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  • Einführung
  • Die Idee in einem Satz
  • Die HR-[Funktionen](/themen/funktionen) (Personalbereich)
  • 1. Personalplanung
  • 2. Personalbeschaffung
  • 3. Personaleinsatz + Onboarding
  • 4. Personalentwicklung
  • 5. Personalvergütung
  • 6. Personalführung
  • 7. Personalfreisetzung
  • Arbeitsrecht in Deutschland (Basics)
  • Trends im modernen HRM
  • Klausur-Faustregeln
  • Häufige Stolpersteine
ThemenBusiness AnalyticsPersonalmanagement (HRM), Grundlagen
Business Analytics·4Lerneinheiten·22min·Stand17.07.2026

Personalmanagement (HRM), Grundlagen.

"People are our most important asset", Klassiker, aber wahr. Personalmanagement ist DER Faktor, der Unternehmen über Generationen erfolgreich macht.

Personalmanagement (HRM): Alle Aktivitäten rund um Menschen im Unternehmen, Planung, Beschaffung, Entwicklung, Vergütung, Führung, Freisetzung.

Der "HR-Lebenszyklus" eines Mitarbeiters:

1. Personalplanung      → Wie viele MA brauchen wir?
2. Personalbeschaffung  → Recruiting + Auswahl
3. Personaleinsatz      → Onboarding + Arbeits-Org.
4. Personalentwicklung  → Schulung + Karriere
5. Personalvergütung    → Lohn + Gehalt + Bonus
6. Personalführung      → Motivation + Leadership
7. Personalfreisetzung  → Kündigung + Outplacement

Quantitativ: Wie viele Mitarbeiter brauchen wir? Qualitativ: Welche Skills + Profile? Zeitlich: Wann? Räumlich: Wo (Standort)?

Bruttopersonalbedarf = Bedarf zur Aufgaben-Erledigung Nettopersonalbedarf = Bedarf − bereits vorhandene MA + erwartete Abgänge

Interne vs. Externe Beschaffung

InternExtern
Aus dem UnternehmenVom externen Markt
Versetzung, BeförderungStellenanzeige, Headhunting
Schneller, günstigerMehr Auswahl, frische Ideen
Schult eigene MABringt externe Perspektive

Recruiting-Kanäle

KanalWann?
Jobbörsen (StepStone, Indeed)Standard, breite Reichweite
LinkedIn / XingFachkräfte, passive Suche
Active SourcingSpezialisten gezielt ansprechen
Recruiting-AgenturenSenior-Positionen, Mangelberufe
Hochschul-KontakteBerufseinsteiger, Trainees
Mitarbeiter-EmpfehlungenHohe Qualität, niedrige Kosten

Auswahl-Prozess

  1. Bewerbungsanalyse (CV-Screening, oft mit AI)
  2. Telefon-/Video-Interview (erste Eindrücke)
  3. Vor-Ort-Interview (Fachgespräch + Team-Fit)
  4. Assessment Center (für Trainees + Manager)
  5. Job-Offer + Verhandlung
  6. Vertrag + Onboarding

Onboarding-Phasen:

  • Tag 1: Begrüßung, Arbeitsplatz, IT-Setup
  • Woche 1: Kollegen-Treffen, Team-Aufgaben
  • Monat 1-3: Erste Projekte, Mentoring
  • Probezeit (6 Monate): regelmäßige Feedbacks

Studien: Schlechtes Onboarding kostet Firmen ~30 % der Neueinstellungen.

