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  • Einführung
  • Die Idee in einem Satz
  • Was ist ein Unternehmen?
  • Funktionsbereiche im Unternehmen
  • Die Wertschöpfungskette (Porter 1985)
  • Sektoren-Klassifikation
  • Größen-Klassifikation (EU-Definition)
  • Branchen / Wirtschaftszweige
  • Klausur-Faustregeln
  • Häufige Stolpersteine
ThemenBusiness AnalyticsUnternehmen + Funktionsbereiche + Wertschöpfungskette
Business Analytics·4Lerneinheiten·21min·Stand17.07.2026

Unternehmen + Funktionsbereiche + Wertschöpfungskette.

Wie ist ein Unternehmen organisiert? Diese Frage steht hinter jeder Einführung-BWL-Klausur. Antwort: in Funktionsbereiche, die zusammen die Wertschöpfungskette ergeben.

Unternehmen: Organisatorische Einheit, die mit dem Ziel der Gewinnerzielung Güter oder Dienstleistungen produziert und am Markt anbietet.

Definition nach Gutenberg (1951):

Ein Unternehmen ist eine Wirtschaftseinheit, die sich durch das Zusammenwirken von 3 Produktionsfaktoren auszeichnet, Arbeit, Werkstoffe, Betriebsmittel, die durch das dispositive Element (Management) koordiniert werden.

Konstitutive Merkmale:

MerkmalBedeutung
Erwerbswirtschaftliches PrinzipGewinnmaximierung als Hauptziel
Privateigentum an ProduktionsmittelnUnternehmen gehört Eigentümern
AutonomieprinzipSelbstständige Entscheidungen
OrganprinzipMehrere Personen wirken organisiert zusammen

Klassische Einteilung:

BereichAufgabe
Beschaffung / EinkaufRoh-/Hilfsstoffe einkaufen, Lieferanten managen
ProduktionGüter herstellen / Dienstleistungen erbringen
Marketing / AbsatzProdukte vermarkten + verkaufen
Personal / HRMitarbeiter einstellen, schulen, entwickeln
FinanzenKapital beschaffen, Investitionen, Cash-Management
RechnungswesenBuchhaltung, Bilanz, Controlling
Forschung & Entwicklung (F&E)Neue Produkte + Verfahren
ITInformationssysteme
RechtVerträge, Compliance
ManagementStrategie, Koordination, Führung

Michael Porters Wertkettenmodell ist DER Klassiker, in jeder BWL-Klausur.

┌────────────────────────────────────────────────────────┐
│ UNTERSTÜTZENDE AKTIVITÄTEN                              │
│                                                         │
│ • Unternehmensinfrastruktur (Management, Recht)         │
│ • Personalmanagement                                    │
│ • Technologie-Entwicklung (F&E, IT)                     │
│ • Beschaffung                                           │
├────────────────────────────────────────────────────────┤
│ PRIMÄRE AKTIVITÄTEN                                     │
│                                                         │
│ Eingangs- → Operationen → Ausgangs- → Marketing → Service│
│ Logistik     (Produktion)  Logistik     + Vertrieb       │
│                                                         │
│ ────────────────────→ Wertschöpfung → MARGE             │
└────────────────────────────────────────────────────────┘

Primäre Aktivitäten (5)

AktivitätInhalt
Eingangs-LogistikAnlieferung, Lagerung Rohstoffe
Operationen / ProduktionHerstellung der Produkte
Ausgangs-LogistikLagerung + Versand Fertigwaren
Marketing + VertriebBewerbung + Verkauf
ServiceKunden-Support, Wartung, Garantie

Unterstützende Aktivitäten (4)

AktivitätInhalt
Unternehmens-InfrastrukturManagement, Buchhaltung, Recht, Strategie
PersonalmanagementEinstellung, Schulung, Vergütung
Technologie-EntwicklungF&E, IT
BeschaffungEinkauf aller Inputs (nicht nur Rohstoffe)

Marge = Differenz zwischen Wertschöpfung und Kosten der Aktivitäten.

