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  • Einführung
  • Die Idee in einem Satz
  • Konkretes Beispiel
  • Hicks vs. Slutsky: zwei Zerlegungen
  • Normale vs. inferiore Güter
  • Graphisch (klausur-relevant)
  • Slutsky-Gleichung
  • Klausur-Faustregeln
  • Häufige Stolpersteine
ThemenVWLEinkommens- und Substitutionseffekt
VWL·4Lerneinheiten·20min·Stand17.07.2026

Einkommens- und Substitutionseffekt.

Der Preis von Pizza fällt. Du kaufst mehr Pizza, warum? Aus zwei Gründen, sagt die Mikroökonomik: (1) Pizza ist jetzt relativ billiger als andere Güter (Substitutionseffekt), und (2) du bist real reicher, weil dein Einkommen mehr Pizza kauft (Einkommenseffekt). Die Aufteilung dieser zwei Effekte ist Mikro-Klassiker, gerne in der Klausur.

Eine Preisänderung verändert die Nachfrage über zwei Kanäle:

  1. Substitutionseffekt: bei gleichem Nutzen-Niveau wegen relativer Preisänderung
  2. Einkommenseffekt: wegen verändertem realem Einkommen

Du hast 100 € pro Woche, Pizza kostet 5 €, Sushi 10 €. Du kaufst 8 Pizzen + 6 Sushi.

Pizza-Preis fällt auf 2,50 €. Was passiert?

Schritt 1, Substitutionseffekt: Bei gleichem Nutzen-Niveau (gleiche Indifferenzkurve), aber neuen Preisen: du substituierst mehr Pizza für Sushi, weil Pizza relativ billiger geworden ist. Sagen wir: +2 Pizzen, -1 Sushi.

Schritt 2, Einkommenseffekt: Mit dem freigewordenen Geld kaufst du jetzt MEHR von BEIDEN Gütern (sofern Pizza und Sushi normale Güter sind). Sagen wir: +1 Pizza, +0,5 Sushi.

Gesamteffekt: +3 Pizzen (8 → 11), -0,5 Sushi (6 → 5,5).

Es gibt zwei Standardmethoden, den Effekt mathematisch zu zerlegen:

Hicks-Zerlegung (Standard in Vorlesung)

Definiere den Substitutionseffekt als die Änderung der Nachfrage, die nötig ist, um nach der Preisänderung auf der ORIGINALEN Indifferenzkurve zu bleiben.

Hilfs-Einkommen wird so angepasst, dass der alte Nutzen wieder erreichbar wäre.

Slutsky-Zerlegung (praktischer)

Substitutionseffekt = Änderung der Nachfrage bei alten Preisen + alter Mengen-Kombi.

Hilfs-Einkommen wird so angepasst, dass das alte Konsum-Bündel wieder leistbar wäre, egal ob Nutzen identisch ist.

In der Klausur: Beide Methoden zeigen qualitativ in die gleiche Richtung. Hicks ist theoretisch sauberer, Slutsky einfacher zu rechnen.

Normales Gut: Wenn Einkommen steigt, kauft man MEHR davon (Pizza, Bio-Lebensmittel, Reisen).

  • Einkommenseffekt verstärkt den Substitutionseffekt
  • Preissenkung → Nachfrage steigt eindeutig

Inferiores Gut: Wenn Einkommen steigt, kauft man WENIGER davon (Discount-Brot, Bus-Tickets, gebrauchte Autos).

  • Einkommenseffekt schwächt den Substitutionseffekt
  • Preissenkung → Nachfrage steigt meist, aber Effekt unklar

Giffen-Gut (Sonderfall, sehr selten): Einkommenseffekt ist so stark negativ, dass er den Substitutionseffekt überkompensiert. Preissenkung → Nachfrage SINKT. Historisches Beispiel: Kartoffeln im Irland des 19. Jh.

Setup: Budgetgerade, Indifferenzkurve, Optimum.