On-the-Job vs. Off-the-Job

On-the-JobOff-the-Job
Lernen am ArbeitsplatzExterne Schulungen, Seminare
Job-RotationKonferenzen
MentoringE-Learning
Projekt-LernenUniversitäts-Kurse (MBA)

Karriere-Modelle

  • Fach-Karriere (Senior Specialist, Principal)
  • Führungs-Karriere (Manager, Director)
  • Projekt-Karriere (Senior PM, Programm-Leiter)

Vergütungs-Komponenten

KomponenteBedeutung
GrundgehaltFixes Monatsgehalt
Variabler AnteilBonus (oft 10-30 %, in Sales bis 50 %)
ZusatzleistungenFirmenwagen, Altersvorsorge, Aktien-Optionen
SachleistungenKantinenzuschuss, Fitness-Studio

Lohngerechtigkeit

  • Anforderungsgerecht: Schwierige Jobs → höheres Gehalt
  • Leistungsgerecht: Bessere Performance → Bonus
  • Sozialgerecht: Familien-Zulagen, Lebensalter
  • Marktgerecht: Branchen-Üblich (Vergleichbarkeit)

Gender Pay Gap

In DE: ~18 % unbereinigt (Männer verdienen mehr), ~6 % bereinigt (gleicher Job + Qualifikation).

Führungsstile (klassisch)

StilBeschreibung
AutoritärChef entscheidet allein
DemokratischTeam-Entscheidung
Laissez-faireKomplette Freiheit
TransformationalInspirieren + entwickeln
Servant LeadershipDienen statt befehlen

Modern: Situativer Führungsstil, je nach Aufgabe + MA-Reife unterschiedlich (Hersey/Blanchard).

Motivations-Theorien

TheorieKern-Idee
Maslow (5 Bedürfnis-Stufen)Physiologisch → Sicherheit → Sozial → Anerkennung → Selbstverwirklichung
Herzberg (2 Faktoren)Hygiene-Faktoren (verhindern Unzufriedenheit) vs. Motivatoren
McGregor (X-Y-Theorie)Pessimistisches (X) vs. optimistisches (Y) Menschenbild
Self-Determination Theory (Deci/Ryan)Autonomie + Kompetenz + Verbundenheit

Kündigungs-Arten

ArtBedeutung
Ordentliche KündigungMit Frist (gesetzlich oder vertraglich)
Außerordentliche KündigungFristlos bei schweren Verstößen
AufhebungsvertragEinvernehmlich
Befristete VerträgeAuslaufen ohne Kündigung

Outplacement

Unterstützung beim Job-Wechsel, von der Firma bezahlt (oft bei Senior-MA-Restrukturierungen).

GesetzInhalt
BGB §§ 611 ff.Arbeitsvertrag
Kündigungsschutzgesetz (KSchG)Kündigungsschutz ab 6 Monaten + 10 MA
Mindestlohngesetz12,82 € (2025)
Arbeitszeitgesetz (ArbZG)Max. 8 (10) Stunden / Tag
BundesurlaubsgesetzMin. 24 Werktage Urlaub
MutterschutzgesetzSchutz vor + nach Geburt
Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG)Betriebsrat
TrendBedeutung
Employer BrandingUnternehmen vermarktet sich als Top-Arbeitgeber
Diversity & Inclusion (D&I)Diverse Teams + gleiche Chancen
Remote / Hybrid WorkSeit COVID-19 Standard
People AnalyticsDaten-basiertes HR (Churn-Prediction, Performance)
Mental Health ProgramsBurnout-Prävention
Lifelong LearningLinkedIn Learning, Coursera, interne Lernplattformen

1. HR-Funktionen (7): Planung, Beschaffung, Einsatz, Entwicklung, Vergütung, Führung, Freisetzung.

2. Maslow (5 Stufen): Physiologie → Sicherheit → Sozial → Anerkennung → Selbstverwirklichung.

3. Herzberg (2 Faktoren): Hygiene-Faktoren vs. Motivatoren.

4. Interne vs. externe Beschaffung: Pro/Contra abwägen.

5. Bruttobedarf − Bestand + Abgänge = Nettobedarf.

6. Mindestlohn 2025 in DE: 12,82 €/Stunde.

1. "HR = nur Recruiting". Falsch. Recruiting ist eine von 7 HR-Funktionen.

