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  • Einführung
  • Stufe 1, Kostenartenrechnung
  • Stufe 2, Kostenstellenrechnung (BAB)
  • Stufe 3, Kostenträgerrechnung
  • Innerbetriebliche Leistungsverrechnung (IBLV), Vertiefung
  • Klausur-Strategie
ThemenRechnungswesenKostenarten, Kostenstellen, Kostenträger
Rechnungswesen·4Lerneinheiten·20min·Stand02.08.2026

Kostenarten, Kostenstellen, Kostenträger.

Die Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) folgt einem Drei-Stufen-Modell: Kostenarten (was?) → Kostenstellen (wo?) → Kostenträger (wofür?). Pflichtthema in BWL, WI und WiIng, der Betriebsabrechnungsbogen (BAB) ist der Klausur-Klassiker dazu.

Was du in der Klausur können musst:

  • Kostenarten klassifizieren: nach Verbrauchsart (Material, Personal, Abschreibungen), Verrechnungsart (Einzelkosten vs. Gemeinkosten) und Verhalten (fix vs. variabel)
  • Kostenstellen unterscheiden: Hilfsstellen (z.B. Strom, Reparatur) vs. Hauptstellen (Material, Fertigung, Verwaltung, Vertrieb)
  • BAB lesen + füllen: Verteilungsschlüssel anwenden, Spalten- und Zeilensummen bilden
  • Innerbetriebliche Leistungsverrechnung (IBLV): Hilfskostenstellen auf Hauptkostenstellen umlegen (Anbau-, Stufenleiter-, Gleichungsverfahren)
  • Kostenträger ableiten: aus Hauptkostenstellen-Belastung pro Stück oder pro Auftrag

In Klausuren oft gefragt: "Verteile die Gemeinkosten laut BAB", "Welche Hauptkostenstelle ist Energie-intensiv?", "Berechne die Selbstkosten pro Stück". Plus Konzeptfragen: warum Hilfsstellen?

Welche Arten von Kosten fallen überhaupt an? Klassifikation nach mehreren Achsen.

Nach Verbrauchsart:

  • Materialkosten (Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe)
  • Personalkosten (Löhne, Gehälter, Sozialabgaben)
  • Abschreibungen (Anlagen-Werteverzehr)
  • Kalkulatorische Kosten: kalkulatorischer Unternehmerlohn, kalkulatorische Zinsen auf das betriebsnotwendige Kapital (nicht nur Eigenkapital), kalkulatorische Miete, kalkulatorische Wagnisse, kalkulatorische Abschreibungen
  • Fremdleistungen, Steuern, Mieten, Energie, Versicherungen, ...

Nach Verrechnungsart (Klausur-Pflicht):

TypBeispielEigenschaft
EinzelkostenMaterial direkt für Produkt Adirekt zurechenbar
GemeinkostenStrom, Miete, VerwaltungVerteilung über BAB nötig

Faustregel: Einzelkosten = "auf der Stückliste" zurechenbar. Gemeinkosten = entstehen für mehrere Produkte gemeinsam.

Wo entstehen die Kosten? Der Betriebsabrechnungsbogen (BAB) verteilt die Gemeinkosten auf Kostenstellen.

Hilfsstellen (geben Leistung an andere ab):

  • Energie / Strom
  • Reparatur / Werkstatt
  • IT / Gebäude

Hauptstellen (werden über Zuschlagssätze oder andere Bezugsgrößen auf Kostenträger verrechnet):

  • Material
  • Fertigung
  • Verwaltung
  • Vertrieb
                  Hilfsstellen     Hauptstellen
                  Energie | Repara | Material | Fertigung | Vertrieb | Verwaltung
─────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────
Hilfsstoffe        600   |  200   |   4.800  |    2.000  |    400   |    800
Personal         5.000   |  3.000 |   5.000  |   25.000  |  12.500  |    7.500
Energie            ...   |  ...   |    ...   |     ...   |   ...    |     ...
─────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────
Σ primaer       11.500   |  5.200 |  20.000  |   55.000  |  20.000  |   18.000

