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  • Einführung
  • Die Idee in einem Satz
  • Wo steht WI?
  • Definition nach Wissenschaftlicher Kommission WI (WKWI)
  • Was lernst du im WI-Studium?
  • WI vs. Informatik vs. BWL
  • Job-Profile nach WI-Studium
  • Wissenschaftliche vs. praxisorientierte WI
  • Geschichte der WI
  • Klausur-Faustregeln
  • Häufige Stolpersteine
ThemenBusiness AnalyticsWas ist Wirtschaftsinformatik?
Business Analytics·4Lerneinheiten·20min·Stand17.07.2026

Was ist Wirtschaftsinformatik?.

Du studierst WInf? Dann ist DAS deine erste Klausurfrage: "Definieren Sie Wirtschaftsinformatik und grenzen Sie sie zur reinen Informatik und BWL ab." In 14/15 Einführungs-Klausuren, pflicht.

Wirtschaftsinformatik (WI): Wissenschaftsdisziplin, die sich mit der Konzeption, Entwicklung, Einführung, Wartung und Nutzung von Informationssystemen in Unternehmen und Verwaltungen beschäftigt.

WI ist eine Brückendisziplin zwischen 3 Welten:

        Informatik
            ↑
            │
   WI ──────┼────── BWL
            │
            ↓
       Anwendungsfeld
       (Unternehmen)
  • Von Informatik: Methoden zur Modellierung, Programmierung, System-Entwicklung
  • Von BWL: Verständnis für betriebswirtschaftliche Prozesse, Organisationsformen
  • Eigenes Profil: Informationssysteme im betrieblichen Kontext

Die WKWI ist das Gremium des Verbands der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft. Sie definiert WI als:

"Wissenschaft von Konzeption, Entwicklung, Einführung, Wartung und Nutzung von Informations- und Kommunikationssystemen in Wirtschaft, Verwaltung und privatem Bereich."

3 große Bereiche:

BereichInhalteBeispiel-Module
InformatikProgrammieren, Algorithmen, DatenbankenProgrammieren 1, Datenbanken 1, Algorithmen+DS
BWLExternes/internes Rechnungswesen, Marketing, InvestitionExternes Rewe, Marketing, Investition
Wirtschaftsinformatik im engen SinnGeschäftsprozesse, ERP, IS-ArchitekturEinf. WI, GPM, Anwendungssysteme
AspektInformatikBWLWirtschaftsinformatik
FokusTechnikUnternehmenSchnittstelle Technik ↔ Unternehmen
Programmierenvielwenigmittel
Matheviel (Theorie)mittel (Finanzmathe)mittel
BWL-Themenwenigvielviel
Typische Job-RolleSoftware-EntwicklerManager, Berater, BuchhalterBusiness Analyst, IT-Berater, Wirtschaftsinformatiker

WI-Absolvent*innen können in viele Rollen wechseln:

Job-ProfilAufgabe
IT-BeraterBeratung zu IT-Strategien in Firmen
Business AnalystÜbersetzer zwischen Fachabteilung und IT
ERP-BeraterImplementiert SAP / Oracle / MS Dynamics
Data AnalystAuswertet Daten für strategische Entscheidungen
Product OwnerVerantwortet IT-Produkt-Entwicklung (Scrum)
Software-EntwicklerWenn Programmier-Schwerpunkt im Studium
CIO / IT-ManagerSenior-Position nach 10+ Jahren Erfahrung

Es gibt zwei Schulen:

Praxis-orientiertWissenschaftlich
ZielProbleme in Unternehmen lösenTheorie + Modelle entwickeln
MethodenProjekt, PrototypingEmpirische Forschung, Design Science
Beispiel-OutputERP-System eingeführtKonferenz-Paper, IS-Modell
Beispiele für ProfsWilhelm HummeltenbergHubert Österle (Design Science)

Die meisten WI-Studiengänge haben beide Aspekte, Praxis-Projekte + theoretische Grundlagen.

Wichtige Meilensteine:

JahrEreignis
1970erErste Lehrstühle für "Betriebsinformatik" (Vorläufer)
1980er"Wirtschaftsinformatik" etabliert sich als Begriff (Mertens, Heinrich)
1990WKWI-Definition wird Standard
2000erBoom durch SAP, Internet, ERP-Welle
2010erBig Data, Business Intelligence, Industry 4.0
2020erKI, Cloud, Process Mining, Digital Twin

1. WI = Brücke zwischen Informatik und BWL. IMMER beide Seiten erwähnen.

2. Hauptobjekt: Informationssysteme (nicht "Computer" oder "Software" allein).

3. WKWI-Definition auswendig: Konzeption, Entwicklung, Einführung, Wartung, Nutzung von IS in Wirtschaft, Verwaltung, privatem Bereich.

