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  • Einführung
  • Pearson-Korrelation
  • Interpretations-Faustregel
  • Bestimmtheitsmaß r²
  • Ein-Beispiel-Berechnung
  • Spearman-Rangkorrelation ρ
  • Korrelation ≠ Kausalität
  • Effekt von Ausreißern
  • Klausur-Faustregeln
  • Typischer Stolperstein
ThemenStatistikKorrelation, Pearson & Spearman
Statistik·4Lerneinheiten·21min·Stand02.08.2026

Korrelation, Pearson & Spearman.

Korrelation, Pearson und Spearman

Die Korrelation misst den Zusammenhang zwischen zwei Variablen, Pearson für linearen Zusammenhang bei metrischen Daten, Spearman für monotonen Zusammenhang bei Rängen oder ordinalen Daten. Klausur-Pflicht in BWL, Psychologie, VWL, WI.

Was du in der Klausur können musst:

  • Pearson r berechnen mit der Formel
  • Werte interpretieren: -1 ≤ r ≤ 1
  • Spearman ρ als Rangkorrelation abgrenzen
  • Wann welche Variante (metrisch vs. ordinal, Ausreißer, Linearität)
  • Korrelation ≠ Kausalität als Konzept

In Klausuren oft gefragt: Berechne r für gegebene (x,y)-Daten und Interpretiere r = 0,75. Pflicht.

rrr misst den linearen Zusammenhang zweier metrischer Variablen. Wichtig: Für die reine Berechnung von rrr muss keine Normalverteilung gelten, Pearson ist eine deskriptive Maßzahl. Erst für Inferenz (Signifikanztests, Konfidenzintervalle für ρ\rhoρ) werden Annahmen wie annähernde bivariate Normalität bzw. keine starken Ausreißer relevant.

Formel:

r=∑(xi−xˉ)(yi−yˉ)∑(xi−xˉ)2⋅∑(yi−yˉ)2=Cov(X,Y)σX⋅σYr = \frac{\sum (x_i - \bar{x})(y_i - \bar{y})}{\sqrt{\sum (x_i - \bar{x})^2 \cdot \sum (y_i - \bar{y})^2}} = \frac{\text{Cov}(X,Y)}{\sigma_X \cdot \sigma_Y}r=∑(xi​−xˉ)2⋅∑(yi​−yˉ​)2​∑(xi​−xˉ)(yi​−yˉ​)​=σX​⋅σY​Cov(X,Y)​

Werte:

  • r=+1r = +1r=+1: perfekter positiver linearer Zusammenhang (alle Punkte auf steigender Geraden)
  • r=−1r = -1r=−1: perfekter negativer Zusammenhang (alle Punkte auf fallender Geraden)
  • r=0r = 0r=0: KEIN linearer Zusammenhang (kann trotzdem nicht-linearen geben)
∥r∥\|r\|∥r∥Stärke
0,0, 0,3schwach
0,3, 0,5moderat
0,5, 0,7mittel
0,7, 0,9stark
0,9, 1,0sehr stark

Vorsicht: das ist nur Faustregel. In Naturwissenschaft sind oft 0,9+ erwartet, in Sozialwissenschaft sind 0,3 schon "interessant".

Im einfachen linearen Regressionsmodell mit Achsenabschnitt entspricht r2r^2r2 dem Bestimmtheitsmaß und gibt den Anteil der Streuung der Zielvariable an, den das lineare Modell erklärt:

  • r=0,8r = 0{,}8r=0,8 → r2=0,64r^2 = 0{,}64r2=0,64 → 64 % der Streuung im Modell erklärt
  • r=0,5r = 0{,}5r=0,5 → r2=0,25r^2 = 0{,}25r2=0,25 → 25 % der Streuung im Modell erklärt

Achtung: "erklärte Varianz" ist eine Modell-Aussage, nicht kausal. r2r^2r2 misst Modell-Anpassung im Sinne kleinster Quadrate, nicht "Wirkung" einer Variable auf die andere. Bei reiner Korrelations-Frage (ohne Regression) ist r2r^2r2 nur ein Hilfswert, der die Stärke des linearen Zusammenhangs ohne Vorzeichen wiedergibt.

Daten (x, y): (1, 2), (2, 3), (3, 5), (4, 4), (5, 6)

Mittelwerte: xˉ=3\bar{x} = 3xˉ=3, yˉ=4\bar{y} = 4yˉ​=4.

