/
/
·
·
/
/
·
·
  • Einführung
  • Die Idee in einem Satz
  • Wichtige Kennzahlen
  • Preemptive vs. Non-Preemptive
  • FCFS (First Come First Served)
  • SJF (Shortest Job First)
  • Round-Robin (RR)
  • Priority Scheduling
  • Multilevel-Feedback-[Queue](/themen/stack-queue) (MLFQ)
  • Vergleich der Algorithmen
  • Beispiel-Rechnung (FCFS)
  • Klausur-Faustregeln
  • Häufige Stolpersteine
ThemenSoftwaretechnikScheduling: FCFS, SJF, Round-Robin erklärt (Informatik)
Softwaretechnik·4Lerneinheiten·21min·Stand17.07.2026

Scheduling: FCFS, SJF, Round-Robin erklärt (Informatik).

Scheduling: FCFS, SJF, Round-Robin

Mehrere Prozesse, eine CPU: wer kommt wann dran? Das ist die Aufgabe des Schedulers. Klausurpflicht in praktisch jedem Betriebssysteme-Modul, fast immer mit Gantt-Chart-Rechenaufgabe.

Der CPU-Scheduler entscheidet, welcher bereite Prozess als nächstes die CPU bekommt. Verschiedene Algorithmen (FCFS, SJF, Round-Robin, Priority) optimieren unterschiedliche Ziele: Durchsatz, Wartezeit oder Fairness.

KennzahlDefinitionFormel
AnkunftszeitWann der Prozess bereit wirdgegeben
Bedienzeit (Burst)Wie lange er die CPU brauchtgegeben
Fertigstellung (Completion)Wann er fertig istberechnet
Durchlaufzeit (Turnaround)Fertigstellung − AnkunftT = C − A
WartezeitDurchlaufzeit − BedienzeitW = T − B
Antwortzeit (Response)Erste CPU-Zuteilung − Ankunftwichtig bei interaktiv

Ziel meist: durchschnittliche Wartezeit minimieren.

  • Non-preemptive: ein laufender Prozess behält die CPU, bis er fertig ist oder selbst blockiert (FCFS, SJF-basic).
  • Preemptive: der Scheduler kann einen laufenden Prozess unterbrechen (Round-Robin via Timer, SRTF, Preemptive Priority).

Prinzip: wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Non-preemptive. Wie eine Warteschlange an der Kasse.

P1 (Burst 7) | P2 (Burst 4) | P3 (1) | P4 (4)
0           7              11      12      16

Vorteil: einfach, fair im Ankunfts-Sinn. Nachteil: Convoy-Effekt (ein langer Prozess blockiert kurze, die dahinter warten). Schlechte durchschnittliche Wartezeit.

Prinzip: der Prozess mit der kürzesten Bedienzeit kommt zuerst. Non-preemptive.

Optimal: SJF minimiert die durchschnittliche Wartezeit (beweisbar, bei gleichzeitiger Ankunft).

Nachteil:

  1. Starvation (Aushungern): lange Prozesse kommen nie dran, wenn ständig kurze nachkommen.
  2. Bedienzeit unbekannt: man muss die Burst-Zeit vorher kennen (in Praxis: schätzen via exponentielles Mittel).

Preemptive Variante: SRTF (Shortest Remaining Time First): wenn ein kürzerer Prozess ankommt, wird der laufende unterbrochen.

Prinzip: jeder Prozess bekommt ein festes Zeit-Quantum (z.B. 2 ms). Danach wird er hinten in die Warteschlange gestellt. Preemptive.

Quantum = 2:
P1 | P2 | P1 | P3 | P4 | P1 | P2 | P4 | ...

Vorteil: fair, gute Antwortzeit, ideal für interaktive Systeme (Time-Sharing). Nachteil: Quantum-Wahl kritisch:

  • Zu klein → viele Kontextwechsel (Overhead).
  • Zu groß → degeneriert zu FCFS.
  • Faustregel: Quantum etwas größer als typische Interaktion (10-100 ms).

Prinzip: jeder Prozess hat eine Priorität, höchste Priorität kommt zuerst. Kann preemptive oder non-preemptive sein.

Nachteil: Starvation niedrig-priorer Prozesse. Lösung: Aging (Priorität steigt mit Wartezeit).

