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  • Einführung
  • Cournot-Punkt, schnell wiederholt
  • Amoroso-Robinson-Beziehung
  • Lerner-Index, Marktmacht messen
  • Preisdiskriminierung, Gewinn maximieren ohne Wohlfahrtsverlust?
  • Natürliches Monopol, wenn 1 Anbieter effizient ist
  • Klausur-Tricks
  • Wo brauchst du das?
ThemenVWLMonopol-Preisbildung & Preisdiskriminierung
VWL·4Lerneinheiten·25min·Stand02.08.2026

Monopol-Preisbildung & Preisdiskriminierung.

Monopol-Preisbildung: Cournot, Lerner, Diskriminierung

Wie der Monopolist seinen Gewinn maximiert, und warum er ihn mit Preisdiskriminierung nochmal vergrößern kann. Vertiefung des Monopols aus der Marktformen-Übersicht. Klausur-Pflicht in Mikro 1, oft mit Numeric-Aufgabe.

Was du in der Klausur können musst:

  • Cournot-Punkt mathematisch herleiten (MR=MCMR = MCMR=MC)
  • Amoroso-Robinson-Beziehung MR=P⋅(1+1/ε)MR = P \cdot (1 + 1/\varepsilon)MR=P⋅(1+1/ε) anwenden
  • Lerner-Index L=(P−MC)/P=−1/εL = (P - MC) / P = -1/\varepsilonL=(P−MC)/P=−1/ε als Marktmacht-Maß interpretieren
  • Preisdiskriminierung 1./2./3. Grades unterscheiden und Wohlfahrt-Effekte erklären
  • Natürliches Monopol erkennen und Regulierungsoptionen abwägen

Klausur-Klassiker: "Berechne den Cournot-Punkt" + "Wie ändert sich der Wohlfahrtsverlust bei Preisdiskriminierung 1. Grades?"

Standardproblem: Monopolist mit Nachfrage P(Q)=a−bQP(Q) = a - bQP(Q)=a−bQ und konstanten Grenzkosten MC=cMC = cMC=c.

Erlös: E(Q)=P⋅Q=(a−bQ)⋅Q=aQ−bQ2E(Q) = P \cdot Q = (a - bQ) \cdot Q = aQ - bQ^2E(Q)=P⋅Q=(a−bQ)⋅Q=aQ−bQ2

Grenzerlös: MR(Q)=E′(Q)=a−2bQMR(Q) = E'(Q) = a - 2bQMR(Q)=E′(Q)=a−2bQ, doppelte Steigung der Nachfragekurve

Gewinnmaximum (MR=MCMR = MCMR=MC):

a−2bQ=c⇒Q∗=a−c2ba - 2bQ = c \quad \Rightarrow \quad Q^* = \frac{a - c}{2b}a−2bQ=c⇒Q∗=2ba−c​

P∗=a−b⋅Q∗=a+c2,Π∗=(P∗−c)⋅Q∗=(a−c)24bP^* = a - b \cdot Q^* = \frac{a + c}{2}, \qquad \Pi^* = (P^* - c) \cdot Q^* = \frac{(a-c)^2}{4b}P∗=a−b⋅Q∗=2a+c​,Π∗=(P∗−c)⋅Q∗=4b(a−c)2​

Wohlfahrtsverlust: DW=(a−c)28bDW = \frac{(a-c)^2}{8b}DW=8b(a−c)2​, das Dreieck zwischen P∗P^*P∗ und MCMCMC über die Mengen-Lücke von Q∗Q^*Q∗ bis zur Konkurrenz-Menge QK=(a−c)/bQ_K = (a-c)/bQK​=(a−c)/b.

Hinweis: Dieser Punkt war schon Teil von Marktformen. Hier vertiefen wir mit Elastizitätsbeziehung und Diskriminierung.

Der Grenzerlös hängt direkt mit der Preiselastizität der Nachfrage zusammen:

MR=P⋅(1+1ε)MR = P \cdot \left(1 + \frac{1}{\varepsilon}\right)MR=P⋅(1+ε1​)

Wobei ε<0\varepsilon < 0ε<0 die Preiselastizität ist. Aus MR=MCMR = MCMR=MC folgt:

P⋅(1+1ε)=MC⇒P=MC⋅εε+1P \cdot \left(1 + \frac{1}{\varepsilon}\right) = MC \quad \Rightarrow \quad P = MC \cdot \frac{\varepsilon}{\varepsilon + 1}P⋅(1+ε1​)=MC⇒P=MC⋅ε+1ε​

Klausur-Beispiel: ε=−2\varepsilon = -2ε=−2, MC=10MC = 10MC=10. Dann ist P=10⋅−2−1=20P = 10 \cdot \frac{-2}{-1} = 20P=10⋅−1−2​=20. Der Aufschlag (Mark-up) beträgt 100 % über MC.