Tabelle:

xyx−x̄y−ȳ(x−x̄)(y−ȳ)(x−x̄)²(y−ȳ)²
12-2-2444
23-1-1111
3501001
4410010
5622444
Summe91010

r=9/10⋅10=9/10=0,9r = 9 / \sqrt{10 \cdot 10} = 9 / 10 = 0{,}9r=9/10⋅10​=9/10=0,9 → starker positiver Zusammenhang.

Statt mit den Werten direkt rechnet man mit ihren Rängen (Position in sortierter Reihenfolge).

Wann Spearman?

  • Ordinale Daten (Schulnoten, Rangfolgen)
  • Ausreißer verzerren Pearson stark, Spearman ist robuster
  • Nicht-lineare, aber monotone Beziehung, z.B. y=exy = e^xy=ex, y=log⁡(x)y = \log(x)y=log(x) für x>0x > 0x>0, oder y=x2y = x^2y=x2 eingeschränkt auf x≥0x \geq 0x≥0. (Auf ganz R\mathbb{R}R ist y=x2y = x^2y=x2 nicht monoton.)

Formel (bei keinen Bindungen):

ρ=1−6∑di2n(n2−1)\rho = 1 - \frac{6 \sum d_i^2}{n(n^2 - 1)}ρ=1−n(n2−1)6∑di2​​

mit did_idi​ = Rang(x) − Rang(y) je Beobachtung.

Wertebereich: wie Pearson: -1 ≤ ρ ≤ 1.

Hohe Korrelation beweist NICHT, dass die eine Variable die andere verursacht.

Drei mögliche Erklärungen für hohe Korrelation:

  1. Direkter Kausalzusammenhang (X verursacht Y)
  2. Umgekehrte Kausalität (Y verursacht X)
  3. Confounder (eine dritte Variable Z verursacht beide)
  4. Zufall (besonders bei kleiner Stichprobe oder vielen getesteten Paaren)

Klassisches Beispiel: Eis-Verkauf und Ertrunkene korrelieren hoch, beides wird durch Sommer-Hitze verursacht (Confounder).

Pearson reagiert sehr empfindlich auf Ausreißer:

  • Ein einzelner extremer Punkt kann r von 0 auf 0,8 oder von 0,8 auf 0,2 verschieben
  • Spearman ist viel robuster (nutzt nur Ränge)

Klausur-Tipp: wenn ein Outlier die Daten dominiert, lohnt sich Spearman.

  1. r-Formel auswendig: Cov / (σ_X · σ_Y).
  2. r ∈ [-1, 1], bei rauskommen außerhalb hast du dich verrechnet.
  3. r = 0 heißt nur "kein linearer Zusammenhang", andere Beziehungen möglich.
  4. r² als Erklärung-Anteil für Klausur-Interpretationen.
  5. Korrelation ≠ Kausalität, immer ergänzen wenn nach Interpretation gefragt.

Vorzeichen-Fehler. Beim Berechnen die Vorzeichen von (xi−xˉ)(x_i - \bar{x})(xi​−xˉ) exakt ablesen, nicht beim Summieren falsch zusammenrechnen.

r mit Cov verwechseln. rrr ist standardisiert (zwischen -1 und 1), Cov hat Einheit. Wenn die Aufgabe r will, durch σX⋅σY\sigma_X \cdot \sigma_YσX​⋅σY​ teilen.

r vs. r². r=0,5r = 0{,}5r=0,5 heißt, dass NUR 25 % der Varianz erklärt werden, viel weniger als der naive Eindruck "halb so stark wie r=1".

Verschiebe die Punkte im Streudiagramm, der r-Wert wird live neu berechnet. Probiere besonders: einen Outlier weit nach außen ziehen → siehst du wie Pearson zusammenbricht? Wechsle dann zu Spearman: derselbe Punkt hat dort viel weniger Effekt.

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Klausur-Tipp: wenn der r-Wert sich beim Wechsel Pearson ↔ Spearman stark unterscheidet, hast du entweder Outliers oder Nicht-Linearität in den Daten. Dann ist Spearman fairer.

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Inhalt dieser Übersicht

  1. Erklärung(Erklärung)
  2. Interaktiv verstehen(Visualisierung / Interaktiv)
  3. Praxis-Übung(Quiz / Klausurfragen)
  4. Klausur-Quiz(Quiz / Klausurfragen)
Teil 1·Erklärung

Erklärung

Korrelation, Pearson und Spearman

Die Korrelation misst den Zusammenhang zwischen zwei Variablen, Pearson für linearen Zusammenhang bei metrischen Daten, Spearman für monotonen Zusammenhang bei Rängen oder ordinalen Daten. Klausur-Pflicht in BWL, Psychologie, VWL, WI.

