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Geschäfte über das Internet — der wirtschaftliche Mega-Trend seit 1995. E-Business-Klausurpflicht in 8/11 WInf-Programmen.
Klausur-Tipp: Bei "Vergleichen Sie B2B und B2C" IMMER strukturiert: 1) Definition. 2) 3-4 Charakteristika. 3) 2-3 Beispiel-Firmen. 4) Wertschöpfungskette. Plus Hinweis: B2B größeres VOLUMEN (Wert), B2C größere ZAHL.
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Geschäfte über das Internet — der wirtschaftliche Mega-Trend seit 1995. E-Business-Klausurpflicht in 8/11 WInf-Programmen.
E-Business: Elektronische Abwicklung aller Geschäfts-Beziehungen über digitale Netze (Internet, EDI) — von der Anbahnung bis zur Erfüllung + Nachsorge.
| Begriff | Umfang |
|---|---|
| E-Business | ALLE elektronisch unterstützten Geschäftsprozesse (intern + extern) |
| E-Commerce | NUR der Online-Verkauf von Produkten/Dienstleistungen |
E-Business ist BREITER — beinhaltet E-Commerce + interne Prozesse (B2E, ERP, CRM, SCM-Integration).
| Modell | Voll | Beispiel |
|---|---|---|
| B2B | Business-to-Business | Alibaba, SAP Ariba |
| B2C | Business-to-Consumer | Amazon, Zalando |
| C2C | Consumer-to-Consumer | eBay, Vinted, Kleinanzeigen |
| B2G | Business-to-Government | E-Vergabe-Plattformen |
Plus seltener: B2E (Business-to-Employee, intern), G2C/G2B (E-Government).
Charakteristika:
Marktplätze:
EDI (Electronic Data Interchange): klassische standardisierte Daten-Übertragung zwischen Unternehmen (EDIFACT, ANSI X12). Heute oft durch REST-APIs + JSON ersetzt.
Charakteristika:
Top-Player:
Long-Tail-Effekt (Anderson 2004): Online können Nischen-Produkte profitabel sein, die im Einzelhandel keinen Platz finden würden.
Charakteristika:
Beispiele:
Geschäftsmodell: Vermittlungs-Gebühr + Werbung. Die Plattform skaliert ohne eigenen Bestand.
Charakteristika:
Plattformen:
1. Information → 2. Selektion → 3. Bestellung → 4. Bezahlung → 5. Lieferung → 6. Service
Komponenten eines E-Commerce-Systems:
| Komponente | Beispiele |
|---|---|
| Shop-System | Shopify, WooCommerce, Magento (Adobe), SAP Hybris, Salesforce Commerce |
| Payment-Gateway | Stripe, PayPal, Adyen, Klarna |
| Logistik | DHL, DPD, Hermes, Amazon Logistics |
| Marketing | E-Mail (Mailchimp), SEM (Google Ads), Affiliate, Influencer |
| Analytics | Google Analytics, Adobe Analytics, Hotjar |
| Customer Support | Zendesk, Intercom, Tidio (Chatbots) |
Customer Journey 5A (Kotler, Marketing 4.0):
Aware → Appeal → Ask → Act → Advocate
Vergleich zum klassischen AIDA:
| Modell | Abrechnung |
|---|---|
| CPM (Cost per Mille) | Pro 1000 Impressionen |
| CPC (Cost per Click) | Pro Klick (Google Ads Standard) |
| CPA (Cost per Action) | Pro Aktion (Kauf, Anmeldung) |
| CPL (Cost per Lead) | Pro Lead-Generation |
1. E-Business vs. E-Commerce: breit (alle digitalen Prozesse) vs. eng (nur Verkauf).
2. 4 Hauptmodelle: B2B / B2C / C2C / B2G. Plus B2E + G2C/G2B.