Spezialfall: ε=−1\varepsilon = -1ε=−1 (einheitlich elastisch) → MR=0MR = 0MR=0 → keine MCMCMC kann erreicht werden, der Monopolist produziert dort niemals. Monopol produziert immer im elastischen Bereich (∣ε∣>1|\varepsilon| > 1∣ε∣>1).

Der Lerner-Index misst, wie weit der Preis über den Grenzkosten liegt:

L=P−MCP=−1εL = \frac{P - MC}{P} = -\frac{1}{\varepsilon}L=PP−MC​=−ε1​

L-WertInterpretationBeispiel
L=0L = 0L=0Keine Marktmacht (vollkommene Konkurrenz)Weizen-Großhandel
L=0,1L = 0{,}1L=0,1–0,30{,}30,3Mäßige MarktmachtLebensmitteleinzelhandel
L=0,5L = 0{,}5L=0,5Starke Marktmacht (Mark-up 100 %)Patent-geschütztes Medikament
L→1L \to 1L→1Quasi-MonopolFluchtweg-Wasser, Notruf-Service

Wichtig: LLL ist gleich dem Kehrwert der Elastizität. Je unelastischer die Nachfrage, desto größer die Marktmacht. Daher zielen Monopolisten auf Produkte mit unelastischer Nachfrage (z.B. lebenswichtige Medikamente).

Preisdiskriminierung = unterschiedliche Preise für dasselbe Produkt an unterschiedliche Kunden oder in unterschiedlichen Mengen.

Voraussetzungen (alle drei nötig):

  1. Marktmacht, der Anbieter ist Preissetzer, kein Preisnehmer
  2. Identifizierbare Kundengruppen mit unterschiedlicher Zahlungsbereitschaft
  3. Kein Weiterverkauf möglich (Arbitrage muss verhindert werden)

Drei Klausur-Standardgrade:

Preisdiskriminierung 1. Grades (perfekte Diskriminierung)

Jeder Konsument zahlt seinen Reservationspreis, den maximalen Preis, den er gerade noch zu zahlen bereit ist.

Ergebnis:

  • QQQ steigt auf die Konkurrenz-Menge (a−c)/b(a-c)/b(a−c)/b
  • PPP ist kein Punkt mehr, sondern entspricht der Nachfragekurve
  • Konsumentenrente = 0 (jeder zahlt was er max. zahlen würde)
  • Wohlfahrtsverlust = 0
  • Monopolist kassiert die gesamte Wohlfahrt

Realistisch fast nie, perfekte Reservationspreis-Kenntnis fehlt. Annäherungen an die 1. Grades-Diskriminierung:

  • Vickrey- oder englische Auktion, der Höchstbietende bekommt den Zuschlag, der Verkäufer kassiert allerdings nur knapp über dem zweithöchsten Reservationspreis (deshalb nur Annäherung, nicht perfekt)
  • Verhandlung auf Bazaren oder bei Autokauf, der Verkäufer schätzt die Zahlungsbereitschaft individuell ein
  • Algorithmische / personalisierte Preise im E-Commerce mit Tracking-Daten

Preisdiskriminierung 2. Grades (Mengen-/Selbstselektion)

Der Anbieter kennt nicht die Reservationspreise, aber er bietet Tarife mit Selbstselektion an. Konsumenten wählen die Variante, die ihrem Bedarf entspricht.

Klassische Formen:

  • Block-Tarife, z.B. die ersten 100 kWh kosten 0{,}40 €/kWh, dann 0{,}25 €/kWh
  • Großhandelsrabatte, Mengenrabatt
  • Versionierung, Premium vs. Basic Software, Standard vs. Pro Tarif
  • Bündelung, Microsoft Office als Suite vs. einzelne Apps
  • Zwei-Stufen-Tarife, Bahncard (fixe Jahresgebühr + reduzierter Ticketpreis), Stromgrundgebühr + Arbeitspreis
  • Selbstselektion durch Restriktionen, Flugtickets mit Vorausbuchung / Saturday-night-stay (Geschäftsreisende meiden Restriktionen → wählen automatisch teureren Tarif)

Ergebnis:

  • Höhere Konsumentenrente abgeschöpft als Standard-Monopol
  • Wohlfahrtsverlust kleiner als beim Standard-Monopol, aber größer Null

Preisdiskriminierung 3. Grades (Marktsegmentierung)

Der Anbieter teilt seine Kunden in Gruppen mit unterschiedlicher Elastizität ein und setzt gruppenspezifische Preise.

Optimumsbedingung:

MR1=MR2=MCMR_1 = MR_2 = MCMR1​=MR2​=MC

Daraus folgt mit Amoroso-Robinson:

P1P2=1+1/ε21+1/ε1\frac{P_1}{P_2} = \frac{1 + 1/\varepsilon_2}{1 + 1/\varepsilon_1}P2​P1​​=1+1/ε1​1+1/ε2​​

Faustregel: das unelastischere Segment bekommt den höheren Preis.