Was du in der Klausur können musst:

  • Pearson r berechnen mit der Formel
  • Werte interpretieren: -1 ≤ r ≤ 1
  • Spearman ρ als Rangkorrelation abgrenzen
  • Wann welche Variante (metrisch vs. ordinal, Ausreißer, Linearität)
  • Korrelation ≠ Kausalität als Konzept

In Klausuren oft gefragt: Berechne r für gegebene (x,y)-Daten und Interpretiere r = 0,75. Pflicht.

Pearson-Korrelation

r misst den linearen Zusammenhang zweier metrischer Variablen. Wichtig: Für die reine Berechnung von r muss keine Normalverteilung gelten, Pearson ist eine deskriptive Maßzahl. Erst für Inferenz (Signifikanztests, Konfidenzintervalle für ρ) werden Annahmen wie annähernde bivariate Normalität bzw. keine starken Ausreißer relevant.

Formel:

r = (Σ (x_i - x̄)(y_i - ȳ))/(√(Σ (x_i - x̄)² · Σ (y_i - ȳ)²)) = Cov(X,Y)/(σ_X · σ_Y)

Werte:

  • r = +1: perfekter positiver linearer Zusammenhang (alle Punkte auf steigender Geraden)
  • r = -1: perfekter negativer Zusammenhang (alle Punkte auf fallender Geraden)
  • r = 0: KEIN linearer Zusammenhang (kann trotzdem nicht-linearen geben)

Interpretations-Faustregel

|r|Stärke
0,0, 0,3schwach
0,3, 0,5moderat
0,5, 0,7mittel
0,7, 0,9stark
0,9, 1,0sehr stark

Vorsicht: das ist nur Faustregel. In Naturwissenschaft sind oft 0,9+ erwartet, in Sozialwissenschaft sind 0,3 schon "interessant".

Bestimmtheitsmaß r²

Im einfachen linearen Regressionsmodell mit Achsenabschnitt entspricht r² dem Bestimmtheitsmaß und gibt den Anteil der Streuung der Zielvariable an, den das lineare Modell erklärt:

  • r = 0,8 → r² = 0,64 → 64 % der Streuung im Modell erklärt
  • r = 0,5 → r² = 0,25 → 25 % der Streuung im Modell erklärt

Achtung: "erklärte Varianz" ist eine Modell-Aussage, nicht kausal. r² misst Modell-Anpassung im Sinne kleinster Quadrate, nicht "Wirkung" einer Variable auf die andere. Bei reiner Korrelations-Frage (ohne Regression) ist r² nur ein Hilfswert, der die Stärke des linearen Zusammenhangs ohne Vorzeichen wiedergibt.

Ein-Beispiel-Berechnung

Daten (x, y): (1, 2), (2, 3), (3, 5), (4, 4), (5, 6)

Mittelwerte: x̄ = 3, ȳ = 4.

Tabelle:

xyx−x̄y−ȳ(x−x̄)(y−ȳ)(x−x̄)²(y−ȳ)²
12-2-2444
23-1-1111
3501001
4410010
5622444
Summe91010

r = 9 / √(10 · 10) = 9 / 10 = 0,9 → starker positiver Zusammenhang.

Spearman-Rangkorrelation ρ

Statt mit den Werten direkt rechnet man mit ihren Rängen (Position in sortierter Reihenfolge).

Wann Spearman?

  • Ordinale Daten (Schulnoten, Rangfolgen)
  • Ausreißer verzerren Pearson stark, Spearman ist robuster
  • Nicht-lineare, aber monotone Beziehung, z.B. y = e^x, y = log(x) für x > 0, oder y = x² eingeschränkt auf x ≥ 0. (Auf ganz ℝ ist y = x² nicht monoton.)

Formel (bei keinen Bindungen):

ρ = 1 - (6 Σ d_i²)/n(n² - 1)

mit d_i = Rang(x) − Rang(y) je Beobachtung.

Wertebereich: wie Pearson: -1 ≤ ρ ≤ 1.

Korrelation ≠ Kausalität

Hohe Korrelation beweist NICHT, dass die eine Variable die andere verursacht.

Drei mögliche Erklärungen für hohe Korrelation:

  1. Direkter Kausalzusammenhang (X verursacht Y)
  2. Umgekehrte Kausalität (Y verursacht X)
  3. Confounder (eine dritte Variable Z verursacht beide)
  4. Zufall (besonders bei kleiner Stichprobe oder vielen getesteten Paaren)

Klassisches Beispiel: Eis-Verkauf und Ertrunkene korrelieren hoch, beides wird durch Sommer-Hitze verursacht (Confounder).

