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  • Einführung
  • Die Idee in einem Satz
  • SCOR-Modell: 5 Prozesse
  • Bullwhip-Effekt (Forrester 1958)
  • SCM-Strategien
  • SCM-Systeme (Software)
  • Wichtige SCM-KPIs
  • Trends 2024
  • SCM vs. Logistik
  • Klausur-Faustregeln
  • Häufige Stolpersteine
ThemenBusiness AnalyticsSCM-Systeme, Supply Chain Management
Business Analytics·4Lerneinheiten·20min·Stand17.07.2026

SCM-Systeme, Supply Chain Management.

Vom Lieferanten bis zum Kunden, alles steuern. SCM-Klausurpflicht in 9/11 WInf-Programmen mit AS-Modul, besonders in WI-Studien mit Logistik-Schwerpunkt.

Supply Chain Management (SCM): Strategische + operative Steuerung des gesamten Material-, Informations- und Finanzflusses entlang der Lieferkette, von der Rohstoff-Beschaffung bis zum End-Kunden.

SCOR (Supply Chain Operations Reference) wurde 1996 vom Supply Chain Council entwickelt und ist heute Standard:

ProzessInhalt
PlanStrategische + operative Planung (Forecast, S&OP)
SourceBeschaffung von Lieferanten
MakeProduktion
DeliverAuslieferung an Kunden
ReturnReverse Logistics (Reklamation, Recycling)

Plus Enable (seit SCOR 11): unterstützende Prozesse (IT, HR, Risk).

Definition: Kleine Nachfrage-Schwankungen am Ende der Lieferkette führen zu STARK schwankenden Bestellungen am Anfang.

End-Kunde:   Nachfrage  ┐
                        │ +5%
Einzelhandel:           │
                        │ +15%
Großhandel:             │
                        │ +30%
Hersteller:             │ +50% Schwankung!

Ursachen (Lee et al. 1997):

  1. Forecast-Updates (jeder Akteur prognostiziert + reagiert)
  2. Order-Batching (Bestellungen zusammenfassen)
  3. Preis-Schwankungen (Rabatte → Hortung)
  4. Rationing + Shortage Gaming (Vorbestellen bei Knappheit)

Gegenmaßnahmen:

  • Information-Sharing (POS-Daten teilen)
  • VMI (Vendor-Managed Inventory)
  • Demand Sensing (Real-Time mit IoT)

Push vs. Pull

StrategieBeschreibungBeispiel
PushProduktion nach Prognose, vor BestellungMode-Industrie (Lager-Production)
PullProduktion nach BestellungDell PC-Konfiguration
Push-Pull-HybridHalbfabrikate auf Lager, Endmontage auf BestellungAuto-Konfiguration

Lean vs. Agile

StrategieWann?
LeanVorhersagbare Nachfrage, hohes Volumen
AgileVolatile Nachfrage, kurze Lebenszyklen

JIT (Just-in-Time, Toyota)

  • Minimaler Bestand, exakte Lieferung
  • 'Kanban'-Signale steuern Produktion
  • Hohe Anfälligkeit für Störungen (COVID 2020!)

APS (Advanced Planning System)

Funktion: Strategische + operative Supply-Chain-Planung.

Tools: SAP IBP, Oracle ASCP, Kinaxis RapidResponse.

SRM (Supplier Relationship Management)

Funktion: Lieferanten-Auswahl, Bestellung, Lieferanten-Bewertung.

Tools: SAP Ariba, Coupa, Jaggaer.

MES (Manufacturing Execution System)

Funktion: Steuerung der Produktion auf Shop-Floor-Ebene.

Tools: Siemens Opcenter, Rockwell FactoryTalk, SAP ME.

WMS (Warehouse Management System)

Funktion: Lagerverwaltung, Picking, Packing, Inventur.

Tools: SAP EWM, Manhattan Associates, Blue Yonder, Körber.

TMS (Transport Management System)

Funktion: Transport-Planung + Frachtkosten + Tracking.

Tools: Oracle TMS, SAP TM, BluJay, Project44.

