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  • Einführung
  • Die Idee in einem Satz
  • EPK vs. BPMN, Kurzvergleich
  • Die 3 Hauptelemente
  • Die strenge Regel: alternierend
  • Konnektoren-Regeln, wichtig!
  • Erweiterungs-Elemente
  • Beispiel: Online-Bestellung als EPK
  • ARIS und EPK
  • Klausur-Faustregeln
  • Häufige Stolpersteine
ThemenBusiness AnalyticsEPK, Ereignisgesteuerte Prozesskette
Business Analytics·4Lerneinheiten·21min·Stand17.07.2026

EPK, Ereignisgesteuerte Prozesskette.

Die deutsche Antwort auf BPMN. EPK wurde von August-Wilhelm Scheer (Saarbrücken, 1992) als Teil von ARIS entwickelt, Klausurpflicht in 10/11 deutschen WInf-Programmen.

EPK: Geschäftsprozess als alternierende Kette von Ereignissen und Funktionen, verbunden durch Konnektoren (XOR/AND/OR).

AspektEPKBPMN
HerkunftSaarbrücken 1992 (Scheer)OMG 2004/2011
VerbreitungDACH-Regioninternational
NotationSechsecke + Rechtecke + Kreis-KonnektorenRechtecke + Kreise + Rauten
WerkzeugARIS-Suite, VisioCamunda, Signavio, draw.io
Ausführbar?Nein (rein dokumentarisch)Ja (BPMN 2.0)

Realität in der Klausur: EPK ist Pflicht in deutschen WInf-Studiengängen, weil es in Forschung + SAP-Welt intensiv genutzt wird.

1. Ereignisse, Sechseck

Was passiert (passiv).

    ╱─────────╲
   ╱  Kunde    ╲
   ╲  bestellt  ╱
    ╲─────────╱
  • Form: rotes/orangefarbenes Sechseck (in echten Klausuren oft nur Sechseck-Umriss)
  • Inhalt: Substantiv + Verb (z.B. "Bestellung eingegangen", "Rechnung erstellt")

Regeln:

  • Jede EPK beginnt mit MINDESTENS einem Start-Ereignis
  • Jede EPK endet mit MINDESTENS einem End-Ereignis
  • Zwischen 2 Funktionen kommt IMMER ein Ereignis (oder Konnektor)

2. Funktionen, abgerundetes Rechteck

Was wird getan (aktiv).

   ┌──────────────┐
   │  Bestellung  │
   │   bearbeiten │
   └──────────────┘
  • Form: grünes Rechteck mit abgerundeten Ecken
  • Inhalt: Verb im Infinitiv (z.B. "Rechnung erstellen", "Lager prüfen")

3. Konnektoren, Kreise

Für Verzweigungen + Zusammenführungen.

SymbolBedeutung
XOR (Kreis mit X)Genau EIN Pfad
AND / ∧ (Kreis mit ^)ALLE Pfade
OR / ∨ (Kreis mit v)EIN oder mehrere

EPK ist STRENG alternierend:

Ereignis → Funktion → Ereignis → Funktion → Ereignis → ...

Zwei Ereignisse hintereinander oder zwei Funktionen hintereinander = FEHLER in der Klausur.

Ausnahme: Konnektoren dürfen zwischen jeglichen Elementen stehen.

Vor Funktion / Nach EreignisErlaubt?
XOR-Split nach Funktion✗ NEIN (Funktion entscheidet nicht)
XOR-Split nach Ereignis✓ JA
OR-Split nach Funktion✗ NEIN
OR-Split nach Ereignis✓ JA
AND-Split nach Funktion✓ JA
AND-Split nach Ereignis✓ JA

Klausur-Faustregel: XOR und OR dürfen nur nach Ereignissen kommen (denn das Ereignis bestimmt, welcher Pfad gewählt wird). AND geht immer.