Moderne Scheduler (Linux CFS, Windows): mehrere Warteschlangen mit unterschiedlichen Prioritäten + Quanten. Prozesse wandern zwischen Queues je nach Verhalten (CPU-bound sinkt, I/O-bound steigt). Kombiniert Fairness + Reaktionsfähigkeit.

AlgorithmusPreemptive?OptimiertProblem
FCFSneinEinfachheitConvoy-Effekt
SJFneinØ Wartezeit (optimal)Starvation, Burst unbekannt
SRTFjaØ Wartezeit (preemptive)Starvation
Round-RobinjaFairness, AntwortzeitQuantum-Wahl
Prioritybeideswichtige Tasks zuerstStarvation (→ Aging)

Prozesse: P1(A=0, B=7), P2(A=2, B=4), P3(A=4, B=1), P4(A=5, B=4).

ProzessAnkunftBurstStartFertigTurnaroundWartezeit
P1070770
P22471195
P341111287
P4541216117

Ø Wartezeit = (0+5+7+7)/4 = 4,75. Mit SJF wäre sie deutlich kleiner.

1. Wartezeit = Turnaround − Burst, Turnaround = Fertig − Ankunft. Auswendig.

2. SJF minimiert die durchschnittliche Wartezeit (optimal).

3. FCFS leidet unter Convoy-Effekt. Langer Prozess blockiert kurze.

4. Round-Robin braucht ein Quantum, ist fair und preemptive.

5. Priority + Starvation → Aging als Lösung.

6. Gantt-Chart zeichnen, dann Kennzahlen ablesen. Immer der Lösungsweg.

1. SJF minimiert Wartezeit, NICHT Durchlaufzeit als Primärziel (zwar auch, aber die klassische Optimalitäts-Aussage ist die Wartezeit).

2. Wartezeit-Formel verwechseln. Wartezeit = Turnaround − Burst, NICHT Start − Ankunft (das ist nur bei non-preemptive identisch).

3. Round-Robin-Quantum-Effekt. Quantum → ∞ wird zu FCFS, Quantum → 0 zu reinem Overhead.

4. Priorität-Richtung. Konvention oft: niedrige Zahl = hohe Priorität (1 vor 3). In Klausur immer prüfen, was definiert ist.

5. Bei gleicher Ankunftszeit: SJF sortiert nach Burst, Reihenfolge bei Gleichstand meist nach Prozess-Nummer.

6. Idle-Zeit der CPU. Wenn kein Prozess bereit ist, ist die CPU idle: das muss im Gantt-Chart als Lücke berücksichtigt werden.

Vier Prozesse mit Ankunfts-/Bedienzeit + Priorität. Wähle den Algorithmus (FCFS / SJF / Round-Robin / Priority) und sieh das Gantt-Chart + die berechnete durchschnittliche Wartezeit und Durchlaufzeit. Bei Round-Robin kannst du das Quantum verändern.

Vergleiche: welcher Algorithmus erzeugt die geringste Wartezeit?

Lade Visualisierung...

Klausur-Tipp: Immer zuerst das Gantt-Chart zeichnen, dann Fertigstellungs-Zeiten ablesen, dann Turnaround (Fertig − Ankunft) und Wartezeit (Turnaround − Burst) pro Prozess berechnen, dann mitteln. SJF sollte die kleinste Ø Wartezeit liefern.

Anmelden, um den Fortschritt zu speichern.

Nächster Schritt

Wenn du fertig bist: jetzt üben.

Aktives Abrufen festigt Wissen schneller als nochmal lesen.

War das hilfreich?

Verwandte Themen

  • Entwicklungsprozesse: Wasserfall / V-Modell / Inkrementell
  • OSI- und TCP/IP-Modell: 7 vs 4 Schichten erklärt (Informatik)
  • Von-Neumann-Architektur: CPU, Bus, Befehlszyklus (Informatik)
  • Endliche Automaten (DFA): Zustände, Übergänge, Akzeptanz (Informatik)
  • Agile Methoden: Scrum

Tools

Bald: Karteikarten · Spaced-Repetition · Mind-Map-Export

Fachliche Qualität
Noch nicht klassifiziertNoch nicht geprüft.

Diese Lerneinheit wurde für typische Bachelor-Klausuren konzipiert. So prüfen wir · Fehler entdeckt? Melde ihn uns oder markiere die fragliche Stelle direkt im Text oben.