KPIFormel/Bedeutung
OTIF (On-Time In-Full)% Aufträge pünktlich + vollständig geliefert
Cash-to-Cash CycleTage zwischen Lieferanten-Zahlung und Kunden-Zahlung
Forecast Accuracy100 % − MAPE (Mean Absolute Percentage Error)
Inventory TurnoverUmsatz / durchschnittlicher Lagerbestand
Perfect Order RateAufträge ohne Fehler (OTIF + intakt + korrekt fakturiert)
DOH (Days on Hand)Tage Bestand bei aktueller Verbrauchsrate
  • Resilience > Efficiency (post-COVID + Ukraine): Multi-Source statt Single-Source
  • Nearshoring + Reshoring: Lieferketten näher an Heimat
  • ESG + Carbon Footprint: Scope-3-Emissionen messen
  • AI/ML für Forecasting: Deep Learning auf Time-Series
  • Digital Twin: Simulation der Supply Chain in Echtzeit
  • Block-Chain für Provenance: Lieferkette nachverfolgbar
BegriffUmfang
LogistikPhysischer Material-Fluss (Transport, Lager)
SCMLogistik + Informations-Fluss + Finanz-Fluss + Strategie

SCM ist BREITER, beinhaltet Logistik als Teilfunktion.

1. SCOR 5 Prozesse: Plan / Source / Make / Deliver / Return.

2. Bullwhip-Effekt (Forrester 1958): Nachfrage-Verstärkung Up-Stream.

3. SCM-Systeme: APS / SRM / MES / WMS / TMS, pro Funktionsbereich.

4. OTIF + Perfect Order Rate als zentrale Liefer-KPIs.

5. Push vs. Pull vs. Lean vs. Agile, 2 orthogonale Achsen.

6. JIT = Toyota Production System. Minimaler Bestand, Kanban.

1. SCM auf Logistik reduzieren. SCM umfasst Logistik PLUS Informations- und Finanzflüsse PLUS Strategie. Logistik ist Teilfunktion.

2. Bullwhip-Effekt nur als Forecast-Problem sehen. 4 Ursachen: Forecast-Updates + Order-Batching + Preis-Schwankungen + Shortage Gaming.

3. Push vs. Lean verwechseln. Push/Pull = Trigger-Mechanismus (Prognose vs. Bestellung). Lean/Agile = Optimierungs-Strategie (Effizienz vs. Flexibilität). Orthogonal.

4. SCOR und ITIL verwechseln. SCOR = Supply Chain Reference. ITIL = IT Service Management. Unterschiedliche Domänen.

5. JIT als generelles Optimum sehen. JIT erfordert SEHR stabile Lieferketten. COVID 2020 zeigte: JIT-Anfälligkeit für Störungen.

6. APS und ERP verwechseln. APS ist spezialisiert auf SCM-Planung (Forecasting, S&OP, Capacity). ERP ist transaktional (Bestellung, Lager-Buchung). APS ergänzt ERP, ersetzt es nicht.

5 SCOR-Prozesse (Plan/Source/Make/Deliver/Return), klick auf eine Phase zeigt Aktivitäten + KPIs + unterstützende SCM-Systeme.

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Klausur-Tipp: Bei "Beschreiben Sie SCM" IMMER SCOR-Modell als Strukturierung (5 Prozesse). Plus 1-2 typische SCM-Systeme pro Phase (APS/SRM/MES/WMS/TMS). Plus Bullwhip-Effekt als Klassiker-Phänomen. So zeigst du strukturelles + theoretisches Wissen.

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Inhalt dieser Übersicht

  1. Erklärung(Erklärung)
  2. Interaktiv verstehen(Visualisierung / Interaktiv)
  3. Praxis-Übung(Quiz / Klausurfragen)
  4. Klausur-Quiz(Quiz / Klausurfragen)
Teil 1·Erklärung

Erklärung

Vom Lieferanten bis zum Kunden, alles steuern. SCM-Klausurpflicht in 9/11 WInf-Programmen mit AS-Modul, besonders in WI-Studien mit Logistik-Schwerpunkt.