ElementFormBedeutung
OrganisationseinheitEllipseWer macht die Funktion? (z.B. "Vertrieb")
InformationsobjektRechteckInput/Output-Daten der Funktion
InformationssystemDoppel-RechteckWelches IS unterstützt die Funktion?
       ╱─────────╲
      ╱ Kunde    ╲      ← Start-Ereignis
      ╲ bestellt  ╱
       ╲─────────╱
            │
            ▼
   ┌─────────────────┐
   │  Bestellung     │   ← Funktion
   │  bearbeiten     │
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      ╱ Bestellung╲      ← Ereignis
      ╲ geprüft    ╱
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         ╱   ╲
        ▼     ▼
   ╱──────╲  ╱──────╲    ← 2 Folge-Ereignisse
  ╱ Bezahlt╲╱ Nicht  ╲
  ╲ per     ╳ bezahlt ╱
   ╲ PayPal╱  ╲       ╱
    ╲─────╱    ╲─────╱
        │          │
        ▼          ▼
    [Versenden]  [Stornieren]
        │          │
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     ╱──────╲   ╱─────╲
    ╱  End   ╲ ╱  End  ╲
    ╲ Versand╱ ╲ Stop  ╱
     ╲──────╱   ╲─────╱

EPK ist DAS Kern-Werkzeug der ARIS-Methodik (Architektur integrierter Informationssysteme):

  • ARIS hat 5 Sichten (Daten, Funktion, Organisation, Steuerung, Leistung)
  • Die Steuerungs-Sicht ist das Herz von ARIS, und sie nutzt EPK
  • Erweiterungen wie Organisationseinheit verbinden EPK mit anderen ARIS-Sichten

1. EPK = alternierend Ereignis → Funktion → Ereignis. NIE 2 Ereignisse oder 2 Funktionen hintereinander!

2. Ereignis = Sechseck (Substantiv+Verb). Funktion = Rechteck mit runden Ecken (Verb).

3. 3 Konnektoren: XOR (genau einer), AND (alle), OR (mind. einer).

4. XOR/OR-Splits NUR nach Ereignissen (Ereignis = Entscheidungs-Grundlage).

5. AND-Splits ÜBERALL erlaubt (parallel ohne Entscheidung).

6. EPK ist ARIS-Standard (Scheer 1992), DACH-Schwerpunkt.

1. Zwei Funktionen hintereinander. RIESEN-Fehler. Zwischen Funktionen muss ein Ereignis sein. "Bestellung bearbeiten → Lager prüfen" ist falsch, richtig: "Bestellung bearbeiten → [Ereignis: Bearbeitung fertig] → Lager prüfen".

2. XOR nach Funktion. Falsch. Eine Funktion ist eine Aktion, sie entscheidet nicht. Nach einer Funktion kommt ein Ereignis, das die Entscheidung darstellt. Z.B. nicht "[Bezahlen] → XOR", sondern "[Bezahlen] → [Bezahlt ODER Nicht bezahlt] → XOR".

3. Start mit Funktion. Falsch. EPK MUSS mit Ereignis beginnen (irgendwas passiert, das den Prozess auslöst).

4. EPK = BPMN. Nein. Andere Notation, andere Werkzeuge, andere Tradition. Klausuren prüfen oft, dass du beide kennst und unterscheidest.

5. EPK ist ausführbar. Falsch. EPK ist rein dokumentarisch. Nur BPMN 2.0 kann von Process-Engines (Camunda, Activiti) direkt ausgeführt werden.

6. Ereignisse als Aktionen formulieren. Falsch. Ereignis = passiv ("Bestellung eingegangen"). Funktion = aktiv ("Bestellung bearbeiten"). Wer schreibt "Bestellung wird bearbeitet" als Ereignis, vermischt beide.

Sieh eine vollständige EPK mit Ereignissen, Funktionen, Konnektoren, am Beispiel "Online-Bestellung".

Lade Visualisierung...