Effekt von Ausreißern

Pearson reagiert sehr empfindlich auf Ausreißer:

  • Ein einzelner extremer Punkt kann r von 0 auf 0,8 oder von 0,8 auf 0,2 verschieben
  • Spearman ist viel robuster (nutzt nur Ränge)

Klausur-Tipp: wenn ein Outlier die Daten dominiert, lohnt sich Spearman.

Klausur-Faustregeln

  1. r-Formel auswendig: Cov / (σ_X · σ_Y).
  2. r ∈ [-1, 1], bei rauskommen außerhalb hast du dich verrechnet.
  3. r = 0 heißt nur "kein linearer Zusammenhang", andere Beziehungen möglich.
  4. r² als Erklärung-Anteil für Klausur-Interpretationen.
  5. Korrelation ≠ Kausalität, immer ergänzen wenn nach Interpretation gefragt.

Typischer Stolperstein

Vorzeichen-Fehler. Beim Berechnen die Vorzeichen von (x_i - x̄) exakt ablesen, nicht beim Summieren falsch zusammenrechnen.

r mit Cov verwechseln. r ist standardisiert (zwischen -1 und 1), Cov hat Einheit. Wenn die Aufgabe r will, durch σ_X · σ_Y teilen.

r vs. r². r = 0,5 heißt, dass NUR 25 % der Varianz erklärt werden, viel weniger als der naive Eindruck "halb so stark wie r=1".

Teil 2·Visualisierung / Interaktiv

Interaktiv verstehen

Korrelations-Lab

Verschiebe die Punkte im Streudiagramm, der r-Wert wird live neu berechnet. Probiere besonders: einen Outlier weit nach außen ziehen → siehst du wie Pearson zusammenbricht? Wechsle dann zu Spearman: derselbe Punkt hat dort viel weniger Effekt.

Interaktive Visualisierung

Streudiagramm mit Pearson-Korrelationskoeffizient und Trendlinie.

Klausur-Tipp: wenn der r-Wert sich beim Wechsel Pearson ↔ Spearman stark unterscheidet, hast du entweder Outliers oder Nicht-Linearität in den Daten. Dann ist Spearman fairer.

Teil 3·Quiz / Klausurfragen

Praxis-Übung

Korrelations-Praxis

Klausur-typische Aufgaben: r berechnen, interpretieren, Pearson vs. Spearman wählen, Ausreißer-Effekt einschätzen.

Klausurfragen mit Lösungen (6)

F1.Welcher Wertebereich gilt für die Pearson-Korrelation r?

Antwort: -1 ≤ r ≤ 1

Erklärung: r liegt zwischen -1 (perfekt negativ linear) und +1 (perfekt positiv linear). r = 0 bedeutet KEIN linearer Zusammenhang. Werte außerhalb deuten auf Rechenfehler hin.

F2.Korrelation r = 0,8. Wie viel Prozent der Varianz wird erklärt? (Bestimmtheitsmaß r² in %)

Antwort: 64 % (Toleranz ±0.5)

Erklärung: r² = 0,8² = 0,64 = 64 %. Klausur-Klassiker. r=0,5 → r²=25 %, r=0,3 → r²=9 % (kaum Erklärungswert).

Typ: Zahlen-Eingabe

F3.Eine Korrelation r = -0,9 bedeutet:

Antwort: Sehr starker negativer Zusammenhang, wenn X steigt, fällt Y stark vorhersagbar

Erklärung: |r| = 0,9 ist sehr starker Zusammenhang. Negatives Vorzeichen → wenn X steigt, fällt Y. ACHTUNG: Korrelation ≠ Kausalität! Wir wissen nichts über 'verursachen'.

F4.Eine Korrelation von r = 0 bedeutet, dass es keinen Zusammenhang zwischen den Variablen gibt.

Antwort: Falsch

Erklärung: FALSCH. r = 0 heißt nur kein **linearer** Zusammenhang. Es kann nicht-lineare Beziehungen geben (z.B. y = x², streng symmetrisch um 0). Klausur-Klassiker zur Konzept-Frage.

Typ: Wahr/Falsch

F5.Ordne dem Korrelationswert die Stärke zu (Faustregel):

Zuordnungen:

  • r = 0,15 → Schwach
  • r = -0,40 → Moderat
  • r = 0,82 → Stark
  • r = -0,95 → Sehr stark

Erklärung: Faustregel: |r|<0,3 schwach, 0,3-0,5 moderat, 0,5-0,7 mittel, 0,7-0,9 stark, >0,9 sehr stark. Vorzeichen ist NICHT relevant für die Stärke, nur der Betrag.