Die Idee in einem Satz

Supply Chain Management (SCM): Strategische + operative Steuerung des gesamten Material-, Informations- und Finanzflusses entlang der Lieferkette, von der Rohstoff-Beschaffung bis zum End-Kunden.

SCOR-Modell: 5 Prozesse

SCOR (Supply Chain Operations Reference) wurde 1996 vom Supply Chain Council entwickelt und ist heute Standard:

ProzessInhalt
PlanStrategische + operative Planung (Forecast, S&OP)
SourceBeschaffung von Lieferanten
MakeProduktion
DeliverAuslieferung an Kunden
ReturnReverse Logistics (Reklamation, Recycling)

Plus Enable (seit SCOR 11): unterstützende Prozesse (IT, HR, Risk).

Bullwhip-Effekt (Forrester 1958)

Definition: Kleine Nachfrage-Schwankungen am Ende der Lieferkette führen zu STARK schwankenden Bestellungen am Anfang.

End-Kunde:   Nachfrage  ┐
                        │ +5%
Einzelhandel:           │
                        │ +15%
Großhandel:             │
                        │ +30%
Hersteller:             │ +50% Schwankung!

Ursachen (Lee et al. 1997):

  1. Forecast-Updates (jeder Akteur prognostiziert + reagiert)
  2. Order-Batching (Bestellungen zusammenfassen)
  3. Preis-Schwankungen (Rabatte → Hortung)
  4. Rationing + Shortage Gaming (Vorbestellen bei Knappheit)

Gegenmaßnahmen:

  • Information-Sharing (POS-Daten teilen)
  • VMI (Vendor-Managed Inventory)
  • Demand Sensing (Real-Time mit IoT)

SCM-Strategien

Push vs. Pull
StrategieBeschreibungBeispiel
PushProduktion nach Prognose, vor BestellungMode-Industrie (Lager-Production)
PullProduktion nach BestellungDell PC-Konfiguration
Push-Pull-HybridHalbfabrikate auf Lager, Endmontage auf BestellungAuto-Konfiguration
Lean vs. Agile
StrategieWann?
LeanVorhersagbare Nachfrage, hohes Volumen
AgileVolatile Nachfrage, kurze Lebenszyklen
JIT (Just-in-Time, Toyota)
  • Minimaler Bestand, exakte Lieferung
  • 'Kanban'-Signale steuern Produktion
  • Hohe Anfälligkeit für Störungen (COVID 2020!)

SCM-Systeme (Software)

APS (Advanced Planning System)

Funktion: Strategische + operative Supply-Chain-Planung.

Tools: SAP IBP, Oracle ASCP, Kinaxis RapidResponse.

SRM (Supplier Relationship Management)

Funktion: Lieferanten-Auswahl, Bestellung, Lieferanten-Bewertung.

Tools: SAP Ariba, Coupa, Jaggaer.

MES (Manufacturing Execution System)

Funktion: Steuerung der Produktion auf Shop-Floor-Ebene.

Tools: Siemens Opcenter, Rockwell FactoryTalk, SAP ME.

WMS (Warehouse Management System)

Funktion: Lagerverwaltung, Picking, Packing, Inventur.

Tools: SAP EWM, Manhattan Associates, Blue Yonder, Körber.

TMS (Transport Management System)

Funktion: Transport-Planung + Frachtkosten + Tracking.

Tools: Oracle TMS, SAP TM, BluJay, Project44.