Klausur-Tipp: Beim Modellieren einer EPK IMMER fragen: 1) Habe ich mit Ereignis angefangen? 2) Alternieren Ereignisse und Funktionen? 3) Stehen XOR/OR nur nach Ereignissen? 4) Endet jeder Pfad mit Ereignis? Die 4 Checkpoints sichern volle Klausurpunkte.

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Inhalt dieser Übersicht

  1. Erklärung(Erklärung)
  2. Interaktiv verstehen(Visualisierung / Interaktiv)
  3. Praxis-Übung(Quiz / Klausurfragen)
  4. Klausur-Quiz(Quiz / Klausurfragen)
Teil 1·Erklärung

Erklärung

Die deutsche Antwort auf BPMN. EPK wurde von August-Wilhelm Scheer (Saarbrücken, 1992) als Teil von ARIS entwickelt, Klausurpflicht in 10/11 deutschen WInf-Programmen.

Die Idee in einem Satz

EPK: Geschäftsprozess als alternierende Kette von Ereignissen und Funktionen, verbunden durch Konnektoren (XOR/AND/OR).

EPK vs. BPMN, Kurzvergleich

AspektEPKBPMN
HerkunftSaarbrücken 1992 (Scheer)OMG 2004/2011
VerbreitungDACH-Regioninternational
NotationSechsecke + Rechtecke + Kreis-KonnektorenRechtecke + Kreise + Rauten
WerkzeugARIS-Suite, VisioCamunda, Signavio, draw.io
Ausführbar?Nein (rein dokumentarisch)Ja (BPMN 2.0)

Realität in der Klausur: EPK ist Pflicht in deutschen WInf-Studiengängen, weil es in Forschung + SAP-Welt intensiv genutzt wird.

Die 3 Hauptelemente

1. Ereignisse, Sechseck

Was passiert (passiv).

    ╱─────────╲
   ╱  Kunde    ╲
   ╲  bestellt  ╱
    ╲─────────╱
  • Form: rotes/orangefarbenes Sechseck (in echten Klausuren oft nur Sechseck-Umriss)
  • Inhalt: Substantiv + Verb (z.B. "Bestellung eingegangen", "Rechnung erstellt")

Regeln:

  • Jede EPK beginnt mit MINDESTENS einem Start-Ereignis
  • Jede EPK endet mit MINDESTENS einem End-Ereignis
  • Zwischen 2 Funktionen kommt IMMER ein Ereignis (oder Konnektor)
2. Funktionen, abgerundetes Rechteck

Was wird getan (aktiv).

   ┌──────────────┐
   │  Bestellung  │
   │   bearbeiten │
   └──────────────┘
  • Form: grünes Rechteck mit abgerundeten Ecken
  • Inhalt: Verb im Infinitiv (z.B. "Rechnung erstellen", "Lager prüfen")
3. Konnektoren, Kreise

Für Verzweigungen + Zusammenführungen.

SymbolBedeutung
XOR (Kreis mit X)Genau EIN Pfad
AND / ∧ (Kreis mit ^)ALLE Pfade
OR / ∨ (Kreis mit v)EIN oder mehrere

Die strenge Regel: alternierend

EPK ist STRENG alternierend:

Ereignis → Funktion → Ereignis → Funktion → Ereignis → ...

Zwei Ereignisse hintereinander oder zwei Funktionen hintereinander = FEHLER in der Klausur.

Ausnahme: Konnektoren dürfen zwischen jeglichen Elementen stehen.

Konnektoren-Regeln, wichtig!

Vor Funktion / Nach EreignisErlaubt?
XOR-Split nach Funktion✗ NEIN (Funktion entscheidet nicht)
XOR-Split nach Ereignis✓ JA
OR-Split nach Funktion✗ NEIN
OR-Split nach Ereignis✓ JA
AND-Split nach Funktion✓ JA
AND-Split nach Ereignis✓ JA

Klausur-Faustregel: XOR und OR dürfen nur nach Ereignissen kommen (denn das Ereignis bestimmt, welcher Pfad gewählt wird). AND geht immer.