Preis-Pizza sinkt: Budgetgerade dreht sich um den Y-Achsenabschnitt (Sushi-Achse) NACH AUSSEN.

  1. Alter Punkt A auf alter Budgetgerade + alter Indifferenzkurve.
  2. Neuer Punkt C auf neuer Budgetgerade + neuer (höherer) Indifferenzkurve.
  3. Hilfspunkt B auf alter Indifferenzkurve, aber neuer Steigung (Hilfs-Budgetgerade parallel zur neuen, tangential zur alten Indifferenzkurve).

Substitutionseffekt: A → B (entlang der alten Indifferenzkurve) Einkommenseffekt: B → C (parallel-Verschiebung der Budgetgerade)

In Variablen:

∂x1∂p1=(∂x1∂p1)U⏟Subst-Effekt−x1⋅∂x1∂m⏟Einkommens-Effekt\frac{\partial x_1}{\partial p_1} = \underbrace{\left(\frac{\partial x_1}{\partial p_1}\right)_U}_{\text{Subst-Effekt}} - \underbrace{x_1 \cdot \frac{\partial x_1}{\partial m}}_{\text{Einkommens-Effekt}}∂p1​∂x1​​=Subst-Effekt(∂p1​∂x1​​)U​​​−Einkommens-Effektx1​⋅∂m∂x1​​​​

Die gesamte Mengenänderung bei Preisänderung = Substitutionseffekt (immer negativ bei Preissteigerung) + Einkommenseffekt (negativ bei normalem Gut bei Preissteigerung).

1. Preissenkung → mehr Konsum bei normalen Gütern. Bei inferioren Gütern auch (Substitution > Einkommen), bei Giffen-Gütern NICHT (Sonderfall).

2. Substitutionseffekt zeigt IMMER weg vom teurer gewordenen Gut. Bei Preissenkung von Pizza → Substitution erhöht Pizza-Konsum. Vorzeichen ist eindeutig.

3. Einkommenseffekt-Vorzeichen hängt vom Gut ab. Normal: gleiche Richtung. Inferior: Gegenrichtung.

4. Hicks bleibt auf alter Nutzen-Kurve. Slutsky bleibt am alten Konsum-Punkt. Daraus folgen leicht unterschiedliche Hilfspunkte, aber gleicher Effekt-Sign.

5. Giffen ist Klausur-Kuriosität. Du musst erklären können, aber es ist empirisch fast nicht beobachtet.

1. Beide Effekte mit gleichem Vorzeichen erwarten. Bei inferioren Gütern ZIEHEN sie in unterschiedliche Richtungen. Klassischer Klausurfehler.

2. Substitutionseffekt nicht eindeutig negativ ansetzen. Bei Preissteigerung des Guts: Substitution sinkt eindeutig (weg vom teureren Gut). Das ist sicher.

3. Hicks und Slutsky verwechseln. Hicks → originale Indifferenzkurve. Slutsky → originales Konsum-Bündel. Klausurfrage prüft oft die Differenz.

4. Giffen-Gut mit inferiorem Gut gleichsetzen. Alle Giffen-Güter sind inferior, aber nicht alle inferioren Güter sind Giffen. Giffen braucht zusätzlich, dass der Einkommenseffekt den Substitutionseffekt überwiegt.

5. Die graphische Konstruktion verkehrt herum machen. Budgetgerade DREHT sich bei Preisänderung (nur eines Guts ändert sich), VERSCHIEBT sich parallel bei Einkommensänderung. Nicht verwechseln.

Setze den Pizza-Preis und sieh in 3 Schritten:

  1. Punkt A, altes Optimum
  2. Punkt B, Substitutionseffekt auf alter Indifferenzkurve (Hilfs-Budgetgerade)
  3. Punkt C, Endoptimum nach komplettem Effekt

Die Bewegung A → B ist der Substitutionseffekt, B → C der Einkommenseffekt.

