare Methoden abfragen (CORS-Preflight)janein

Idempotent = mehrfaches Ausführen ändert das Resultat nicht (GET, PUT, DELETE schon, POST nicht).

HTTP-Status-Codes

Drei Stellen, erste Stelle = Kategorie:

KategorieBedeutungWichtige Codes
1xxInformativ100 Continue, 101 Switching Protocols
2xxErfolg200 OK, 201 Created, 204 No Content, 206 Partial Content
3xxUmleitung301 Moved Permanently, 302 Found, 304 Not Modified
4xxClient-Fehler400 Bad Request, 401 Unauthorized, 403 Forbidden, 404 Not Found, 429 Too Many Requests
5xxServer-Fehler500 Internal Server Error, 502 Bad Gateway, 503 Service Unavailable

Klausur-Klassiker: Was bedeutet 403 vs. 404 vs. 401?

  • 401 Unauthorized: Nicht eingeloggt (oder falsche Credentials).
  • 403 Forbidden: Eingeloggt, aber keine Rechte für diese Ressource.
  • 404 Not Found: Ressource existiert nicht.

HTTP-Response-Struktur

HTTP/1.1 200 OK
Content-Type: text/html; charset=utf-8
Content-Length: 1234
Set-Cookie: sessionId=xyz789
Cache-Control: max-age=3600

<html>...</html>

HTTP-Versionen

VersionJahrFeatures
HTTP/1.01996Eine Anfrage pro Verbindung
HTTP/1.11997Keep-Alive (mehrere Anfragen pro Verbindung), Host-Header, Pipelining
HTTP/22015Binär, Multiplexing, Server-Push, Header-Kompression (HPACK)
HTTP/32022Über QUIC (UDP statt TCP), schneller bei Mobilfunk-Wechseln

HTTPS, HTTP über TLS

HTTPS = HTTP über TLS (früher SSL). Verschlüsselung + Authentifizierung. TLS-Handshake VOR der ersten HTTP-Anfrage. Port 443 statt 80.

1. DNS löst Name in IP auf, HTTP transportiert Daten. Zwei verschiedene Protokolle, beide Anwendungsschicht.

2. DNS-Hierarchie auswendig. Root, dann TLD (.de/.com), dann autoritativer NS.

3. Rekursive vs. iterative Anfrage unterscheiden. Browser → Resolver = rekursiv. Resolver → Hierarchie = iterativ.

4. HTTP-Status-Codes Kategorien kennen. 2xx OK, 3xx Redirect, 4xx Client-Fehler, 5xx Server-Fehler.

5. GET vs. POST vs. PUT unterscheiden. GET liest (idempotent), POST schreibt (NICHT idempotent), PUT ersetzt (idempotent).

6. HTTPS = HTTP + TLS auf Port 443. Kein eigenes Protokoll.

1. DNS arbeitet auf Anwendungsschicht. Klingt low-level (Namen, Adressen), ist aber Anwendungs-Protokoll (Port 53, oft UDP).

2. HTTP ist stateless. Cookies und Sessions sind App-Logik, nicht HTTP-Feature. HTTP selbst speichert nichts.

3. 301 vs. 302 verwechseln. 301 = permanent (Browser cached, Google folgt). 302 = temporär.

4. 403 vs. 401 verwechseln. 401 = nicht authentifiziert. 403 = authentifiziert, aber keine Rechte.

5. PUT vs. POST verwechseln. PUT ersetzt eine spezifische Ressource (idempotent). POST erstellt neue.

6. DNS-TTL beim Domain-Umzug. Wenn TTL=86400 (24h), kann ein Resolver die alte IP bis zu 24h cachen. Bei Domain-Wechseln vorher TTL auf 60s reduzieren.

Sequenz-Stepper: Browser → DNS-Resolver → Webserver → Browser. Toggle "rekursiv" (10 Schritte mit allen DNS-Iterationen) vs. "iterativ" (6 Schritte kompakt).

Pro Schritt: konkrete HTTP-Header, DNS-Queries, Antworten. Klicke auf einen Schritt in der Liste, um direkt dorthin zu springen.