Wichtige SCM-KPIs

KPIFormel/Bedeutung
OTIF (On-Time In-Full)% Aufträge pünktlich + vollständig geliefert
Cash-to-Cash CycleTage zwischen Lieferanten-Zahlung und Kunden-Zahlung
Forecast Accuracy100 % − MAPE (Mean Absolute Percentage Error)
Inventory TurnoverUmsatz / durchschnittlicher Lagerbestand
Perfect Order RateAufträge ohne Fehler (OTIF + intakt + korrekt fakturiert)
DOH (Days on Hand)Tage Bestand bei aktueller Verbrauchsrate

Trends 2024

  • Resilience > Efficiency (post-COVID + Ukraine): Multi-Source statt Single-Source
  • Nearshoring + Reshoring: Lieferketten näher an Heimat
  • ESG + Carbon Footprint: Scope-3-Emissionen messen
  • AI/ML für Forecasting: Deep Learning auf Time-Series
  • Digital Twin: Simulation der Supply Chain in Echtzeit
  • Block-Chain für Provenance: Lieferkette nachverfolgbar

SCM vs. Logistik

BegriffUmfang
LogistikPhysischer Material-Fluss (Transport, Lager)
SCMLogistik + Informations-Fluss + Finanz-Fluss + Strategie

SCM ist BREITER, beinhaltet Logistik als Teilfunktion.

Klausur-Faustregeln

1. SCOR 5 Prozesse: Plan / Source / Make / Deliver / Return.

2. Bullwhip-Effekt (Forrester 1958): Nachfrage-Verstärkung Up-Stream.

3. SCM-Systeme: APS / SRM / MES / WMS / TMS, pro Funktionsbereich.

4. OTIF + Perfect Order Rate als zentrale Liefer-KPIs.

5. Push vs. Pull vs. Lean vs. Agile, 2 orthogonale Achsen.

6. JIT = Toyota Production System. Minimaler Bestand, Kanban.

Häufige Stolpersteine

1. SCM auf Logistik reduzieren. SCM umfasst Logistik PLUS Informations- und Finanzflüsse PLUS Strategie. Logistik ist Teilfunktion.

2. Bullwhip-Effekt nur als Forecast-Problem sehen. 4 Ursachen: Forecast-Updates + Order-Batching + Preis-Schwankungen + Shortage Gaming.

3. Push vs. Lean verwechseln. Push/Pull = Trigger-Mechanismus (Prognose vs. Bestellung). Lean/Agile = Optimierungs-Strategie (Effizienz vs. Flexibilität). Orthogonal.

4. SCOR und ITIL verwechseln. SCOR = Supply Chain Reference. ITIL = IT Service Management. Unterschiedliche Domänen.

5. JIT als generelles Optimum sehen. JIT erfordert SEHR stabile Lieferketten. COVID 2020 zeigte: JIT-Anfälligkeit für Störungen.

6. APS und ERP verwechseln. APS ist spezialisiert auf SCM-Planung (Forecasting, S&OP, Capacity). ERP ist transaktional (Bestellung, Lager-Buchung). APS ergänzt ERP, ersetzt es nicht.

Teil 2·Visualisierung / Interaktiv

Interaktiv verstehen

SCOR-Modell interaktiv

5 SCOR-Prozesse (Plan/Source/Make/Deliver/Return), klick auf eine Phase zeigt Aktivitäten + KPIs + unterstützende SCM-Systeme.

Interaktive Visualisierung

Interaktive Komponente: probiere sie im Topic-Player oben aus.

Klausur-Tipp: Bei "Beschreiben Sie SCM" IMMER SCOR-Modell als Strukturierung (5 Prozesse). Plus 1-2 typische SCM-Systeme pro Phase (APS/SRM/MES/WMS/TMS). Plus Bullwhip-Effekt als Klassiker-Phänomen. So zeigst du strukturelles + theoretisches Wissen.

Teil 3·Quiz / Klausurfragen

Praxis-Übung

SCM-Systeme, Praxis-Übung

6 Aufgaben zu SCOR, Bullwhip und SCM-Strategien.

Klausurfragen mit Lösungen (6)

F1.Welche 5 Prozesse umfasst das SCOR-Modell?

Antwort: Plan, Source, Make, Deliver, Return

Erklärung: SCOR-Modell (Supply Chain Operations Reference, 1996): 5 Prozesse - Plan (Planung), Source (Beschaffung), Make (Produktion), Deliver (Lieferung), Return (Reverse Logistics). Plus 'Enable' seit SCOR 11 als unterstützender Prozess. SCOR ist Industrie-Standard für SCM-Prozess-Strukturierung, Klausur-Pflichtwissen.