Typ: Zuordnung

F6.Wenn die Daten {{1}} sind oder Ausreißer enthalten, ist {{2}}-Korrelation oft besser als {{3}}.

Lösungen pro Lücke:

  • {{1}}: ordinal / nicht-linear / rang / nicht linear
  • {{2}}: Spearman / spearman
  • {{3}}: Pearson / pearson

Erklärung: Spearman = Rangkorrelation. Bei ordinalen Daten oder Ausreißern: Spearman robuster, da Werte zu Rängen konvertiert werden, extreme Werte werden gedämpft.

Typ: Lückentext

Teil 4·Quiz / Klausurfragen

Klausur-Quiz

Klausurfragen mit Lösungen (6)

F1.Daten (x,y): (1,2), (2,3), (3,5), (4,4), (5,6). Berechne die Pearson-Korrelation r. (auf 2 Nachkommastellen)

Antwort: 0.9 (Toleranz ±0.02)

Erklärung: `x̄`=3, `ȳ`=4. Σ(xi-x̄)(yi-ȳ)=4+1+0+0+4=9. Σ(xi-x̄)²=10. Σ(yi-ȳ)²=10. r=9/√(10·10)=9/10=0,90. Starker positiver Zusammenhang.

Typ: Zahlen-Eingabe

F2.Aussage 'Eis-Verkauf und Ertrinkungs-Unfälle korrelieren stark positiv'. Was ist die wahrscheinlichste Erklärung?

Antwort: Confounder: beide werden durch Sommer-Hitze beeinflusst

Erklärung: Klassisches Beispiel für Confounder. Sommer-Hitze treibt beides, Eis-Konsum UND Schwimm-Aktivität → Ertrinkungs-Unfälle. Zeigt warum 'Korrelation ≠ Kausalität'. Pflicht-Beispiel in Klausur-Aufgaben zur Interpretation.

F3.Sortiere die Schritte zur Pearson-r-Berechnung:

Richtige Reihenfolge:

  1. Mittelwerte $\bar{x}$ und $\bar{y}$ berechnen
  2. Abweichungen $(x_i - \bar{x})$ und $(y_i - \bar{y})$ pro Datenpunkt
  3. Produkte $(x_i - \bar{x})(y_i - \bar{y})$ aufsummieren (Zähler)
  4. Quadrate $(x_i - \bar{x})^2$ und $(y_i - \bar{y})^2$ aufsummieren
  5. r = Zähler / √(Σ(x-x̄)² · Σ(y-ȳ)²) bilden

Erklärung: Standard-Workflow: Mittelwerte → Abweichungen → Produkte (Zähler) → Quadrate (Nenner) → Division. Die Reihenfolge ist deterministisch, eine Tabelle ausfüllen ist Klausur-Standard.

Typ: Reihenfolge

F4.Pearson-Korrelation ist anfälliger für Ausreißer als Spearman.

Antwort: Wahr

Erklärung: Korrekt. Pearson nutzt direkte Werte → ein Outlier weit weg von der Punktwolke kann r dramatisch verändern. Spearman nutzt nur Ränge → ein Outlier hat höchstens den Rang 1 oder n, der Effekt ist begrenzt. Klausur-Pflicht.

Typ: Wahr/Falsch

F5.Welche Aussagen über Korrelation sind RICHTIG?

Richtige Antworten: r misst linearen Zusammenhang; r² gibt Anteil erklärter Varianz an; Spearman nutzt Ränge

Erklärung: Korrekt: r linear, r² Varianz-Anteil, Spearman auf Rängen. Falsch: r=0 → nur LINEAR keine Beziehung; r ist standardisiert ([-1,1]) während Cov beliebige Werte hat; |r|>1 ist mathematisch unmöglich (Cauchy-Schwarz).

Typ: Multi-Select

F6.Wenn r = 0,6, wie viel Prozent der Varianz wird durch das andere Merkmal erklärt? (auf 1 Nachkommastelle in %)

Antwort: 36 % (Toleranz ±0.5)

Erklärung: r² = 0,6² = 0,36 = 36 %. Wirkt erstaunlich wenig, eine Korrelation von 0,6 wirkt 'gut', aber erklärt nur ein Drittel der Varianz. r² ist die ehrlichere Größe für 'wie stark erklärt'.

Typ: Zahlen-Eingabe

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