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Klausur-Tipp: DNS-Reihenfolge auswendig lernen (Browser → Resolver → Root → TLD → autoritativ → zurück). HTTP-Header-Format (Request-Line / Header-Block / Leerzeile / Body) ist Pflicht-Wissen.

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Inhalt dieser Übersicht

  1. Erklärung(Erklärung)
  2. Interaktiv verstehen(Visualisierung / Interaktiv)
  3. Praxis-Übung(Quiz / Klausurfragen)
  4. Klausur-Quiz(Quiz / Klausurfragen)
Teil 1·Erklärung

Erklärung

HTTP und DNS, die Anwendungsschicht des Webs

Was passiert, wenn du "example.de" in den Browser tippst? Es ist nicht magic. 10 Schritte bringen dich von dem Domain-Namen zur ersten Pixel-Zeile. Klausurpflicht in 7/10 Netze-Modulen.

Die Idee in einem Satz

DNS löst Namen in IP-Adressen auf (Browser kennt nur den Namen, das Netz nur die IP). HTTP transportiert die eigentlichen Daten zwischen Browser und Webserver, strukturiert in Request (Anfrage) und Response (Antwort).

DNS, das Telefonbuch des Internets

Warum brauchen wir DNS? Browser kennt nur "example.de". Das Netz routet aber nur IPv4 (192.168.1.1) oder IPv6 (2001:db8::1). DNS übersetzt.

DNS-Hierarchie
                  Root (.)
                  /    |    \
                .de   .com   .org   ...
                  |
              example.de   (autoritativer Nameserver)
                  |
              www.example.de   blog.example.de   ...

13 Root-Server (a.root-servers.net bis m.root-servers.net) sind die Spitze. Jede TLD (.de, .com, etc.) hat eigene Nameserver. Jede Domain hat einen autoritativen Nameserver.

DNS-Auflösung Schritt-für-Schritt

Wenn du example.de tippst:

  1. Browser fragt DNS-Resolver (oft beim ISP, oder 8.8.8.8 Google, oder 1.1.1.1 Cloudflare): "Was ist die IP von example.de?"
  2. Resolver fragt Root: "Wer kennt .de?"
  3. Root antwortet: "Frag f.nic.de" (Referral).
  4. Resolver fragt .de-Nameserver: "Wer kennt example.de?"
  5. .de-Nameserver antwortet: "Frag ns.example.de" (Referral).
  6. Resolver fragt ns.example.de: "Was ist die IP von example.de?"
  7. ns.example.de antwortet: "93.184.216.34" (autoritative Antwort).
  8. Resolver cached die IP für TTL (Time To Live) Sekunden, gibt sie an den Browser.

Resolver-Caching: Wenn 1000 User example.de besuchen, fragt der Resolver nur 1x die ganze Kette ab, danach kommt die Antwort aus dem Cache (für TTL Sekunden, typisch 1h-24h).

DNS-Record-Typen
RecordWas es speichertBeispiel
AIPv4-Adresseexample.de → 93.184.216.34
AAAAIPv6-Adresseexample.de → 2606:2800:220:1:248:1893:25c8:1946
MXMail-Serverexample.de → mail.example.de (Prio 10)
CNAMEAlias (Synonym)www.example.de → example.de
TXTFrei-Text (oft für SPF/DKIM)"v=spf1 include:_spf.google.com ~all"
NSNameserverexample.de → ns1.dns-provider.com
Rekursive vs. iterative Anfragen
  • Browser → Resolver: REKURSIV (Browser will die fertige IP, kein Ping-Pong).
  • Resolver → Root/TLD/autoritativ: ITERATIV (Resolver bekommt Referrals, hangelt sich durch die Hierarchie).

Klausur-Stolperstein: rekursiv oder iterativ ist eine Eigenschaft der ANFRAGE, nicht des Servers. Ein Resolver MACHT iterative Anfragen, ist aber selbst ein rekursiver Service.

HTTP, Hypertext Transfer Protocol

HTTP ist das Protokoll zwischen Browser und Webserver. Stateless (jede Anfrage ist isoliert), text-basiert, Port 80 (HTTPS = HTTP über TLS, Port 443).