Beispiele:

  • Studi-Rabatt Software, Bahn (junge Konsumenten elastischer)
  • Senioren-Rabatt Kino
  • Bahncard 50 vs. Normal (Vielfahrer haben unelastischere Nachfrage zu Spitzenzeiten)
  • Roaming-Preise Mobilfunk (Auslandsreisende unelastisch)
  • Ladies Night (Frauen-Gratis-Eintritt, Ankerkundengruppe für höher zahlende Männer)
  • Air Tickets mit Vorausbuchungs-Rabatt (Geschäftsreisende elastisch in Vorlauf, unelastisch in Last-Minute)

Klausur-Numeric: zwei Märkte mit Nachfragen P1=100−Q1P_1 = 100 - Q_1P1​=100−Q1​ und P2=80−Q2P_2 = 80 - Q_2P2​=80−Q2​, MC=20MC = 20MC=20.

  • MR1=100−2Q1=20⇒Q1=40,P1=60MR_1 = 100 - 2Q_1 = 20 \Rightarrow Q_1 = 40, P_1 = 60MR1​=100−2Q1​=20⇒Q1​=40,P1​=60
  • MR2=80−2Q2=20⇒Q2=30,P2=50MR_2 = 80 - 2Q_2 = 20 \Rightarrow Q_2 = 30, P_2 = 50MR2​=80−2Q2​=20⇒Q2​=30,P2​=50
  • Markt 1 (höhere Zahlungsbereitschaft) → höherer Preis ✓

Natürliches Monopol: ein einziger Anbieter produziert günstiger als mehrere Anbieter, wegen sehr hoher Fixkosten und niedriger variabler Kosten.

Charakteristikum: fallende Durchschnittskosten (ACACAC) über den gesamten relevanten Mengenbereich. Mehrere kleine Anbieter wären jeder unrentabel.

Beispiele:

  • Wasserversorgung, Leitungsnetz extrem teuer, jede zusätzliche Lieferung fast kostenlos
  • Stromnetze, Übertragungsleitungen
  • Schienennetze, Bahn-Infrastruktur
  • Lokale Postzustellung, Letzte-Meile-Logistik
  • Software-Plattformen mit Netzwerkeffekten (Twitter, Uber)

Das Regulierungs-Dilemma

Wenn der Anbieter wie ein normaler Monopolist setzt (MR=MCMR = MCMR=MC), entsteht enormer Wohlfahrtsverlust. Wenn man ihn zwingt, P=MCP = MCP=MC zu setzen (→\to→ Konkurrenzpreis), macht er Verlust (weil MC<ACMC < ACMC<AC wegen der Fixkosten), und stellt die Produktion ein.

Regulator-Optionen:

OptionPreisregelEffekt
GrenzkostenpreisP=MCP = MCP=MCEffizient, aber Verluste → Subventionen nötig
DurchschnittskostenpreisP=ACP = ACP=ACKostendeckend, aber Wohlfahrtsverlust > 0
Ramsey-Preisgewichtet nach ElastizitätenTheoretisch optimal mit Cross-Subventionen
Zwei-Stufen-TarifGrundgebühr + P=MCP = MCP=MCPraxis-tauglich (Strom-/Wasserversorgung)

In Deutschland: die Bundesnetzagentur reguliert Strom- und Gasnetze über Anreizregulierung (revenue-cap-Modell), der Netzbetreiber bekommt einen Erlösbudget vorgegeben, das jährlich um eine Effizienzgewinn-Vorgabe sinkt.

Trick 1, Cournot in 3 Schritten: MRMRMR aus P(Q)P(Q)P(Q) ableiten (doppelte Steigung), MR=MCMR = MCMR=MC lösen, P∗P^*P∗ aus Nachfrage. Auswendig: bei P=a−bQP = a - bQP=a−bQ, MC=cMC = cMC=c → Q∗=(a−c)/(2b)Q^* = (a-c)/(2b)Q∗=(a−c)/(2b).

Trick 2, Lerner-Index Schnellcheck: L=−1/εL = -1/\varepsilonL=−1/ε. Wenn die Klausur sagt "Elastizität −2" → L=0,5L = 0{,}5L=0,5, also Mark-up = 100 %.

Trick 3, Monopol nie im unelastischen Bereich: wenn ∣ε∣<1|\varepsilon| < 1∣ε∣<1 ist, lohnt eine Preiserhöhung immer (Erlös steigt, Kosten sinken). Daher Cournot-Punkt zwingend bei ∣ε∣>1|\varepsilon| > 1∣ε∣>1.

Trick 4, Preisdiskriminierung 1. Grades = max. Gewinn: der Monopolist kassiert die gesamte Konsumentenrente. Wohlfahrtsverlust = 0, weil produzierte Menge der Konkurrenz-Menge entspricht.

Trick 5, Diskriminierung 3. Grades: unelastischere Gruppe bekommt höheren Preis. Wenn Klausur fragt "wer zahlt mehr, Pendler oder Geschäftsreisende?", dann der mit der unelastischeren Nachfrage (Geschäftsreisender kann nicht ausweichen).