4. Job-Profile breit: IT-Berater, Business Analyst, ERP-Berater, Data Analyst, nicht nur "Programmierer".

5. 3 Bereiche im Studium: Informatik, BWL, WI im engen Sinn.

1. WI = Informatik mit BWL-Klausuren. Falsch. WI hat eigene Methoden (Modellierung von Geschäftsprozessen, IS-Architektur, ERP-Einführung), die weder reine Informatik noch reine BWL abdecken.

2. WI ist nur "Programmieren für Wirtschaft". Falsch. WI ist viel breiter, IT-Strategie, Business-IT-Alignment, Geschäftsprozess-Optimierung. Programmieren ist EIN Skill, nicht der einzige.

3. WI-Absolventen sind schlechtere Programmierer als Informatiker. Stimmt im Schnitt, aber dafür haben sie BWL-Verständnis. Beide Profile sind komplementär.

4. WI ist "Computer-Wissenschaft mit BWL-Beilage". Falsch. WKWI-Definition stellt klar: WI ist eigenständige Wissenschaft mit eigenen Methoden, die sich nicht auf die Summe von Informatik+BWL reduzieren lässt.

5. WI ist kein "richtiges" Studium. Vorurteil aus der reinen Informatik-Community. WI ist seit 50 Jahren etabliert, hat eigene Lehrstühle, Konferenzen (WI, ECIS), Journals (Business & Information Systems Engineering). Karriere-Aussichten oft besser als reine Informatik (durch BWL-Verständnis).

Sieh die Schnittmenge der 3 Disziplinen mit konkreten Beispiel-Themen, die in jede Region fallen.

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Klausur-Tipp: In der Klausur lautet die typische Frage so: "Was unterscheidet WI von Informatik?", IMMER mit Hauptobjekt antworten: WI = Informationssysteme im betrieblichen Kontext, Informatik = Software-Systeme generell. Plus 1 Beispiel pro Disziplin nennen.

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Inhalt dieser Übersicht

  1. Erklärung(Erklärung)
  2. Interaktiv verstehen(Visualisierung / Interaktiv)
  3. Praxis-Übung(Quiz / Klausurfragen)
  4. Klausur-Quiz(Quiz / Klausurfragen)
Teil 1·Erklärung

Erklärung

Du studierst WInf? Dann ist DAS deine erste Klausurfrage: "Definieren Sie Wirtschaftsinformatik und grenzen Sie sie zur reinen Informatik und BWL ab." In 14/15 Einführungs-Klausuren, pflicht.

Die Idee in einem Satz

Wirtschaftsinformatik (WI): Wissenschaftsdisziplin, die sich mit der Konzeption, Entwicklung, Einführung, Wartung und Nutzung von Informationssystemen in Unternehmen und Verwaltungen beschäftigt.

Wo steht WI?

WI ist eine Brückendisziplin zwischen 3 Welten:

        Informatik
            ↑
            │
   WI ──────┼────── BWL
            │
            ↓
       Anwendungsfeld
       (Unternehmen)
  • Von Informatik: Methoden zur Modellierung, Programmierung, System-Entwicklung
  • Von BWL: Verständnis für betriebswirtschaftliche Prozesse, Organisationsformen
  • Eigenes Profil: Informationssysteme im betrieblichen Kontext

Definition nach Wissenschaftlicher Kommission WI (WKWI)

Die WKWI ist das Gremium des Verbands der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft. Sie definiert WI als:

"Wissenschaft von Konzeption, Entwicklung, Einführung, Wartung und Nutzung von Informations- und Kommunikationssystemen in Wirtschaft, Verwaltung und privatem Bereich."

Was lernst du im WI-Studium?

