Alle Tabs der Lerneinheit (Erklärung · Interaktiv verstehen · Praxis-Übung · Klausur-Quiz) als durchgehender Text. Ideal zum Wiederholen vor der Klausur — und für Suchmaschinen wie Google, Bing und KI-Suche (ChatGPT, Perplexity).
Kostenvergleich, Gewinnvergleich, Rentabilität. Statische Verfahren ohne Diskontierung — Klausur-Standard im Bachelor (Investition & Finanzierung).
Statische Verfahren rechnen mit Durchschnittswerten und ohne Diskontierung. Sie sind der Einstieg vor der dynamischen Methode (NPV, IRR), in der Klausur immer relevant — vor allem im Bachelor 1.–3. Semester.
Drei Klassiker:
Was du in der Klausur können musst:
Statt zukünftige Cashflows abzuzinsen, betrachten wir ein typisches Jahr: durchschnittliche Kosten, durchschnittliche Erlöse. Funktioniert gut bei stabilen, langlebigen Investitionen. Schwäche: Zeitwert wird ignoriert.
| Komponente | Formel |
|---|---|
| AfA | (linear) |
| Kalk. Zinsen | |
| Variable Kosten | gegeben pro Jahr |
Anwendbar nur wenn die Leistung beider Alternativen identisch ist (z.B. gleiche Stückzahl). Wenn nicht: Gewinnvergleich nehmen.
Berücksichtigt unterschiedliche Erlöse — wichtig wenn Anlage A pro Jahr mehr produziert als Anlage B.
| Symbol | Bedeutung |
|---|---|
| Gewinn (nach kalk. Zinsen) | |
| kalkulatorische Zinsen | |
| durchschnittlich gebundenes Kapital |
Wichtig: im Zähler steht der Gewinn vor kalkulatorischen Zinsen — denn die Rendite soll auf das gesamte gebundene Kapital bezogen werden, nicht nur auf den Rest nach Zins-Abzug. Da unser Gewinn schon nach Abzug der kalk. Zinsen berechnet wurde, müssen wir sie wieder addieren.
Im Nenner: durchschnittlich gebundenes Kapital. Über die Nutzungsdauer sinkt das Buchkapital von auf 0 — der Mittelwert ist .
Klausur-Klassiker: Rentabilität wird mit dem Mindestrendite-Anspruch (oft = kalk. Zinssatz) verglichen. R > r_min → Investition vorteilhaft, R = r_min → indifferent.
Anlage A: €, Leistung 120.000 €/J, var. Kosten 60.000 €/J, n = 5 J, .
AfA = 100.000 / 5 = 20.000 €/J
Kalk. Zinsen = (100.000 / 2) · 0,06 = 3.000 €/J
Gesamtkosten = 60.000 + 20.000 + 3.000 = 83.000 €/J
Gewinn (nach kalk. Zinsen) = 120.000 − 83.000 = 37.000 €/J
Rentabilität = (Gewinn + kalk. Zinsen) / (I0/2) · 100
= (37.000 + 3.000) / 50.000 · 100
= 80 %
80 % Rendite klingt traumhaft — aber denk dran, das ist statisch ohne Zeitwert. NPV oder IRR wären verlässlicher.
Bei langer Laufzeit oder hohen Kapitalkosten: NPV verwenden, nicht statisch.
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Der Grundbaustein der Buchführung. Wie formuliere ich aus einem Geschäftsvorfall den korrekten Buchungssatz? Aktiv-, Passiv-, Aufwands- und Ertragskonten.
Die Bilanz als Stichtags-Foto. Was steht links (Vermögen), was rechts (Eigen- und Fremdkapital)? Plus Eigenkapitalquote und goldene Bilanzregel.
GuV als Periodenrechnung. Erträge minus Aufwendungen ergibt den Jahresüberschuss. Plus EBIT, EBITDA und das Verhältnis zur Bilanz.
Statische Verfahren rechnen mit Durchschnittswerten und ohne Diskontierung. Sie sind der Einstieg vor der dynamischen Methode (NPV, IRR), in der Klausur immer relevant — vor allem im Bachelor 1.–3. Semester.
