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  • Einführung
  • GuV-Grundgleichung
  • GuV in Staffelform (Gesamtkostenverfahren, vereinfacht)
  • Was sind Erträge?
  • Was sind Aufwendungen?
  • EBIT, EBITDA und Co.
  • GKV vs UKV, die Klausur-Falle
  • Verbindung zur Bilanz
  • Klausur-Faustregel
  • Typische Stolpersteine
ThemenRechnungswesenGewinn- und Verlustrechnung (GuV) einfach erklärt (Rewe)
Rechnungswesen·4Lerneinheiten·22min·Stand02.08.2026

Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) einfach erklärt (Rewe).

Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)

Die Gewinn- und Verlustrechnung stellt Erträge und Aufwendungen einer Periode gegenüber und ermittelt den Jahresüberschuss (Gewinn) oder Jahresfehlbetrag (Verlust). Anders als die Bilanz zeigt sie nicht einen Stichtag, sondern den Verlauf eines Geschäftsjahres.

Was du in der Klausur können musst:

  • GuV-Aufbau in Staffelform (HGB § 275)
  • Gesamtkostenverfahren (GKV) vs Umsatzkostenverfahren (UKV) unterscheiden
  • Posten zuordnen: ist es Ertrag oder Aufwand? Betrieblich oder neutral?
  • Jahresüberschuss berechnen aus gegebenen Posten
  • EBIT, EBITDA und Verbindung zum Jahresüberschuss
  • GuV ↔ Bilanz: Jahresüberschuss fließt ins Eigenkapital

In Klausuren oft gefragt: Sortiere die Posten in die richtige GuV-Reihenfolge und Berechne den Jahresüberschuss. Pflicht-Aufgaben in BWL/WI Erstsemester.

ERTRAG    -    AUFWAND    =    JAHRESÜBERSCHUSS
                              (oder Jahresfehlbetrag wenn negativ)

Erträge erhöhen das Eigenkapital, Aufwendungen mindern es. Die Differenz zeigt, wie viel "Wertzuwachs" das Unternehmen in der Periode erwirtschaftet hat.

1. Umsatzerlöse
2. ± Bestandsveränderungen
3. + Sonstige betriebliche Erträge
4. - Materialaufwand
5. - Personalaufwand
6. - Abschreibungen
7. - Sonstige betriebliche Aufwendungen
   ─────────────────────────
   = BETRIEBSERGEBNIS (EBIT)

8. + Finanzerträge
9. - Zinsen + ähnliche Aufwendungen
   ─────────────────────────
   = ERGEBNIS VOR STEUERN (EBT)

10. - Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
11. - Sonstige Steuern
   ─────────────────────────
   = JAHRESÜBERSCHUSS / JAHRESFEHLBETRAG

Ertrag ist eine Wertentstehung in der Periode, nicht zwingend Geldzufluss.

TypBeispiele
UmsatzerlöseVerkauf von Produkten/Dienstleistungen, Hauptertragsquelle
Sonstige betriebliche ErträgeMieteinnahmen, Verkauf gebrauchter Maschinen mit Buchgewinn
FinanzerträgeZinserträge, Beteiligungserträge, Kursgewinne

Wichtig: Eine Forderung wird zur Zahlung, das ist KEIN Ertrag, das ist nur Aktiv-Tausch (Forderung → Bank). Der Ertrag entstand schon zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung.

Aufwand ist eine Wertminderung in der Periode, nicht zwingend Geldabfluss.

TypBeispiele
MaterialaufwandRoh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Handelswaren
PersonalaufwandLöhne, Gehälter, Sozialabgaben
AbschreibungenWertverzehr von Anlagevermögen über die Nutzungsdauer
Sonstige betriebliche AufwendungenMieten, Werbung, Beratung, Versicherung
ZinsenZinsaufwand für Kredite, Fremdkapitalkosten
SteuernGewerbesteuer, Körperschaftsteuer

Wichtig: EBIT, EBITDA, EBT sind abgeleitete betriebswirtschaftliche Kennzahlen aus den GuV-Zahlen, nicht Pflicht-Posten der HGB-Mindestgliederung nach § 275 HGB. Sie werden in der Praxis (Investor Relations, Reporting, Bewertung) genutzt, tauchen aber im offiziellen GuV-Schema nicht als eigene Zeilen auf.

