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Erklärung
Das Standard-Werkzeug der Kurzfrist-Makro. Klausurpflicht in 3/4 Makro-Modulen. Verbindet Gütermarkt (Y = C + I + G + NX) mit Geldmarkt (M/P = L(i, Y)) zu einem Modell, das Fiskal- vs. Geldpolitik klar gegeneinander stellt.
Die Idee in einem Satz
IS-LM zeigt simultanes Gleichgewicht von Gütermarkt (IS-Kurve) und Geldmarkt (LM-Kurve) bei festen Preisen. Schnittpunkt = Output Y und Zinssatz i.**
Historie
- John Hicks 1937: "Mr. Keynes and the Classics" in Econometrica, erstes IS-LL-Diagramm (später IS-LM).
- Alvin Hansen 1953: Popularisierte das Modell in den USA.
- 1960er-1980er: Standard-Lehrbuch-Modell der Makroökonomik.
- Seit 2000: Wird in fortgeschrittenen Lehrbüchern durch NK-DSGE-Modelle ergänzt, bleibt aber Bachelor-Standard.
Die IS-Kurve (Gütermarktgleichgewicht)
Gütermarktgleichgewicht = aggregierte Nachfrage = Output Y:
Y = C(Y - T) + I(i) + G + NX
Mit:
C(Y-T): Konsum hängt von verfügbarem Einkommen abI(i): Investitionen hängen negativ von Zinssatz abG: Staatsausgaben (exogen)NX: Nettoexporte
Lineare Form:
Y = c₀ + c₁(Y - T) + I₀ - b · i + G
→ Auflösen nach Y:
Y = (c₀ + I₀ + G - c₁ T)/(1 - c₁) - b/(1 - c₁) · i
IS-Kurve fällt: Bei höherem i → niedrigere Investitionen → niedrigeres Y. Negative Steigung.
Verschiebung der IS-Kurve:
| Was ändert sich? | Wohin verschiebt IS? |
|---|---|
| G ↑ (Konjunkturpaket) | nach RECHTS |
| T ↓ (Steuersenkung) | nach RECHTS |
| Konsumenten-Vertrauen ↑ | nach RECHTS |
| Export-Boom | nach RECHTS |
| Investitions-Optimismus | nach RECHTS |
Die LM-Kurve (Geldmarktgleichgewicht)
Geldmarktgleichgewicht = reale Geldnachfrage = reales Geldangebot:
M/P = L(i, Y)
Mit:
∂ L / ∂ Y > 0(Transaktionskasse steigt mit Y)∂ L / ∂ i < 0(Geldnachfrage fällt mit i, Speku-Kasse)
Lineare Form:
M/P = k Y - h i
→ Auflösen nach i:
i = (k Y - M/P)/h
LM-Kurve steigt: Bei höherem Y → mehr Transaktions-Geldnachfrage → bei festem M/P → i muss steigen, um Speku-Kasse zu reduzieren. Positive Steigung.
Verschiebung der LM-Kurve:
| Was ändert sich? | Wohin verschiebt LM? |
|---|---|
| M ↑ (Geldmengen-Erhöhung) | nach RECHTS/UNTEN |
| P ↑ (Preisniveau steigt) | nach LINKS/OBEN (real M/P sinkt) |
| Geldnachfrage-Stabilität ↑ | nach RECHTS |
Simultanes Gleichgewicht
Schnittpunkt von IS und LM = (Y*, i*).
Beide Märkte gleichzeitig im Gleichgewicht:
- Gütermarkt: Angebot = Nachfrage
- Geldmarkt: Md = Ms
Annahme: Preise sind kurz-fristig FIX. Daher ist M/P proportional zu M. IS-LM ist ein Kurzfrist-Modell.