3-Sektoren-Modell (Fourastié):

SektorInhaltAnteil DE (heute)
PrimärsektorLand-, Forst-, Fischwirtschaft, Bergbau~1 % BIP
SekundärsektorProduktion, verarbeitendes Gewerbe~25 % BIP
TertiärsektorDienstleistungen~70 % BIP
Quartärsektor (modern)Informations-/Wissens-SektorTeil von Tertiär
GrößeMitarbeiterUmsatzBilanzsumme
Kleinstunternehmen< 10≤ 2 Mio. €≤ 2 Mio. €
Klein< 50≤ 10 Mio. €≤ 10 Mio. €
Mittel< 250≤ 50 Mio. €≤ 43 Mio. €
Groß≥ 250> 50 Mio. €> 43 Mio. €

KMU = Klein- und Mittelunternehmen (< 250 MA + < 50 Mio. €).

Klassifikation nach NACE / WZ-2008:

  • A Land- und Forstwirtschaft
  • C Verarbeitendes Gewerbe (Industrie)
  • F Baugewerbe
  • G Handel
  • H Verkehr und Lagerei
  • I Gastgewerbe
  • J Informationsdienstleistungen (Software, Datenverarbeitung)
  • K Finanz- und Versicherungsdienstleistungen
  • M Freiberufliche Dienste (Beratung, Recht)
  • ...

1. Funktionsbereiche auswendig: Beschaffung, Produktion, Marketing, Personal, Finanzen, Rewe, F&E, IT, Recht, Management. Mind. 6-7 nennen können.

2. Porters Wertkette: 5 primäre + 4 unterstützende Aktivitäten = Marge.

3. Gutenberg (1951): Produktionsfaktoren = Arbeit + Werkstoffe + Betriebsmittel + dispositives Element (Management).

4. 3-Sektoren-Modell: Primär (Landwirtschaft), Sekundär (Industrie), Tertiär (Dienste). DE heute ~70 % Tertiär.

5. KMU = < 250 MA + < 50 Mio. € Umsatz.

6. Erwerbswirtschaftliches Prinzip: Gewinnmaximierung (vs. öffentliche Verwaltung mit Bedarfsdeckung).

1. "Marketing = Werbung". Marketing ist viel mehr: Marktforschung, Produktstrategie, Preis, Vertrieb, Kommunikation (klassische 4 P).

2. Wertkette und Lieferkette synonym. Falsch. Wertkette (Porter) = Aktivitäten INNERHALB des Unternehmens. Lieferkette (Supply Chain) = ÜBER mehrere Unternehmen hinweg.

3. Primärsektor = Industrie. Falsch. Primärsektor = Land-/Forst-/Fisch. Sekundärsektor = Industrie. Häufig verwechselt.

4. "Unternehmen haben immer Gewinnziel". Stimmt für die WIRTSCHAFT, nicht für alle Organisationen. NPOs (Non-Profit-Orgs), öffentliche Betriebe haben andere Ziele (Bedarfsdeckung, Gemeinnützigkeit).

5. Funktionsbereiche und Abteilungen synonym. Funktionsbereiche sind ein abstraktes Konzept. Eine Firma kann z.B. EINE Marketing-Abteilung oder mehrere Marketing-Teams haben.

6. KMU-Grenze ist 250 Mitarbeiter. Stimmt, ABER zusätzlich gilt Umsatz < 50 Mio. €. EIN Kriterium reicht NICHT, beide müssen erfüllt sein.

Klick auf eine Aktivität in der Wertkette, um zu sehen, was dahinter steckt und wie sie zur Marge beiträgt.

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Klausur-Tipp: Bei "Beschreiben Sie die Wertkette" IMMER 5 primäre Aktivitäten (Eingangs-Logistik → Operationen → Ausgangs-Logistik → Marketing/Vertrieb → Service) UND 4 unterstützende Aktivitäten nennen. Plus den Ursprung (Porter 1985, "Competitive Advantage").