F2.Was beschreibt der Bullwhip-Effekt in der Supply Chain?

Antwort: Nachfrage-Schwankungen werden Up-Stream (Richtung Hersteller) verstärkt

Erklärung: Bullwhip-Effekt (Forrester 1958, Lee et al. 1997): kleine Nachfrage-Schwankungen am Ende der Lieferkette (End-Kunde) führen zu IMMER STÄRKEREN Bestell-Schwankungen Up-Stream (Großhandel, Hersteller). Wie ein Peitschenhieb (engl. Bullwhip). 4 Ursachen: Forecast-Updates + Order-Batching + Preis-Schwankungen + Shortage Gaming. Klausur-Klassiker.

F3.Ordne SCM-System der Funktion zu.

Zuordnungen:

  • APS → Advanced Planning System (Demand Planning, S&OP)
  • SRM → Supplier Relationship Management (Bestellung, Lieferantenbewertung)
  • WMS → Warehouse Management System (Lager, Picking)
  • TMS → Transport Management System (Frachtkosten, Tracking)

Erklärung: SCM-System-Landschaft: APS (Planung, z.B. SAP IBP), SRM (Beschaffung, z.B. SAP Ariba), MES (Produktions-Steuerung, z.B. Siemens Opcenter), WMS (Lager, z.B. SAP EWM), TMS (Transport, z.B. Oracle TMS). Jedes System hat spezialisierte Funktion. Klausur-Standard.

Typ: Zuordnung

F4.Was ist der Unterschied zwischen Push- und Pull-Strategien in SCM?

Antwort: Push = Produktion nach Prognose (vor Bestellung), Pull = Produktion nach Bestellung

Erklärung: Push (vorhersage-basiert): Produktion startet OHNE konkrete Bestellung, basierend auf Forecast. Beispiel: Mode-Hersteller produziert für Saison. Pull (bestellungs-basiert): Produktion startet ERST bei konkreter Bestellung. Beispiel: Dell PC-Konfiguration. Push-Pull-Hybrid: Halbfabrikate auf Lager (Push), Endmontage auf Bestellung (Pull), z.B. Autos. Klausur-Standard.

F5.JIT (Just-in-Time) ist eine SCM-Strategie aus dem Toyota Production System (TPS), die minimalen Bestand mit exakter zeit-genauer Lieferung kombiniert.

Antwort: Wahr

Erklärung: RICHTIG. JIT (Just-in-Time) wurde im Toyota Production System (Taiichi Ohno, 1950er-70er) entwickelt. Kern-Idee: minimaler Lagerbestand, Materialien kommen 'just in time' für die Produktion. Kanban-Signale steuern den Pull-Mechanismus. Vorteil: minimale Kapitalbindung, kein Verschwendungs-Bestand. Nachteil: HOHE Anfälligkeit für Lieferketten-Störungen (COVID 2020!). Post-COVID-Trend: 'Just-in-Case' statt JIT, mehr Buffer.

Typ: Wahr/Falsch

F6.Was bedeutet OTIF in SCM-Kontext?

Antwort: On-Time In-Full (Aufträge pünktlich UND vollständig geliefert)

Erklärung: OTIF (On-Time In-Full): zentraler SCM-KPI. Anteil der Aufträge, die SOWOHL pünktlich (On-Time) ALS AUCH vollständig (In-Full) geliefert wurden. Strenger als reine On-Time-Rate. Beispiel: 95 % Pünktlichkeit + 90 % Vollständigkeit ergibt nur 95 % × 90 % = 85.5 % OTIF (multiplikativ). 'Perfect Order Rate' ist noch strenger: OTIF + intakt + korrekte Rechnung.

Teil 4·Quiz / Klausurfragen

Klausur-Quiz

SCM-Systeme, Klausur-Quiz

6 typische Klausurfragen zu SCOR, Strategien und Trends.

Klausurfragen mit Lösungen (6)

F1.Wer entwickelte das SCOR-Modell?