3 große Bereiche:

BereichInhalteBeispiel-Module
InformatikProgrammieren, Algorithmen, DatenbankenProgrammieren 1, Datenbanken 1, Algorithmen+DS
BWLExternes/internes Rechnungswesen, Marketing, InvestitionExternes Rewe, Marketing, Investition
Wirtschaftsinformatik im engen SinnGeschäftsprozesse, ERP, IS-ArchitekturEinf. WI, GPM, Anwendungssysteme

WI vs. Informatik vs. BWL

AspektInformatikBWLWirtschaftsinformatik
FokusTechnikUnternehmenSchnittstelle Technik ↔ Unternehmen
Programmierenvielwenigmittel
Matheviel (Theorie)mittel (Finanzmathe)mittel
BWL-Themenwenigvielviel
Typische Job-RolleSoftware-EntwicklerManager, Berater, BuchhalterBusiness Analyst, IT-Berater, Wirtschaftsinformatiker

Job-Profile nach WI-Studium

WI-Absolvent*innen können in viele Rollen wechseln:

Job-ProfilAufgabe
IT-BeraterBeratung zu IT-Strategien in Firmen
Business AnalystÜbersetzer zwischen Fachabteilung und IT
ERP-BeraterImplementiert SAP / Oracle / MS Dynamics
Data AnalystAuswertet Daten für strategische Entscheidungen
Product OwnerVerantwortet IT-Produkt-Entwicklung (Scrum)
Software-EntwicklerWenn Programmier-Schwerpunkt im Studium
CIO / IT-ManagerSenior-Position nach 10+ Jahren Erfahrung

Wissenschaftliche vs. praxisorientierte WI

Es gibt zwei Schulen:

Praxis-orientiertWissenschaftlich
ZielProbleme in Unternehmen lösenTheorie + Modelle entwickeln
MethodenProjekt, PrototypingEmpirische Forschung, Design Science
Beispiel-OutputERP-System eingeführtKonferenz-Paper, IS-Modell
Beispiele für ProfsWilhelm HummeltenbergHubert Österle (Design Science)

Die meisten WI-Studiengänge haben beide Aspekte, Praxis-Projekte + theoretische Grundlagen.

Geschichte der WI

Wichtige Meilensteine:

JahrEreignis
1970erErste Lehrstühle für "Betriebsinformatik" (Vorläufer)
1980er"Wirtschaftsinformatik" etabliert sich als Begriff (Mertens, Heinrich)
1990WKWI-Definition wird Standard
2000erBoom durch SAP, Internet, ERP-Welle
2010erBig Data, Business Intelligence, Industry 4.0
2020erKI, Cloud, Process Mining, Digital Twin

Klausur-Faustregeln

1. WI = Brücke zwischen Informatik und BWL. IMMER beide Seiten erwähnen.

2. Hauptobjekt: Informationssysteme (nicht "Computer" oder "Software" allein).

3. WKWI-Definition auswendig: Konzeption, Entwicklung, Einführung, Wartung, Nutzung von IS in Wirtschaft, Verwaltung, privatem Bereich.

4. Job-Profile breit: IT-Berater, Business Analyst, ERP-Berater, Data Analyst, nicht nur "Programmierer".

5. 3 Bereiche im Studium: Informatik, BWL, WI im engen Sinn.

Häufige Stolpersteine

1. WI = Informatik mit BWL-Klausuren. Falsch. WI hat eigene Methoden (Modellierung von Geschäftsprozessen, IS-Architektur, ERP-Einführung), die weder reine Informatik noch reine BWL abdecken.

2. WI ist nur "Programmieren für Wirtschaft". Falsch. WI ist viel breiter, IT-Strategie, Business-IT-Alignment, Geschäftsprozess-Optimierung. Programmieren ist EIN Skill, nicht der einzige.

3. WI-Absolventen sind schlechtere Programmierer als Informatiker. Stimmt im Schnitt, aber dafür haben sie BWL-Verständnis. Beide Profile sind komplementär.

4. WI ist "Computer-Wissenschaft mit BWL-Beilage". Falsch. WKWI-Definition stellt klar: WI ist eigenständige Wissenschaft mit eigenen Methoden, die sich nicht auf die Summe von Informatik+BWL reduzieren lässt.

5. WI ist kein "richtiges" Studium. Vorurteil aus der reinen Informatik-Community. WI ist seit 50 Jahren etabliert, hat eigene Lehrstühle, Konferenzen (WI, ECIS), Journals (Business & Information Systems Engineering). Karriere-Aussichten oft besser als reine Informatik (durch BWL-Verständnis).

Teil 2·Visualisierung / Interaktiv

Interaktiv verstehen

WI zwischen Informatik und BWL

Sieh die Schnittmenge der 3 Disziplinen mit konkreten Beispiel-Themen, die in jede Region fallen.