Klausur-ÜbersichtKomplette Übersicht: alle Tabs als linearer Text zum Lernen
▾

Alle Tabs der Lerneinheit (Erklärung · Interaktiv verstehen · Praxis-Übung · Klausur-Quiz) als durchgehender Text. Ideal zum Wiederholen vor der Klausur, und für Suchmaschinen wie Google, Bing und KI-Suche (ChatGPT, Perplexity).

Inhalt dieser Übersicht

  1. Erklärung(Erklärung)
  2. Interaktiv verstehen(Visualisierung / Interaktiv)
  3. Praxis-Übung(Quiz / Klausurfragen)
  4. Klausur-Quiz(Quiz / Klausurfragen)
Teil 1·Erklärung

Erklärung

Scheduling: FCFS, SJF, Round-Robin

Mehrere Prozesse, eine CPU: wer kommt wann dran? Das ist die Aufgabe des Schedulers. Klausurpflicht in praktisch jedem Betriebssysteme-Modul, fast immer mit Gantt-Chart-Rechenaufgabe.

Die Idee in einem Satz

Der CPU-Scheduler entscheidet, welcher bereite Prozess als nächstes die CPU bekommt. Verschiedene Algorithmen (FCFS, SJF, Round-Robin, Priority) optimieren unterschiedliche Ziele: Durchsatz, Wartezeit oder Fairness.

Wichtige Kennzahlen

KennzahlDefinitionFormel
AnkunftszeitWann der Prozess bereit wirdgegeben
Bedienzeit (Burst)Wie lange er die CPU brauchtgegeben
Fertigstellung (Completion)Wann er fertig istberechnet
Durchlaufzeit (Turnaround)Fertigstellung − AnkunftT = C − A
WartezeitDurchlaufzeit − BedienzeitW = T − B
Antwortzeit (Response)Erste CPU-Zuteilung − Ankunftwichtig bei interaktiv

Ziel meist: durchschnittliche Wartezeit minimieren.

Preemptive vs. Non-Preemptive

  • Non-preemptive: ein laufender Prozess behält die CPU, bis er fertig ist oder selbst blockiert (FCFS, SJF-basic).
  • Preemptive: der Scheduler kann einen laufenden Prozess unterbrechen (Round-Robin via Timer, SRTF, Preemptive Priority).

FCFS (First Come First Served)

Prinzip: wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Non-preemptive. Wie eine Warteschlange an der Kasse.

P1 (Burst 7) | P2 (Burst 4) | P3 (1) | P4 (4)
0           7              11      12      16

Vorteil: einfach, fair im Ankunfts-Sinn. Nachteil: Convoy-Effekt (ein langer Prozess blockiert kurze, die dahinter warten). Schlechte durchschnittliche Wartezeit.

SJF (Shortest Job First)

Prinzip: der Prozess mit der kürzesten Bedienzeit kommt zuerst. Non-preemptive.

Optimal: SJF minimiert die durchschnittliche Wartezeit (beweisbar, bei gleichzeitiger Ankunft).

Nachteil:

  1. Starvation (Aushungern): lange Prozesse kommen nie dran, wenn ständig kurze nachkommen.
  2. Bedienzeit unbekannt: man muss die Burst-Zeit vorher kennen (in Praxis: schätzen via exponentielles Mittel).

Preemptive Variante: SRTF (Shortest Remaining Time First): wenn ein kürzerer Prozess ankommt, wird der laufende unterbrochen.

Round-Robin (RR)

Prinzip: jeder Prozess bekommt ein festes Zeit-Quantum (z.B. 2 ms). Danach wird er hinten in die Warteschlange gestellt. Preemptive.

Quantum = 2:
P1 | P2 | P1 | P3 | P4 | P1 | P2 | P4 | ...

Vorteil: fair, gute Antwortzeit, ideal für interaktive Systeme (Time-Sharing). Nachteil: Quantum-Wahl kritisch:

  • Zu klein → viele Kontextwechsel (Overhead).
  • Zu groß → degeneriert zu FCFS.
  • Faustregel: Quantum etwas größer als typische Interaktion (10-100 ms).

Priority Scheduling

Prinzip: jeder Prozess hat eine Priorität, höchste Priorität kommt zuerst. Kann preemptive oder non-preemptive sein.