Diese Kennzahlen filtern bestimmte Positionen heraus, um Vergleichbarkeit zu schaffen:

KennzahlWas wird ausgenommen?
EBT (Earnings Before Taxes)nach Finanzergebnis, vor Steuern
EBIT (Earnings Before Interest and Taxes)vor Zinsen + Steuern → "Betriebsergebnis"
EBITDA (... Depreciation and Amortization)vor Zinsen, Steuern UND Abschreibungen

Faustregel: EBITDA ist die "rohe" Cash-Generation des operativen Geschäfts. EBIT zieht Abschreibungen ab. Jahresüberschuss kommt nach allen Abzügen (Zinsen, Steuern).

Im Gesamtkostenverfahren (GKV) werden alle Aufwände nach Aufwandsart sortiert (Material, Personal, Abschreibungen). Bestandsveränderungen werden separat erfasst.

Im Umsatzkostenverfahren (UKV) werden Aufwände nach Funktionsbereichen sortiert (Herstellungskosten, Vertrieb, Verwaltung) und nur den verkauften Produkten zugeordnet.

VerfahrenStandard wo?Wie sortiert?
GKVMittelständische Unternehmen, HandwerkNach Aufwandsart
UKVInternationale Konzerne, IFRS-orientierteNach Funktionsbereich

Beide Verfahren liefern denselben Jahresüberschuss, nur die Darstellung unterscheidet sich.

Der Jahresüberschuss aus der GuV fließt am Periodenende ins Eigenkapital der Bilanz:

GuV (Periode 2026)              Bilanz (31.12.2026)
─────────────────                ─────────────────
Erträge      500.000             Eigenkapital
- Aufwand   -420.000             ↑ wächst um 80.000
─────────────                    durch Jahresüberschuss
= Gewinn      80.000  ──────►   (oder schrumpft bei Verlust)

Klausur-Hinweis: "GuV ist der Film, Bilanz ist das Foto." Die GuV zeigt was im Geschäftsjahr passierte (Periodenrechnung). Die Bilanz zeigt den Stichtag-Status.

Frage dich pro Posten:

  • Wertentstehung in der Periode → Ertrag (im Haben gebucht, GuV-Habenseite)
  • Wertminderung in der Periode → Aufwand (im Soll gebucht, GuV-Sollseite)

Geldzufluss/-abfluss ist ein anderes Thema (Cashflow-Rechnung), nicht GuV.

Forderungseingang ≠ Ertrag. Wenn ein Kunde eine offene Rechnung bezahlt, ist das kein neuer Ertrag, der Ertrag wurde schon bei Rechnungsstellung gebucht.

Tilgung Bankdarlehen ≠ Aufwand. Die Rückzahlung von Schulden ist kein Aufwand, sondern eine Bilanzbewegung (Bank ↓ + Verbindlichkeiten ↓). Nur die Zinsen sind Aufwand.

Kauf einer Maschine ≠ sofortiger Aufwand wenn aktivierungspflichtig. Über die Nutzungsdauer als Abschreibungen → erst dann Aufwand.

Spiele mit den Werten: erhöhe Personalaufwand, reduziere Umsatzerlöse, ändere Zinsaufwand. Die Plattform berechnet automatisch EBIT, EBT und Jahresüberschuss live.

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Probier das: verdoppele die Steuern. Was passiert mit EBIT? (nichts, EBIT ist vor Steuern). Was mit dem Jahresüberschuss? (sinkt um den Steuer-Aufschlag.) Klausur-Klassiker zur EBIT/EBT/Jahresüberschuss-Unterscheidung.