Verteilungs-Schlüssel sind die Klausur-Pflicht. Beispiele:

  • Energie auf Stellen: nach kWh-Verbrauch
  • Mieten: nach m² Fläche je Stelle
  • Personalkosten: direkt (Lohnzettel) oder nach Stellenbesetzung
  • Abschreibungen: nach Buchwert der dort genutzten Anlagen

Wofür sind die Kosten? Die Kostenträger sind die Produkte/Aufträge, die die Kosten "verursacht" haben. Selbstkosten setzen sich klassisch in zwei Stufen zusammen:

  Materialeinzelkosten (MEK)
+ Materialgemeinkosten (MGK)
+ Fertigungseinzelkosten (FEK)
+ Fertigungsgemeinkosten (FGK)
─────────────────────────────────
= Herstellkosten (HK)

+ Verwaltungsgemeinkosten (VwGK)
+ Vertriebsgemeinkosten (VtGK)
─────────────────────────────────
= Selbstkosten (SK)

Wichtig: Verwaltung gehört in die Selbstkosten, sie geht aber nicht in die Herstellkosten (relevant z.B. für die HGB-Bilanz-Bewertung). Die Verrechnung von Hauptkostenstellen auf Kostenträger erfolgt über Zuschlagsätze (siehe Topic Divisions-/Zuschlagskalkulation):

MGK-Zuschlag=MGKMEK⋅100 %\text{MGK-Zuschlag} = \dfrac{\text{MGK}}{\text{MEK}} \cdot 100\,\%MGK-Zuschlag=MEKMGK​⋅100%

FGK-Zuschlag=FGKFEK⋅100 %\text{FGK-Zuschlag} = \dfrac{\text{FGK}}{\text{FEK}} \cdot 100\,\%FGK-Zuschlag=FEKFGK​⋅100%

VwGK-Zuschlag=VwGKHK⋅100 %\text{VwGK-Zuschlag} = \dfrac{\text{VwGK}}{\text{HK}} \cdot 100\,\%VwGK-Zuschlag=HKVwGK​⋅100%

VtGK-Zuschlag=VtGKHK (oder HK des Umsatzes)⋅100 %\text{VtGK-Zuschlag} = \dfrac{\text{VtGK}}{\text{HK (oder HK des Umsatzes)}} \cdot 100\,\%VtGK-Zuschlag=HK (oder HK des Umsatzes)VtGK​⋅100%

Hilfsstellen geben Leistung an andere Stellen ab (Strom, Reparaturen). Bevor wir die Hauptstellen kalkulieren können, müssen Hilfsstellen umgelegt werden.

Drei Verfahren:

  1. Anbauverfahren, Hilfsstellen-Kosten direkt nur auf Hauptstellen verteilt (ignoriert gegenseitige Hilfeleistungen). Einfach, aber ungenau.

  2. Stufenleiter-Verfahren, sequentiell: Hilfsstelle 1 wird verteilt, dann Hilfsstelle 2 (mit anteilig zugeschlagenen Kosten von Stelle 1). Klausur-Klassiker.

  3. Gleichungs-Verfahren, gegenseitige Verflechtung als lineares Gleichungssystem. Mathematisch genau, aufwendig.

Beispiel Stufenleiter:

Energie-Stelle: 12.000 €
  → 30 % an Reparatur-Stelle = 3.600 €
  → 70 % an Hauptstellen = 8.400 €

Reparatur-Stelle: 5.000 € + 3.600 € (von Energie) = 8.600 €
  → 100 % auf Hauptstellen
Frage-TypVorgehen
"Verteile primär nach BAB"Kostenarten × Schlüssel-% in Tabelle eintragen
"Anteilige Energiekosten Fertigung"Energie-Total × Fertigungs-Schlüssel
"IBLV nach Stufenleiter"Reihenfolge meist in der Aufgabe vorgegeben. Falls nicht: nach Leistungsbeziehungen ordnen, vorgelagerte Hilfsstelle zuerst. Achtung: Stufenleiter berücksichtigt Hilfsstellen-Leistungen nur einseitig/sequentiell, gegenseitige Verflechtungen vollständig nur im Gleichungsverfahren.
"Selbstkosten/Stück"Einproduktfall: Σ Gemeinkosten ÷ Stückzahl + Einzelkosten/Stück. Mehrproduktfall: Gemeinkosten über Zuschlagssätze (MGK/FGK/VwGK/VtGK) auf jeden Kostenträger umlegen.

