Lineare Optimierung (LP) sucht das Maximum oder Minimum einer linearen Zielfunktion unter linearen Nebenbedingungen. Pflichtthema in Wirtschaftsmathe (BWL/WI/WiIng) und Operations Research. Klausur-Klassiker: 2D-grafische Lösung, Simplex-Algorithmus.
Eine Firma produziert Stuhl (x1) und Tisch (x2). Stuhl bringt 3 € Gewinn, Tisch 5 €. Restriktionen: Holz (4x1+6x2≤240), Arbeitszeit (3x1+2x2≤120). Maximiere Gewinn.
Modellierung:
maxz=3x1+5x2
u.d.N.4x1+6x2≤240,3x1+2x2≤120,x1,x2≥0
Bei nur zwei Variablen ist die grafische Lösung in der Klausur Pflicht-Methode:
Restriktionen als Halbebenen zeichnen — jede Ungleichung gibt eine Gerade plus die zulässige Seite
Zulässiges Polygon ist der Schnitt aller Halbebenen plus Quadrant (x1,x2≥0)
Zielfunktion als Schar paralleler Geradenc1x1+c2x2=z verschieben
Optimum ist die Ecke, wo die Zielfunktions-Gerade das Polygon zuletzt berührt
Fundamentalsatz der LP: Wenn ein zulässiges LP ein endliches Optimum besitzt, existiert mindestens eine optimale Ecke des zulässigen Polygons. Bei mehreren Optima kann auch eine ganze Kante optimal sein. Bei unbeschränkten oder unzulässigen LPs gibt es kein endliches Optimum.
Beispiel — Stuhl-Tisch-Aufgabe oben: vier Ecken-Kandidaten:
(0,0) → z=0
(40,0) aus 3x1+2x2=120 bei x2=0 → z=120
(0,40) aus 4x1+6x2=240 bei x1=0 → z=200
Schnittpunkt der zwei Restriktions-Geraden: 4x1+6x2=240und3x1+2x2=120 → Lösung (24,24) → z=3⋅24+5⋅24=192
Optimum bei (0,40) mit z=200 €.
Bei mehr als 2 Variablen ist grafisch unmöglich. Simplex (George Dantzig, 1947) ist der Standard-Algorithmus.
Idee: Starte in einer Ecke, wandere von Ecke zu Ecke entlang von Kanten — immer in Richtung Verbesserung. Stoppe, wenn keine Verbesserung mehr möglich ist.
Schritte (Klausur-Schema)
Schlupfvariablen einführen:≤-Ungleichungen → Gleichungen mit si≥0:
4x1+6x2+s1=240,3x1+2x2+s2=120
Start-Tableau aufstellen:
Basis
x1
x2
s1
s2
RHS
s1
4
6
1
0
240
s2
3
2
0
1
120
z
−3
−5
0
0
0
Pivot wählen:negativste Zahl in der z-Zeile bestimmt die Pivot-Spalte (hier: x2 mit −5). Min-Quotient RHS / Pivot-Spalten-Wert bestimmt die Pivot-Zeile (hier: min(240/6,120/2)=min(40,60)=40 in Zeile s1).
Pivot-Operation: Pivot-Element auf 1 normieren, Rest der Spalte auf 0.
Wiederholen bis alle Werte in der z-Zeile ≥0 sind → Optimum erreicht.
Tableau nach 1. Iteration
Basis
x1
x2
s1
s2
RHS
x2
2/3
1
1/6
0
40
s2
5/3
0
−1/3
1
40
z
1/3
0
5/6
0
200
→ alle z-Werte ≥0 → Optimum:x1=0, x2=40, z=200. Hinweis: hier hätte man auch zur Ecke (24,24) pivotieren können — die Variante mit höherem z-Beitrag wird gewählt.
Unbeschränkt
Wenn die Pivot-Spalte nur ≤0-Werte hat → keine Pivot-Zeile möglich → Zielfunktion wächst ins Unendliche. Bedeutung: Modell ist falsch (vergessene Restriktion).
Unzulässig
Wenn das Polygon leer ist → kein zulässiger Punkt. Beispiel: x1≥5 und x1≤3.
Mehrere optimale Lösungen
Wenn die Zielfunktions-Gerade parallel zu einer Polygon-Kante ist → die ganze Kante ist optimal. Im Tableau: ein z-Wert ist 0 in einer Nicht-Basis-Spalte.