HTTP-Request-Struktur
GET /index.html HTTP/1.1
Host: example.de
User-Agent: Mozilla/5.0
Accept: text/html
Cookie: sessionId=abc123

[optionaler Body, z.B. bei POST]

Aufbau:

  1. Request-Line: Methode + Pfad + HTTP-Version
  2. Header: Schlüssel-Wert-Paare, beendet mit Leerzeile
  3. Body: optional (bei POST, PUT)
HTTP-Methoden (Verben)
MethodeBedeutungIdempotent?Body?
GETRessource holenjanein
POSTRessource erstellen / Form-Daten sendenneinja
PUTRessource ersetzenjaja
PATCHRessource teilweise aktualisierenneinja
DELETERessource löschenjanein
HEADHeaders ohne Body (Existenz-Check)janein
OPTIONSVerfügbare Methoden abfragen (CORS-Preflight)janein

Idempotent = mehrfaches Ausführen ändert das Resultat nicht (GET, PUT, DELETE schon, POST nicht).

HTTP-Status-Codes

Drei Stellen, erste Stelle = Kategorie:

KategorieBedeutungWichtige Codes
1xxInformativ100 Continue, 101 Switching Protocols
2xxErfolg200 OK, 201 Created, 204 No Content, 206 Partial Content
3xxUmleitung301 Moved Permanently, 302 Found, 304 Not Modified
4xxClient-Fehler400 Bad Request, 401 Unauthorized, 403 Forbidden, 404 Not Found, 429 Too Many Requests
5xxServer-Fehler500 Internal Server Error, 502 Bad Gateway, 503 Service Unavailable

Klausur-Klassiker: Was bedeutet 403 vs. 404 vs. 401?

  • 401 Unauthorized: Nicht eingeloggt (oder falsche Credentials).
  • 403 Forbidden: Eingeloggt, aber keine Rechte für diese Ressource.
  • 404 Not Found: Ressource existiert nicht.
HTTP-Response-Struktur
HTTP/1.1 200 OK
Content-Type: text/html; charset=utf-8
Content-Length: 1234
Set-Cookie: sessionId=xyz789
Cache-Control: max-age=3600

<html>...</html>
HTTP-Versionen
VersionJahrFeatures
HTTP/1.01996Eine Anfrage pro Verbindung
HTTP/1.11997Keep-Alive (mehrere Anfragen pro Verbindung), Host-Header, Pipelining
HTTP/22015Binär, Multiplexing, Server-Push, Header-Kompression (HPACK)
HTTP/32022Über QUIC (UDP statt TCP), schneller bei Mobilfunk-Wechseln
HTTPS, HTTP über TLS

HTTPS = HTTP über TLS (früher SSL). Verschlüsselung + Authentifizierung. TLS-Handshake VOR der ersten HTTP-Anfrage. Port 443 statt 80.

Klausur-Faustregeln

1. DNS löst Name in IP auf, HTTP transportiert Daten. Zwei verschiedene Protokolle, beide Anwendungsschicht.

2. DNS-Hierarchie auswendig. Root, dann TLD (.de/.com), dann autoritativer NS.

3. Rekursive vs. iterative Anfrage unterscheiden. Browser → Resolver = rekursiv. Resolver → Hierarchie = iterativ.

4. HTTP-Status-Codes Kategorien kennen. 2xx OK, 3xx Redirect, 4xx Client-Fehler, 5xx Server-Fehler.

5. GET vs. POST vs. PUT unterscheiden. GET liest (idempotent), POST schreibt (NICHT idempotent), PUT ersetzt (idempotent).

6. HTTPS = HTTP + TLS auf Port 443. Kein eigenes Protokoll.

Häufige Stolpersteine

1. DNS arbeitet auf Anwendungsschicht. Klingt low-level (Namen, Adressen), ist aber Anwendungs-Protokoll (Port 53, oft UDP).

2. HTTP ist stateless. Cookies und Sessions sind App-Logik, nicht HTTP-Feature. HTTP selbst speichert nichts.

3. 301 vs. 302 verwechseln. 301 = permanent (Browser cached, Google folgt). 302 = temporär.

4. 403 vs. 401 verwechseln. 401 = nicht authentifiziert. 403 = authentifiziert, aber keine Rechte.