Drei Klassiker:
Was du in der Klausur können musst:
I₀ / n) und kalkulatorische Zinsen (I₀ / 2 · r)Statt zukünftige Cashflows abzuzinsen, betrachten wir ein typisches Jahr: durchschnittliche Kosten, durchschnittliche Erlöse. Funktioniert gut bei stabilen, langlebigen Investitionen. Schwäche: Zeitwert wird ignoriert.
K_(gesamt) = K_(var) + AfA + Z_(kalk)
| Komponente | Formel |
|---|---|
| AfA | I₀ / n (linear) |
| Kalk. Zinsen | (I₀ / 2) · r |
| Variable Kosten | gegeben pro Jahr |
Anwendbar nur wenn die Leistung beider Alternativen identisch ist (z.B. gleiche Stückzahl). Wenn nicht: Gewinnvergleich nehmen.
G = Leistung - K_(gesamt)
Berücksichtigt unterschiedliche Erlöse — wichtig wenn Anlage A pro Jahr mehr produziert als Anlage B.
R = (G + Z_(kalk))/(I₀ / 2) · 100 \%
| Symbol | Bedeutung |
|---|---|
G | Gewinn (nach kalk. Zinsen) |
Z_(kalk) | kalkulatorische Zinsen |
I₀/2 | durchschnittlich gebundenes Kapital |
Wichtig: im Zähler steht der Gewinn vor kalkulatorischen Zinsen — denn die Rendite soll auf das gesamte gebundene Kapital bezogen werden, nicht nur auf den Rest nach Zins-Abzug. Da unser Gewinn G schon nach Abzug der kalk. Zinsen berechnet wurde, müssen wir sie wieder addieren.
Im Nenner: durchschnittlich gebundenes Kapital. Über die Nutzungsdauer sinkt das Buchkapital von I₀ auf 0 — der Mittelwert ist I₀ / 2.
Klausur-Klassiker: Rentabilität wird mit dem Mindestrendite-Anspruch (oft = kalk. Zinssatz) verglichen. R > r_min → Investition vorteilhaft, R = r_min → indifferent.
Anlage A: I₀ = 100.000 €, Leistung 120.000 €/J, var. Kosten 60.000 €/J, n = 5 J, r = 6\%.
AfA = 100.000 / 5 = 20.000 €/J
Kalk. Zinsen = (100.000 / 2) · 0,06 = 3.000 €/J
Gesamtkosten = 60.000 + 20.000 + 3.000 = 83.000 €/J
Gewinn (nach kalk. Zinsen) = 120.000 − 83.000 = 37.000 €/J
Rentabilität = (Gewinn + kalk. Zinsen) / (I0/2) · 100
= (37.000 + 3.000) / 50.000 · 100
= 80 %
80 % Rendite klingt traumhaft — aber denk dran, das ist statisch ohne Zeitwert. NPV oder IRR wären verlässlicher.
Bei langer Laufzeit oder hohen Kapitalkosten: NPV verwenden, nicht statisch.
Stell I₀, Leistung, variable Kosten und Nutzungsdauer für Anlage A und B ein. Wechsle zwischen Kostenvergleich, Gewinnvergleich und Rentabilität. Empfehlung wird live aktualisiert.
Interaktive Visualisierung
Interaktive Komponente: probiere sie im Topic-Player oben aus.
Beobachte: bei gleicher Leistung kann die teurere Anlage trotzdem die bessere sein, wenn ihre variablen Kosten niedriger sind. Schon gilt: höhere Investition = höhere AfA + Zinsen, aber dafür weniger Verbrauch pro Stück.
Klausurfragen mit Lösungen (6)
Antwort: 20000 €
Erklärung: AfA = I₀ / n = 80.000 / 4 = 20.000 €/Jahr. Linear bedeutet konstant — andere Verfahren wie degressiv geben unterschiedliche Beträge je Jahr.
Typ: Zahlen-Eingabe
Antwort: 4000 €
Erklärung: Z = (I₀/2) · r = (100.000/2) · 0,08 = 50.000 · 0,08 = 4.000 €/Jahr. Durchschnittlich gebundenes Kapital ist halb so hoch wie I₀ (Linearisierung).