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Inhalt dieser Übersicht

  1. Erklärung(Erklärung)
  2. Interaktiv verstehen(Visualisierung / Interaktiv)
  3. Praxis-Übung(Quiz / Klausurfragen)
  4. Klausur-Quiz(Quiz / Klausurfragen)
Teil 1·Erklärung

Erklärung

Wie ist ein Unternehmen organisiert? Diese Frage steht hinter jeder Einführung-BWL-Klausur. Antwort: in Funktionsbereiche, die zusammen die Wertschöpfungskette ergeben.

Die Idee in einem Satz

Unternehmen: Organisatorische Einheit, die mit dem Ziel der Gewinnerzielung Güter oder Dienstleistungen produziert und am Markt anbietet.

Was ist ein Unternehmen?

Definition nach Gutenberg (1951):

Ein Unternehmen ist eine Wirtschaftseinheit, die sich durch das Zusammenwirken von 3 Produktionsfaktoren auszeichnet, Arbeit, Werkstoffe, Betriebsmittel, die durch das dispositive Element (Management) koordiniert werden.

Konstitutive Merkmale:

MerkmalBedeutung
Erwerbswirtschaftliches PrinzipGewinnmaximierung als Hauptziel
Privateigentum an ProduktionsmittelnUnternehmen gehört Eigentümern
AutonomieprinzipSelbstständige Entscheidungen
OrganprinzipMehrere Personen wirken organisiert zusammen

Funktionsbereiche im Unternehmen

Klassische Einteilung:

BereichAufgabe
Beschaffung / EinkaufRoh-/Hilfsstoffe einkaufen, Lieferanten managen
ProduktionGüter herstellen / Dienstleistungen erbringen
Marketing / AbsatzProdukte vermarkten + verkaufen
Personal / HRMitarbeiter einstellen, schulen, entwickeln
FinanzenKapital beschaffen, Investitionen, Cash-Management
RechnungswesenBuchhaltung, Bilanz, Controlling
Forschung & Entwicklung (F&E)Neue Produkte + Verfahren
ITInformationssysteme
RechtVerträge, Compliance
ManagementStrategie, Koordination, Führung

Die Wertschöpfungskette (Porter 1985)

Michael Porters Wertkettenmodell ist DER Klassiker, in jeder BWL-Klausur.

┌────────────────────────────────────────────────────────┐
│ UNTERSTÜTZENDE AKTIVITÄTEN                              │
│                                                         │
│ • Unternehmensinfrastruktur (Management, Recht)         │
│ • Personalmanagement                                    │
│ • Technologie-Entwicklung (F&E, IT)                     │
│ • Beschaffung                                           │
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│ PRIMÄRE AKTIVITÄTEN                                     │
│                                                         │
│ Eingangs- → Operationen → Ausgangs- → Marketing → Service│
│ Logistik     (Produktion)  Logistik     + Vertrieb       │
│                                                         │
│ ────────────────────→ Wertschöpfung → MARGE             │
└────────────────────────────────────────────────────────┘
Primäre Aktivitäten (5)
AktivitätInhalt
Eingangs-LogistikAnlieferung, Lagerung Rohstoffe
Operationen / ProduktionHerstellung der Produkte
Ausgangs-LogistikLagerung + Versand Fertigwaren
Marketing + VertriebBewerbung + Verkauf
ServiceKunden-Support, Wartung, Garantie
Unterstützende Aktivitäten (4)
AktivitätInhalt
Unternehmens-InfrastrukturManagement, Buchhaltung, Recht, Strategie
PersonalmanagementEinstellung, Schulung, Vergütung
Technologie-EntwicklungF&E, IT
BeschaffungEinkauf aller Inputs (nicht nur Rohstoffe)

Marge = Differenz zwischen Wertschöpfung und Kosten der Aktivitäten.