Nachteil: Starvation niedrig-priorer Prozesse. Lösung: Aging (Priorität steigt mit Wartezeit).

Multilevel-Feedback-Queue (MLFQ)

Moderne Scheduler (Linux CFS, Windows): mehrere Warteschlangen mit unterschiedlichen Prioritäten + Quanten. Prozesse wandern zwischen Queues je nach Verhalten (CPU-bound sinkt, I/O-bound steigt). Kombiniert Fairness + Reaktionsfähigkeit.

Vergleich der Algorithmen

AlgorithmusPreemptive?OptimiertProblem
FCFSneinEinfachheitConvoy-Effekt
SJFneinØ Wartezeit (optimal)Starvation, Burst unbekannt
SRTFjaØ Wartezeit (preemptive)Starvation
Round-RobinjaFairness, AntwortzeitQuantum-Wahl
Prioritybeideswichtige Tasks zuerstStarvation (→ Aging)

Beispiel-Rechnung (FCFS)

Prozesse: P1(A=0, B=7), P2(A=2, B=4), P3(A=4, B=1), P4(A=5, B=4).

ProzessAnkunftBurstStartFertigTurnaroundWartezeit
P1070770
P22471195
P341111287
P4541216117

Ø Wartezeit = (0+5+7+7)/4 = 4,75. Mit SJF wäre sie deutlich kleiner.

Klausur-Faustregeln

1. Wartezeit = Turnaround − Burst, Turnaround = Fertig − Ankunft. Auswendig.

2. SJF minimiert die durchschnittliche Wartezeit (optimal).

3. FCFS leidet unter Convoy-Effekt. Langer Prozess blockiert kurze.

4. Round-Robin braucht ein Quantum, ist fair und preemptive.

5. Priority + Starvation → Aging als Lösung.

6. Gantt-Chart zeichnen, dann Kennzahlen ablesen. Immer der Lösungsweg.

Häufige Stolpersteine

1. SJF minimiert Wartezeit, NICHT Durchlaufzeit als Primärziel (zwar auch, aber die klassische Optimalitäts-Aussage ist die Wartezeit).

2. Wartezeit-Formel verwechseln. Wartezeit = Turnaround − Burst, NICHT Start − Ankunft (das ist nur bei non-preemptive identisch).

3. Round-Robin-Quantum-Effekt. Quantum → ∞ wird zu FCFS, Quantum → 0 zu reinem Overhead.

4. Priorität-Richtung. Konvention oft: niedrige Zahl = hohe Priorität (1 vor 3). In Klausur immer prüfen, was definiert ist.

5. Bei gleicher Ankunftszeit: SJF sortiert nach Burst, Reihenfolge bei Gleichstand meist nach Prozess-Nummer.

6. Idle-Zeit der CPU. Wenn kein Prozess bereit ist, ist die CPU idle: das muss im Gantt-Chart als Lücke berücksichtigt werden.

Teil 2·Visualisierung / Interaktiv

Interaktiv verstehen

Scheduling, interaktiv

Vier Prozesse mit Ankunfts-/Bedienzeit + Priorität. Wähle den Algorithmus (FCFS / SJF / Round-Robin / Priority) und sieh das Gantt-Chart + die berechnete durchschnittliche Wartezeit und Durchlaufzeit. Bei Round-Robin kannst du das Quantum verändern.

Vergleiche: welcher Algorithmus erzeugt die geringste Wartezeit?

Interaktive Visualisierung

Interaktive Komponente: probiere sie im Topic-Player oben aus.

Klausur-Tipp: Immer zuerst das Gantt-Chart zeichnen, dann Fertigstellungs-Zeiten ablesen, dann Turnaround (Fertig − Ankunft) und Wartezeit (Turnaround − Burst) pro Prozess berechnen, dann mitteln. SJF sollte die kleinste Ø Wartezeit liefern.

Teil 3·Quiz / Klausurfragen

Praxis-Übung

Scheduling, Praxis-Übung

6 Aufgaben zu FCFS, SJF, Round-Robin und Kennzahlen.

Klausurfragen mit Lösungen (6)

F1.Welcher Scheduling-Algorithmus minimiert die durchschnittliche Wartezeit (bei gleichzeitiger Ankunft)?