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Inhalt dieser Übersicht

  1. Erklärung(Erklärung)
  2. Interaktiv verstehen(Visualisierung / Interaktiv)
  3. Praxis-Übung(Quiz / Klausurfragen)
  4. Klausur-Quiz(Quiz / Klausurfragen)
Teil 1·Erklärung

Erklärung

Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)

Die Gewinn- und Verlustrechnung stellt Erträge und Aufwendungen einer Periode gegenüber und ermittelt den Jahresüberschuss (Gewinn) oder Jahresfehlbetrag (Verlust). Anders als die Bilanz zeigt sie nicht einen Stichtag, sondern den Verlauf eines Geschäftsjahres.

Was du in der Klausur können musst:

  • GuV-Aufbau in Staffelform (HGB § 275)
  • Gesamtkostenverfahren (GKV) vs Umsatzkostenverfahren (UKV) unterscheiden
  • Posten zuordnen: ist es Ertrag oder Aufwand? Betrieblich oder neutral?
  • Jahresüberschuss berechnen aus gegebenen Posten
  • EBIT, EBITDA und Verbindung zum Jahresüberschuss
  • GuV ↔ Bilanz: Jahresüberschuss fließt ins Eigenkapital

In Klausuren oft gefragt: Sortiere die Posten in die richtige GuV-Reihenfolge und Berechne den Jahresüberschuss. Pflicht-Aufgaben in BWL/WI Erstsemester.

GuV-Grundgleichung

ERTRAG    -    AUFWAND    =    JAHRESÜBERSCHUSS
                              (oder Jahresfehlbetrag wenn negativ)

Erträge erhöhen das Eigenkapital, Aufwendungen mindern es. Die Differenz zeigt, wie viel "Wertzuwachs" das Unternehmen in der Periode erwirtschaftet hat.

GuV in Staffelform (Gesamtkostenverfahren, vereinfacht)

1. Umsatzerlöse
2. ± Bestandsveränderungen
3. + Sonstige betriebliche Erträge
4. - Materialaufwand
5. - Personalaufwand
6. - Abschreibungen
7. - Sonstige betriebliche Aufwendungen
   ─────────────────────────
   = BETRIEBSERGEBNIS (EBIT)

8. + Finanzerträge
9. - Zinsen + ähnliche Aufwendungen
   ─────────────────────────
   = ERGEBNIS VOR STEUERN (EBT)

10. - Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
11. - Sonstige Steuern
   ─────────────────────────
   = JAHRESÜBERSCHUSS / JAHRESFEHLBETRAG

Was sind Erträge?

Ertrag ist eine Wertentstehung in der Periode, nicht zwingend Geldzufluss.

TypBeispiele
UmsatzerlöseVerkauf von Produkten/Dienstleistungen, Hauptertragsquelle
Sonstige betriebliche ErträgeMieteinnahmen, Verkauf gebrauchter Maschinen mit Buchgewinn
FinanzerträgeZinserträge, Beteiligungserträge, Kursgewinne

Wichtig: Eine Forderung wird zur Zahlung, das ist KEIN Ertrag, das ist nur Aktiv-Tausch (Forderung → Bank). Der Ertrag entstand schon zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung.

Was sind Aufwendungen?

Aufwand ist eine Wertminderung in der Periode, nicht zwingend Geldabfluss.

TypBeispiele
MaterialaufwandRoh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Handelswaren
PersonalaufwandLöhne, Gehälter, Sozialabgaben
AbschreibungenWertverzehr von Anlagevermögen über die Nutzungsdauer
Sonstige betriebliche AufwendungenMieten, Werbung, Beratung, Versicherung
ZinsenZinsaufwand für Kredite, Fremdkapitalkosten
SteuernGewerbesteuer, Körperschaftsteuer

EBIT, EBITDA und Co.

Wichtig: EBIT, EBITDA, EBT sind abgeleitete betriebswirtschaftliche Kennzahlen aus den GuV-Zahlen, nicht Pflicht-Posten der HGB-Mindestgliederung nach § 275 HGB. Sie werden in der Praxis (Investor Relations, Reporting, Bewertung) genutzt, tauchen aber im offiziellen GuV-Schema nicht als eigene Zeilen auf.