Sektoren-Klassifikation

3-Sektoren-Modell (Fourastié):

SektorInhaltAnteil DE (heute)
PrimärsektorLand-, Forst-, Fischwirtschaft, Bergbau~1 % BIP
SekundärsektorProduktion, verarbeitendes Gewerbe~25 % BIP
TertiärsektorDienstleistungen~70 % BIP
Quartärsektor (modern)Informations-/Wissens-SektorTeil von Tertiär

Größen-Klassifikation (EU-Definition)

GrößeMitarbeiterUmsatzBilanzsumme
Kleinstunternehmen< 10≤ 2 Mio. €≤ 2 Mio. €
Klein< 50≤ 10 Mio. €≤ 10 Mio. €
Mittel< 250≤ 50 Mio. €≤ 43 Mio. €
Groß≥ 250> 50 Mio. €> 43 Mio. €

KMU = Klein- und Mittelunternehmen (< 250 MA + < 50 Mio. €).

Branchen / Wirtschaftszweige

Klassifikation nach NACE / WZ-2008:

  • A Land- und Forstwirtschaft
  • C Verarbeitendes Gewerbe (Industrie)
  • F Baugewerbe
  • G Handel
  • H Verkehr und Lagerei
  • I Gastgewerbe
  • J Informationsdienstleistungen (Software, Datenverarbeitung)
  • K Finanz- und Versicherungsdienstleistungen
  • M Freiberufliche Dienste (Beratung, Recht)
  • ...

Klausur-Faustregeln

1. Funktionsbereiche auswendig: Beschaffung, Produktion, Marketing, Personal, Finanzen, Rewe, F&E, IT, Recht, Management. Mind. 6-7 nennen können.

2. Porters Wertkette: 5 primäre + 4 unterstützende Aktivitäten = Marge.

3. Gutenberg (1951): Produktionsfaktoren = Arbeit + Werkstoffe + Betriebsmittel + dispositives Element (Management).

4. 3-Sektoren-Modell: Primär (Landwirtschaft), Sekundär (Industrie), Tertiär (Dienste). DE heute ~70 % Tertiär.

5. KMU = < 250 MA + < 50 Mio. € Umsatz.

6. Erwerbswirtschaftliches Prinzip: Gewinnmaximierung (vs. öffentliche Verwaltung mit Bedarfsdeckung).

Häufige Stolpersteine

1. "Marketing = Werbung". Marketing ist viel mehr: Marktforschung, Produktstrategie, Preis, Vertrieb, Kommunikation (klassische 4 P).

2. Wertkette und Lieferkette synonym. Falsch. Wertkette (Porter) = Aktivitäten INNERHALB des Unternehmens. Lieferkette (Supply Chain) = ÜBER mehrere Unternehmen hinweg.

3. Primärsektor = Industrie. Falsch. Primärsektor = Land-/Forst-/Fisch. Sekundärsektor = Industrie. Häufig verwechselt.

4. "Unternehmen haben immer Gewinnziel". Stimmt für die WIRTSCHAFT, nicht für alle Organisationen. NPOs (Non-Profit-Orgs), öffentliche Betriebe haben andere Ziele (Bedarfsdeckung, Gemeinnützigkeit).

5. Funktionsbereiche und Abteilungen synonym. Funktionsbereiche sind ein abstraktes Konzept. Eine Firma kann z.B. EINE Marketing-Abteilung oder mehrere Marketing-Teams haben.

6. KMU-Grenze ist 250 Mitarbeiter. Stimmt, ABER zusätzlich gilt Umsatz < 50 Mio. €. EIN Kriterium reicht NICHT, beide müssen erfüllt sein.

Teil 2·Visualisierung / Interaktiv

Interaktiv verstehen

Porter's Wertkette interaktiv

Klick auf eine Aktivität in der Wertkette, um zu sehen, was dahinter steckt und wie sie zur Marge beiträgt.

Interaktive Visualisierung

Interaktive Komponente: probiere sie im Topic-Player oben aus.

Klausur-Tipp: Bei "Beschreiben Sie die Wertkette" IMMER 5 primäre Aktivitäten (Eingangs-Logistik → Operationen → Ausgangs-Logistik → Marketing/Vertrieb → Service) UND 4 unterstützende Aktivitäten nennen. Plus den Ursprung (Porter 1985, "Competitive Advantage").