Trick 6, Natürliches Monopol erkennt man an dauerhaft fallenden Durchschnittskosten + sehr hohen Fixkosten. Dann ist Regulierung nötig (kein freier Markt sinnvoll).

Trick 7, Welche Diskriminierungs-Form ist gegeben? Frage: kennt der Anbieter individuelle Reservationspreise (1. Grades) oder nicht? Wenn nicht: bietet er Mengenrabatte/Versionen (2. Grades) oder Marktsegmente (3. Grades)?

  • Wettbewerbspolitik, der Lerner-Index ist ein Marktmacht-Indikator für Kartellbehörden
  • Pricing-Strategie, Preisdiskriminierung ist Standard-Toolkit (Yield Management bei Airlines, dynamische Preise bei Uber)
  • Regulierung, natürliches Monopol erfordert Preisaufsicht (BNetzA)
  • Mikroökonomik-Vertiefung, Spieltheorie nutzt Monopol-Logik in Oligopol-Modellen
  • Marketing, Versionierung und Bundling sind angewandte 2.-Grades-Diskriminierung

Faustregel zum Mitnehmen: Marktmacht messen via Lerner-Index. Preisdiskriminierung verlagert Wohlfahrt vom Konsumenten zum Anbieter. Bei natürlichem Monopol braucht es Regulierung statt Wettbewerb.

Wechsle zwischen den vier Modi und sieh, wie sich Konsumentenrente, Produzentenrente und Wohlfahrtsverlust ändern. Pro Modus:

  • Keine Diskriminierung: Standard-Cournot-Punkt, Wohlfahrtsverlust-Dreieck
  • 1. Grades: Monopolist kassiert die ganze Fläche unter der Nachfragekurve bis MCMCMC, kein Wohlfahrtsverlust mehr, aber auch keine Konsumentenrente
  • 2. Grades: Block-Tarife mit zwei Preisstufen, simulieren Selbstselektion
  • 3. Grades: Zwei Märkte mit unterschiedlicher Elastizität, MR1=MR2=MCMR_1 = MR_2 = MCMR1​=MR2​=MC, höhere Preise im unelastischeren Markt

Probier folgendes:

  • Vergleich "keine Diskriminierung" mit "1. Grades": gleiche Menge wie bei Konkurrenz, aber Konsumentenrente komplett weg
  • Bei 3. Grades: schieb die Elastizitäten auseinander → Preisspreizung wird größer
  • Beobachte den Lerner-Index L=(P−MC)/PL = (P-MC)/PL=(P−MC)/P pro Modus
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Faustregel zum Mitnehmen: Je mehr ein Monopolist diskriminieren kann, desto näher kommt er an die Konkurrenz-Menge, produziert also gesamtwirtschaftlich effizienter, aber die Konsumentenrente schrumpft. Wohlfahrt wird vom Konsumenten zum Anbieter umverteilt, nicht vernichtet.

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Inhalt dieser Übersicht

  1. Erklärung(Erklärung)
  2. Interaktiv verstehen(Visualisierung / Interaktiv)
  3. Praxis-Übung(Quiz / Klausurfragen)
  4. Klausur-Quiz(Quiz / Klausurfragen)
Teil 1·Erklärung

Erklärung

Monopol-Preisbildung: Cournot, Lerner, Diskriminierung

Wie der Monopolist seinen Gewinn maximiert, und warum er ihn mit Preisdiskriminierung nochmal vergrößern kann. Vertiefung des Monopols aus der Marktformen-Übersicht. Klausur-Pflicht in Mikro 1, oft mit Numeric-Aufgabe.

Was du in der Klausur können musst:

  • Cournot-Punkt mathematisch herleiten (MR = MC)
  • Amoroso-Robinson-Beziehung MR = P · (1 + 1/ε) anwenden
  • Lerner-Index L = (P - MC) / P = -1/ε als Marktmacht-Maß interpretieren
  • Preisdiskriminierung 1./2./3. Grades unterscheiden und Wohlfahrt-Effekte erklären
  • Natürliches Monopol erkennen und Regulierungsoptionen abwägen

Klausur-Klassiker: "Berechne den Cournot-Punkt" + "Wie ändert sich der Wohlfahrtsverlust bei Preisdiskriminierung 1. Grades?"

Cournot-Punkt, schnell wiederholt

Standardproblem: Monopolist mit Nachfrage P(Q) = a - bQ und konstanten Grenzkosten MC = c.

Erlös: E(Q) = P · Q = (a - bQ) · Q = aQ - bQ²

Grenzerlös: MR(Q) = E'(Q) = a - 2bQ, doppelte Steigung der Nachfragekurve

Gewinnmaximum (MR = MC):

a - 2bQ = c ⇒ Q^* = (a - c)/2b

P^* = a - b · Q^* = (a + c)/2, Π^* = (P^* - c) · Q^* = ((a-c)²)/4b

Wohlfahrtsverlust: DW = ((a-c)²)/8b, das Dreieck zwischen P^* und MC über die Mengen-Lücke von Q^* bis zur Konkurrenz-Menge Q_K = (a-c)/b.