Diese Kennzahlen filtern bestimmte Positionen heraus, um Vergleichbarkeit zu schaffen:

KennzahlWas wird ausgenommen?
EBT (Earnings Before Taxes)nach Finanzergebnis, vor Steuern
EBIT (Earnings Before Interest and Taxes)vor Zinsen + Steuern → "Betriebsergebnis"
EBITDA (... Depreciation and Amortization)vor Zinsen, Steuern UND Abschreibungen

Faustregel: EBITDA ist die "rohe" Cash-Generation des operativen Geschäfts. EBIT zieht Abschreibungen ab. Jahresüberschuss kommt nach allen Abzügen (Zinsen, Steuern).

GKV vs UKV, die Klausur-Falle

Im Gesamtkostenverfahren (GKV) werden alle Aufwände nach Aufwandsart sortiert (Material, Personal, Abschreibungen). Bestandsveränderungen werden separat erfasst.

Im Umsatzkostenverfahren (UKV) werden Aufwände nach Funktionsbereichen sortiert (Herstellungskosten, Vertrieb, Verwaltung) und nur den verkauften Produkten zugeordnet.

VerfahrenStandard wo?Wie sortiert?
GKVMittelständische Unternehmen, HandwerkNach Aufwandsart
UKVInternationale Konzerne, IFRS-orientierteNach Funktionsbereich

Beide Verfahren liefern denselben Jahresüberschuss, nur die Darstellung unterscheidet sich.

Verbindung zur Bilanz

Der Jahresüberschuss aus der GuV fließt am Periodenende ins Eigenkapital der Bilanz:

GuV (Periode 2026)              Bilanz (31.12.2026)
─────────────────                ─────────────────
Erträge      500.000             Eigenkapital
- Aufwand   -420.000             ↑ wächst um 80.000
─────────────                    durch Jahresüberschuss
= Gewinn      80.000  ──────►   (oder schrumpft bei Verlust)

Klausur-Hinweis: "GuV ist der Film, Bilanz ist das Foto." Die GuV zeigt was im Geschäftsjahr passierte (Periodenrechnung). Die Bilanz zeigt den Stichtag-Status.

Klausur-Faustregel

Frage dich pro Posten:

  • Wertentstehung in der Periode → Ertrag (im Haben gebucht, GuV-Habenseite)
  • Wertminderung in der Periode → Aufwand (im Soll gebucht, GuV-Sollseite)

Geldzufluss/-abfluss ist ein anderes Thema (Cashflow-Rechnung), nicht GuV.

Typische Stolpersteine

Forderungseingang ≠ Ertrag. Wenn ein Kunde eine offene Rechnung bezahlt, ist das kein neuer Ertrag, der Ertrag wurde schon bei Rechnungsstellung gebucht.

Tilgung Bankdarlehen ≠ Aufwand. Die Rückzahlung von Schulden ist kein Aufwand, sondern eine Bilanzbewegung (Bank ↓ + Verbindlichkeiten ↓). Nur die Zinsen sind Aufwand.

Kauf einer Maschine ≠ sofortiger Aufwand wenn aktivierungspflichtig. Über die Nutzungsdauer als Abschreibungen → erst dann Aufwand.

Teil 2·Visualisierung / Interaktiv

Interaktiv verstehen

GuV-Rechner

Spiele mit den Werten: erhöhe Personalaufwand, reduziere Umsatzerlöse, ändere Zinsaufwand. Die Plattform berechnet automatisch EBIT, EBT und Jahresüberschuss live.

Interaktive Visualisierung

Gewinn- und Verlustrechnung mit Aufwand, Ertrag und Jahresüberschuss.

Probier das: verdoppele die Steuern. Was passiert mit EBIT? (nichts, EBIT ist vor Steuern). Was mit dem Jahresüberschuss? (sinkt um den Steuer-Aufschlag.) Klausur-Klassiker zur EBIT/EBT/Jahresüberschuss-Unterscheidung.