Schattenpreis einer Restriktion: wie viel zusätzlicher Gewinn pro zusätzlicher Einheit der RHS? Im optimalen Tableau in der z-Zeile unter der si-Spalte ablesbar (das Vorzeichen hängt von der Tableau-Konvention ab — in einigen Lehrbüchern zj−cj, in anderen cj−zj). Schattenpreise gelten lokal im Sensitivitätsbereich und sollten bei Degeneration / mehrfach optimalen Lösungen vorsichtig interpretiert werden.
Zielfunktions-Bereiche: Wie weit kann ci schwanken, ohne dass sich die optimale Ecke ändert? Klausur-erweitert in OR-Vertiefung.
2 Variablen → immer grafisch lösen (Polygon + Ziel-Gerade verschieben).
Mehr Variablen → Simplex-Tableau. Schlupfvariablen einführen, dann Pivot-Iterationen.
Optimum in Ecke — Fundamentalsatz, mehrere Optima nur bei Parallelität.
Pivot-Wahl: negativste in z-Zeile (Spalte), min-Quotient (Zeile).
Schattenpreise ablesen aus si-Spalten der finalen z-Zeile.
Produktionsplanung — was und wie viel produzieren bei knappen Ressourcen
Transportoptimierung — Lieferanten zu Kunden mit Mindestbedarf-Restriktionen
Mischungsprobleme — Zutaten-Anteile bei Nährwert-/Kosten-Restriktionen (Diet Problem)
Portfolio-Optimierung — Anlagen-Mix bei Risiko-/Rendite-Constraints (linearer Spezialfall)
Vorstufe für Ganzzahlige Optimierung (Branch-and-Bound), Network Flows
Faustregel zum Mitnehmen: LP-Modellierung in 3 Schritten — Zielfunktion, Restriktionen, Nicht-Negativität. 2D grafisch, n-D Simplex. Optimum immer in Ecke des Polygons. Mehr als alle anderen Mathematik-Themen lebt LP von der Modellierung der Wort-Aufgabe — geübtes Übersetzen ist der Klausur-Schlüssel.
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Teil 1·Erklärung
Erklärung
Lineare Optimierung & Simplex
Pflichtthema in Wirtschaftsmathe (BWL/WI/WiIng) und Operations Research. Klausur-Klassiker: 2D-grafische Lösung, Simplex-Algorithmus.
Bei nur zwei Variablen ist die grafische Lösung in der Klausur Pflicht-Methode:
Restriktionen als Halbebenen zeichnen — jede Ungleichung gibt eine Gerade plus die zulässige Seite
Zulässiges Polygon ist der Schnitt aller Halbebenen plus Quadrant (x₁, x₂ ≥ 0)
Zielfunktion als Schar paralleler Geradenc₁ x₁ + c₂ x₂ = z verschieben
Optimum ist die Ecke, wo die Zielfunktions-Gerade das Polygon zuletzt berührt
Fundamentalsatz der LP: Wenn ein zulässiges LP ein endliches Optimum besitzt, existiert mindestens eine optimale Ecke des zulässigen Polygons. Bei mehreren Optima kann auch eine ganze Kante optimal sein. Bei unbeschränkten oder unzulässigen LPs gibt es kein endliches Optimum.
Beispiel — Stuhl-Tisch-Aufgabe oben: vier Ecken-Kandidaten:
(0, 0) → z = 0
(40, 0) aus 3x₁ + 2x₂ = 120 bei x₂ = 0 → z = 120
(0, 40) aus 4x₁ + 6x₂ = 240 bei x₁ = 0 → z = 200
Schnittpunkt der zwei Restriktions-Geraden: 4x₁ + 6x₂ = 240und3x₁ + 2x₂ = 120 → Lösung (24, 24) → z = 3 · 24 + 5 · 24 = 192
Optimum bei (0, 40) mit z = 200 €.
Simplex-Algorithmus
Bei mehr als 2 Variablen ist grafisch unmöglich. Simplex (George Dantzig, 1947) ist der Standard-Algorithmus.
Idee: Starte in einer Ecke, wandere von Ecke zu Ecke entlang von Kanten — immer in Richtung Verbesserung. Stoppe, wenn keine Verbesserung mehr möglich ist.