Politik-Wirkungen
Expansive Fiskalpolitik (G ↑)
- G ↑ → IS verschiebt nach RECHTS
- Neues Gleichgewicht: Y* ↑, i* ↑
- Höhere Zinsen → I ↓ = Crowding-Out (teilweise Verdrängung privater Investitionen)
- Netto-Effekt: Y steigt, aber weniger als der reine Fiskal-Multiplikator vermuten lässt
Fiskalpolitik-Multiplikator im IS-LM:
Δ Y = 1/(1 - c₁ + (b k)/h) · Δ G
Vergleich zum reinen Multiplikator 1/(1-c₁): der IS-LM-Multiplikator ist KLEINER wegen Crowding-Out.
Expansive Geldpolitik (M ↑)
- M ↑ → LM verschiebt nach RECHTS/UNTEN
- Neues Gleichgewicht: Y* ↑, i* ↓
- KEIN Crowding-Out (Zinsen sinken, Investitionen steigen sogar)
- Voller Effekt sichtbar
Restriktive Geldpolitik (M ↓, Zinserhöhung)
- M ↓ → LM verschiebt nach LINKS/OBEN
- Neues Gleichgewicht: Y* ↓, i* ↑
- Investitionen fallen, Konsum fällt durch Vermögens-Effekt
Policy Mix (G ↑ + M ↑)
Akkommodative Geldpolitik unterstützt Fiskalpolitik:
- IS verschiebt rechts (durch G ↑)
- LM verschiebt rechts (durch M ↑)
- Y ↑↑ stark, i ändert sich kaum (Zinserhöhung durch Fiskal wird durch Geldpolitik kompensiert)
Beispiel Corona 2020: Massiv expansive Fiskalpolitik (G ↑↑↑, Kurzarbeitergeld + Konjunkturpaket) plus EZB-PEPP (M ↑↑) = Y stabilisiert, i blieb niedrig.
Crowding-Out im Detail
Steigt G um 100 Mrd. €:
- IS-Kurve verschiebt nach rechts um (1/(1-c_1)) × 100 = 250 Mrd. € (bei c_1 = 0.6)
- Aber: i steigt → I fällt → Crowding-Out
- Effektive Y-Erhöhung: 150 Mrd. € (nur ~60% des Multiplikators)
Vollständiges Crowding-Out:
- Klassisch: vertikale LM-Kurve (k → ∞, Geldnachfrage zinsunelastisch). Fiskalpolitik wirkungslos.
- Bei vertikaler IS-Kurve: Geldpolitik wirkungslos.
Crowding-Out wird KLEINER, wenn:
- LM-Kurve flacher (h groß, hohe Zinselastizität der Geldnachfrage)
- Liquiditätsfalle (LM horizontal, kein Crowding-Out)
Liquiditätsfalle in IS-LM
Bei i ≈ 0 wird die LM-Kurve horizontal:
- Geldnachfrage ist unendlich elastisch (jeder will Geld halten)
- Geldpolitik wirkungslos (M ↑ verschiebt LM nicht effektiv)
- Fiskalpolitik dagegen voll wirksam (kein Crowding-Out, weil i konstant bleibt)
Empirische Beispiele:
- Japan 1990er-2000er
- USA 2008-2015
- Eurozone 2014-2022
Pol-Empfehlung in Liquiditätsfalle: expansive Fiskalpolitik! (Krugman-Argument)
Limits + Kritik des IS-LM-Modells
- Preise sind fix, gilt nur kurzfristig. Langfristig braucht es AD-AS-Modell.
- Statisch: Ignoriert Erwartungen + dynamische Anpassung.
- Lucas-Kritik (1976): Politik ändert Verhaltens-Parameter. Konsumenten antizipieren Politik → IS-LM überschätzt Effekte.
- Keine Mikrofundierung: Aggregierte Funktionen ohne explizite Optimierung. Moderne DSGE-Modelle ersetzen das.
- Geschlossene Wirtschaft: Erweiterung Mundell-Fleming-Modell für offene Wirtschaft.
Trotz Kritik: bleibt das wichtigste Bachelor-Kurzfrist-Modell.