Antwort: SJF (Shortest Job First)

Erklärung: SJF (Shortest Job First) minimiert beweisbar die durchschnittliche Wartezeit, wenn alle Prozesse gleichzeitig ankommen. Kurze Jobs zuerst = die wartende Gesamt-Zeit aller Jobs wird minimal. Nachteil: lange Jobs können aushungern (Starvation) und die Bedienzeit muss bekannt/geschätzt sein. Klausur-Kernaussage.

F2.Wie berechnet man die Wartezeit eines Prozesses?

Antwort: Wartezeit = Durchlaufzeit − Bedienzeit

Erklärung: Wartezeit = Durchlaufzeit (Turnaround) − Bedienzeit (Burst). Die Durchlaufzeit = Fertigstellung − Ankunft. Die Wartezeit ist die Zeit, die der Prozess insgesamt wartet, ohne die CPU zu nutzen. Klausur-Pflicht-Formel.

F3.Ordne Scheduling-Algorithmus seinem Hauptmerkmal zu.

Zuordnungen:

  • FCFS → Convoy-Effekt, non-preemptive
  • SJF → minimale Ø Wartezeit, Starvation-Gefahr
  • Round-Robin → Zeit-Quantum, fair, preemptive
  • Priority → wichtige Tasks zuerst, Aging gegen Starvation

Erklärung: FCFS: einfach, aber Convoy-Effekt (langer Job blockiert kurze). SJF: optimale Ø Wartezeit, aber Starvation. Round-Robin: Quantum-basiert, fair, ideal interaktiv. Priority: wichtige Tasks zuerst, Aging (Prio steigt mit Wartezeit) verhindert Starvation. Klausur-Pflicht-Zuordnung.

Typ: Zuordnung

F4.Was passiert bei Round-Robin, wenn das Zeit-Quantum sehr groß gewählt wird (größer als alle Bedienzeiten)?

Antwort: Es wird zu FCFS

Erklärung: Wenn das Quantum größer ist als jede Bedienzeit, läuft jeder Prozess komplett durch, bevor der nächste drankommt = identisch zu FCFS (First Come First Served). Umgekehrt: sehr kleines Quantum → viele Kontextwechsel → hoher Overhead. Die Quantum-Wahl ist der zentrale RR-Tuning-Parameter. Klausur-Verständnisfrage.

F5.Round-Robin ist ein preemptive Scheduling-Verfahren: ein laufender Prozess wird nach Ablauf seines Quantums unterbrochen.

Antwort: Wahr

Erklärung: RICHTIG. Round-Robin ist preemptive: nach Ablauf des Zeit-Quantums wird der laufende Prozess durch einen Timer-Interrupt unterbrochen und hinten in die Bereit-Queue gestellt. FCFS und basic-SJF sind dagegen non-preemptive (laufender Prozess behält die CPU bis Ende). Klausur-Klassifikation.

Typ: Wahr/Falsch

F6.Was ist der Convoy-Effekt bei FCFS?

Antwort: Ein langer Prozess vorn blockiert viele kurze Prozesse, die dahinter warten müssen, was die Ø Wartezeit stark erhöht

Erklärung: Der Convoy-Effekt: bei FCFS muss ein kurzer Prozess, der nach einem langen ankommt, die gesamte Bedienzeit des langen abwarten (wie LKWs hinter einem langsamen Fahrzeug). Folge: hohe durchschnittliche Wartezeit. SJF löst das, indem kurze Prozesse vorgezogen werden. Klausur-Schlüsselbegriff.

Teil 4·Quiz / Klausurfragen

Klausur-Quiz

Scheduling, Klausur-Quiz

6 Klausur-Fragen mit Algorithmen, Kennzahlen und Gantt-Berechnung.

Klausurfragen mit Lösungen (6)

F1.Was ist die Aufgabe des CPU-Schedulers?

Antwort: Entscheiden, welcher bereite Prozess als nächstes die CPU bekommt

Erklärung: Der CPU-Scheduler (Kurzzeit-Scheduler) entscheidet, welcher der BEREITEN Prozesse als nächstes die CPU zugeteilt bekommt. Er läuft sehr häufig (bei jedem Kontextwechsel) und muss daher schnell sein. Ziel: CPU-Auslastung, Durchsatz, Wartezeit, Antwortzeit oder Fairness optimieren (je nach Algorithmus). Klausur-Definition.

F2.Was bedeutet 'preemptive' Scheduling?