2. "Hygiene-Faktoren motivieren". Falsch. Herzberg: Hygiene-Faktoren VERHINDERN Unzufriedenheit. Sie MOTIVIEREN nicht (das tun Motivatoren wie Anerkennung, Verantwortung).

3. "Mehr Gehalt = mehr Motivation". Stimmt teilweise (bis zu einem Niveau). Studies: ab ca. 60-80 k €/Jahr ist Gehalt-Effekt auf Glück gesättigt. Dann zählen andere Faktoren (Sinn, Autonomie, Anerkennung).

4. "Ordentliche Kündigung jederzeit möglich". Nein. Gesetzliche Kündigungsfrist (BGB § 622) + Kündigungsschutzgesetz (bei > 6 Monate + > 10 MA) erschweren Kündigungen erheblich in DE.

5. "Mutterschutz nur für die Geburt". Falsch. Mutterschutz: 6 Wochen VOR + 8 Wochen NACH Geburt (12 Wochen bei Frühgeburt). Plus Beschäftigungsverbot bei gefährlichen Tätigkeiten während gesamter Schwangerschaft.

Vergleich der 3 wichtigsten Motivations-Theorien, die in der Klausur immer wieder kommen.

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Klausur-Tipp: Bei "Welche Motivations-Theorie kennen Sie?" IMMER mindestens 2 nennen + Hauptaussage. Maslow + Herzberg ist Pflicht-Wissen. McGregor + Deci/Ryan (SDT) als Bonus.

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Inhalt dieser Übersicht

  1. Erklärung(Erklärung)
  2. Interaktiv verstehen(Visualisierung / Interaktiv)
  3. Praxis-Übung(Quiz / Klausurfragen)
  4. Klausur-Quiz(Quiz / Klausurfragen)
Teil 1·Erklärung

Erklärung

"People are our most important asset", Klassiker, aber wahr. Personalmanagement ist DER Faktor, der Unternehmen über Generationen erfolgreich macht.

Die Idee in einem Satz

Personalmanagement (HRM): Alle Aktivitäten rund um Menschen im Unternehmen, Planung, Beschaffung, Entwicklung, Vergütung, Führung, Freisetzung.

Die HR-Funktionen (Personalbereich)

Der "HR-Lebenszyklus" eines Mitarbeiters:

1. Personalplanung      → Wie viele MA brauchen wir?
2. Personalbeschaffung  → Recruiting + Auswahl
3. Personaleinsatz      → Onboarding + Arbeits-Org.
4. Personalentwicklung  → Schulung + Karriere
5. Personalvergütung    → Lohn + Gehalt + Bonus
6. Personalführung      → Motivation + Leadership
7. Personalfreisetzung  → Kündigung + Outplacement

1. Personalplanung

Quantitativ: Wie viele Mitarbeiter brauchen wir? Qualitativ: Welche Skills + Profile? Zeitlich: Wann? Räumlich: Wo (Standort)?

Bruttopersonalbedarf = Bedarf zur Aufgaben-Erledigung Nettopersonalbedarf = Bedarf − bereits vorhandene MA + erwartete Abgänge

2. Personalbeschaffung

Interne vs. Externe Beschaffung
InternExtern
Aus dem UnternehmenVom externen Markt
Versetzung, BeförderungStellenanzeige, Headhunting
Schneller, günstigerMehr Auswahl, frische Ideen
Schult eigene MABringt externe Perspektive
Recruiting-Kanäle
KanalWann?
Jobbörsen (StepStone, Indeed)Standard, breite Reichweite
LinkedIn / XingFachkräfte, passive Suche
Active SourcingSpezialisten gezielt ansprechen
Recruiting-AgenturenSenior-Positionen, Mangelberufe
Hochschul-KontakteBerufseinsteiger, Trainees
Mitarbeiter-EmpfehlungenHohe Qualität, niedrige Kosten
Auswahl-Prozess
  1. Bewerbungsanalyse (CV-Screening, oft mit AI)
  2. Telefon-/Video-Interview (erste Eindrücke)
  3. Vor-Ort-Interview (Fachgespräch + Team-Fit)
  4. Assessment Center (für Trainees + Manager)
  5. Job-Offer + Verhandlung
  6. Vertrag + Onboarding