Faustregel zum Mitnehmen: der BAB ist eine 2D-Tabelle, Zeilen = Kostenarten, Spalten = Kostenstellen. Schlüssel sind in Prozent angegeben, du multiplizierst pro Zelle. Die Zeilensumme ist die Kostenart-Summe (= Gesamt), die Spaltensumme ist die Belastung der Kostenstelle.

Ein realistisches Beispiel mit 5 Kostenarten und 4 Hauptkostenstellen. Klick auf einzelne Zellen siehst du die Berechnung. Ein Slider verstellt den Energie-Anteil der Fertigung, beobachte wie sich die Spaltensumme von Fertigung verschiebt.

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Beobachte: wenn die Fertigung Energie-intensiver wird (Slider hoch), steigt ihre Spaltensumme stark an. Material/Vertrieb/Verwaltung bekommen anteilig weniger. Klausur-Klassiker: "Bei welchem Energie-Schlüssel sind Material und Fertigung gleich belastet?"

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Inhalt dieser Übersicht

  1. Erklärung(Erklärung)
  2. Interaktiv verstehen(Visualisierung / Interaktiv)
  3. Praxis-Übung(Quiz / Klausurfragen)
  4. Klausur-Quiz(Quiz / Klausurfragen)
Teil 1·Erklärung

Erklärung

Die Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) folgt einem Drei-Stufen-Modell: Kostenarten (was?) → Kostenstellen (wo?) → Kostenträger (wofür?). Pflichtthema in BWL, WI und WiIng, der Betriebsabrechnungsbogen (BAB) ist der Klausur-Klassiker dazu.

Was du in der Klausur können musst:

  • Kostenarten klassifizieren: nach Verbrauchsart (Material, Personal, Abschreibungen), Verrechnungsart (Einzelkosten vs. Gemeinkosten) und Verhalten (fix vs. variabel)
  • Kostenstellen unterscheiden: Hilfsstellen (z.B. Strom, Reparatur) vs. Hauptstellen (Material, Fertigung, Verwaltung, Vertrieb)
  • BAB lesen + füllen: Verteilungsschlüssel anwenden, Spalten- und Zeilensummen bilden
  • Innerbetriebliche Leistungsverrechnung (IBLV): Hilfskostenstellen auf Hauptkostenstellen umlegen (Anbau-, Stufenleiter-, Gleichungsverfahren)
  • Kostenträger ableiten: aus Hauptkostenstellen-Belastung pro Stück oder pro Auftrag

In Klausuren oft gefragt: "Verteile die Gemeinkosten laut BAB", "Welche Hauptkostenstelle ist Energie-intensiv?", "Berechne die Selbstkosten pro Stück". Plus Konzeptfragen: warum Hilfsstellen?

Stufe 1, Kostenartenrechnung

Welche Arten von Kosten fallen überhaupt an? Klassifikation nach mehreren Achsen.

Nach Verbrauchsart:

  • Materialkosten (Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe)
  • Personalkosten (Löhne, Gehälter, Sozialabgaben)
  • Abschreibungen (Anlagen-Werteverzehr)
  • Kalkulatorische Kosten: kalkulatorischer Unternehmerlohn, kalkulatorische Zinsen auf das betriebsnotwendige Kapital (nicht nur Eigenkapital), kalkulatorische Miete, kalkulatorische Wagnisse, kalkulatorische Abschreibungen
  • Fremdleistungen, Steuern, Mieten, Energie, Versicherungen, ...

Nach Verrechnungsart (Klausur-Pflicht):

TypBeispielEigenschaft
EinzelkostenMaterial direkt für Produkt Adirekt zurechenbar
GemeinkostenStrom, Miete, VerwaltungVerteilung über BAB nötig

Faustregel: Einzelkosten = "auf der Stückliste" zurechenbar. Gemeinkosten = entstehen für mehrere Produkte gemeinsam.