Erweiterungs-Elemente

ElementFormBedeutung
OrganisationseinheitEllipseWer macht die Funktion? (z.B. "Vertrieb")
InformationsobjektRechteckInput/Output-Daten der Funktion
InformationssystemDoppel-RechteckWelches IS unterstützt die Funktion?

Beispiel: Online-Bestellung als EPK

       ╱─────────╲
      ╱ Kunde    ╲      ← Start-Ereignis
      ╲ bestellt  ╱
       ╲─────────╱
            │
            ▼
   ┌─────────────────┐
   │  Bestellung     │   ← Funktion
   │  bearbeiten     │
   └─────────────────┘
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      ╲ geprüft    ╱
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  ╱ Bezahlt╲╱ Nicht  ╲
  ╲ per     ╳ bezahlt ╱
   ╲ PayPal╱  ╲       ╱
    ╲─────╱    ╲─────╱
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    [Versenden]  [Stornieren]
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    ╱  End   ╲ ╱  End  ╲
    ╲ Versand╱ ╲ Stop  ╱
     ╲──────╱   ╲─────╱

ARIS und EPK

EPK ist DAS Kern-Werkzeug der ARIS-Methodik (Architektur integrierter Informationssysteme):

  • ARIS hat 5 Sichten (Daten, Funktion, Organisation, Steuerung, Leistung)
  • Die Steuerungs-Sicht ist das Herz von ARIS, und sie nutzt EPK
  • Erweiterungen wie Organisationseinheit verbinden EPK mit anderen ARIS-Sichten

Klausur-Faustregeln

1. EPK = alternierend Ereignis → Funktion → Ereignis. NIE 2 Ereignisse oder 2 Funktionen hintereinander!

2. Ereignis = Sechseck (Substantiv+Verb). Funktion = Rechteck mit runden Ecken (Verb).

3. 3 Konnektoren: XOR (genau einer), AND (alle), OR (mind. einer).

4. XOR/OR-Splits NUR nach Ereignissen (Ereignis = Entscheidungs-Grundlage).

5. AND-Splits ÜBERALL erlaubt (parallel ohne Entscheidung).

6. EPK ist ARIS-Standard (Scheer 1992), DACH-Schwerpunkt.

Häufige Stolpersteine

1. Zwei Funktionen hintereinander. RIESEN-Fehler. Zwischen Funktionen muss ein Ereignis sein. "Bestellung bearbeiten → Lager prüfen" ist falsch, richtig: "Bestellung bearbeiten → [Ereignis: Bearbeitung fertig] → Lager prüfen".

2. XOR nach Funktion. Falsch. Eine Funktion ist eine Aktion, sie entscheidet nicht. Nach einer Funktion kommt ein Ereignis, das die Entscheidung darstellt. Z.B. nicht "[Bezahlen] → XOR", sondern "[Bezahlen] → [Bezahlt ODER Nicht bezahlt] → XOR".

3. Start mit Funktion. Falsch. EPK MUSS mit Ereignis beginnen (irgendwas passiert, das den Prozess auslöst).

4. EPK = BPMN. Nein. Andere Notation, andere Werkzeuge, andere Tradition. Klausuren prüfen oft, dass du beide kennst und unterscheidest.

5. EPK ist ausführbar. Falsch. EPK ist rein dokumentarisch. Nur BPMN 2.0 kann von Process-Engines (Camunda, Activiti) direkt ausgeführt werden.

6. Ereignisse als Aktionen formulieren. Falsch. Ereignis = passiv ("Bestellung eingegangen"). Funktion = aktiv ("Bestellung bearbeiten"). Wer schreibt "Bestellung wird bearbeitet" als Ereignis, vermischt beide.

Teil 2·Visualisierung / Interaktiv

Interaktiv verstehen

EPK-Beispiel-Prozess

Sieh eine vollständige EPK mit Ereignissen, Funktionen, Konnektoren, am Beispiel "Online-Bestellung".