5. PUT vs. POST verwechseln. PUT ersetzt eine spezifische Ressource (idempotent). POST erstellt neue.

6. DNS-TTL beim Domain-Umzug. Wenn TTL=86400 (24h), kann ein Resolver die alte IP bis zu 24h cachen. Bei Domain-Wechseln vorher TTL auf 60s reduzieren.

Teil 2·Visualisierung / Interaktiv

Interaktiv verstehen

HTTP + DNS, interaktiv

Sequenz-Stepper: Browser → DNS-Resolver → Webserver → Browser. Toggle "rekursiv" (10 Schritte mit allen DNS-Iterationen) vs. "iterativ" (6 Schritte kompakt).

Pro Schritt: konkrete HTTP-Header, DNS-Queries, Antworten. Klicke auf einen Schritt in der Liste, um direkt dorthin zu springen.

Interaktive Visualisierung

Interaktive Komponente: probiere sie im Topic-Player oben aus.

Klausur-Tipp: DNS-Reihenfolge auswendig lernen (Browser → Resolver → Root → TLD → autoritativ → zurück). HTTP-Header-Format (Request-Line / Header-Block / Leerzeile / Body) ist Pflicht-Wissen.

Teil 3·Quiz / Klausurfragen

Praxis-Übung

HTTP + DNS, Praxis-Übung

6 Aufgaben zu DNS-Hierarchie, HTTP-Methoden und Status-Codes.

Klausurfragen mit Lösungen (6)

F1.Was ist die Aufgabe von DNS?

Antwort: Domain-Namen in IP-Adressen auflösen

Erklärung: DNS (Domain Name System) übersetzt Domain-Namen (example.de) in IP-Adressen (93.184.216.34). Es ist das 'Telefonbuch des Internets'. DNS arbeitet auf Anwendungsschicht (L7) und nutzt typischerweise UDP Port 53. Klausur-Standardfrage.

F2.Welcher HTTP-Status-Code bedeutet 'Ressource nicht gefunden'?

Antwort: 404

Erklärung: 404 = Not Found. Die Ressource (URL) existiert nicht auf dem Server. Zum Vergleich: 200 = OK (Erfolg), 301 = Moved Permanently (Redirect), 500 = Internal Server Error (Server-Fehler). Klausur-Klassiker.

F3.Ordne HTTP-Status-Code seiner Bedeutung zu.

Zuordnungen:

  • 200 OK → Erfolgreiche Anfrage
  • 301 Moved Permanently → Ressource hat neue URL (Cache!)
  • 403 Forbidden → Authentifiziert, aber keine Rechte
  • 500 Internal Server Error → Server-Fehler

Erklärung: HTTP-Status-Code-Kategorien: 2xx Erfolg, 3xx Redirect, 4xx Client-Fehler, 5xx Server-Fehler. 200=OK, 301=permanent redirect (vs 302 temporär), 403=keine Rechte (vs 401=nicht eingeloggt), 500=allg. Server-Fehler. Klausur-Pflicht-Wissen.

Typ: Zuordnung

F4.In welcher Reihenfolge fragt ein DNS-Resolver die DNS-Hierarchie ab?

Antwort: Root → TLD → autoritativer NS

Erklärung: Iterative DNS-Auflösung: Root-Server (kennt nur TLDs) → TLD-Nameserver (z.B. .de, kennt Domain-Nameserver) → autoritativer Nameserver (kennt die finale IP). Browser fragt Resolver rekursiv, Resolver iteriert. Klausur-Stolperstein: oft wird die Reihenfolge umgedreht.

F5.HTTP ist stateful: der Server merkt sich automatisch, welcher Browser welche Anfragen gemacht hat.

Antwort: Falsch

Erklärung: FALSCH. HTTP ist STATELESS. Jede Anfrage ist isoliert, der Server merkt sich von sich aus NICHTS zwischen Anfragen. Sessions werden via Cookies (gespeichert im Browser) oder Server-Side Sessions (mit Session-ID-Cookie) realisiert. Das ist Anwendungs-Logik, kein HTTP-Feature. Klausur-Klassiker.

Typ: Wahr/Falsch

F6.Was ist der Unterschied zwischen HTTP-Status 401 und 403?