Stufe 2, Kostenstellenrechnung (BAB)

Wo entstehen die Kosten? Der Betriebsabrechnungsbogen (BAB) verteilt die Gemeinkosten auf Kostenstellen.

Hilfsstellen (geben Leistung an andere ab):

  • Energie / Strom
  • Reparatur / Werkstatt
  • IT / Gebäude

Hauptstellen (werden über Zuschlagssätze oder andere Bezugsgrößen auf Kostenträger verrechnet):

  • Material
  • Fertigung
  • Verwaltung
  • Vertrieb
                  Hilfsstellen     Hauptstellen
                  Energie | Repara | Material | Fertigung | Vertrieb | Verwaltung
─────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────
Hilfsstoffe        600   |  200   |   4.800  |    2.000  |    400   |    800
Personal         5.000   |  3.000 |   5.000  |   25.000  |  12.500  |    7.500
Energie            ...   |  ...   |    ...   |     ...   |   ...    |     ...
─────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────
Σ primaer       11.500   |  5.200 |  20.000  |   55.000  |  20.000  |   18.000

Verteilungs-Schlüssel sind die Klausur-Pflicht. Beispiele:

  • Energie auf Stellen: nach kWh-Verbrauch
  • Mieten: nach m² Fläche je Stelle
  • Personalkosten: direkt (Lohnzettel) oder nach Stellenbesetzung
  • Abschreibungen: nach Buchwert der dort genutzten Anlagen

Stufe 3, Kostenträgerrechnung

Wofür sind die Kosten? Die Kostenträger sind die Produkte/Aufträge, die die Kosten "verursacht" haben. Selbstkosten setzen sich klassisch in zwei Stufen zusammen:

  Materialeinzelkosten (MEK)
+ Materialgemeinkosten (MGK)
+ Fertigungseinzelkosten (FEK)
+ Fertigungsgemeinkosten (FGK)
─────────────────────────────────
= Herstellkosten (HK)

+ Verwaltungsgemeinkosten (VwGK)
+ Vertriebsgemeinkosten (VtGK)
─────────────────────────────────
= Selbstkosten (SK)

Wichtig: Verwaltung gehört in die Selbstkosten, sie geht aber nicht in die Herstellkosten (relevant z.B. für die HGB-Bilanz-Bewertung). Die Verrechnung von Hauptkostenstellen auf Kostenträger erfolgt über Zuschlagsätze (siehe Topic Divisions-/Zuschlagskalkulation):

MGK-Zuschlag = MGK/MEK · 100 \%

FGK-Zuschlag = FGK/FEK · 100 \%

VwGK-Zuschlag = VwGK/HK · 100 \%

VtGK-Zuschlag = VtGK/(HK (oder HK des Umsatzes)) · 100 \%

Innerbetriebliche Leistungsverrechnung (IBLV), Vertiefung

Hilfsstellen geben Leistung an andere Stellen ab (Strom, Reparaturen). Bevor wir die Hauptstellen kalkulieren können, müssen Hilfsstellen umgelegt werden.

Drei Verfahren:

  1. Anbauverfahren, Hilfsstellen-Kosten direkt nur auf Hauptstellen verteilt (ignoriert gegenseitige Hilfeleistungen). Einfach, aber ungenau.

  2. Stufenleiter-Verfahren, sequentiell: Hilfsstelle 1 wird verteilt, dann Hilfsstelle 2 (mit anteilig zugeschlagenen Kosten von Stelle 1). Klausur-Klassiker.