Schritte (Klausur-Schema)
Schlupfvariablen einführen:≤-Ungleichungen → Gleichungen mit s_i ≥ 0:
4x₁ + 6x₂ + s₁ = 240, 3x₁ + 2x₂ + s₂ = 120
Start-Tableau aufstellen:
Basis
x₁
x₂
s₁
s₂
RHS
s₁
4
6
1
0
240
s₂
3
2
0
1
120
z
−3
−5
0
0
0
Pivot wählen:negativste Zahl in der z-Zeile bestimmt die Pivot-Spalte (hier: x₂ mit -5). Min-Quotient RHS / Pivot-Spalten-Wert bestimmt die Pivot-Zeile (hier: min(240/6, 120/2) = min(40, 60) = 40 in Zeile s₁).
Pivot-Operation: Pivot-Element auf 1 normieren, Rest der Spalte auf 0.
Wiederholen bis alle Werte in der z-Zeile ≥ 0 sind → Optimum erreicht.
Tableau nach 1. Iteration
Basis
x₁
x₂
s₁
s₂
RHS
x₂
2/3
1
1/6
0
40
s₂
5/3
0
−1/3
1
40
z
1/3
0
5/6
0
200
→ alle z-Werte ≥ 0 → Optimum:x₁ = 0, x₂ = 40, z = 200. Hinweis: hier hätte man auch zur Ecke (24, 24) pivotieren können — die Variante mit höherem z-Beitrag wird gewählt.
Spezialfälle
Unbeschränkt
Wenn die Pivot-Spalte nur ≤ 0-Werte hat → keine Pivot-Zeile möglich → Zielfunktion wächst ins Unendliche. Bedeutung: Modell ist falsch (vergessene Restriktion).
Unzulässig
Wenn das Polygon leer ist → kein zulässiger Punkt. Beispiel: x₁ ≥ 5 und x₁ ≤ 3.
Mehrere optimale Lösungen
Wenn die Zielfunktions-Gerade parallel zu einer Polygon-Kante ist → die ganze Kante ist optimal. Im Tableau: ein z-Wert ist 0 in einer Nicht-Basis-Spalte.
Sensitivitätsanalyse
Schattenpreis einer Restriktion: wie viel zusätzlicher Gewinn pro zusätzlicher Einheit der RHS? Im optimalen Tableau in der z-Zeile unter der s_i-Spalte ablesbar (das Vorzeichen hängt von der Tableau-Konvention ab — in einigen Lehrbüchern z_j - c_j, in anderen c_j - z_j). Schattenpreise gelten lokal im Sensitivitätsbereich und sollten bei Degeneration / mehrfach optimalen Lösungen vorsichtig interpretiert werden.
Zielfunktions-Bereiche: Wie weit kann c_i schwanken, ohne dass sich die optimale Ecke ändert? Klausur-erweitert in OR-Vertiefung.
Klausur-Faustregeln
2 Variablen → immer grafisch lösen (Polygon + Ziel-Gerade verschieben).
Mehr Variablen → Simplex-Tableau. Schlupfvariablen einführen, dann Pivot-Iterationen.
Optimum in Ecke — Fundamentalsatz, mehrere Optima nur bei Parallelität.
Pivot-Wahl: negativste in z-Zeile (Spalte), min-Quotient (Zeile).
Schattenpreise ablesen aus s_i-Spalten der finalen z-Zeile.
Wo brauchst du das?
Produktionsplanung — was und wie viel produzieren bei knappen Ressourcen
Transportoptimierung — Lieferanten zu Kunden mit Mindestbedarf-Restriktionen
Mischungsprobleme — Zutaten-Anteile bei Nährwert-/Kosten-Restriktionen (Diet Problem)
Portfolio-Optimierung — Anlagen-Mix bei Risiko-/Rendite-Constraints (linearer Spezialfall)
Vorstufe für Ganzzahlige Optimierung (Branch-and-Bound), Network Flows
Faustregel zum Mitnehmen: LP-Modellierung in 3 Schritten — Zielfunktion, Restriktionen, Nicht-Negativität. 2D grafisch, n-D Simplex. Optimum immer in Ecke des Polygons. Mehr als alle anderen Mathematik-Themen lebt LP von der Modellierung der Wort-Aufgabe — geübtes Übersetzen ist der Klausur-Schlüssel.