Teil 3·Quiz / Klausurfragen

Praxis-Übung

GuV-Praxis

Klausur-typische Rechenaufgaben: Jahresüberschuss bilden, EBIT/EBT berechnen, Erträge und Aufwendungen abgrenzen.

Klausurfragen mit Lösungen (6)

F1.Umsatzerlöse 450.000 €, betriebliche Aufwendungen 320.000 €, Zinsaufwand 20.000 €, Steuern 30.000 €. Wie hoch ist EBIT?

Antwort: 130000 €

Erklärung: EBIT = Umsatzerlöse − betriebliche Aufwendungen = 450.000 − 320.000 = 130.000 €. Zinsen und Steuern bleiben außen vor (Definition: 'Earnings Before Interest and Taxes').

Typ: Zahlen-Eingabe

F2.Aus der vorherigen Aufgabe: wie hoch ist der Jahresüberschuss?

Antwort: 80000 €

Erklärung: Jahresüberschuss = EBIT − Zinsen − Steuern = 130.000 − 20.000 − 30.000 = 80.000 €. Dieser Betrag fließt ins Eigenkapital.

Typ: Zahlen-Eingabe

F3.Die Beziehung GuV → Bilanz: ein positiver Jahresüberschuss erhöht das {{1}} der Bilanz.

Lösungen pro Lücke:

  • {{1}}: Eigenkapital / EK

Erklärung: Jahresüberschuss → Eigenkapital. Bei Verlust: Eigenkapital sinkt. So verbinden sich GuV (Periodenrechnung) und Bilanz (Stichtag).

Typ: Lückentext

F4.Wenn ein Kunde eine Rechnung von 5.000 € (offene Forderung) per Banküberweisung begleicht, entsteht ein neuer Ertrag in Höhe von 5.000 €.

Antwort: Falsch

Erklärung: FALSCH. Forderungseingang ist KEIN Ertrag, der Ertrag entstand bereits bei der Rechnungsstellung (Forderungen an Umsatzerlöse). Die Zahlung ist nur Aktiv-Tausch: Bank ↑, Forderung ↓. Klausur-Klassiker zur Periodenabgrenzung.

Typ: Wahr/Falsch

F5.EBITDA 200.000 €, Abschreibungen 40.000 €, Zinsen 25.000 €, Steuern 35.000 €. Wie hoch ist EBIT?

Antwort: 160000 €

Erklärung: EBIT = EBITDA − Abschreibungen = 200.000 − 40.000 = 160.000 €. EBITDA enthält D+A noch nicht abgezogen ('Before Depreciation and Amortization'). Klausur-Klassiker zur Kennzahlen-Hierarchie.

Typ: Zahlen-Eingabe

F6.Ein Aufwand wird auf der {{1}}-Seite des Aufwands-Kontos gebucht und mindert das Eigenkapital.

Lösungen pro Lücke:

  • {{1}}: Soll / soll

Erklärung: Aufwand → Soll-Buchung (verbraucht Vermögen → mindert EK langfristig). Erträge dagegen → Haben (erhöht EK). Eselsbrücke: 'Aufwand wie Aktiv' (beide im Soll bei Zugang/Buchung).

Typ: Lückentext

Teil 4·Quiz / Klausurfragen

Klausur-Quiz

Klausurfragen mit Lösungen (8)

F1.Welche der folgenden Posten sind ERTRÄGE in der GuV?

Richtige Antworten: Umsatzerlöse; Mieteinnahmen aus Untervermietung; Zinserträge auf Bankguthaben

Erklärung: Erträge: Umsatzerlöse, Mieteinnahmen, Zinserträge, alle erhöhen Eigenkapital. Material- und Personalaufwand sind Aufwendungen. Forderungseingang in bar ist KEIN Ertrag (nur Bilanz-Tausch Forderung → Bank), der Ertrag entstand schon bei Rechnungsstellung.