Klausur-Faustregeln
- IS = Gütermarkt (Y = C + I + G + NX, fallend in i)
- LM = Geldmarkt (M/P = L(i, Y), steigend in i)
- Schnittpunkt = (Y*, i*), beide Märkte simultan im GG
- Fiskalpolitik G ↑: IS rechts → Y↑, i↑, Crowding-Out
- Geldpolitik M ↑: LM rechts/unten → Y↑, i↓, kein Crowding-Out
- Policy Mix: beide rechts → Y↑↑, i ≈ konstant
- Liquiditätsfalle: LM horizontal → Geldpolitik wirkungslos, Fiskalpolitik voll wirksam
- Annahme: Preise FIX → IS-LM ist Kurzfrist-Modell
- Lucas-Kritik: Erwartungen fehlen → IS-LM überschätzt Effekte
Stolpersteine
❌ "Fiskalpolitik führt automatisch zu Crowding-Out vollständig", FALSCH. Vollständiges Crowding-Out nur bei vertikaler LM (klassisch). Realistisch: teilweise, je nach Steigung der LM.
❌ "IS-LM funktioniert langfristig", FALSCH. IS-LM nimmt fixe Preise an, gilt nur kurzfristig. Langfristig: AD-AS oder Solow.
❌ "In Liquiditätsfalle wirkt nichts", FALSCH. Geldpolitik wirkungslos, ABER FISKALPOLITIK ist voll wirksam (i konstant, kein Crowding-Out). Krugman-Argument für Konjunkturpakete bei i = 0.
❌ "IS und LM sind beide gerade Linien", Vereinfachung. Realistisch krumm, aber im Bachelor-Lehrbuch oft linear für Klausur-Vereinfachung.
❌ "Geldpolitik M↑ verschiebt IS, nicht LM", FALSCH. Geldpolitik wirkt über LM (Geldmarkt). Nur G/T-Änderungen verschieben IS (Gütermarkt).
Quellen
- Burda/Wyplosz Makroökonomik, 4. Aufl., Vahlen 2018, Kap. 11 (IS-LM).
- Mankiw Macroeconomics, 11. Aufl., 2022, Kap. 11-12 Aggregate Demand.
- Blanchard Macroeconomics, 8. Aufl., 2020, Kap. 5 The Goods and Financial Markets: The IS-LM Model.
- Hicks, J. R. "Mr. Keynes and the Classics; A Suggested Interpretation", Econometrica 1937. Original-IS-LL-Paper.
- Krugman, P. "It's Baaack: Japan's Slump and the Return of the Liquidity Trap", BPEA 1998. Reanimation des IS-LM für Liquiditätsfalle.
- Lucas, R. E. "Econometric Policy Evaluation: A Critique", Carnegie-Rochester Conference 1976. Lucas-Kritik.
Interaktiv verstehen
IS-LM-Modell, interaktiv
Slider für G (Staatsausgaben) und M (Geldmenge) plus 4 Politik-Presets (Ausgangslage / Expansive Fiskalpolitik / Expansive Geldpolitik / Policy Mix). Diagramm zeigt IS-Kurve (rot, fallend), LM-Kurve (blau, steigend), Schnittpunkt (Y*, i*) und Verschiebung der Kurven gegenüber Ausgangslage (gestrichelt).
Interaktive Visualisierung
Interaktive Komponente: probiere sie im Topic-Player oben aus.
Klausur-Tipp: Bei Fiskalpolitik (G↑) IMMER Crowding-Out erwähnen. Bei Geldpolitik (M↑) NIE Crowding-Out (Zinsen fallen). Bei Policy Mix die geldpolitische Akkommodation hervorheben.
Praxis-Übung
IS-LM-Modell, Praxis-Übung
6 Aufgaben zu IS-LM-Kurven, Politik-Wirkungen und Crowding-Out.
Klausurfragen mit Lösungen (6)
- F1.Wie verläuft die IS-Kurve in einem (Y, i)-Diagramm?
Antwort: Fallend (negative Steigung)
Erklärung: IS-Kurve fällt: Bei höherem i → Investitionen sinken → Output Y sinkt. Negative Steigung im (Y, i)-Diagramm. Vertikale IS = Investitionen zinsunelastisch (klassisch). Horizontale IS = Investitionen unendlich zinsempfindlich (theoretisch). Klausur-Pflicht-Diagramm.