Teil 2·Visualisierung / Interaktiv
Interaktiv
2D-LP-Plot
Verstelle die Zielfunktions-Koeffizienten c₁, c₂ und die Restriktions-Parameter — das zulässige Polygon wird live gezeichnet, die Ziel-Gerade verschiebt sich entsprechend, der optimale Eckpunkt wird hervorgehoben.
Probier folgendes:
Stuhl-Tisch-Standard (c₁=3, c₂=5, Holz 4x₁+6x₂ ≤ 240, Arbeit 2x₁+3x₂ ≤ 120) → Optimum bei (0, 40) mit z = 200
Wechsel der Zielfunktion zu c₁=10, c₂=2 → Optimum verschiebt sich zu (60, 0)
Schiebe die Restriktionen, um zu sehen, wie das Polygon schrumpft / wächst
Interaktive Visualisierung
Interaktive Komponente: probiere sie im Topic-Player oben aus.
Faustregel zum Mitnehmen: Bei 2 Variablen ist die grafische Lösung in der Klausur Standard — Polygon zeichnen, Ziel-Gerade als Schar paralleler Geraden verschieben, das Polygon "von außen" anschmiegen lassen. Die letzte berührte Ecke ist die Lösung. Bei Parallelität zur Restriktionskante: ganze Kante optimal (mehrfache Lösung).
Erklärung: LP-Modell: (1) lineare Zielfunktion (Max/Min), (2) lineare Nebenbedingungen (Ungleichungen), (3) Nicht-Negativität x_i ≥ 0. Die NNB ist Pflicht — sonst ist es kein Standard-LP.
F2.Maximiere z = 3x₁ + 5x₂ unter 4x₁ + 6x₂ ≤ 240, 2x₁ + 3x₂ ≤ 120, x₁, x₂ ≥ 0. Wie hoch ist der Wert von z am optimalen Punkt (0, 40)?
Antwort: 200
Erklärung: z = 3·0 + 5·40 = 200. Beide Restriktionen sind in (0, 40) bindend (4·0+6·40=240, 2·0+3·40=120). Eckpunkt liegt auf Schnitt zweier Restriktionen → klassische LP-Lösung.
Typ: Zahlen-Eingabe
F3.Was sagt der Fundamentalsatz der LP?
Antwort: Die optimale Lösung liegt immer in einer Ecke des zulässigen Polygons (oder auf einer ganzen Kante)
Erklärung: Fundamentalsatz: Optimum liegt in einer Ecke (Vertex) — Begründung: Niveaulinien der Zielfunktion sind parallel, die letzte berührte Stelle ist eine Ecke. Bei Parallelität zur Polygon-Kante ist die ganze Kante optimal (unendlich viele Lösungen, alle gleichwertig).
F4.Wie wird die Pivot-Spalte im Simplex gewählt?
Antwort: Die Spalte mit dem negativsten Wert in der z-Zeile
Erklärung: Standardregel (Dantzig): negativste z-Zeilen-Eintrag → Pivot-Spalte. Begründung: gibt die größte Verbesserung pro Schritt. Wenn alle z-Einträge ≥ 0 → Optimum erreicht. Pivot-Zeile dann via Min-Quotient RHS / Pivot-Spalten-Wert (positiv).
F5.Ein LP-Modell hat genau dann keine zulässige Lösung, wenn das Polygon leer ist.
Antwort: Wahr
Erklärung: Korrekt. Beispiel: x_1 ≥ 5 und x_1 ≤ 3 gleichzeitig — Schnittmenge leer → unzulässiges Modell (Infeasible). Im Simplex erkennt man das durch eine negative RHS, die nicht behoben werden kann (Big-M oder Zwei-Phasen-Methode für formale Diagnose).
Typ: Wahr/Falsch
F6.Was bezeichnet ein Schattenpreis im optimalen Tableau?
Antwort: Den marginalen Zielfunktions-Zuwachs pro zusätzlicher Einheit einer Restriktion-RHS
Erklärung: Schattenpreis (= Dual-Variable, = Marginalwert): wie viel mehr ist die Zielfunktion wert, wenn die rechte Seite einer Restriktion um 1 erhöht wird? Ablesen im optimalen Simplex-Tableau in der z-Zeile unter den Schlupfvariablen-Spalten. Klausur-Anwendung in Sensitivitätsanalyse.