Typ: Multi-Select

F2.Erträge: 500.000 €. Aufwendungen: 420.000 €. Wie hoch ist der Jahresüberschuss?

Antwort: 80000 €

Erklärung: Jahresüberschuss = Erträge − Aufwendungen = 500.000 − 420.000 = 80.000 €. Dieser Betrag fließt ins Eigenkapital der Bilanz und vergrößert es entsprechend.

Typ: Zahlen-Eingabe

F3.Sortiere die GuV-Positionen in der richtigen Reihenfolge des Gesamtkostenverfahrens:

Richtige Reihenfolge:

  1. Umsatzerlöse
  2. Materialaufwand
  3. Personalaufwand
  4. Abschreibungen
  5. = Betriebsergebnis (EBIT)
  6. − Zinsen
  7. − Steuern vom Einkommen und Ertrag
  8. = Jahresüberschuss

Erklärung: GKV-Reihenfolge: Umsatz oben → Aufwendungen abziehen → EBIT → Finanzergebnis (Zinsen) → Steuern → Jahresüberschuss. Vereinfacht ohne Bestandsveränderungen, aber das Schema bleibt gleich.

Typ: Reihenfolge

F4.Der Jahresüberschuss aus der GuV erhöht das Eigenkapital in der Bilanz.

Antwort: Wahr

Erklärung: Klassische Verbindung GuV ↔ Bilanz: positiver Jahresüberschuss (Gewinn) erhöht das Eigenkapital, Jahresfehlbetrag (Verlust) mindert es. Das ist warum sich GuV-Aufwendungen indirekt auf die Eigenkapitalquote auswirken.

Typ: Wahr/Falsch

F5.Ordne die GuV-Position der Kategorie zu:

Zuordnungen:

  • Umsatzerlöse → Betrieblicher Ertrag
  • Personalaufwand → Betrieblicher Aufwand
  • Zinsen für Bankdarlehen → Finanzaufwand
  • Gewerbesteuer → Steuern

Erklärung: GuV-Strukturierung in vier Blöcke: betriebliche Erträge + Aufwendungen → EBIT, dann Finanzergebnis (Zinsen, Beteiligungserträge), dann Steuern. Pflicht-Wissen für die Posten-Zuordnung.

Typ: Zuordnung

F6.EBIT steht für 'Earnings Before {{1}} and {{2}}' und entspricht dem Betriebsergebnis vor diesen beiden Posten.

Lösungen pro Lücke:

  • {{1}}: Interest / interest / Zinsen
  • {{2}}: Taxes / taxes / Steuern

Erklärung: EBIT = Earnings Before Interest and Taxes = Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Wichtigste Vergleichs-Kennzahl für operatives Geschäft, da Finanzierungs- und Steuer-Effekte ausgeklammert werden.

Typ: Lückentext

F7.Wodurch unterscheiden sich Gesamtkostenverfahren (GKV) und Umsatzkostenverfahren (UKV)?

Antwort: GKV sortiert Aufwendungen nach Aufwandsart, UKV nach Funktionsbereichen

Erklärung: Beide Verfahren sind nach HGB § 275 zugelassen und liefern identischen Jahresüberschuss, nur die Darstellung unterscheidet sich. GKV = nach Material/Personal/Abschreibungen sortiert. UKV = nach Herstellung/Vertrieb/Verwaltung. UKV ist international (IFRS) Standard, GKV in DE traditionell.

F8.Umsatzerlöse 800.000 €, betriebliche Aufwendungen 600.000 €, Zinsen 30.000 €, Steuern 50.000 €. Wie hoch ist EBIT?

Antwort: 200000 €

Erklärung: EBIT = Umsatzerlöse − betriebliche Aufwendungen = 800.000 − 600.000 = 200.000 €. Zinsen und Steuern sind NICHT enthalten (das ist die Definition: 'Before Interest and Taxes'). Jahresüberschuss wäre EBIT − Zinsen − Steuern = 200.000 − 30.000 − 50.000 = 120.000 €.

Typ: Zahlen-Eingabe

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