Hinweis: Dieser Punkt war schon Teil von Marktformen. Hier vertiefen wir mit Elastizitätsbeziehung und Diskriminierung.

Amoroso-Robinson-Beziehung

Der Grenzerlös hängt direkt mit der Preiselastizität der Nachfrage zusammen:

MR = P · (1 + 1/(ε))

Wobei ε < 0 die Preiselastizität ist. Aus MR = MC folgt:

P · (1 + 1/(ε)) = MC ⇒ P = MC · (ε)/(ε + 1)

Klausur-Beispiel: ε = -2, MC = 10. Dann ist P = 10 · (-2)/(-1) = 20. Der Aufschlag (Mark-up) beträgt 100 % über MC.

Spezialfall: ε = -1 (einheitlich elastisch) → MR = 0 → keine MC kann erreicht werden, der Monopolist produziert dort niemals. Monopol produziert immer im elastischen Bereich (|ε| > 1).

Lerner-Index, Marktmacht messen

Der Lerner-Index misst, wie weit der Preis über den Grenzkosten liegt:

L = (P - MC)/P = -1/(ε)

L-WertInterpretationBeispiel
L = 0Keine Marktmacht (vollkommene Konkurrenz)Weizen-Großhandel
L = 0,1–0,3Mäßige MarktmachtLebensmitteleinzelhandel
L = 0,5Starke Marktmacht (Mark-up 100 %)Patent-geschütztes Medikament
L → 1Quasi-MonopolFluchtweg-Wasser, Notruf-Service

Wichtig: L ist gleich dem Kehrwert der Elastizität. Je unelastischer die Nachfrage, desto größer die Marktmacht. Daher zielen Monopolisten auf Produkte mit unelastischer Nachfrage (z.B. lebenswichtige Medikamente).

Preisdiskriminierung, Gewinn maximieren ohne Wohlfahrtsverlust?

Preisdiskriminierung = unterschiedliche Preise für dasselbe Produkt an unterschiedliche Kunden oder in unterschiedlichen Mengen.

Voraussetzungen (alle drei nötig):

  1. Marktmacht, der Anbieter ist Preissetzer, kein Preisnehmer
  2. Identifizierbare Kundengruppen mit unterschiedlicher Zahlungsbereitschaft
  3. Kein Weiterverkauf möglich (Arbitrage muss verhindert werden)

Drei Klausur-Standardgrade:

Preisdiskriminierung 1. Grades (perfekte Diskriminierung)

Jeder Konsument zahlt seinen Reservationspreis, den maximalen Preis, den er gerade noch zu zahlen bereit ist.

Ergebnis:

  • Q steigt auf die Konkurrenz-Menge (a-c)/b
  • P ist kein Punkt mehr, sondern entspricht der Nachfragekurve
  • Konsumentenrente = 0 (jeder zahlt was er max. zahlen würde)
  • Wohlfahrtsverlust = 0
  • Monopolist kassiert die gesamte Wohlfahrt

Realistisch fast nie, perfekte Reservationspreis-Kenntnis fehlt. Annäherungen an die 1. Grades-Diskriminierung:

  • Vickrey- oder englische Auktion, der Höchstbietende bekommt den Zuschlag, der Verkäufer kassiert allerdings nur knapp über dem zweithöchsten Reservationspreis (deshalb nur Annäherung, nicht perfekt)
  • Verhandlung auf Bazaren oder bei Autokauf, der Verkäufer schätzt die Zahlungsbereitschaft individuell ein
  • Algorithmische / personalisierte Preise im E-Commerce mit Tracking-Daten
Preisdiskriminierung 2. Grades (Mengen-/Selbstselektion)

Der Anbieter kennt nicht die Reservationspreise, aber er bietet Tarife mit Selbstselektion an. Konsumenten wählen die Variante, die ihrem Bedarf entspricht.

Klassische Formen:

  • Block-Tarife, z.B. die ersten 100 kWh kosten 0{,}40 €/kWh, dann 0{,}25 €/kWh
  • Großhandelsrabatte, Mengenrabatt
  • Versionierung, Premium vs. Basic Software, Standard vs. Pro Tarif
  • Bündelung, Microsoft Office als Suite vs. einzelne Apps
  • Zwei-Stufen-Tarife, Bahncard (fixe Jahresgebühr + reduzierter Ticketpreis), Stromgrundgebühr + Arbeitspreis
  • Selbstselektion durch Restriktionen, Flugtickets mit Vorausbuchung / Saturday-night-stay (Geschäftsreisende meiden Restriktionen → wählen automatisch teureren Tarif)

Ergebnis:

  • Höhere Konsumentenrente abgeschöpft als Standard-Monopol
  • Wohlfahrtsverlust kleiner als beim Standard-Monopol, aber größer Null
Preisdiskriminierung 3. Grades (Marktsegmentierung)

Der Anbieter teilt seine Kunden in Gruppen mit unterschiedlicher Elastizität ein und setzt gruppenspezifische Preise.