3. Personaleinsatz + Onboarding

Onboarding-Phasen:

  • Tag 1: Begrüßung, Arbeitsplatz, IT-Setup
  • Woche 1: Kollegen-Treffen, Team-Aufgaben
  • Monat 1-3: Erste Projekte, Mentoring
  • Probezeit (6 Monate): regelmäßige Feedbacks

Studien: Schlechtes Onboarding kostet Firmen ~30 % der Neueinstellungen.

4. Personalentwicklung

On-the-Job vs. Off-the-Job
On-the-JobOff-the-Job
Lernen am ArbeitsplatzExterne Schulungen, Seminare
Job-RotationKonferenzen
MentoringE-Learning
Projekt-LernenUniversitäts-Kurse (MBA)
Karriere-Modelle
  • Fach-Karriere (Senior Specialist, Principal)
  • Führungs-Karriere (Manager, Director)
  • Projekt-Karriere (Senior PM, Programm-Leiter)

5. Personalvergütung

Vergütungs-Komponenten
KomponenteBedeutung
GrundgehaltFixes Monatsgehalt
Variabler AnteilBonus (oft 10-30 %, in Sales bis 50 %)
ZusatzleistungenFirmenwagen, Altersvorsorge, Aktien-Optionen
SachleistungenKantinenzuschuss, Fitness-Studio
Lohngerechtigkeit
  • Anforderungsgerecht: Schwierige Jobs → höheres Gehalt
  • Leistungsgerecht: Bessere Performance → Bonus
  • Sozialgerecht: Familien-Zulagen, Lebensalter
  • Marktgerecht: Branchen-Üblich (Vergleichbarkeit)
Gender Pay Gap

In DE: ~18 % unbereinigt (Männer verdienen mehr), ~6 % bereinigt (gleicher Job + Qualifikation).

6. Personalführung

Führungsstile (klassisch)
StilBeschreibung
AutoritärChef entscheidet allein
DemokratischTeam-Entscheidung
Laissez-faireKomplette Freiheit
TransformationalInspirieren + entwickeln
Servant LeadershipDienen statt befehlen

Modern: Situativer Führungsstil, je nach Aufgabe + MA-Reife unterschiedlich (Hersey/Blanchard).

Motivations-Theorien
TheorieKern-Idee
Maslow (5 Bedürfnis-Stufen)Physiologisch → Sicherheit → Sozial → Anerkennung → Selbstverwirklichung
Herzberg (2 Faktoren)Hygiene-Faktoren (verhindern Unzufriedenheit) vs. Motivatoren
McGregor (X-Y-Theorie)Pessimistisches (X) vs. optimistisches (Y) Menschenbild
Self-Determination Theory (Deci/Ryan)Autonomie + Kompetenz + Verbundenheit

7. Personalfreisetzung

Kündigungs-Arten
ArtBedeutung
Ordentliche KündigungMit Frist (gesetzlich oder vertraglich)
Außerordentliche KündigungFristlos bei schweren Verstößen
AufhebungsvertragEinvernehmlich
Befristete VerträgeAuslaufen ohne Kündigung
Outplacement

Unterstützung beim Job-Wechsel, von der Firma bezahlt (oft bei Senior-MA-Restrukturierungen).