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Klausur-Tipp: Bei Klausurfragen "Zerlege den Gesamteffekt in Sub- und Einkommenseffekt", IMMER 3 Punkte zeichnen: A (alt), B (Substitutions-Endpunkt auf alter Indifferenzkurve), C (neu). Die Pfeile A→B und B→C beschriften.

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Inhalt dieser Übersicht

  1. Erklärung(Erklärung)
  2. Interaktiv verstehen(Visualisierung / Interaktiv)
  3. Praxis-Übung(Quiz / Klausurfragen)
  4. Klausur-Quiz(Quiz / Klausurfragen)
Teil 1·Erklärung

Erklärung

Der Preis von Pizza fällt. Du kaufst mehr Pizza, warum? Aus zwei Gründen, sagt die Mikroökonomik: (1) Pizza ist jetzt relativ billiger als andere Güter (Substitutionseffekt), und (2) du bist real reicher, weil dein Einkommen mehr Pizza kauft (Einkommenseffekt). Die Aufteilung dieser zwei Effekte ist Mikro-Klassiker, gerne in der Klausur.

Die Idee in einem Satz

Eine Preisänderung verändert die Nachfrage über zwei Kanäle:

  1. Substitutionseffekt: bei gleichem Nutzen-Niveau wegen relativer Preisänderung
  2. Einkommenseffekt: wegen verändertem realem Einkommen

Konkretes Beispiel

Du hast 100 € pro Woche, Pizza kostet 5 €, Sushi 10 €. Du kaufst 8 Pizzen + 6 Sushi.

Pizza-Preis fällt auf 2,50 €. Was passiert?

Schritt 1, Substitutionseffekt: Bei gleichem Nutzen-Niveau (gleiche Indifferenzkurve), aber neuen Preisen: du substituierst mehr Pizza für Sushi, weil Pizza relativ billiger geworden ist. Sagen wir: +2 Pizzen, -1 Sushi.

Schritt 2, Einkommenseffekt: Mit dem freigewordenen Geld kaufst du jetzt MEHR von BEIDEN Gütern (sofern Pizza und Sushi normale Güter sind). Sagen wir: +1 Pizza, +0,5 Sushi.

Gesamteffekt: +3 Pizzen (8 → 11), -0,5 Sushi (6 → 5,5).

Hicks vs. Slutsky: zwei Zerlegungen

Es gibt zwei Standardmethoden, den Effekt mathematisch zu zerlegen:

Hicks-Zerlegung (Standard in Vorlesung)

Definiere den Substitutionseffekt als die Änderung der Nachfrage, die nötig ist, um nach der Preisänderung auf der ORIGINALEN Indifferenzkurve zu bleiben.

Hilfs-Einkommen wird so angepasst, dass der alte Nutzen wieder erreichbar wäre.

Slutsky-Zerlegung (praktischer)

Substitutionseffekt = Änderung der Nachfrage bei alten Preisen + alter Mengen-Kombi.

Hilfs-Einkommen wird so angepasst, dass das alte Konsum-Bündel wieder leistbar wäre, egal ob Nutzen identisch ist.

In der Klausur: Beide Methoden zeigen qualitativ in die gleiche Richtung. Hicks ist theoretisch sauberer, Slutsky einfacher zu rechnen.

Normale vs. inferiore Güter

Normales Gut: Wenn Einkommen steigt, kauft man MEHR davon (Pizza, Bio-Lebensmittel, Reisen).

  • Einkommenseffekt verstärkt den Substitutionseffekt
  • Preissenkung → Nachfrage steigt eindeutig

Inferiores Gut: Wenn Einkommen steigt, kauft man WENIGER davon (Discount-Brot, Bus-Tickets, gebrauchte Autos).

  • Einkommenseffekt schwächt den Substitutionseffekt
  • Preissenkung → Nachfrage steigt meist, aber Effekt unklar

Giffen-Gut (Sonderfall, sehr selten): Einkommenseffekt ist so stark negativ, dass er den Substitutionseffekt überkompensiert. Preissenkung → Nachfrage SINKT. Historisches Beispiel: Kartoffeln im Irland des 19. Jh.