3. B2B = größtes Segment (Volumen × Wert). B2C = sichtbarstes Segment.
4. EDI vs. moderne APIs: EDI ist EDIFACT/X12-basiert, REST-APIs sind heute Standard.
5. AIDA klassisch vs. 5A modern (Kotler): Awareness → Appeal → Ask → Act → Advocate.
6. CPM/CPC/CPA/CPL als Online-Marketing-Abrechnungs-Modelle.
1. E-Business und E-Commerce gleichsetzen. E-Business ist BREITER (alle digitalen Geschäftsprozesse). E-Commerce ist NUR Verkauf.
2. B2B als kleines Segment sehen. Falsch — B2B ist VOLUMEN-mäßig größer als B2C (höhere Transaktions-Werte). B2C ist nur SICHTBARER.
3. C2C als reine Privat-Transaktion sehen. Plattform-Mediated — eBay, Vinted, Airbnb verdienen mit. Pure P2P (ohne Plattform) ist selten.
4. EDI für veraltet halten. EDI ist noch dominant in Automobil, Pharma, FMCG für B2B-Standardtransaktionen — neben modernen APIs.
5. AIDA mit 5A verwechseln. AIDA (1898, Lewis) hat 4 Schritte: Attention/Interest/Desire/Action. 5A (Kotler 2017) hat 5: Aware/Appeal/Ask/Act/Advocate.
6. Online-Werbungs-Modelle gleich sehen. CPM ≠ CPC ≠ CPA. Unterschiedliche Abrechnung + Risiko-Verteilung (Werbender vs. Plattform).
4 Hauptmodelle nach Akteurs-Typ (B2B/B2C/C2C/B2G). Klick auf eines zeigt Merkmale + Beispiel-Firmen + Wertschöpfungskette.
Interaktive Visualisierung
Interaktive Komponente: probiere sie im Topic-Player oben aus.
Klausur-Tipp: Bei "Vergleichen Sie B2B und B2C" IMMER strukturiert: 1) Definition. 2) 3-4 Charakteristika. 3) 2-3 Beispiel-Firmen. 4) Wertschöpfungskette. Plus Hinweis: B2B größeres VOLUMEN (Wert), B2C größere ZAHL.
6 Aufgaben zu Modellen, Phasen und Trends.
Klausurfragen mit Lösungen (6)
Antwort: E-Business ist BREITER (alle digitalen Prozesse), E-Commerce ist NUR Online-Verkauf
Erklärung: E-Business umfasst ALLE elektronisch unterstützten Geschäftsprozesse: interne (ERP, HR-Portal) + externe (E-Commerce, EDI). E-Commerce ist nur der Online-Verkauf von Produkten/Dienstleistungen — ein Teilbereich von E-Business. Klausur-Standard-Vergleich.
Antwort: X2X
Erklärung: X2X ist keine Standard-Abkürzung. Standard-E-Business-Modelle: B2B (Business-to-Business), B2C (Business-to-Consumer), C2C (Consumer-to-Consumer), B2G (Business-to-Government), B2E (Business-to-Employee), G2C (Government-to-Citizen), G2B (Government-to-Business). Klausur-Standard.
Zuordnungen:
Erklärung: Standard-Plattformen pro Modell: B2B (Alibaba weltweit + SAP Ariba + Mercateo DACH), B2C (Amazon dominant + Zalando + Otto Group + D2C-Hersteller), C2C (eBay seit 1995 + Vinted + Airbnb + Kleinanzeigen), B2G (E-Vergabe-Plattformen + EU-TED ab Schwellenwert). Klausur-Standard.
Typ: Zuordnung
Antwort: CPC (Cost per Click)
Erklärung: Cost per Click (CPC): Werbender zahlt pro Klick auf Anzeige (z.B. Google Ads Standard). CPM = pro 1000 Impressionen (für Awareness-Kampagnen). CPA = pro Aktion/Kauf (für Performance-Marketing). CPL = pro generierter Lead. Risiko-Verteilung zwischen Werbendem + Plattform variiert: CPM Plattform-freundlich, CPA Werbender-freundlich. Klausur-Standard.
Antwort: Falsch
Erklärung: FALSCH. Genau UMGEKEHRT: B2B hat HÖHERE Transaktions-Werte pro Geschäft (z.B. 10.000-Millionen € pro Vertrag), aber WENIGER Transaktionen. B2C hat NIEDRIGERE Werte pro Transaktion (10-1000 €), aber VIEL mehr Transaktionen. B2B-Gesamtvolumen ist trotzdem größer als B2C — daher B2B = größtes E-Business-Segment.