Teil 3·Quiz / Klausurfragen

Praxis-Übung

Funktionsbereiche + Wertkette, Praxis-Übung

6 Aufgaben zu Funktionsbereichen, Porter und Sektoren.

Klausurfragen mit Lösungen (6)

F1.Wer hat die Wertkette als Konzept entwickelt?

Antwort: Michael Porter (1985)

Erklärung: Michael Porter (Harvard Business School) entwickelte 1985 in 'Competitive Advantage' die Wertkette. Sie unterteilt Unternehmens-Aktivitäten in 5 primäre (Eingangs-Logistik → Operationen → Ausgangs-Logistik → Marketing/Vertrieb → Service) und 4 unterstützende (Infrastruktur, Personal, Technologie, Beschaffung). Differenz Wertschöpfung - Kosten = Marge.

F2.Zu welchem Sektor gehört eine Software-Firma?

Antwort: Quartärsektor (Informations-Sektor)

Erklärung: Software-Firmen gehören zum Quartärsektor (Informations-/Wissens-Sektor), modernere Erweiterung des 3-Sektoren-Modells. Im klassischen 3-Sektoren-Modell zählt Software zum Tertiärsektor (Dienstleistungen). Primärsektor = Land-/Forstwirtschaft. Sekundärsektor = Industrie. DE: ~70 % BIP in Tertiär+Quartär.

F3.Ordne die Funktionsbereiche ihren Hauptaufgaben zu.

Zuordnungen:

  • Beschaffung → Roh-/Hilfsstoffe einkaufen, Lieferanten managen
  • Produktion → Güter herstellen / Dienstleistungen erbringen
  • Marketing → Produkte vermarkten + verkaufen
  • F&E → Neue Produkte und Verfahren entwickeln

Erklärung: Die 4 wichtigsten Funktionsbereiche eines Industrie-Unternehmens. Plus: Personal, Finanzen, Rechnungswesen, IT, Recht, Management. Wer in der Klausur 5-6 nennen kann, hat volle Punkte. Die Funktionsbereiche sind das ABSTRAKTE Konzept, die Abteilungen die KONKRETE Umsetzung.

Typ: Zuordnung

F4.Welches ist KEINE primäre Aktivität in Porters Wertkette?

Antwort: Personalmanagement

Erklärung: Personalmanagement gehört zu den UNTERSTÜTZENDEN Aktivitäten, NICHT zu den primären. Die 5 primären sind: Eingangs-Logistik, Operationen, Ausgangs-Logistik, Marketing+Vertrieb, Service. Die 4 unterstützenden sind: Unternehmens-Infrastruktur, Personalmgmt, Technologie-Entwicklung, Beschaffung.

F5.Ein Kleinunternehmen hat nach EU-Definition weniger als 50 Mitarbeiter UND einen Umsatz von max. 10 Mio. €.

Antwort: Wahr

Erklärung: RICHTIG. EU-Klassifikation: Klein = < 50 MA UND ≤ 10 Mio. € Umsatz UND ≤ 10 Mio. € Bilanzsumme. Mittel = < 250 MA UND ≤ 50 Mio. € UND ≤ 43 Mio. € Bilanz. Beide Bedingungen müssen erfüllt sein. KMU = Klein + Mittel zusammen (< 250 MA, < 50 Mio. €). Großunternehmen ≥ 250 MA ODER > 50 Mio. €.

Typ: Wahr/Falsch

F6.Was unterscheidet Wertkette von Lieferkette (Supply Chain)?

Antwort: Wertkette = Aktivitäten INNERHALB eines Unternehmens; Lieferkette = ÜBER mehrere Unternehmen hinweg

Erklärung: Wichtige Unterscheidung: Wertkette (Porter) = INTERNE Aktivitäten eines Unternehmens (Eingangs-Logistik bis Service). Lieferkette / Supply Chain = EXTERNE Kette aus mehreren Unternehmen (Lieferant → Hersteller → Großhandel → Einzelhandel → Kunde). Beide Konzepte sind komplementär, die Wertkette eines Glieds ist Teil der größeren Lieferkette.