- F2.Was passiert auf der LM-Kurve, wenn die EZB die Geldmenge M erhöht?
Antwort: LM verschiebt nach rechts/unten
Erklärung: M ↑ → reales Geldangebot M/P steigt → bei gleichem Y muss i fallen, damit Md = Ms → LM verschiebt nach RECHTS/UNTEN. Effekt: Y* steigt, i* fällt. Klassische expansive Geldpolitik. Klausur-Pflicht.
- F3.Ordne Politik der IS-LM-Verschiebung zu.
Zuordnungen:
- Expansive Fiskalpolitik (G↑) → IS verschiebt nach rechts → Y↑ + i↑
- Expansive Geldpolitik (M↑) → LM verschiebt nach rechts/unten → Y↑ + i↓
- Steuersenkung (T↓) → IS verschiebt nach rechts (Konsum-Multiplikator)
- Restriktive Geldpolitik (M↓) → LM verschiebt nach links/oben → Y↓ + i↑
Erklärung: Vier zentrale Politik-Patterns. Fiskal wirkt auf IS, Geld auf LM. Bei IS-Verschiebung steigt i mit (Crowding-Out). Bei LM-Verschiebung fällt i (kein Crowding-Out). Klausur-Klassiker: alle 4 Patterns mit Diagramm können müssen.
Typ: Zuordnung
- F4.Was bezeichnet 'Crowding-Out' im IS-LM-Modell?
Antwort: Verdrängung privater Investitionen durch staatliche Ausgaben, weil deren Wirkung den Zinssatz erhöht
Erklärung: Crowding-Out: G↑ → IS rechts → i↑ → I↓. Höhere Zinsen verdrängen private Investitionen. Effekt: Fiskal-Multiplikator wird KLEINER. Im Extrem (vertikale LM): vollständiges Crowding-Out, Fiskalpolitik wirkungslos. In Liquiditätsfalle (horizontale LM): kein Crowding-Out, voller Effekt. Klausur-Pflicht-Begriff.
- F5.In einer Liquiditätsfalle (i ≈ 0) ist die expansive Fiskalpolitik VOLLSTÄNDIG wirksam (kein Crowding-Out).
Antwort: Wahr
Erklärung: RICHTIG. Bei i ≈ 0 ist die LM-Kurve horizontal (Geldnachfrage unendlich elastisch). G↑ → IS rechts → aber i kann nicht weiter sinken UND nicht weiter steigen → kein Crowding-Out → voller Multiplikator-Effekt. Daher Krugman-Empfehlung: bei Liquiditätsfalle (Japan, USA-2008, EU-2014) MASSIVE Fiskalpolitik. Klausur-Stolperstein: die meisten denken zuerst an Geldpolitik-Limit, vergessen aber den Fiskal-Boost.
Typ: Wahr/Falsch
- F6.Im Lehrbuch-IS-LM mit c_1 = 0.6 (marginale Konsumneigung): Welcher Multiplikator wirkt ohne Crowding-Out (reiner Fiskal-Multiplikator)?
Antwort: 2.5
Erklärung: Reiner Fiskal-Multiplikator = 1 / (1 - c_1) = 1 / (1 - 0.6) = 1 / 0.4 = 2.5. In IS-LM mit Crowding-Out wird dieser Wert KLEINER (z.B. 1.5). In Liquiditätsfalle ist der volle Multiplikator wirksam (2.5). Klausur-Rechentyp: gegebene Konsum-Neigung → Multiplikator berechnen → mit/ohne Crowding-Out unterscheiden.
Klausur-Quiz
IS-LM-Modell, Klausur-Quiz
6 Klausur-Fragen mit Politik-Wirkungen + Lucas-Kritik.
Klausurfragen mit Lösungen (6)
- F1.Welche Bedingung gilt im Schnittpunkt von IS und LM?
