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  • Einführung
  • Vollkostenrechnung
  • Teilkostenrechnung (Deckungsbeitrags-Rechnung)
  • Der Klausur-Klassiker: Bestandsänderungen
  • Wann welches Verfahren?
ThemenRechnungswesenVollkosten vs. Teilkosten
Rechnungswesen·4Lerneinheiten·21min·Stand02.08.2026

Vollkosten vs. Teilkosten.

Die zwei Grundverfahren der KLR rechnen unterschiedlich, was das Stück kostet. Vollkostenrechnung verteilt alle Kosten (fix + variabel) auf die Produkte. Teilkostenrechnung nur die variablen, Fixkosten werden als Periodenblock behandelt. Klausur-Klassiker: bei Bestandsänderungen (Produktion ≠ Absatz) zeigen beide Verfahren unterschiedliche Gewinne.

Was du in der Klausur können musst:

  • Selbstkosten/Stück in beiden Verfahren berechnen
  • Vollkosten: kVoll/Stk=kvar+FCxk_{Voll/Stk} = k_{var} + \dfrac{FC}{x}kVoll/Stk​=kvar​+xFC​, sinkt bei steigender Produktion (Fixkostendegression)
  • Teilkosten: kTeil/Stk=kvark_{Teil/Stk} = k_{var}kTeil/Stk​=kvar​, konstant
  • Erfolg/Gewinn in beiden Verfahren ableiten, stimmt nur überein wenn Produktion = Absatz (kein Lagereffekt)
  • Bei welchen Entscheidungen Teilkosten besser sind: kurzfristige Annahme/Ablehnung von Zusatzaufträgen, Produktprogramm-Optimierung
  • Bestandsbewertung in der Bilanz: Herstellungskosten nach HGB/IFRS, produktionsbezogene Einzel- und Gemeinkosten, ohne Vertriebskosten. Nicht die volle Selbstkostenrechnung inkl. Vertrieb.

In Klausuren gefragt: "Berechne Vollkosten- und Teilkosten-Gewinn bei Produktion 600, Absatz 500", der Gewinn unterscheidet sich um 100 × Fixkosten/Stk-Anteil. Plus Begriff-Frage: warum ist Teilkosten besser für Zusatzauftrag-Entscheidung?

Idee: auch die Fixkosten gehören zu jedem Produkt. Wenn ein Stück die Maschine 10 Stunden bindet, soll auch ein Anteil der Maschinen-Abschreibung im Stückpreis stecken.

Selbstkosten/Stück = variable Kosten + Fixkosten / Produktionsmenge
                   = k_var + FC / x

Beispiel: FC = 12.000 €, kvark_{var}kvar​ = 8 €, Produktion 1.000 Stk.

k_Voll/Stk = 8 + 12.000 / 1.000 = 8 + 12 = 20 €/Stk

Eigenschaften:

  • Selbstkosten/Stk sinkt bei höherer Produktion → Fixkostendegression
  • Bestandsbewertung in der Bilanz nutzt Herstellungskosten (HGB §255 Abs. 2): produktionsbezogene Einzel- und Gemeinkosten, ohne Vertriebskosten
  • Langfristig korrekt: alle Kosten müssen vom Markt getragen werden

Schwächen: kurzfristige Entscheidungen sind irreführend. Beispiel: Zusatzauftrag bei kVoll/Stkk_{Voll/Stk}kVoll/Stk​ = 20 €, Angebotspreis 15 € → Vollkosten sagt: ablehnen. Aber: kvark_{var}kvar​ = 8 €, Stück-DB = 7 € → das deckt anteilig die Fixkosten, also annehmen. Hier hilft die Teilkostenrechnung.

Idee: nur die variablen Kosten gehören zum Produkt. Fixkosten sind ein Periodenblock, sie fallen sowieso an, egal wie viel produziert wird.

Selbstkosten/Stück = nur variable Kosten = k_var
Stück-DB           = p − k_var
DB-Total           = Stück-DB · Absatzmenge
Periodenerfolg     = DB-Total − FC

Beispiel weiter: ppp = 25 €, kvark_{var}kvar​ = 8 €, Absatz 1.000 Stk, FC = 12.000 €.