Arbeitsrecht in Deutschland (Basics)

GesetzInhalt
BGB §§ 611 ff.Arbeitsvertrag
Kündigungsschutzgesetz (KSchG)Kündigungsschutz ab 6 Monaten + 10 MA
Mindestlohngesetz12,82 € (2025)
Arbeitszeitgesetz (ArbZG)Max. 8 (10) Stunden / Tag
BundesurlaubsgesetzMin. 24 Werktage Urlaub
MutterschutzgesetzSchutz vor + nach Geburt
Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG)Betriebsrat

Trends im modernen HRM

TrendBedeutung
Employer BrandingUnternehmen vermarktet sich als Top-Arbeitgeber
Diversity & Inclusion (D&I)Diverse Teams + gleiche Chancen
Remote / Hybrid WorkSeit COVID-19 Standard
People AnalyticsDaten-basiertes HR (Churn-Prediction, Performance)
Mental Health ProgramsBurnout-Prävention
Lifelong LearningLinkedIn Learning, Coursera, interne Lernplattformen

Klausur-Faustregeln

1. HR-Funktionen (7): Planung, Beschaffung, Einsatz, Entwicklung, Vergütung, Führung, Freisetzung.

2. Maslow (5 Stufen): Physiologie → Sicherheit → Sozial → Anerkennung → Selbstverwirklichung.

3. Herzberg (2 Faktoren): Hygiene-Faktoren vs. Motivatoren.

4. Interne vs. externe Beschaffung: Pro/Contra abwägen.

5. Bruttobedarf − Bestand + Abgänge = Nettobedarf.

6. Mindestlohn 2025 in DE: 12,82 €/Stunde.

Häufige Stolpersteine

1. "HR = nur Recruiting". Falsch. Recruiting ist eine von 7 HR-Funktionen.

2. "Hygiene-Faktoren motivieren". Falsch. Herzberg: Hygiene-Faktoren VERHINDERN Unzufriedenheit. Sie MOTIVIEREN nicht (das tun Motivatoren wie Anerkennung, Verantwortung).

3. "Mehr Gehalt = mehr Motivation". Stimmt teilweise (bis zu einem Niveau). Studies: ab ca. 60-80 k €/Jahr ist Gehalt-Effekt auf Glück gesättigt. Dann zählen andere Faktoren (Sinn, Autonomie, Anerkennung).

4. "Ordentliche Kündigung jederzeit möglich". Nein. Gesetzliche Kündigungsfrist (BGB § 622) + Kündigungsschutzgesetz (bei > 6 Monate + > 10 MA) erschweren Kündigungen erheblich in DE.

5. "Mutterschutz nur für die Geburt". Falsch. Mutterschutz: 6 Wochen VOR + 8 Wochen NACH Geburt (12 Wochen bei Frühgeburt). Plus Beschäftigungsverbot bei gefährlichen Tätigkeiten während gesamter Schwangerschaft.

Teil 2·Visualisierung / Interaktiv

Interaktiv verstehen

Maslow vs. Herzberg vs. McGregor

Vergleich der 3 wichtigsten Motivations-Theorien, die in der Klausur immer wieder kommen.

Interaktive Visualisierung

Interaktive Komponente: probiere sie im Topic-Player oben aus.

Klausur-Tipp: Bei "Welche Motivations-Theorie kennen Sie?" IMMER mindestens 2 nennen + Hauptaussage. Maslow + Herzberg ist Pflicht-Wissen. McGregor + Deci/Ryan (SDT) als Bonus.

Teil 3·Quiz / Klausurfragen

Praxis-Übung

Personalmanagement, Praxis-Übung

6 Aufgaben zu HR-Funktionen, Motivation und Arbeitsrecht.

Klausurfragen mit Lösungen (6)

F1.Welche 5 Bedürfnis-Stufen hat Maslow?

Antwort: Physiologisch, Sicherheit, Sozial, Anerkennung, Selbstverwirklichung

Erklärung: Maslow-Pyramide (1943): 1) Physiologische Bedürfnisse (Essen, Trinken, Schlaf), 2) Sicherheit (Job, Wohnung, Gesundheit), 3) Soziale Bedürfnisse (Familie, Freunde, Team), 4) Anerkennung (Status, Selbstwert), 5) Selbstverwirklichung (volles Potenzial). Erst wenn untere Stufen erfüllt sind, werden höhere relevant.