Antwort: Beide Märkte sind simultan im Gleichgewicht, Gütermarkt UND Geldmarkt
Erklärung: Im IS-LM-Schnittpunkt gilt SIMULTAN: 1) Gütermarkt: Y = C + I + G + NX (IS), 2) Geldmarkt: M/P = L(i, Y) (LM). Beide Märkte räumen gleichzeitig bei (Y*, i*). Klausur-Klassiker: nicht 'nur Geldmarkt' oder 'nur Gütermarkt' wählen.
- F2.Welche Annahme macht das IS-LM-Modell über Preise?
Antwort: Preise sind kurzfristig FIX (P konstant)
Erklärung: IS-LM nimmt FESTE Preise an → ist ein KURZFRIST-Modell. M/P ist proportional zu M. Langfristig brauchen wir AD-AS-Modell (Preise flexibel). Daher: IS-LM erklärt Konjunktur, nicht Wachstum oder langfristige Inflation. Klausur-Pflicht-Annahme.
- F3.Vervollständige die IS-LM-Politik-Patterns: Fiskalpolitik G↑ → IS verschiebt nach {{1}} → Y↑ und i↑. Geldpolitik M↑ → LM verschiebt nach {{2}} → Y↑ und i↓.
Lösungen pro Lücke:
- {{1}}: rechts / rechts oben / oben / Richtung höher
- {{2}}: rechts / rechts unten / unten / Richtung niedriger
Erklärung: Fiskalpolitik G↑ → IS rechts (mehr Y bei gleichem i). Höherer Y → höhere Geldnachfrage → höheres i → Crowding-Out. Geldpolitik M↑ → LM rechts/unten (niedrigerer i bei gleichem Y). Y steigt, i fällt, KEIN Crowding-Out. Klausur-Pflicht-Mechanik.
Typ: Lückentext
- F4.Welches Politik-Pattern führt zu STARKEM Y-Anstieg bei NAHEZU UNVERÄNDERTEM Zinssatz i?
Antwort: Policy Mix: G↑ + M↑ gleichzeitig (geldpolitische Akkommodation)
Erklärung: Policy Mix: G↑ verschiebt IS rechts (treibt i hoch), M↑ verschiebt LM rechts/unten (drückt i runter). Effekt: i bleibt stabil, Y springt stark. Beispiel: Corona 2020, massive Fiskalpolitik + EZB-PEPP → Y stabilisiert, i blieb niedrig. Klausur-Top-Beispiel für Koordination zwischen Regierung + Notenbank.
- F5.Die Lucas-Kritik (1976) sagt, dass IS-LM die Wirkung von Politik überschätzt, weil das Modell rationale Erwartungen ignoriert.
Antwort: Wahr
Erklärung: RICHTIG. Lucas-Kritik: Wirtschaftliche Verhaltens-Parameter (z.B. Konsumneigung, Investitions-Verhalten) sind NICHT politikinvariant. Wenn die Politik sich ändert, ändern sich auch die Verhaltens-Parameter, Konsumenten antizipieren. IS-LM hat keine Mikrofundierung + ignoriert Erwartungen → überschätzt Effekte. Daher: moderne DSGE-Modelle haben explizite Erwartungen + Mikrofundierung. Trotzdem bleibt IS-LM Bachelor-Standard. Klausur-Konzept zu fortgeschrittenen Modellen.
Typ: Wahr/Falsch
- F6.Was passiert mit dem Crowding-Out-Effekt, wenn die LM-Kurve sehr flach (fast horizontal) ist?
Antwort: Crowding-Out wird schwächer / verschwindet
Erklärung: Flache LM = hohe Zinselastizität der Geldnachfrage (h groß). Bei G↑ → IS rechts → Y↑ → Geldnachfrage steigt nur leicht → i steigt kaum → Crowding-Out gering. Extrem: horizontale LM (Liquiditätsfalle) → kein Crowding-Out. Steile/vertikale LM → vollständiges Crowding-Out → Fiskalpolitik wirkungslos. Klausur-Mechanik-Detail: Crowding-Out-Stärke hängt von LM-Steigung ab.