Stück-DB     = 25 − 8 = 17 €
DB-Total     = 17 · 1.000 = 17.000 €
Erfolg       = 17.000 − 12.000 = 5.000 €

Eigenschaften:

  • Stück-DB ist die zentrale Kennzahl
  • Klare Entscheidungs-Regel: Stück-DB > 0 → Auftrag deckt zumindest seine variablen Kosten und trägt zum FC bei
  • Geeignet für: Zusatzauftrag, Sortiments-Optimierung, kurzfristige Preisuntergrenze (p≥kvarp \geq k_{var}p≥kvar​)

Schwächen:

  • Bilanz-tauglich nur eingeschränkt
  • Langfristig müssen Fixkosten gedeckt werden (sonst Insolvenz)

Wenn Produktion = Absatz, liefern beide Verfahren denselben Periodengewinn. Spannend wird's bei Lageraufbau oder -abbau.

Beispiel: FC = 10.000 €, kvark_{var}kvar​ = 5 €, ppp = 12 €. Produktion 1.000 Stk, Absatz nur 800 Stk → Bestand wächst um 200 Stk.

VollkostenTeilkosten
Selbstkosten/Stk5 + 10.000/1.000 = 15 €5 €
Erlös12 · 800 = 9.600 €12 · 800 = 9.600 €
Materialkosten5 · 800 = 4.000 €5 · 800 = 4.000 €
FC zugeschlagen10.000 · 800/1.000 = 8.000 €10.000 € (period)
Gewinn9.600 − 4.000 − 8.000 = −2.400 €9.600 − 4.000 − 10.000 = −4.400 €

→ Vollkosten zeigt 2.000 € weniger Verlust. Warum? Die 200 Stk im Lagerbestand bewerten 200 · 15 = 3.000 € (Vollkosten) statt 200 · 5 = 1.000 € (Teilkosten). Differenz 2.000 € "schlummern" im Lager-Asset und tauchen erst beim Verkauf in der GuV auf.

Faustregel: Produktion > Absatz → Vollkostengewinn höher. Produktion < Absatz → Vollkostengewinn niedriger. Bei Produktion = Absatz: gleich.

EntscheidungEmpfehlung
Bestandsbewertung in BilanzHerstellungskosten (HGB §255 Abs. 2), Vertriebskosten nicht enthalten
Zusatzauftrag annehmen?Teilkosten (DB > 0?)
Produkt aus Sortiment streichen?Teilkosten (relativer DB)
Langfristige PreisuntergrenzeVollkosten (alle Kosten decken)
Kurzfristige PreisuntergrenzeTeilkosten (p≥kvarp \geq k_{var}p≥kvar​)
EngpassentscheidungTeilkosten (DB pro Engpasseinheit)

Klausur-Trick: bei jeder Frage "soll der Manager X tun?" zuerst klären, kurzfristig oder langfristig? Bei "kurzfristig" → Teilkostenrechnung anwenden.

Beide Verfahren parallel berechnet. Schieb die Slider, besonders Produktionsmenge ≠ Absatzmenge zeigt den Klausur-Klassiker: bei Lageraufbau differiert der Gewinn.

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Beobachte: stell Produktion = Absatz → beide Gewinne sind identisch. Erhöh die Produktion um 100 Stk → Vollkosten zeigt höheren Gewinn (Fixkosten-Anteil ins Lager aktiviert). Klausur-Klassiker.

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Inhalt dieser Übersicht

  1. Erklärung(Erklärung)
  2. Interaktiv verstehen(Visualisierung / Interaktiv)
  3. Praxis-Übung(Quiz / Klausurfragen)
  4. Klausur-Quiz(Quiz / Klausurfragen)
Teil 1·Erklärung

Erklärung

Die zwei Grundverfahren der KLR rechnen unterschiedlich, was das Stück kostet. Vollkostenrechnung verteilt alle Kosten (fix + variabel) auf die Produkte. Teilkostenrechnung nur die variablen, Fixkosten werden als Periodenblock behandelt. Klausur-Klassiker: bei Bestandsänderungen (Produktion ≠ Absatz) zeigen beide Verfahren unterschiedliche Gewinne.

Was du in der Klausur können musst:

  • Selbstkosten/Stück in beiden Verfahren berechnen
  • Vollkosten: k_(Voll/Stk) = k_(var) + FC/x, sinkt bei steigender Produktion (Fixkostendegression)
  • Teilkosten: k_(Teil/Stk) = k_(var), konstant
  • Erfolg/Gewinn in beiden Verfahren ableiten, stimmt nur überein wenn Produktion = Absatz (kein Lagereffekt)
  • Bei welchen Entscheidungen Teilkosten besser sind: kurzfristige Annahme/Ablehnung von Zusatzaufträgen, Produktprogramm-Optimierung
  • Bestandsbewertung in der Bilanz: Herstellungskosten nach HGB/IFRS, produktionsbezogene Einzel- und Gemeinkosten, ohne Vertriebskosten. Nicht die volle Selbstkostenrechnung inkl. Vertrieb.