Interaktive Visualisierung

Interaktive Komponente: probiere sie im Topic-Player oben aus.

Klausur-Tipp: In der Klausur lautet die typische Frage so: "Was unterscheidet WI von Informatik?", IMMER mit Hauptobjekt antworten: WI = Informationssysteme im betrieblichen Kontext, Informatik = Software-Systeme generell. Plus 1 Beispiel pro Disziplin nennen.

Teil 3·Quiz / Klausurfragen

Praxis-Übung

Wirtschaftsinformatik, Praxis-Übung

6 Aufgaben zur Disziplin, ihrer Abgrenzung und typischen Klausur-Fragen.

Klausurfragen mit Lösungen (6)

F1.Was ist das HAUPTOBJEKT der Wirtschaftsinformatik?

Antwort: Informationssysteme in Wirtschaft und Verwaltung

Erklärung: Hauptobjekt der WI sind INFORMATIONSSYSTEME (Mensch-Aufgabe-Technik-Systeme), die in Unternehmen + Verwaltungen genutzt werden. Nicht nur 'Computer' oder 'Software', das wäre Informatik. Die WKWI-Definition stellt das explizit klar: Konzeption, Entwicklung, Einführung, Wartung, Nutzung von IS.

F2.Welche 3 Wissenschaftsbereiche bilden die Grundlage der WI?

Antwort: Informatik, BWL, eigene WI-Methoden

Erklärung: WI steht auf 3 Säulen: 1) Informatik (Programmieren, Algorithmen, DB, Systeme), 2) BWL (Geschäftsprozesse, Rechnungswesen, Marketing), 3) eigene WI-Methoden (IS-Architektur, ERP-Einführung, Geschäftsprozess-Modellierung). Die WI ist KEINE bloße Summe aus Informatik+BWL, sondern eigenständige Wissenschaft.

F3.Ordne die Themen ihrer Hauptdisziplin zu.

Zuordnungen:

  • Algorithmen-Komplexität (O-Notation) → Informatik
  • Buchungssätze + Bilanzaufbau → BWL
  • ERP-Einführung in einem Konzern → Wirtschaftsinformatik
  • Geschäftsprozess-Modellierung mit BPMN → Wirtschaftsinformatik

Erklärung: Reine Informatik: Algorithmen + theoretische Grundlagen. Reine BWL: Geschäftsprozesse, Rechnungswesen aus betriebswirtschaftlicher Sicht. WI: Schnittstelle, IS-Architektur, ERP, Prozess-Modellierung mit IT-Brille. Eselsbrücke: wenn Software UND Geschäftsprozess gemeinsam betrachtet werden → WI.

Typ: Zuordnung

F4.Welcher Beruf passt typischerweise NICHT zum WI-Profil?

Antwort: Reiner Frontend-Entwickler ohne BWL-Bezug

Erklärung: Reiner Frontend-Entwickler ist Informatik-Profil, keine BWL-Komponente. WI-typische Jobs haben IMMER eine Schnittstelle Technik ↔ Business: IT-Berater (Strategie), Business Analyst (Übersetzer), ERP-Berater (SAP-Einführung). Wenn ein WI-Absolvent als Frontend-Entwickler arbeitet, nutzt er seine BWL-Skills nicht voll aus, möglich, aber nicht WI-typisch.

F5.Die WKWI (Wissenschaftliche Kommission Wirtschaftsinformatik) ist das Standard-Gremium für WI-Definitionen.

Antwort: Wahr

Erklärung: RICHTIG. Die WKWI ist die offizielle Wissenschaftliche Kommission Wirtschaftsinformatik des Verbands der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft (VHB). Ihre Definitionen + Empfehlungen sind in WI-Lehrbüchern und Klausuren Standard. Wer die WKWI-Definition kennt, hat in der Einführungs-Klausur fast garantiert volle Punkte bei der 'Was ist WI?'-Frage.

Typ: Wahr/Falsch

F6.Welche Aussage zum Verhältnis WI ↔ Informatik ist KORREKT?

Antwort: WI ist eine eigenständige Wissenschaft mit eigenen Methoden + 50-jähriger Tradition

Erklärung: WI ist eigenständige Wissenschaft mit eigenen Methoden (IS-Architektur, Design Science, Geschäftsprozess-Modellierung), eigenen Konferenzen (WI, ECIS, ICIS), eigenen Journals (BISE / Wirtschaftsinformatik), 50+ Jahre Tradition. WI-Absolventen promovieren regulär. Die Aussage 'leichtere Informatik' ist ein veraltetes Vorurteil aus den 80ern.