Antwort: 401 = nicht authentifiziert (nicht eingeloggt), 403 = authentifiziert aber keine Rechte

Erklärung: 401 Unauthorized: User ist NICHT eingeloggt oder hat falsche Credentials. Server kennt ihn nicht. 403 Forbidden: User IST eingeloggt und identifiziert, hat aber keine Rechte für diese spezifische Ressource. Beispiel: User loggt sich ein (401 weg), versucht aber Admin-Page → 403. Klausur-Detail.

Teil 4·Quiz / Klausurfragen

Klausur-Quiz

HTTP + DNS, Klausur-Quiz

6 Klausur-Fragen mit HTTP-Methoden, Status-Codes und DNS-Details.

Klausurfragen mit Lösungen (6)

F1.Welcher Standard-Port wird für HTTPS verwendet?

Antwort: Port 443

Erklärung: HTTPS (HTTP über TLS) nutzt Port 443. HTTP unverschlüsselt nutzt Port 80. Zum Vergleich: Port 21 = FTP (Datei-Transfer), Port 53 = DNS, Port 22 = SSH, Port 25 = SMTP. Klausur-Pflicht-Wissen.

F2.Welche HTTP-Methode wird typischerweise verwendet, um eine neue Ressource auf dem Server zu erstellen (z.B. Formular-Submit)?

Antwort: POST

Erklärung: POST erstellt neue Ressourcen (Formular-Submit, neuer Kommentar, neue User). POST ist NICHT idempotent (mehrfaches Senden erstellt mehrere Einträge). GET liest, PUT ersetzt eine spezifische Ressource (idempotent), DELETE löscht (idempotent). Klausur-Standardfrage.

F3.Ordne DNS-Record-Typ seinem Zweck zu.

Zuordnungen:

  • A → IPv4-Adresse
  • AAAA → IPv6-Adresse
  • MX → Mail-Server
  • CNAME → Alias auf einen anderen Domain-Namen

Erklärung: DNS-Record-Typen: A=IPv4 (32-Bit), AAAA=IPv6 (128-Bit, 'Quad-A'), MX=Mail-Exchanger (mit Prio-Nummer), CNAME=Canonical Name (Alias, z.B. www.example.de → example.de), TXT=Frei-Text (SPF/DKIM-Email-Sicherheit), NS=Nameserver-Delegation. Klausur-Pflicht-Wissen.

Typ: Zuordnung

F4.Was bedeutet 'idempotent' bei HTTP-Methoden?

Antwort: Mehrfaches Ausführen ändert das Resultat nicht

Erklärung: Idempotent = mehrfaches Ausführen führt zum gleichen Ergebnis. GET (mehrfach lesen = gleiche Daten), PUT (mehrfach ersetzen mit gleichen Daten = gleicher Stand), DELETE (mehrfach löschen = nichts da). POST ist NICHT idempotent (mehrfach absenden = mehrere Einträge). Klausur-Schlüsselbegriff.

F5.DNS arbeitet typischerweise über UDP, nicht TCP, weil die Anfragen klein und latenz-kritisch sind.

Antwort: Wahr

Erklärung: RICHTIG. DNS nutzt UDP Port 53 für reguläre Queries (klein, schnell, kein Verbindungs-Overhead). TCP wird nur bei großen Antworten (>512 Bytes) oder Zone-Transfers verwendet. UDP-Wahl macht DNS deutlich schneller (kein 3-Way-Handshake nötig). Klausur-Detail.

Typ: Wahr/Falsch

F6.Bei der DNS-Auflösung von 'shop.beispiel.de': in welcher Reihenfolge werden die Nameserver kontaktiert (vereinfacht, ohne Caching)?

Antwort: Root → .de NS → beispiel.de NS → shop.beispiel.de NS

Erklärung: DNS-Hierarchie wird TOP-DOWN abgefragt: Root (kennt TLDs) → .de NS (kennt Domains unter .de) → beispiel.de NS (kennt Subdomains von beispiel.de) → shop-Eintrag. Jeder Schritt gibt einen Referral auf den nächsten Server. Resolver iteriert und cached für TTL Sekunden. Klausur-Stolperstein: NICHT bottom-up.

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