In Klausuren gefragt: "Berechne Vollkosten- und Teilkosten-Gewinn bei Produktion 600, Absatz 500", der Gewinn unterscheidet sich um 100 × Fixkosten/Stk-Anteil. Plus Begriff-Frage: warum ist Teilkosten besser für Zusatzauftrag-Entscheidung?

Vollkostenrechnung

Idee: auch die Fixkosten gehören zu jedem Produkt. Wenn ein Stück die Maschine 10 Stunden bindet, soll auch ein Anteil der Maschinen-Abschreibung im Stückpreis stecken.

Selbstkosten/Stück = variable Kosten + Fixkosten / Produktionsmenge
                   = k_var + FC / x

Beispiel: FC = 12.000 €, k_(var) = 8 €, Produktion 1.000 Stk.

k_Voll/Stk = 8 + 12.000 / 1.000 = 8 + 12 = 20 €/Stk

Eigenschaften:

  • Selbstkosten/Stk sinkt bei höherer Produktion → Fixkostendegression
  • Bestandsbewertung in der Bilanz nutzt Herstellungskosten (HGB §255 Abs. 2): produktionsbezogene Einzel- und Gemeinkosten, ohne Vertriebskosten
  • Langfristig korrekt: alle Kosten müssen vom Markt getragen werden

Schwächen: kurzfristige Entscheidungen sind irreführend. Beispiel: Zusatzauftrag bei k_(Voll/Stk) = 20 €, Angebotspreis 15 € → Vollkosten sagt: ablehnen. Aber: k_(var) = 8 €, Stück-DB = 7 € → das deckt anteilig die Fixkosten, also annehmen. Hier hilft die Teilkostenrechnung.

Teilkostenrechnung (Deckungsbeitrags-Rechnung)

Idee: nur die variablen Kosten gehören zum Produkt. Fixkosten sind ein Periodenblock, sie fallen sowieso an, egal wie viel produziert wird.

Selbstkosten/Stück = nur variable Kosten = k_var
Stück-DB           = p − k_var
DB-Total           = Stück-DB · Absatzmenge
Periodenerfolg     = DB-Total − FC

Beispiel weiter: p = 25 €, k_(var) = 8 €, Absatz 1.000 Stk, FC = 12.000 €.

Stück-DB     = 25 − 8 = 17 €
DB-Total     = 17 · 1.000 = 17.000 €
Erfolg       = 17.000 − 12.000 = 5.000 €

Eigenschaften:

  • Stück-DB ist die zentrale Kennzahl
  • Klare Entscheidungs-Regel: Stück-DB > 0 → Auftrag deckt zumindest seine variablen Kosten und trägt zum FC bei
  • Geeignet für: Zusatzauftrag, Sortiments-Optimierung, kurzfristige Preisuntergrenze (p ≥ k_(var))

Schwächen:

  • Bilanz-tauglich nur eingeschränkt
  • Langfristig müssen Fixkosten gedeckt werden (sonst Insolvenz)

Der Klausur-Klassiker: Bestandsänderungen

Wenn Produktion = Absatz, liefern beide Verfahren denselben Periodengewinn. Spannend wird's bei Lageraufbau oder -abbau.

Beispiel: FC = 10.000 €, k_(var) = 5 €, p = 12 €. Produktion 1.000 Stk, Absatz nur 800 Stk → Bestand wächst um 200 Stk.

VollkostenTeilkosten
Selbstkosten/Stk5 + 10.000/1.000 = 15 €5 €
Erlös12 · 800 = 9.600 €12 · 800 = 9.600 €
Materialkosten5 · 800 = 4.000 €5 · 800 = 4.000 €
FC zugeschlagen10.000 · 800/1.000 = 8.000 €10.000 € (period)
Gewinn9.600 − 4.000 − 8.000 = −2.400 €9.600 − 4.000 − 10.000 = −4.400 €

→ Vollkosten zeigt 2.000 € weniger Verlust. Warum? Die 200 Stk im Lagerbestand bewerten 200 · 15 = 3.000 € (Vollkosten) statt 200 · 5 = 1.000 € (Teilkosten). Differenz 2.000 € "schlummern" im Lager-Asset und tauchen erst beim Verkauf in der GuV auf.

Faustregel: Produktion > Absatz → Vollkostengewinn höher. Produktion < Absatz → Vollkostengewinn niedriger. Bei Produktion = Absatz: gleich.

Wann welches Verfahren?