Teil 4·Quiz / Klausurfragen

Klausur-Quiz

Wirtschaftsinformatik, Klausur-Quiz

6 typische Klausurfragen zur Disziplin-Definition.

Klausurfragen mit Lösungen (6)

F1.WI ist eine BRÜCKENDISZIPLIN zwischen welchen 2 Hauptbereichen?

Antwort: Informatik und BWL

Erklärung: WI verbindet Informatik (Technik-Seite) und BWL (Unternehmens-Seite). Klassische Brückendisziplin. VWL ist Volkswirtschaft (makroökonomisch), die WI nutzt vor allem mikro-orientierte BWL-Inhalte. Wer in der Klausur 'Mathe' oder 'Statistik' antwortet, hat das Konzept nicht verstanden.

F2.Wer hat den Begriff 'Wirtschaftsinformatik' in den 1980ern etabliert?

Antwort: Peter Mertens und Lutz Heinrich (im deutschsprachigen Raum)

Erklärung: Peter Mertens (Erlangen) und Lutz Heinrich (Linz) haben in den 1980ern die WI im deutschsprachigen Raum als eigenständige Wissenschaft etabliert. Ihre Lehrbücher gelten bis heute als Standard-Referenzen. Mertens' 'Integrierte Informationsverarbeitung' und Heinrichs 'Wirtschaftsinformatik' sind Pflicht-Lektüre.

F3.WI beschäftigt sich mit Konzeption, Entwicklung, {{1}}, Wartung und Nutzung von {{2}}-Systemen in Wirtschaft, Verwaltung und privatem Bereich. Diese Definition stammt von der {{3}}.

Lösungen pro Lücke:

  • {{1}}: Einführung / einführung
  • {{2}}: Informations / Informations- und Kommunikations
  • {{3}}: WKWI

Erklärung: WKWI-Definition komplett: Konzeption (was bauen?), Entwicklung (bauen!), Einführung (deployen + Change-Management), Wartung (am Laufen halten), Nutzung (durch User). Objekt: Informations- und Kommunikationssysteme (IKS), abgekürzt oft IS. Diese Definition in der Klausur 1:1 zitieren = volle Punkte.

Typ: Lückentext

F4.Bringe die Disziplinen nach Programmier-Fokus von HOCH (links) zu NIEDRIG (rechts).

Richtige Reihenfolge:

  1. Informatik
  2. Wirtschaftsinformatik
  3. BWL

Erklärung: Programmier-Fokus: Informatik > Wirtschaftsinformatik > BWL. Reine Informatik = sehr viel Programmieren, theoretische Grundlagen, Compiler-Bau etc. WI = mittel, eher Anwendungs-Programmierung, Datenbanken, Schnittstellen. BWL = wenig bis kaum Programmierung. Dafür hat BWL mehr Rechnungswesen, Steuern, Marketing, Bereiche die in Informatik fehlen.

Typ: Reihenfolge

F5.Welcher Beruf gehört NICHT zum klassischen WI-Profil?

Antwort: Wirtschaftsprüfer im Steuerrecht

Erklärung: Wirtschaftsprüfer im Steuerrecht ist klassisches BWL-Profil (mit Jura-Komponente), nicht WI-spezifisch. Business Analyst, ERP-Berater, IT-Berater sind ALLE klassische WI-Jobs: sie nutzen sowohl BWL- als auch IT-Skills. WI-Absolventen können auch als Wirtschaftsprüfer arbeiten (mit Zusatz-Examen), aber das ist nicht der typische Karrierepfad.

F6.Wirtschaftsinformatik ist eine deutschsprachige Erfindung, international heißt das Gebiet 'Information Systems' (IS).

Antwort: Wahr

Erklärung: RICHTIG. Im deutschsprachigen Raum (DACH) heißt das Gebiet 'Wirtschaftsinformatik' (WI). International: 'Information Systems' (IS) oder 'Management Information Systems' (MIS). Inhaltlich weitgehend deckungsgleich, aber WI hat im deutschsprachigen Raum stärkere BWL-Verankerung, während MIS in USA oft mehr CS-orientiert ist. Konferenzen: WI (deutsch), ECIS (europaweit), ICIS (international).

Typ: Wahr/Falsch

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