Graphisch (klausur-relevant)

Setup: Budgetgerade, Indifferenzkurve, Optimum.

Preis-Pizza sinkt: Budgetgerade dreht sich um den Y-Achsenabschnitt (Sushi-Achse) NACH AUSSEN.

  1. Alter Punkt A auf alter Budgetgerade + alter Indifferenzkurve.
  2. Neuer Punkt C auf neuer Budgetgerade + neuer (höherer) Indifferenzkurve.
  3. Hilfspunkt B auf alter Indifferenzkurve, aber neuer Steigung (Hilfs-Budgetgerade parallel zur neuen, tangential zur alten Indifferenzkurve).

Substitutionseffekt: A → B (entlang der alten Indifferenzkurve) Einkommenseffekt: B → C (parallel-Verschiebung der Budgetgerade)

Slutsky-Gleichung

In Variablen:

(∂ x₁)/(∂ p₁) = underbrace((∂ x₁)/(∂ p₁))_U_(Subst-Effekt) - underbracex₁ · (∂ x₁)/(∂ m)_(Einkommens-Effekt)

Die gesamte Mengenänderung bei Preisänderung = Substitutionseffekt (immer negativ bei Preissteigerung) + Einkommenseffekt (negativ bei normalem Gut bei Preissteigerung).

Klausur-Faustregeln

1. Preissenkung → mehr Konsum bei normalen Gütern. Bei inferioren Gütern auch (Substitution > Einkommen), bei Giffen-Gütern NICHT (Sonderfall).

2. Substitutionseffekt zeigt IMMER weg vom teurer gewordenen Gut. Bei Preissenkung von Pizza → Substitution erhöht Pizza-Konsum. Vorzeichen ist eindeutig.

3. Einkommenseffekt-Vorzeichen hängt vom Gut ab. Normal: gleiche Richtung. Inferior: Gegenrichtung.

4. Hicks bleibt auf alter Nutzen-Kurve. Slutsky bleibt am alten Konsum-Punkt. Daraus folgen leicht unterschiedliche Hilfspunkte, aber gleicher Effekt-Sign.

5. Giffen ist Klausur-Kuriosität. Du musst erklären können, aber es ist empirisch fast nicht beobachtet.

Häufige Stolpersteine

1. Beide Effekte mit gleichem Vorzeichen erwarten. Bei inferioren Gütern ZIEHEN sie in unterschiedliche Richtungen. Klassischer Klausurfehler.

2. Substitutionseffekt nicht eindeutig negativ ansetzen. Bei Preissteigerung des Guts: Substitution sinkt eindeutig (weg vom teureren Gut). Das ist sicher.

3. Hicks und Slutsky verwechseln. Hicks → originale Indifferenzkurve. Slutsky → originales Konsum-Bündel. Klausurfrage prüft oft die Differenz.

4. Giffen-Gut mit inferiorem Gut gleichsetzen. Alle Giffen-Güter sind inferior, aber nicht alle inferioren Güter sind Giffen. Giffen braucht zusätzlich, dass der Einkommenseffekt den Substitutionseffekt überwiegt.

5. Die graphische Konstruktion verkehrt herum machen. Budgetgerade DREHT sich bei Preisänderung (nur eines Guts ändert sich), VERSCHIEBT sich parallel bei Einkommensänderung. Nicht verwechseln.

Teil 2·Visualisierung / Interaktiv

Interaktiv verstehen

Hicks-Zerlegungs-Lab

Setze den Pizza-Preis und sieh in 3 Schritten:

  1. Punkt A, altes Optimum
  2. Punkt B, Substitutionseffekt auf alter Indifferenzkurve (Hilfs-Budgetgerade)
  3. Punkt C, Endoptimum nach komplettem Effekt

Die Bewegung A → B ist der Substitutionseffekt, B → C der Einkommenseffekt.