Optimumsbedingung:

MR₁ = MR₂ = MC

Daraus folgt mit Amoroso-Robinson:

P₁/P₂ = (1 + 1/ε₂)/(1 + 1/ε₁)

Faustregel: das unelastischere Segment bekommt den höheren Preis.

Beispiele:

  • Studi-Rabatt Software, Bahn (junge Konsumenten elastischer)
  • Senioren-Rabatt Kino
  • Bahncard 50 vs. Normal (Vielfahrer haben unelastischere Nachfrage zu Spitzenzeiten)
  • Roaming-Preise Mobilfunk (Auslandsreisende unelastisch)
  • Ladies Night (Frauen-Gratis-Eintritt, Ankerkundengruppe für höher zahlende Männer)
  • Air Tickets mit Vorausbuchungs-Rabatt (Geschäftsreisende elastisch in Vorlauf, unelastisch in Last-Minute)

Klausur-Numeric: zwei Märkte mit Nachfragen P₁ = 100 - Q₁ und P₂ = 80 - Q₂, MC = 20.

  • MR₁ = 100 - 2Q₁ = 20 ⇒ Q₁ = 40, P₁ = 60
  • MR₂ = 80 - 2Q₂ = 20 ⇒ Q₂ = 30, P₂ = 50
  • Markt 1 (höhere Zahlungsbereitschaft) → höherer Preis ✓

Natürliches Monopol, wenn 1 Anbieter effizient ist

Natürliches Monopol: ein einziger Anbieter produziert günstiger als mehrere Anbieter, wegen sehr hoher Fixkosten und niedriger variabler Kosten.

Charakteristikum: fallende Durchschnittskosten (AC) über den gesamten relevanten Mengenbereich. Mehrere kleine Anbieter wären jeder unrentabel.

Beispiele:

  • Wasserversorgung, Leitungsnetz extrem teuer, jede zusätzliche Lieferung fast kostenlos
  • Stromnetze, Übertragungsleitungen
  • Schienennetze, Bahn-Infrastruktur
  • Lokale Postzustellung, Letzte-Meile-Logistik
  • Software-Plattformen mit Netzwerkeffekten (Twitter, Uber)
Das Regulierungs-Dilemma

Wenn der Anbieter wie ein normaler Monopolist setzt (MR = MC), entsteht enormer Wohlfahrtsverlust. Wenn man ihn zwingt, P = MC zu setzen (→ Konkurrenzpreis), macht er Verlust (weil MC < AC wegen der Fixkosten), und stellt die Produktion ein.

Regulator-Optionen:

OptionPreisregelEffekt
GrenzkostenpreisP = MCEffizient, aber Verluste → Subventionen nötig
DurchschnittskostenpreisP = ACKostendeckend, aber Wohlfahrtsverlust > 0
Ramsey-Preisgewichtet nach ElastizitätenTheoretisch optimal mit Cross-Subventionen
Zwei-Stufen-TarifGrundgebühr + P = MCPraxis-tauglich (Strom-/Wasserversorgung)

In Deutschland: die Bundesnetzagentur reguliert Strom- und Gasnetze über Anreizregulierung (revenue-cap-Modell), der Netzbetreiber bekommt einen Erlösbudget vorgegeben, das jährlich um eine Effizienzgewinn-Vorgabe sinkt.

Klausur-Tricks

Trick 1, Cournot in 3 Schritten: MR aus P(Q) ableiten (doppelte Steigung), MR = MC lösen, P^* aus Nachfrage. Auswendig: bei P = a - bQ, MC = c → Q^* = (a-c)/(2b).

Trick 2, Lerner-Index Schnellcheck: L = -1/ε. Wenn die Klausur sagt "Elastizität −2" → L = 0,5, also Mark-up = 100 %.

Trick 3, Monopol nie im unelastischen Bereich: wenn |ε| < 1 ist, lohnt eine Preiserhöhung immer (Erlös steigt, Kosten sinken). Daher Cournot-Punkt zwingend bei |ε| > 1.

Trick 4, Preisdiskriminierung 1. Grades = max. Gewinn: der Monopolist kassiert die gesamte Konsumentenrente. Wohlfahrtsverlust = 0, weil produzierte Menge der Konkurrenz-Menge entspricht.

Trick 5, Diskriminierung 3. Grades: unelastischere Gruppe bekommt höheren Preis. Wenn Klausur fragt "wer zahlt mehr, Pendler oder Geschäftsreisende?", dann der mit der unelastischeren Nachfrage (Geschäftsreisender kann nicht ausweichen).