Interaktive Visualisierung

Interaktive Komponente: probiere sie im Topic-Player oben aus.

Klausur-Tipp: Beim Modellieren einer EPK IMMER fragen: 1) Habe ich mit Ereignis angefangen? 2) Alternieren Ereignisse und Funktionen? 3) Stehen XOR/OR nur nach Ereignissen? 4) Endet jeder Pfad mit Ereignis? Die 4 Checkpoints sichern volle Klausurpunkte.

Teil 3·Quiz / Klausurfragen

Praxis-Übung

EPK, Praxis-Übung

6 Aufgaben zu EPK-Elementen, Konnektoren und Regeln.

Klausurfragen mit Lösungen (6)

F1.Welche Form hat ein Ereignis in der EPK?

Antwort: Sechseck

Erklärung: Ereignis = Sechseck (oft rot/orange in Original-EPK). Funktion = Rechteck mit runden Ecken (oft grün). Konnektoren = Kreise mit X/^/v. Klausur-Klassiker: 'Welche EPK-Form?' Sechseck=passiv, Rechteck=aktiv. Verwechslung mit BPMN-Symbolen vermeiden.

F2.Was ist die KERN-Regel der EPK?

Antwort: Ereignisse und Funktionen wechseln sich ab (alternierend)

Erklärung: EPK ist STRENG alternierend: Ereignis → Funktion → Ereignis → Funktion → ... Niemals 2 Ereignisse oder 2 Funktionen hintereinander. Konnektoren dürfen dazwischen stehen. Diese Regel ist das wichtigste EPK-Klausurkriterium.

F3.Ordne die EPK-Konnektoren ihrer Bedeutung zu.

Zuordnungen:

  • XOR (Kreis mit X) → Genau EIN Pfad wird gewählt
  • AND / ∧ (Kreis mit ^) → ALLE Pfade gleichzeitig (parallel)
  • OR / ∨ (Kreis mit v) → EIN oder MEHRERE Pfade
  • Ereignis → Was passiert (passiv, Sechseck)

Erklärung: EPK-Konnektoren analog zu BPMN-Gateways: XOR = exklusive Wahl, AND = parallel, OR = inklusive Wahl. Plus zur Erinnerung: Ereignis = passiv (Sechseck, 'Bestellung eingegangen'), Funktion = aktiv (Rechteck, 'Bestellung bearbeiten').

Typ: Zuordnung

F4.Wer hat EPK entwickelt?

Antwort: August-Wilhelm Scheer (1992, Saarbrücken)

Erklärung: August-Wilhelm Scheer entwickelte EPK 1992 in Saarbrücken als zentrales Element der ARIS-Methodik (Architektur integrierter Informationssysteme). EPK ist DAS Werkzeug der Steuerungs-Sicht von ARIS. Scheer hat auch die IDS Scheer AG (heute Teil von Software AG) gegründet, die die ARIS-Suite vermarktet.

F5.In EPK darf ein XOR-Split direkt NACH einer Funktion stehen.

Antwort: Falsch

Erklärung: FALSCH. XOR und OR Splits dürfen NUR nach Ereignissen stehen, denn das Ereignis bestimmt die Entscheidung. Eine Funktion ist eine Aktion, die nichts entscheidet. Richtige Folge: [Funktion] → [Ereignis: Ergebnis] → XOR. AND-Splits sind dagegen überall erlaubt.

Typ: Wahr/Falsch

F6.Welche Aussage zum Unterschied EPK vs. BPMN ist KORREKT?

Antwort: BPMN 2.0 ist ausführbar (Process Engines), EPK ist rein dokumentarisch

Erklärung: BPMN 2.0 (seit 2011) ist von Process Engines wie Camunda, Activiti, jBPM AUSFÜHRBAR, d.h. die Modelle laufen direkt in der IT. EPK ist nur dokumentarisch, gut für Analyse, aber nicht ausführbar. EPK ist älter (1992 vs. BPMN 2004) und stärker im DACH-Raum (Forschung + SAP) verbreitet. Andere Symbole.