F2.Was sind 'Hygiene-Faktoren' nach Herzberg?

Antwort: Faktoren, die Unzufriedenheit verhindern, aber NICHT motivieren

Erklärung: Herzbergs 2-Faktoren-Theorie: HYGIENE-Faktoren (Gehalt, Arbeitsbedingungen, Sicherheit) VERHINDERN Unzufriedenheit, MOTIVIEREN aber NICHT. MOTIVATOREN (Anerkennung, Verantwortung, Aufstiegs-Chancen, sinnvolle Arbeit) führen zu echter Motivation. Faustregel: 'Mehr Geld' ist Hygiene, verhindert Frust, motiviert aber nicht langfristig.

F3.Ordne die HR-Funktionen ihren Aufgaben zu.

Zuordnungen:

  • Personalbeschaffung → Recruiting + Auswahl neuer Mitarbeiter
  • Personalentwicklung → Schulungen + Karriere-Aufbau
  • Personalvergütung → Gehalt, Bonus, Zusatzleistungen
  • Personalführung → Motivation + Leadership

Erklärung: Die 7 HR-Funktionen im Mitarbeiter-Lebenszyklus: 1) Planung, 2) Beschaffung, 3) Einsatz/Onboarding, 4) Entwicklung, 5) Vergütung, 6) Führung, 7) Freisetzung. Diese 7 sollten mindestens 4-5 davon aus dem Schlaf abrufbar sein in jeder Einf-BWL-Klausur.

Typ: Zuordnung

F4.Was ist der Unterschied zwischen interner und externer Personalbeschaffung?

Antwort: Intern: aus eigenem Unternehmen (Beförderung, Versetzung); Extern: vom externen Arbeitsmarkt

Erklärung: Interne Beschaffung: aus eigenem Unternehmen (z.B. Junior-Manager wird zum Senior befördert, Mitarbeiter wechselt Abteilung). Vorteile: kennt Firma, schneller, günstiger. Externe: vom Arbeitsmarkt (Stellenausschreibung, Headhunting). Vorteile: mehr Auswahl, frische Perspektive, neue Skills. Best Practice: Mischung, Beförderung intern, frischen Skill-Bedarf extern.

F5.Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland beträgt 2025 = 12,82 € pro Stunde.

Antwort: Wahr

Erklärung: RICHTIG. Mindestlohn 2025: 12,82 €/Stunde (seit 01.01.2025). Eingeführt 2015 mit 8,50 €. Wurde mehrfach erhöht. Mindestlohn-Kommission empfiehlt regelmäßig Anpassungen. Ausnahmen: Jugendliche unter 18, Praktika unter 3 Monaten, bestimmte Pflichtpraktika. Klausur-Trick: aktuellen Wert kennen, Tendenz: steigt jährlich.

Typ: Wahr/Falsch

F6.Welche Aussage zur Nettopersonalbedarfs-Berechnung ist KORREKT?

Antwort: Nettobedarf = Bruttobedarf − Bestand + erwartete Abgänge

Erklärung: Nettopersonalbedarf = Bruttobedarf (für Aufgaben nötig) − vorhandener Bestand + erwartete Abgänge (Renten, Kündigungen, Mutterschutz). Beispiel: Wir brauchen 100 MA. Haben aktuell 85. 10 gehen in Rente. → Nettobedarf = 100 − 85 + 10 = 25 neue MA. Diese Formel ist Klausur-Standard.

Teil 4·Quiz / Klausurfragen

Klausur-Quiz

Personalmanagement, Klausur-Quiz

6 typische Klausurfragen.