Antwort: Der Scheduler kann einen laufenden Prozess unterbrechen und die CPU einem anderen geben

Erklärung: Preemptive Scheduling: der laufende Prozess kann unterbrochen werden (z.B. durch Timer-Interrupt bei Round-Robin, oder wenn ein höher-priorer Prozess ankommt). Non-preemptive: ein laufender Prozess behält die CPU, bis er fertig ist oder selbst blockiert (I/O). FCFS und basic-SJF sind non-preemptive, RR und SRTF preemptive. Klausur-Schlüsselkonzept.

F3.Ordne Kennzahl ihrer Formel zu.

Zuordnungen:

  • Durchlaufzeit (Turnaround) → Fertigstellung − Ankunft
  • Wartezeit → Durchlaufzeit − Bedienzeit
  • Antwortzeit (Response) → Erste CPU-Zuteilung − Ankunft
  • Bedienzeit (Burst) → gegeben (CPU-Bedarf)

Erklärung: Turnaround = C − A (gesamte Verweildauer im System). Wartezeit = Turnaround − Burst (Zeit ohne CPU-Nutzung). Antwortzeit = erste Zuteilung − Ankunft (wichtig bei interaktiv: wie schnell reagiert das System?). Burst = gegebener CPU-Bedarf. Klausur-Pflicht-Formeln.

Typ: Zuordnung

F4.Wie löst man das Starvation-Problem beim Priority-Scheduling?

Antwort: Durch Aging: die Priorität eines wartenden Prozesses steigt mit der Wartezeit

Erklärung: Aging: je länger ein Prozess wartet, desto höher wird seine Priorität. So kommt auch ein ursprünglich niedrig-priorer Prozess irgendwann dran und hungert nicht aus (Starvation). Aging ist die Standard-Lösung für Starvation bei Priority- und SJF-Scheduling. Klausur-Standard-Lösung.

F5.FCFS (First Come First Served) ist ein preemptive Scheduling-Verfahren.

Antwort: Falsch

Erklärung: FALSCH. FCFS ist NON-PREEMPTIVE: ein Prozess, der die CPU bekommt, behält sie bis zum Ende seiner Bedienzeit (oder bis er selbst blockiert). Es gibt keine Unterbrechung durch den Scheduler. Das führt zum Convoy-Effekt. Preemptive Verfahren sind z.B. Round-Robin und SRTF. Klausur-Klassifikations-Stolperstein.

Typ: Wahr/Falsch

F6.Drei Prozesse kommen gleichzeitig (t=0) an: P1(Burst 6), P2(Burst 2), P3(Burst 4). Wie hoch ist die durchschnittliche Wartezeit bei SJF?

Antwort: 2,67

Erklärung: SJF-Reihenfolge nach Burst: P2(2) → P3(4) → P1(6). Gantt: P2[0-2], P3[2-6], P1[6-12]. Wartezeiten: P2=0, P3=2, P1=6. Ø = (0+2+6)/3 = 8/3 ≈ 2,67. Zum Vergleich FCFS-Reihenfolge P1→P2→P3 hätte Ø = (0+6+8)/3 = 4,67. SJF ist deutlich besser. Klausur-Rechenaufgabe.

Zur KategorieSoftwaretechnik.Mehr Themen entdeckenZum Themen-Hub.

UniProMax ist eine themenbasierte Lernplattform für Studierende an deutschen Unis.

Wir glauben, dass Verstehen besser ist als Auswendiglernen. Wir bauen Lerneinheiten die zeigen statt erzählen. Code, Visualisierung, Quiz. Auf Deutsch.

Marke

UniProMaxUniProMax

Themenbasiert, visuell, interaktiv.

Inhalte

  • Alle Themen (Hub)
  • Programmiergrundlagen
  • Algorithmen
  • Mathematik
  • Statistik
  • Datenbanken
  • Rechnungswesen
  • VWL

Studiengang-Filter

  • Informatik
  • Wirtschaftsinformatik
  • BWL
  • Data Science
  • VWL
  • Wirtschaftsingenieurwesen
  • Mathe
  • Psychologie
  • weitere Studiengänge folgen

Plattform

  • Mein Fortschritt
  • Impressum
  • Datenschutz
© 2026 UniProMaxAlle Systeme onlinev0.2 / Sommersemester 2026
UniProMaxUniProMaxUniProMaxUniProMax