  3. Gleichungs-Verfahren, gegenseitige Verflechtung als lineares Gleichungssystem. Mathematisch genau, aufwendig.

Beispiel Stufenleiter:

Energie-Stelle: 12.000 €
  → 30 % an Reparatur-Stelle = 3.600 €
  → 70 % an Hauptstellen = 8.400 €

Reparatur-Stelle: 5.000 € + 3.600 € (von Energie) = 8.600 €
  → 100 % auf Hauptstellen

Klausur-Strategie

Frage-TypVorgehen
"Verteile primär nach BAB"Kostenarten × Schlüssel-% in Tabelle eintragen
"Anteilige Energiekosten Fertigung"Energie-Total × Fertigungs-Schlüssel
"IBLV nach Stufenleiter"Reihenfolge meist in der Aufgabe vorgegeben. Falls nicht: nach Leistungsbeziehungen ordnen, vorgelagerte Hilfsstelle zuerst. Achtung: Stufenleiter berücksichtigt Hilfsstellen-Leistungen nur einseitig/sequentiell, gegenseitige Verflechtungen vollständig nur im Gleichungsverfahren.
"Selbstkosten/Stück"Einproduktfall: Σ Gemeinkosten ÷ Stückzahl + Einzelkosten/Stück. Mehrproduktfall: Gemeinkosten über Zuschlagssätze (MGK/FGK/VwGK/VtGK) auf jeden Kostenträger umlegen.

Faustregel zum Mitnehmen: der BAB ist eine 2D-Tabelle, Zeilen = Kostenarten, Spalten = Kostenstellen. Schlüssel sind in Prozent angegeben, du multiplizierst pro Zelle. Die Zeilensumme ist die Kostenart-Summe (= Gesamt), die Spaltensumme ist die Belastung der Kostenstelle.

Teil 2·Visualisierung / Interaktiv

Interaktiv verstehen

Interaktiver BAB

Ein realistisches Beispiel mit 5 Kostenarten und 4 Hauptkostenstellen. Klick auf einzelne Zellen siehst du die Berechnung. Ein Slider verstellt den Energie-Anteil der Fertigung, beobachte wie sich die Spaltensumme von Fertigung verschiebt.

Interaktive Visualisierung

Interaktive Komponente: probiere sie im Topic-Player oben aus.

Beobachte: wenn die Fertigung Energie-intensiver wird (Slider hoch), steigt ihre Spaltensumme stark an. Material/Vertrieb/Verwaltung bekommen anteilig weniger. Klausur-Klassiker: "Bei welchem Energie-Schlüssel sind Material und Fertigung gleich belastet?"

Teil 3·Quiz / Klausurfragen

Praxis-Übung

Praxis-Übung, BAB-Berechnungen

Klausur-typische Konstellationen rund um Kostenarten/-stellen.

Klausurfragen mit Lösungen (6)

F1.Energie-Gesamtkosten 12.000 €, Fertigung erhält 65 % laut BAB. Wieviel € entfallen auf Fertigung?

Antwort: 7800 €

Erklärung: 12.000 · 65 % = 12.000 · 0,65 = 7.800 €. Verteilung über Schlüssel-Prozent ist KLR-Pflicht-Mechanik.

Typ: Zahlen-Eingabe

F2.Welcher Begriff beschreibt Kosten, die direkt einem Produkt zurechenbar sind?

Antwort: Einzelkosten

Erklärung: Einzelkosten sind direkt zurechenbar (z.B. Material laut Stückliste). Gemeinkosten entstehen für mehrere Produkte gemeinsam und brauchen den BAB-Verteilungs-Schritt.

F3.Reparatur-Hilfsstelle 8.000 €, gibt 30 % an Energie-Hilfsstelle ab. Restliche 70 % gehen auf Hauptstellen. Wie hoch ist der zusätzliche Betrag, den die Energie-Hilfsstelle von der Reparatur-Hilfsstelle erhält?

Antwort: 2400 €

Erklärung: 30 % von 8.000 € = 2.400 €. Bei der Stufenleiter-IBLV wird das den primären Energie-Kosten zugeschlagen, die Gesamtbelastung der Energie-Stelle hängt zusätzlich von ihren eigenen primären Kosten ab.

Typ: Zahlen-Eingabe

F4.Welche der folgenden Stellen sind typische Hauptkostenstellen (mehrere richtig)?

Richtige Antworten: Material; Fertigung; Vertrieb; Verwaltung

Erklärung: Hauptkostenstellen verrechnen direkt zum Kostenträger: Material, Fertigung, Vertrieb, Verwaltung. Energie und Reparatur sind Hilfsstellen, sie geben Leistung an andere Stellen ab.