Trick 6, Natürliches Monopol erkennt man an dauerhaft fallenden Durchschnittskosten + sehr hohen Fixkosten. Dann ist Regulierung nötig (kein freier Markt sinnvoll).

Trick 7, Welche Diskriminierungs-Form ist gegeben? Frage: kennt der Anbieter individuelle Reservationspreise (1. Grades) oder nicht? Wenn nicht: bietet er Mengenrabatte/Versionen (2. Grades) oder Marktsegmente (3. Grades)?

Wo brauchst du das?

  • Wettbewerbspolitik, der Lerner-Index ist ein Marktmacht-Indikator für Kartellbehörden
  • Pricing-Strategie, Preisdiskriminierung ist Standard-Toolkit (Yield Management bei Airlines, dynamische Preise bei Uber)
  • Regulierung, natürliches Monopol erfordert Preisaufsicht (BNetzA)
  • Mikroökonomik-Vertiefung, Spieltheorie nutzt Monopol-Logik in Oligopol-Modellen
  • Marketing, Versionierung und Bundling sind angewandte 2.-Grades-Diskriminierung

Faustregel zum Mitnehmen: Marktmacht messen via Lerner-Index. Preisdiskriminierung verlagert Wohlfahrt vom Konsumenten zum Anbieter. Bei natürlichem Monopol braucht es Regulierung statt Wettbewerb.

Teil 2·Visualisierung / Interaktiv

Interaktiv verstehen

Preisdiskriminierung im Vergleich

Wechsle zwischen den vier Modi und sieh, wie sich Konsumentenrente, Produzentenrente und Wohlfahrtsverlust ändern. Pro Modus:

  • Keine Diskriminierung: Standard-Cournot-Punkt, Wohlfahrtsverlust-Dreieck
  • 1. Grades: Monopolist kassiert die ganze Fläche unter der Nachfragekurve bis MC, kein Wohlfahrtsverlust mehr, aber auch keine Konsumentenrente
  • 2. Grades: Block-Tarife mit zwei Preisstufen, simulieren Selbstselektion
  • 3. Grades: Zwei Märkte mit unterschiedlicher Elastizität, MR₁ = MR₂ = MC, höhere Preise im unelastischeren Markt

Probier folgendes:

  • Vergleich "keine Diskriminierung" mit "1. Grades": gleiche Menge wie bei Konkurrenz, aber Konsumentenrente komplett weg
  • Bei 3. Grades: schieb die Elastizitäten auseinander → Preisspreizung wird größer
  • Beobachte den Lerner-Index L = (P-MC)/P pro Modus

Interaktive Visualisierung

Monopol-Preisbildung mit Grenzerlös, Grenzkosten und Cournot-Punkt.

Faustregel zum Mitnehmen: Je mehr ein Monopolist diskriminieren kann, desto näher kommt er an die Konkurrenz-Menge, produziert also gesamtwirtschaftlich effizienter, aber die Konsumentenrente schrumpft. Wohlfahrt wird vom Konsumenten zum Anbieter umverteilt, nicht vernichtet.

Teil 3·Quiz / Klausurfragen

Praxis-Übung

Klausurfragen mit Lösungen (6)

F1.Was ist der Lerner-Index L = (P - MC) / P?

Antwort: Ein Maß für die Marktmacht des Anbieters (Aufschlag über MC)

Erklärung: Lerner-Index misst, wie stark der Preis über den Grenzkosten liegt, gleich Marktmacht. L = 0 → keine Marktmacht (Konkurrenz). L → 1 → Quasi-Monopol. Es gilt L = -1/ε, also je unelastischer die Nachfrage, desto höher die Marktmacht.

F2.Welches Beispiel ist Preisdiskriminierung 3. Grades?

Antwort: Studi-Rabatt für Software (z.B. JetBrains)

Erklärung: Studi-Rabatt = Marktsegmentierung in Gruppen (Studis vs. normale User) mit unterschiedlicher Elastizität → 3. Grades. Vickrey-/eBay-Auktionen sind nur eine Annäherung an die 1. Grades-Diskriminierung (Verkäufer kassiert nur knapp über dem zweithöchsten Reservationspreis). Mengenrabatt + Bundling = 2. Grades (Selbstselektion).

F3.Bei einem natürlichen Monopol mit fallenden AC ist die Setzung P = MC problematisch, weil...

Antwort: ...wegen `MC < AC` würde der Anbieter Verluste machen, die Produktion stellt ein

Erklärung: Bei natürlichem Monopol mit fallenden AC liegen MC unter AC. Wenn man P = MC setzt, deckt der Erlös die Fixkosten nicht, Verluste. Daher braucht es entweder Subvention (P = MC mit Zuschuss) oder die abgeschwächte Regel P = AC (Kostendeckung mit kleinem Wohlfahrtsverlust).

F4.Welcher Markt ist am ehesten ein natürliches Monopol?