Typ: Wahr/Falsch
Antwort: Online können auch Nischen-Produkte profitabel sein, weil Lagerung + Distribution günstig
Erklärung: Long-Tail-Effekt (Chris Anderson, Wired 2004, Buch 2006): online können auch wenig nachgefragte Nischen-Produkte profitabel sein, weil Lagerung + Distribution sehr günstig ist. Im klassischen Einzelhandel bestimmen 'Hits' (Top-Verkäufer) das Sortiment. Online ermöglicht das 'lange Ende' der Verteilung (selten gekaufte Produkte) — die SUMME der Nischen kann größer sein als die Hits. Beispiele: Amazon, Spotify, Netflix-Backkatalog.
6 typische Klausurfragen zu Modellen, EDI und Trends.
Klausurfragen mit Lösungen (6)
Antwort: Chris Anderson (Wired Magazine 2004)
Erklärung: Chris Anderson, damals Chefredakteur von Wired Magazine: Artikel 2004, Buch 'The Long Tail' 2006. Kern-These: in der Online-Wirtschaft können Nischen-Produkte profitabel sein, was im traditionellen Einzelhandel nicht möglich war. Amazon, Spotify, Netflix sind 'Long Tail-Champions'. Bezos baute Amazon nach dem Prinzip auf, prägte den Begriff aber nicht.
Antwort: Electronic Data Interchange
Erklärung: EDI = Electronic Data Interchange — standardisierter elektronischer Austausch von Geschäftsdaten zwischen Unternehmen. Wichtige Standards: EDIFACT (UN/ECE, international) und ANSI X12 (Nordamerika). Heute oft durch moderne REST-APIs + JSON ersetzt, aber noch dominant in Automobil/Pharma/FMCG-B2B-Transaktionen. Klausur-Standard.
Lösungen pro Lücke:
Erklärung: Standard E-Business-Strukturierung: 4 Hauptmodelle nach Akteurs-Konstellation. Plus 2 Hauptabrechnungen im Performance-Marketing (CPM für Reichweite, CPC für Performance, CPA für Conversion). Klausur-Standard.
Typ: Lückentext
Richtige Reihenfolge:
Erklärung: Kotlers 5A (Marketing 4.0, 2017): 1) Aware (Wahrnehmung — Werbung). 2) Appeal (Anziehung — Interesse geweckt). 3) Ask (Suchen + Vergleichen — NEU, durch Mobile + Reviews). 4) Act (Kauf-Aktion). 5) Advocate (Loyalty + Empfehlung). Erweiterung des klassischen AIDA. Klausur-Standard.
Typ: Reihenfolge
Antwort: B2G ist hoch reguliert (Vergaberecht/GWB), oft mit E-Vergabe-Plattformen + langen Sales-Cycles
Erklärung: B2G (Business-to-Government): Verkauf an Behörden + öffentlichen Sektor. HOCH REGULIERT durch Vergaberecht (D: GWB + UVgO + VgV) und EU-Richtlinien. Ab Schwellenwerten Pflicht-Ausschreibung über E-Vergabe-Plattformen (D: evergabe-online.de, EU: TED). Sales-Cycle oft >1 Jahr. Compliance + Audit-Anforderungen. Klausur-Standard.
Antwort: Wahr
Erklärung: RICHTIG. Headless Commerce: Frontend ('Head' = Storefront) ist von Backend (Commerce-Engine mit Produktkatalog, Warenkorb, Checkout) durch APIs getrennt. Vorteil: das Frontend kann beliebig sein (Web, Mobile App, Smart TV, Voice). Beispiele: Shopify Hydrogen, BigCommerce, commercetools, Adobe Commerce Headless. Trend seit ~2018 für Omnichannel + schnelle Storefronts. Pendant in CMS: Headless CMS (Contentful, Strapi).
Typ: Wahr/Falsch