Antwort: Supply Chain Council (1996)

Erklärung: SCOR (Supply Chain Operations Reference): entwickelt 1996 vom Supply Chain Council (heute Teil der APICS / ASCM). Industrie-Standard für SCM-Prozess-Strukturierung. Aktuelle Version SCOR-DS 2022. Porter = Wertkette + 5-Forces. Toyota = Lean + JIT. MIT = Forrester-Effekte. Klausur-Standard.

F2.Was unterscheidet SCM von Logistik?

Antwort: SCM umfasst Logistik PLUS Informations- und Finanzflüsse PLUS Strategie

Erklärung: SCM ist BREITER als Logistik. Logistik = physischer Material-Fluss (Transport, Lager, Handling). SCM = Logistik + Informations-Fluss (Order-Daten) + Finanz-Fluss (Zahlungen) + Strategie + Lieferanten-Management. SCM-Begriff ist seit 1980er etabliert (Oliver/Webber 1982). Klausur-Klassiker beim Begriffs-Vergleich.

F3.SCOR-Modell hat {{1}} Prozesse: Plan, {{2}}, Make, {{3}}, Return. Der {{4}}-Effekt (Forrester 1958) beschreibt Nachfrage-Verstärkung Up-Stream. {{5}} (Toyota Production System) ist eine SCM-Strategie mit minimalem Bestand.

Lösungen pro Lücke:

  • {{1}}: 5 / fünf
  • {{2}}: Source
  • {{3}}: Deliver
  • {{4}}: Bullwhip / Peitschenhieb
  • {{5}}: JIT / Just-in-Time / Just in Time

Erklärung: Standard-SCM-Wissen: SCOR 5 Prozesse (Plan/Source/Make/Deliver/Return). Bullwhip-Effekt (Forrester 1958, Lee 1997). JIT aus Toyota Production System (Taiichi Ohno). Diese 3 Konzepte sind SCM-Klausur-Pflicht.

Typ: Lückentext

F4.Bringe die SCOR-Prozesse in der Standard-Material-Fluss-Reihenfolge.

Richtige Reihenfolge:

  1. Plan (Planung)
  2. Source (Beschaffung)
  3. Make (Produktion)
  4. Deliver (Auslieferung)
  5. Return (Reverse Logistics)

Erklärung: SCOR-Reihenfolge: 1) Plan (übergeordnete Planung). 2) Source (Beschaffung bei Lieferanten). 3) Make (Produktion). 4) Deliver (Auslieferung an Kunden). 5) Return (Rückgabe-Prozess). Plan steht ÜBER allen anderen, ist nicht streng sequenziell. Klausur-Standard.

Typ: Reihenfolge

F5.Welche der folgenden ist KEINE Bullwhip-Effekt-Ursache nach Lee et al. (1997)?

Antwort: Mitarbeiter-Fluktuation

Erklärung: Lee et al. (Sloan Mgmt Review 1997): 4 Bullwhip-Ursachen: 1) Demand Forecast Updating (jeder Akteur prognostiziert lokal). 2) Order Batching (Bestellungen werden zusammengefasst → Spitzen). 3) Price Fluctuation (Rabatte → Hortung). 4) Rationing and Shortage Gaming (Vorbestellen bei Knappheit). Mitarbeiter-Fluktuation ist KEIN Standard-Faktor.

F6.Nearshoring + Reshoring sind Post-COVID-Trends im SCM, die Verlagerung der Lieferketten weiter weg in Niedriglohn-Länder.

Antwort: Falsch

Erklärung: FALSCH. Nearshoring = Verlagerung von Lieferketten NÄHER an die Heimat (z.B. Polen, Tschechien statt China für DACH-Unternehmen). Reshoring = Rückverlagerung zurück ins eigene Land. Beide sind Reaktionen auf COVID-2020-Disruptionen + Ukraine-Krieg 2022 + China-Risiken. Trend zu 'Resilience > Efficiency'. Offshoring (Verlagerung weiter weg) war Pre-COVID-Trend.

Typ: Wahr/Falsch

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