Antwort: Trinkwasserversorgung über Leitungsnetz

Erklärung: Trinkwasser über Leitungsnetz: Riesige Fixkosten (Leitungen, Pumpen, Wasserwerke), niedrige variable Kosten. AC fallen über den ganzen Bedarf. Mehrere parallele Wasserwerke wären massive Verschwendung. Klassisches natürliches Monopol → reguliert durch lokale Behörden.

F5.Ein Monopolist setzt seinen Preis mit Lerner-Index L = 0,25. Wie groß ist die Preiselastizität der Nachfrage in seinem Cournot-Punkt?

Antwort: `ε = -4`

Erklärung: L = -1/ε ⇒ ε = -1/L = -1/0,25 = -4. Bei elastischer Nachfrage (|ε| > 1) ist die Marktmacht moderat. Faustregel: je elastischer die Nachfrage, desto kleiner der Lerner-Index (= weniger Marktmacht).

F6.Bei Preisdiskriminierung 1. Grades (perfekt) gilt für die produzierte Menge im Vergleich zum Standard-Monopol:

Antwort: Die Menge entspricht der Konkurrenz-Menge, kein Wohlfahrtsverlust

Erklärung: Bei perfekter Preisdiskriminierung kassiert der Monopolist von jedem Konsumenten exakt seinen Reservationspreis. Es lohnt sich also auch noch die Einheit zu produzieren, deren Reservationspreis gerade MC entspricht, also bis zur Konkurrenz-Menge. Wohlfahrtsverlust verschwindet, aber die Konsumentenrente landet komplett beim Monopolisten.

Teil 4·Quiz / Klausurfragen

Klausur-Quiz

Klausurfragen mit Lösungen (6)

F1.Monopolist mit P = 100 - Q und MC = 20. Wie groß ist die optimale Menge Q^* am Cournot-Punkt?

Antwort: 40

Erklärung: Erlös E = (100 − Q)·Q = 100Q − Q². MR = 100 − 2Q. MR = MC: 100 − 2Q = 20 ⇒ Q* = 40. Daraus P* = 100 − 40 = 60. Gewinn = (60 − 20)·40 = 1600.

Typ: Zahlen-Eingabe

F2.Mit P = 100 - Q, MC = 20 wie oben: was ist der Wohlfahrtsverlust am Standard-Cournot-Punkt?

Antwort: 800 (Toleranz ±1)

Erklärung: Konkurrenz-Menge bei P = MC: Q_konk = (100 − 20)/1 = 80. Monopol-Menge Q_mono = 40. Wohlfahrtsverlust = 0,5 · (P_mono − MC) · (Q_konk − Q_mono) = 0,5 · 40 · 40 = 800.

Typ: Zahlen-Eingabe

F3.Mithilfe der Amoroso-Robinson-Beziehung MR = P(1 + 1/ε): ein Monopolist mit ε = -3 und MC = 30 setzt welchen Preis?

Antwort: `P = 45`

Erklärung: P = MC · ε/(ε+1) = 30 · (-3)/(-2) = 30 · 1,5 = 45. Mark-up = (P − MC)/MC = 15/30 = 50 %. Lerner-Index = 1/3 ≈ 0,33.

F4.Im 3. Grades-Modell mit zwei Märkten (ε₁ = -4, ε₂ = -2, gleiche MC): in welchem Markt ist der Preis höher?

Antwort: Markt 2, weil dort die Nachfrage unelastischer ist

Erklärung: Aus MR_1 = MR_2 = MC und Amoroso-Robinson: P/P_andere = (1+1/ε_andere)/(1+1/ε). Für ε_1 = -4 (elastischer) → P_1 = MC·4/3 ≈ 1,33·MC. Für ε_2 = -2 → P_2 = MC·2 = 2·MC. Also P_2 > P_1. Faustregel: unelastischere Nachfrage → höherer Preis.

F5.Welche der folgenden Voraussetzungen ist nicht zwingend für Preisdiskriminierung?

Antwort: Hohe Fixkosten

Erklärung: Hohe Fixkosten sind ein typisches Merkmal natürlicher Monopole, aber nicht Voraussetzung für Preisdiskriminierung. Die drei Pflicht-Voraussetzungen sind: Marktmacht + identifizierbare Gruppen + kein Weiterverkauf. Ohne Arbitrage-Schutz arbitrieren Konsumenten zwischen den Preisen und die Diskriminierung bricht zusammen.

F6.Beim Cournot-Punkt befindet sich der Monopolist immer im...

Antwort: ...elastischen Bereich der Nachfrage (`|ε| > 1`)

Erklärung: Im unelastischen Bereich (|ε| < 1) führt eine Preiserhöhung zu höherem Erlös bei sinkender Menge → Gewinn steigt sicher. Daher kann der Cournot-Punkt nie dort liegen, der Monopolist erhöht den Preis weiter, bis er im elastischen Bereich landet. Bei ε = -1 ist MR = 0 und nur erreichbar wenn MC = 0.

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