Interaktive Visualisierung

Interaktive Komponente: probiere sie im Topic-Player oben aus.

Klausur-Tipp: Bei Klausurfragen "Zerlege den Gesamteffekt in Sub- und Einkommenseffekt", IMMER 3 Punkte zeichnen: A (alt), B (Substitutions-Endpunkt auf alter Indifferenzkurve), C (neu). Die Pfeile A→B und B→C beschriften.

Teil 3·Quiz / Klausurfragen

Praxis-Übung

Einkommens- und Substitutionseffekt, Praxis-Übung

6 Aufgaben zu Zerlegung, normalen/inferioren Gütern, Hicks vs. Slutsky.

Klausurfragen mit Lösungen (6)

F1.Pizza wird billiger. Welcher Effekt erklärt, dass Pizza relativ attraktiver wird als Sushi?

Antwort: Substitutionseffekt

Erklärung: Substitutionseffekt = wegen relativer Preisänderung wird das billigere Gut bevorzugt. Bei Pizza-Preissenkung: Pizza relativ attraktiver, Substitution Sushi → Pizza, unabhängig von Einkommenseffekt.

F2.Bei einer Pizza-Preissenkung, welcher Effekt zeigt sich darin, dass dein reales Einkommen gewachsen ist?

Antwort: Einkommenseffekt

Erklärung: Einkommenseffekt: Pizza-Preis fällt → mit gleichem Geld kannst du dir mehr leisten → reales Einkommen steigt → bei normalen Gütern kaufst du MEHR von allem.

F3.Der Substitutionseffekt ist bei einer Preissteigerung des Guts IMMER negativ (führt zu weniger Konsum dieses Guts).

Antwort: Wahr

Erklärung: RICHTIG. Substitutionseffekt zeigt IMMER weg vom teurer gewordenen Gut. Bei Preissteigerung: Substitution sinkt. Das ist mathematisch zwingend (konvexe Präferenzen, das günstigere Gut wird bevorzugt).

Typ: Wahr/Falsch

F4.Was unterscheidet die Hicks-Zerlegung von der Slutsky-Zerlegung?

Antwort: Hicks bleibt auf alter Indifferenzkurve, Slutsky am alten Konsum-Bündel

Erklärung: Hicks: Hilfseinkommen so dass alter NUTZEN wieder erreichbar (auf alter Indifferenzkurve). Slutsky: Hilfseinkommen so dass altes KONSUM-BÜNDEL wieder leistbar. Praktisch leicht unterschiedliche Hilfspunkte.

F5.Welche Aussagen über normale, inferiore, und Giffen-Güter sind RICHTIG?

Richtige Antworten: Bei normalen Gütern verstärken sich Substitutions- und Einkommenseffekt; Bei inferioren Gütern wirken sie entgegengesetzt; Alle Giffen-Güter sind inferiore Güter; Beim Giffen-Gut steigt Konsum trotz Preissteigerung

Erklärung: Richtig: normal=verstärken, inferior=entgegengesetzt, Giffen sind inferior, Giffen=Konsum steigt bei Preissteigerung. Falsch: Substitutionseffekt ist IMMER negativ bei Preissteigerung (Giffen-Eigenschaft kommt vom Einkommenseffekt); 'Pareto-Güter' ist kein Standard-Begriff in diesem Kontext.

Typ: Multi-Select

F6.Ordne Begriff dem Konzept zu:

Zuordnungen:

  • Substitutionseffekt → Relative Preisänderung bei gleichem Nutzen
  • Einkommenseffekt → Reales-Einkommen-Änderung wegen Preisänderung
  • Inferiores Gut → Mehr Einkommen → weniger Konsum
  • Giffen-Gut → Preissteigerung → mehr Konsum (sehr selten)

Erklärung: Kernkonzepte. Substitutionseffekt = bei gleichem Nutzen, Einkommenseffekt = realer Einkommenseffekt, inferior = Einkommen↑→Konsum↓, Giffen = inferiores Gut wo Einkommenseffekt > Substitutionseffekt.