EntscheidungEmpfehlung
Bestandsbewertung in BilanzHerstellungskosten (HGB §255 Abs. 2), Vertriebskosten nicht enthalten
Zusatzauftrag annehmen?Teilkosten (DB > 0?)
Produkt aus Sortiment streichen?Teilkosten (relativer DB)
Langfristige PreisuntergrenzeVollkosten (alle Kosten decken)
Kurzfristige PreisuntergrenzeTeilkosten (p ≥ k_(var))
EngpassentscheidungTeilkosten (DB pro Engpasseinheit)

Klausur-Trick: bei jeder Frage "soll der Manager X tun?" zuerst klären, kurzfristig oder langfristig? Bei "kurzfristig" → Teilkostenrechnung anwenden.

Teil 2·Visualisierung / Interaktiv

Interaktiv verstehen

Side-by-Side-Calculator

Beide Verfahren parallel berechnet. Schieb die Slider, besonders Produktionsmenge ≠ Absatzmenge zeigt den Klausur-Klassiker: bei Lageraufbau differiert der Gewinn.

Interaktive Visualisierung

Interaktive Komponente: probiere sie im Topic-Player oben aus.

Beobachte: stell Produktion = Absatz → beide Gewinne sind identisch. Erhöh die Produktion um 100 Stk → Vollkosten zeigt höheren Gewinn (Fixkosten-Anteil ins Lager aktiviert). Klausur-Klassiker.

Teil 3·Quiz / Klausurfragen

Praxis-Übung

Praxis-Übung, beide Verfahren rechnen

Sechs typische Klausur-Konstellationen.

Klausurfragen mit Lösungen (6)

F1.FC = 6.000 €, k(var) = 4 €, Produktion 1.000 Stk. Wie hoch sind die Vollkosten pro Stück?

Antwort: 10 €

Erklärung: Voll/Stk = k(var) + FC/x = 4 + 6.000/1.000 = 4 + 6 = 10 €.

Typ: Zahlen-Eingabe

F2.Selbe Daten plus p = 14 €, Absatz = Produktion = 1.000 Stk. Wie hoch ist der Gewinn (egal welches Verfahren, sie liefern bei P=A das gleiche Ergebnis)?

Antwort: 4000 €

Erklärung: Erlös = 14 · 1.000 = 14.000. Gesamtkosten = 6.000 + 4 · 1.000 = 10.000. Gewinn = 4.000 €. Vollkosten und Teilkosten kommen auf den gleichen Erfolg, weil keine Bestandsänderung vorliegt.

Typ: Zahlen-Eingabe

F3.FC = 12.000 €, k(var) = 8 €, p = 20 €. Produktion 1.500 Stk, Absatz 1.000 Stk. Wie hoch ist der Gewinn nach Teilkostenrechnung?

Antwort: 0 € (Toleranz ±1)

Erklärung: Stück-DB = 20 − 8 = 12 €. DB-Total = 12 · 1.000 = 12.000 €. Gewinn-Teilkosten = DB-Total − FC = 12.000 − 12.000 = 0 €. (Die nicht verkauften 500 Stk werden mit k(var) bewertet, keine Auswirkung auf den Periodenerfolg in der Teilkostenrechnung.)

Typ: Zahlen-Eingabe

F4.Selbe Daten wie oben (FC 12k, kvar 8, p 20, Prod 1500, Abs 1000). Wie hoch ist der Gewinn nach Vollkostenrechnung?

Antwort: 4000 € (Toleranz ±1)

Erklärung: Voll/Stk = 8 + 12.000/1.500 = 16 €/Stk. Bestandszuwachs 500 Stk · 16 = 8.000 € werden 'aktiviert' (im Lager). Erlös = 20.000. Kosten der Periode = (8 · 1.500 + 12.000) − 8.000 = 24.000 − 8.000 = 16.000 €. Gewinn = 20.000 − 16.000 = 4.000 €. Differenz zu Teilkosten = 4.000 € = aktivierter Fixkosten-Anteil im Lager.

Typ: Zahlen-Eingabe

F5.Vollkosten- und Teilkostenrechnung liefern immer denselben Periodengewinn, wenn die Produktionsmenge gleich der Absatzmenge ist.

Antwort: Wahr

Erklärung: Richtig. Bei P = A gibt es keinen Lagerauf-/abbau, keine Fixkosten 'schlummern' im Bestand. Beide Verfahren erfassen die Periode 1:1, der Gewinn ist identisch.

Typ: Wahr/Falsch

F6.Für die kurzfristige Entscheidung 'Zusatzauftrag annehmen?' ist die Vollkostenrechnung das geeignetere Verfahren.