Teil 4·Quiz / Klausurfragen
Klausur-Quiz
Klausur-Quiz — Lineare Optimierung
Sechs Aufgaben zur LP-Modellierung, Simplex-Mechanik und Spezialfällen.
Klausurfragen mit Lösungen (6)
F1.Maximiere z = 4x₁ + 3x₂ unter x₁ + x₂ ≤ 10, 2x₁ + x₂ ≤ 16, x₁, x₂ ≥ 0. Optimaler Punkt ist der Schnitt der zwei Restriktionen. Wie hoch ist z im Optimum?
Antwort: 36
Erklärung: Schnittpunkt: x_1 + x_2 = 10 und 2x_1 + x_2 = 16 → Subtraktion ergibt x_1 = 6, dann x_2 = 4. z = 4·6 + 3·4 = 24 + 12 = 36. Plausibilitäts-Check: andere Ecken (0,0)=0, (8,0)=32, (0,10)=30 — alle kleiner als 36 → Optimum bestätigt.
Typ: Zahlen-Eingabe
F2.Was bewirkt das Einführen von Schlupfvariablen im Simplex?
Antwort: Ungleichungen werden in Gleichungen umgewandelt
Erklärung: Schlupfvariablen s_i ≥ 0 wandeln a·x ≤ b in a·x + s = b um — Gleichungssystem statt Ungleichungssystem. Im Start-Tableau bilden die Schlupfvariablen die Anfangs-Basis (alles auf 0 + s_i = b_i). Klausur-Pflicht-Schritt vor jeder Simplex-Iteration.
F3.Welche Aussage zu mehreren optimalen Lösungen im LP ist korrekt?
Antwort: Tritt auf, wenn die Zielfunktions-Gerade parallel zu einer Polygon-Kante ist — dann ist die ganze Kante optimal
Erklärung: Mehrere Optima: Zielfunktions-Gerade ist parallel zu einer Polygon-Kante → unendlich viele optimale Punkte entlang dieser Kante (alle mit gleichem z-Wert). Im Tableau erkennt man das an einem 0-Wert in der z-Zeile bei einer Nicht-Basis-Variable. Häufig in Praxis-Modellen, z.B. wenn zwei Produkte gleich profitabel pro Engpass-Einheit sind.
F4.Im optimalen Tableau steht für s₁ in der z-Zeile der Wert 2. Was bedeutet das?
Antwort: Eine Erhöhung der RHS von Restriktion 1 um 1 erhöht `z` um 2 (Schattenpreis = 2)
Erklärung: Schattenpreis = Wert von s_i in z-Zeile am Optimum. Schattenpreis 2 bedeutet: 1 zusätzliche Einheit der Restriktion-RHS bringt 2 zusätzliche Zielfunktion-Einheiten. Klausur-Pflicht in Sensitivitätsanalyse. Wenn Schattenpreis = 0, ist die Restriktion nicht bindend (Slack > 0).
F5.Im Simplex-Tableau bestimmt {{1}} die Pivot-Spalte und {{2}} die Pivot-Zeile. Optimum erreicht wenn {{3}}.
Lösungen pro Lücke:
{{1}}: der negativste z-Wert / negativster z-Wert / negativste z-Zeilen-Eintrag
{{3}}: alle z-Werte ≥ 0 / alle z-Einträge nichtnegativ sind / z-Zeile ≥ 0
Erklärung: Pivot-Spalte: negativste z-Zeile. Pivot-Zeile: min-Quotient RHS/Spalten-Wert (positiv). Stopp: alle z-Einträge ≥ 0 → keine Verbesserung mehr möglich → Optimum erreicht.
Typ: Lückentext
F6.Ein LP heißt unbeschränkt, wenn ...
Antwort: ... die Zielfunktion in eine Richtung beliebig wachsen kann (Polygon offen in Verbesserungsrichtung)
Erklärung: Unbeschränkt = das Polygon ist offen in der Richtung, in der die Zielfunktion wächst → z → ∞. Im Simplex erkennbar: Pivot-Spalte hat keine positiven Einträge → keine Pivot-Zeile möglich. Praktische Bedeutung: Modellierungsfehler, eine Ressourcen-Restriktion fehlt.
Fläche unter der Kurve: Riemann-Summen, Stammfunktion und Hauptsatz. Bestimmtes vs. unbestimmtes Integral, Potenzregel rückwärts. Die zweite Säule der Analysis.