Typ: Zahlen-Eingabe
Antwort: 63500 €
Erklärung: Gesamtkosten = K_var + AfA + Z_kalk = 50.000 + 12.000 + 1.500 = 63.500 €. Klassische 3-Komponenten-Formel.
Typ: Zahlen-Eingabe
Antwort: Falsch
Erklärung: Falsch. Kostenvergleich vergleicht NUR Kosten — bei unterschiedlicher Leistung wird die produktivere Alternative unfair benachteiligt. Hier muss man Gewinn- oder Rentabilitätsvergleich nehmen, der Erlöse berücksichtigt.
Typ: Wahr/Falsch
Antwort: 25 % (Toleranz ±0.1)
Erklärung: R = Gewinn / (I₀/2) · 100 = 25.000 / 100.000 · 100 = 25 %. Im Nenner steht das durchschnittlich gebundene Kapital, nicht I₀.
Typ: Zahlen-Eingabe
Antwort: Sie ist genauer als die NPV-Methode
Erklärung: Falsch ist 3. NPV ist verlässlicher, weil sie Zeitwert berücksichtigt. Statisch ist einfach und schnell, aber bei langer Laufzeit oder ungleichmäßigen Cashflows ungenau. Antworten 0–2 sind alle korrekt.
Klausurfragen mit Lösungen (7)
Antwort: Kostenvergleich, Gewinnvergleich, Rentabilität (+ Amortisation)
Erklärung: Drei Klassiker: Kosten-, Gewinn-, Rentabilitätsvergleich. Manchmal wird auch die statische Amortisation dazu gerechnet (eigenes Topic). Dynamische Verfahren = NPV, IRR, Annuität.
Antwort: 1500 €
Erklärung: Z = (60.000 / 2) · 0,05 = 30.000 · 0,05 = 1.500 €/Jahr. Tipp: Zinsen sind unabhängig von der Nutzungsdauer (n) — nur AfA hängt davon ab.
Typ: Zahlen-Eingabe
Antwort: Wahr
Erklärung: Korrekt. r_kalk steht für die Opportunitätskosten — Rendite, die das Kapital alternativ erwirtschaften könnte. Üblicherweise 5–10 %, je nach Branche und Risiko.
Typ: Wahr/Falsch
Richtige Antworten: Rentabilität = Gewinn / durchschn. gebundenes Kapital; Rentabilität wird mit der Mindestrenditeforderung verglichen; Sie ist gut bei Kapitalknappheit (Vergleich relativ pro €)
Erklärung: 0/2/3 stimmen. Falsch ist 1: Rentabilität ist eine relative Größe — eine kleine Anlage kann höhere Rentabilität haben aber niedrigeren absoluten Gewinn. Bei Kapitalknappheit ist Rentabilität wichtig (Punkt 3), bei Verfügbarkeit großer Mittel oft Gewinn absolut.
Typ: Multi-Select
Antwort: 33500 € (Toleranz ±100)
Erklärung: AfA = 10.000, Z_kalk = (50.000/2)·0,06 = 1.500. K_gesamt = 35.000 + 10.000 + 1.500 = 46.500. Gewinn = 80.000 − 46.500 = 33.500 €.
Typ: Zahlen-Eingabe
Antwort: Wenn die Leistung beider Alternativen identisch ist
Erklärung: Kostenvergleich ist NUR fair wenn Output identisch (z.B. Maschine A und B produzieren beide 1.000 Stück). Bei unterschiedlicher Leistung muss Gewinn oder Rentabilität herangezogen werden, sonst wird die produktivere Alternative bestraft.
Antwort: 30 % (Toleranz ±0.5)
Erklärung: R_A = 18.000 / 60.000 · 100 = 30 %. R_B = 22.000 / 90.000 · 100 ≈ 24,4 %. Obwohl B absolut mehr Gewinn macht, ist A pro Euro besser — bei Kapitalknappheit A wählen.
Typ: Zahlen-Eingabe