Teil 4·Quiz / Klausurfragen

Klausur-Quiz

EPK, Klausur-Quiz

6 typische Klausurfragen.

Klausurfragen mit Lösungen (6)

F1.Mit welchem Element MUSS eine EPK beginnen?

Antwort: Ereignis

Erklärung: EPK MUSS mit einem Ereignis beginnen (Start-Ereignis), weil Ereignisse Auslöser sind. Z.B. 'Bestellung eingegangen' → 'Bestellung bearbeiten'. Eine EPK mit Start-Funktion ist falsch, sie würde implizieren, dass die Funktion ohne Anlass ausgeführt wird.

F2.EPK steht für?

Antwort: Ereignisgesteuerte Prozesskette

Erklärung: EPK = Ereignisgesteuerte Prozesskette (engl. EPC = Event-Driven Process Chain). Das 'ereignisgesteuert' bezieht sich auf die alternierende Struktur: Ereignisse triggern Funktionen, Funktionen führen zu neuen Ereignissen.

F3.EPK alterniert {{1}} und Funktionen. Ereignisse haben Form eines {{2}}s, Funktionen sind {{3}} mit runden Ecken. EPK ist Teil der {{4}}-Methodik von Scheer.

Lösungen pro Lücke:

  • {{1}}: Ereignisse
  • {{2}}: Sechseck / Hexagons
  • {{3}}: Rechtecke / Rechteck
  • {{4}}: ARIS

Erklärung: EPK-Pflicht-Wissen: alternierend Ereignisse+Funktionen, Sechsecke+Rechtecke, Teil von ARIS (August-Wilhelm Scheer 1992). Diese 4 Fakten reichen für die meisten Klausurfragen.

Typ: Lückentext

F4.Bringe diese EPK-Elemente eines Online-Bestell-Prozesses in die richtige Reihenfolge.

Richtige Reihenfolge:

  1. Ereignis: Kunde bestellt
  2. Funktion: Bestellung prüfen
  3. Ereignis: Bestellung geprüft
  4. Funktion: Versenden
  5. Ereignis: Versand abgeschlossen

Erklärung: Alternierend: 1) Ereignis (Start: Kunde bestellt), 2) Funktion (Bestellung prüfen), 3) Ereignis (Prüfung-Ergebnis), 4) Funktion (Versenden), 5) Ereignis (End: Versand fertig). NICHT-alternierend = Klausur-Punktabzug.

Typ: Reihenfolge

F5.Welcher Konnektor wird verwendet, wenn der Prozess SOWOHL 'Rechnung erstellen' ALS AUCH 'Versand vorbereiten' PARALLEL macht?

Antwort: AND / ∧

Erklärung: AND-Konnektor (Kreis mit ^) = parallele Ausführung, ALLE Pfade gleichzeitig. Im Beispiel beide parallel: AND-Split nach 'Bezahlung erhalten' → 'Rechnung erstellen' UND 'Versand vorbereiten'. Später AND-Join um die Pfade wieder zusammenzuführen. XOR = nur einer.

F6.Eine 'Organisationseinheit' in EPK wird als Ellipse dargestellt und zeigt, WER die zugeordnete Funktion ausführt.

Antwort: Wahr

Erklärung: RICHTIG. Organisationseinheit (oft als gelbe/ orange Ellipse) ist ein Erweiterungs-Element der EPK. Sie wird per Linie an eine Funktion angehängt und zeigt: 'Diese Funktion wird ausgeführt durch [Rolle/Abteilung]'. Beispiel: Funktion 'Bestellung bearbeiten' → Organisationseinheit 'Vertrieb'. Brücke zur Organisations-Sicht von ARIS.

Typ: Wahr/Falsch

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