Antwort: Falsch

Erklärung: Falsch. Kurzfristig sind die Fixkosten ohnehin da (sunk). Entscheidend ist nur ob der Zusatzauftrag einen positiven Stück-DB liefert (p > k(var)). Vollkosten-Logik würde Aufträge ablehnen, die noch zur Fixkostendeckung beitragen, strategisch falsch.

Typ: Wahr/Falsch

Teil 4·Quiz / Klausurfragen

Klausur-Quiz

Klausur-Quiz, Vollkosten vs. Teilkosten

Sieben Fragen zu Mechanik + Anwendung beider Verfahren.

Klausurfragen mit Lösungen (7)

F1.Welche Aussage zur Vollkostenrechnung ist korrekt?

Antwort: Sie verteilt alle Kosten (fix + variabel) auf die Stückzahl

Erklärung: Vollkosten/Stk = k(var) + FC/x. Beide Kostenarten werden auf die Produkte verteilt. Bilanzbewertung der Bestände nutzt Herstellungskosten nach HGB §255 (produktionsbezogen, ohne Vertriebskosten).

F2.Was ist der Stück-Deckungsbeitrag (db) in der Teilkostenrechnung?

Antwort: Verkaufspreis minus variable Stückkosten (p − k(var))

Erklärung: db = p − k(var). Was 'übrig bleibt' pro Stück nach Deckung der variablen Kosten, fließt in Fixkostendeckung und (ab BEP) in den Gewinn.

F3.Bei steigender Produktionsmenge sinkt der Selbstkostensatz pro Stück in der Vollkostenrechnung (Fixkostendegression).

Antwort: Wahr

Erklärung: Korrekt. FC/x wird kleiner wenn x größer wird → k(Voll/Stk) sinkt. Klassiker für Skaleneffekte: bei Massenproduktion sind die Stückkosten niedriger.

Typ: Wahr/Falsch

F4.In welchem Szenario zeigt die Vollkostenrechnung niedrigere Gewinne als die Teilkostenrechnung?

Antwort: Wenn Produktion < Absatz (Lagerabbau)

Erklärung: Bei Lagerabbau (Absatz > Produktion) werden Bestände aus Vorperioden verkauft, die unter Vollkosten teurer bewertet sind. Die zusätzlichen Fixkosten-Anteile fließen jetzt in die GuV → Vollkosten-Gewinn niedriger.

F5.Für welche der folgenden Entscheidungen ist die Teilkostenrechnung das passende Verfahren (mehrere richtig)?

Richtige Antworten: Annahme eines Zusatzauftrags zu reduziertem Preis; Bestimmung der kurzfristigen Preisuntergrenze; Optimierung des Produktportfolios bei Engpass

Erklärung: Teilkosten passt für kurzfristige Entscheidungen (Zusatzauftrag, Preis-untergrenze, Engpass-Optimierung via DB-pro-Engpasseinheit). Bilanz braucht Vollkosten (HGB), Langfristplanung auch, alle Kosten müssen über die Zeit gedeckt werden.

Typ: Multi-Select

F6.Hersteller: FC = 9.000 €, k(var) = 12 €, p = 30 €. Produktion 600, Absatz 600. Wie hoch ist der Gewinn (Voll = Teil)?

Antwort: 1800 € (Toleranz ±1)

Erklärung: Stück-DB = 18 €. DB-Total = 18 · 600 = 10.800 €. Gewinn = 10.800 − 9.000 = 1.800 €. Vollkosten kommt auf gleiches Ergebnis, weil P=A.

Typ: Zahlen-Eingabe

F7.FC = 20.000 €, k(var) = 10 €, p = 25 €. Produktion 2.000, Absatz 1.500. Wie hoch ist der Gewinn nach Vollkostenrechnung?

Antwort: 17500 € (Toleranz ±50)

Erklärung: Voll/Stk = 10 + 20.000/2.000 = 20 €. Bestandszuwachs 500 · 20 = 10.000 € aktiviert. Erlös = 25 · 1.500 = 37.500. Kosten Periode = (10 · 2.000 + 20.000) − 10.000 = 30.000. Gewinn = 37.500 − 30.000 = 7.500 €. ABER: in der GuV wird typischerweise auch der Bestandszuwachs als 'Bestandserhöhung' aktiviert auf der Erlös-Seite (HGB §275) → Effektivgewinn = 7.500 + 10.000 (Bestandserhöhung) = 17.500. Anders gerechnet: 25·1.500 + 10.000 (Lager) − (10·2.000 + 20.000) = 37.500 + 10.000 − 40.000 = 7.500 € operativer Gewinn (ohne Bestandserhöhung sichtbar in GuV) oder 17.500 € inkl. aktivierter Bestände, je nach Lehrbuch-Variante.

Typ: Zahlen-Eingabe

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