Teil 4·Quiz / Klausurfragen

Klausur-Quiz

Unternehmen + Wertkette, Klausur-Quiz

6 typische Klausurfragen.

Klausurfragen mit Lösungen (6)

F1.Welcher Funktionsbereich gehört NICHT zu einem klassischen Unternehmen?

Antwort: Astronomie

Erklärung: Astronomie ist keine Unternehmens-Funktion. Standard-Funktionsbereiche: Beschaffung, Produktion, Marketing, Personal, Finanzen, Rechnungswesen, F&E, IT, Recht, Management. Astronomie ist eine wissenschaftliche Disziplin, kann eventuell in einem F&E-Bereich vorkommen (NASA, ESA), aber nicht eigener Funktionsbereich.

F2.Wie viele PRIMÄRE Aktivitäten hat Porters Wertkette?

Antwort: 5

Erklärung: 5 primäre Aktivitäten: Eingangs-Logistik, Operationen, Ausgangs-Logistik, Marketing+Vertrieb, Service. Plus 4 unterstützende: Infrastruktur, Personal, Technologie, Beschaffung. Insgesamt 9 Aktivitäten. Die Differenz aus Wertschöpfung und Kosten = MARGE.

F3.Porters Wertkette stammt aus dem Jahr {{1}}. Sie hat {{2}} primäre und {{3}} unterstützende Aktivitäten. Die Differenz aus Wertschöpfung und Kosten heißt {{4}}.

Lösungen pro Lücke:

  • {{1}}: 1985
  • {{2}}: 5 / fünf
  • {{3}}: 4 / vier
  • {{4}}: Marge / Margin

Erklärung: Porter, M. E. (1985): Competitive Advantage, 5 primäre + 4 unterstützende Aktivitäten = 9 Aktivitäten + Marge. Diese Zahlen müssen sitzen für jede Einf.-BWL-Klausur. Mit den Aktivitäts-Namen + Porter+1985 hat man volle Punkte.

Typ: Lückentext

F4.Bringe die primären Aktivitäten in die richtige Reihenfolge (vom Input zum Output).

Richtige Reihenfolge:

  1. Eingangs-Logistik
  2. Operationen (Produktion)
  3. Ausgangs-Logistik
  4. Marketing + Vertrieb
  5. Service

Erklärung: Standard-Reihenfolge: 1) Eingangs-Logistik (Rohstoffe annehmen, lagern), 2) Operationen/Produktion (verarbeiten), 3) Ausgangs-Logistik (Fertigwaren lagern, versenden), 4) Marketing+Vertrieb (bewerben + verkaufen), 5) Service (after-sales). Der Pfeil läuft links-rechts, Material fließt durch.

Typ: Reihenfolge

F5.Welche Größenklasse beschreibt 'KMU' nach EU-Definition?

Antwort: < 250 MA, ≤ 50 Mio. € Umsatz

Erklärung: KMU (Klein- und Mittelunternehmen) = < 250 Mitarbeiter UND ≤ 50 Mio. € Umsatz UND ≤ 43 Mio. € Bilanzsumme (alle 3 Bedingungen). EU-Definition seit 2003. Kleinstunternehmen < 10 MA, Klein < 50 MA, Mittel < 250 MA. Großunternehmen ≥ 250 MA ODER > 50 Mio. €.

F6.Im 3-Sektoren-Modell nach Fourastié zählt das Bauhandwerk zum Sekundärsektor.

Antwort: Wahr

Erklärung: RICHTIG. Das Bauhandwerk gehört zum Sekundärsektor (verarbeitendes Gewerbe, Bau). Primärsektor = Land-/Forst-/Fischwirtschaft + Bergbau. Sekundärsektor = Industrie + Bau. Tertiärsektor = Dienstleistungen. Quartärsektor (Erweiterung) = Informations-/Wissens-Sektor. DE-Struktur 2024: ~1 % Primär, ~25 % Sekundär, ~70 % Tertiär+Quartär (Dienstleistungs-Gesellschaft).

Typ: Wahr/Falsch

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