Typ: Multi-Select

F5.BAB-Spaltensumme Fertigung 55.000 €. Die Fertigungs-Einzelkosten betragen 220.000 €. Wie hoch ist der Fertigungs-Gemeinkosten-Zuschlag in Prozent?

Antwort: 25 % (Toleranz ±0.5)

Erklärung: Zuschlagsatz = GK / EK · 100 = 55.000 / 220.000 · 100 = 25 %. Diese Quote wird auf jeden Fertigungsauftrag angewandt: für jeden 1 € Lohn fallen 0,25 € Fertigungs-Gemeinkosten an.

Typ: Zahlen-Eingabe

F6.Energie-Stelle 10.000 € (primär), bekommt 1.500 € von Reparatur via Stufenleiter. Davon gehen 60 % an Fertigung. Wie viel Energie wird der Fertigung belastet?

Antwort: 6900 €

Erklärung: Energie-Total nach IBLV = 10.000 + 1.500 = 11.500 €. Fertigungs-Anteil = 11.500 · 60 % = 6.900 €.

Typ: Zahlen-Eingabe

Teil 4·Quiz / Klausurfragen

Klausur-Quiz

Klausur-Quiz, Kostenarten & BAB

Sechs Fragen zur Drei-Stufen-Mechanik der KLR.

Klausurfragen mit Lösungen (6)

F1.Was ist der primäre Zweck eines Betriebsabrechnungsbogens (BAB)?

Antwort: Gemeinkosten auf Kostenstellen zu verteilen

Erklärung: BAB = Verteilungs-Tabelle der Gemeinkosten auf Kostenstellen. Einzelkosten brauchen den BAB nicht (sind direkt zurechenbar), Bilanz/Steuer sind externes Rechnungswesen.

F2.Welche Reihenfolge entspricht dem KLR-Drei-Stufen-Modell?

Antwort: Kostenart → Kostenstelle → Kostenträger

Erklärung: Kostenarten (was?) → Kostenstellen (wo?) → Kostenträger (wofür?). Klausur-Pflicht-Reihenfolge.

F3.Hilfskostenstellen verrechnen ihre Kosten direkt auf Kostenträger.

Antwort: Falsch

Erklärung: Falsch. Hilfsstellen (Energie, Reparatur) geben ihre Kosten an Hauptstellen ab (innerbetriebliche Leistungsverrechnung). Erst Hauptstellen verrechnen auf Kostenträger.

Typ: Wahr/Falsch

F4.Welcher Verteilungs-Schlüssel passt am besten für Mietkosten auf Kostenstellen?

Antwort: Genutzte Quadratmeter (m²) pro Stelle

Erklärung: Mieten werden nach Flächenverbrauch (m²) verteilt, die Stelle, die mehr Fläche nutzt, trägt mehr Miete. m² als Bezugsgröße ist KLR-Standard für Raumkosten.

F5.Warum ist das Stufenleiter-Verfahren der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung dem Anbauverfahren überlegen?

Antwort: Es berücksichtigt gegenseitige Leistungen zwischen Hilfsstellen teilweise

Erklärung: Stufenleiter berücksichtigt sequentiell: Hilfsstelle A wird verteilt, dann Hilfsstelle B (inklusive der A-Anteile). Das Anbauverfahren ignoriert solche Verflechtungen ganz. Vollständig genau ist nur das Gleichungsverfahren.

F6.Materialgemeinkosten = 30.000 €, Material-Einzelkosten = 150.000 €. Wie hoch ist der MGK-Zuschlagssatz?

Antwort: 20 % (Toleranz ±0.5)

Erklärung: MGK-Zuschlag = MGK / MEK · 100 = 30.000 / 150.000 · 100 = 20 %. Auf jeden Material-Einzelkosten-Euro kommen 20 Cent Material-Gemeinkosten dazu, Klausur-Standard zur Selbstkosten-Kalkulation.

Typ: Zahlen-Eingabe

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