Klausurfragen mit Lösungen (6)

F1.Welche Theorie unterscheidet 'X-Menschen' (faul) und 'Y-Menschen' (motiviert)?

Antwort: McGregor X-Y-Theorie

Erklärung: Douglas McGregor (1960) entwickelte die X-Y-Theorie: 'Theorie X' = Menschen sind von Natur faul, brauchen Druck + Kontrolle. 'Theorie Y' = Menschen sind motiviert, suchen Verantwortung, lernen gerne. Manager mit X-Bild → autoritärer Stil. Manager mit Y-Bild → partizipativer Stil. McGregors These: Y-Annahme führt zu besserer Performance.

F2.Welches Gesetz schützt Mitarbeiter vor ungerechtfertigter Kündigung?

Antwort: Kündigungsschutzgesetz (KSchG)

Erklärung: Kündigungsschutzgesetz (KSchG), schützt Mitarbeiter ab 6 Monaten Beschäftigung in Betrieben mit > 10 MA. Kündigungen müssen sozial gerechtfertigt sein: betriebs-, personen- oder verhaltensbedingt. Bundesurlaubsgesetz = Urlaub, Arbeitszeitgesetz = max. Arbeitszeit, BGB = Vertragsrecht allgemein.

F3.Maslow hat {{1}} Bedürfnis-Stufen. Herzberg unterscheidet {{2}}-Faktoren von Motivatoren. McGregor's {{3}}-Theorie sagt, dass Menschen motiviert sind. Mutterschutz: {{4}} Wochen vor Geburt.

Lösungen pro Lücke:

  • {{1}}: 5 / fünf
  • {{2}}: Hygiene
  • {{3}}: Y
  • {{4}}: 6 / sechs

Erklärung: Maslow = 5 Stufen. Herzberg = Hygiene + Motivator. McGregor X = faul, Y = motiviert. Mutterschutz = 6 Wochen VOR + 8 Wochen NACH Geburt (12 Wochen bei Mehrlingen/Frühgeburten). Klausur-Standard.

Typ: Lückentext

F4.Bringe die Maslow-Stufen in die richtige Reihenfolge (UNTEN zuerst).

Richtige Reihenfolge:

  1. Physiologische Bedürfnisse
  2. Sicherheit
  3. Soziale Bedürfnisse
  4. Anerkennung
  5. Selbstverwirklichung

Erklärung: Maslow-Pyramide von UNTEN nach OBEN: 1) Physiologie (Essen/Trinken/Schlaf), 2) Sicherheit (Job/Gesundheit), 3) Sozial (Familie/Team), 4) Anerkennung (Status), 5) Selbstverwirklichung (volles Potenzial). Erst untere Stufen erfüllt → höhere relevant. In Praxis aber nicht strikt linear.

Typ: Reihenfolge

F5.Welcher Führungsstil bedeutet 'der Chef entscheidet allein'?

Antwort: Autoritär

Erklärung: Autoritärer Stil: Chef entscheidet allein, Mitarbeiter führen aus. Demokratisch: Team-Entscheidungen. Laissez-faire: Komplette Freiheit. Servant Leadership: Chef dient den Mitarbeitern. Modern bevorzugt: situativer Führungsstil (je nach Aufgabe + MA-Reife). Autoritärer Stil ist in vielen Krisen-Situationen noch wichtig (schnelle Entscheidungen).

F6.Der Mutterschutz umfasst 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt.

Antwort: Wahr

Erklärung: RICHTIG. Mutterschutzgesetz (MuSchG): 6 Wochen VOR + 8 Wochen NACH Geburt (insgesamt 14 Wochen). Bei Mehrlings-/Frühgeburt 12 Wochen NACH = 18 Wochen total. Während dieser Zeit Beschäftigungsverbot + Mutterschaftsgeld (100 % Netto). Plus Schutz vor Kündigung während gesamter Schwangerschaft + 4 Monate nach Geburt.

Typ: Wahr/Falsch

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