Typ: Zuordnung

Teil 4·Quiz / Klausurfragen

Klausur-Quiz

Klausurfragen mit Lösungen (6)

F1.Bei einem normalen Gut sinkt der Preis. Wie wirken die zwei Effekte?

Antwort: Beide erhöhen die Nachfrage

Erklärung: Beide wirken in gleiche Richtung: Preissenkung → Substitution erhöht Pizza-Konsum (relativ billiger), Einkommen erhöht ihn ebenfalls (mehr Kaufkraft, normales Gut). Nachfrage steigt eindeutig.

F2.Inferiores Gut: Brot. Brot-Preis steigt. Welche Aussage trifft zu?

Antwort: Substitution senkt Brot-Konsum, Einkommen erhöht Brot-Konsum, Gesamteffekt meist negativ

Erklärung: Brot-Preis steigt → Substitution senkt Brot (weniger des Teureren). Real-Einkommen sinkt → bei inferiorem Gut KAUFST DU MEHR davon. Effekte gehen gegeneinander, aber Substitution dominiert üblicherweise → Brot-Konsum sinkt insgesamt. Ausnahme: Giffen.

F3.Ein Giffen-Gut hat einen positiven Einkommenseffekt bei Preissteigerung.

Antwort: Wahr

Erklärung: RICHTIG. Giffen-Gut ist inferior: weniger Real-Einkommen → mehr Konsum dieses Guts. Bei Preissteigerung sinkt reales Einkommen → Einkommenseffekt POSITIV (mehr Giffen-Gut). Dieser positive Einkommenseffekt überwiegt den negativen Substitutionseffekt → Gesamt-Nachfrage STEIGT trotz Preissteigerung.

Typ: Wahr/Falsch

F4.Slutsky-Zerlegung: Hilfs-Einkommen so anpassen, dass...

Antwort: ...das alte Konsum-Bündel leistbar bleibt

Erklärung: Slutsky: 'altes Konsum-Bündel leistbar' bei neuen Preisen. Hicks dagegen: 'alter Nutzen erreichbar'. Subtiler Unterschied, beide produzieren ähnliche aber leicht abweichende Hilfspunkte.

F5.Bei einer Preissenkung wird das günstiger gewordene Gut relativ attraktiver, das ist der {{1}}-Effekt. Gleichzeitig steigt das reale Einkommen, das ist der {{2}}-Effekt. Bei einem {{3}} Gut wirken beide in gleiche Richtung. Ein {{4}} Gut hat einen Einkommenseffekt, der dem Substitutionseffekt entgegen wirkt.

Lösungen pro Lücke:

  • {{1}}: Substitutions / Substitution
  • {{2}}: Einkommens / Einkommen
  • {{3}}: normalen / normales
  • {{4}}: inferiores / inferiores / inferior

Erklärung: Kern-Vokabular. Substitution = relative Preisänderung. Einkommen = reale Einkommens-Änderung. Normal = gleiche Richtung. Inferior = entgegengesetzt.

Typ: Lückentext

F6.Sortiere die Schritte der Hicks-Zerlegung bei Pizza-Preissenkung:

Richtige Reihenfolge:

  1. Punkt A: altes Optimum, alte Indifferenzkurve, alte Budgetgerade
  2. Hilfs-Budgetgerade konstruieren: parallel zur neuen, tangential zur alten Indifferenzkurve
  3. Punkt B: Substitutions-Endpunkt auf alter Indifferenzkurve mit Hilfs-BG
  4. Punkt C: neues Optimum auf neuer Budgetgerade, neuer (höherer) Indifferenzkurve
  5. Effekt-Zerlegung: A→B = Substitution, B→C = Einkommen

Erklärung: Hicks-Methodologie. Hilfs-Budgetgerade ist der Trick: gleicher Nutzen, neue Preis-Steigung. So sieht man den 'reinen' Substitutionseffekt.

Typ: Reihenfolge

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