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  • Einführung
  • Die Grundgleichung
  • Aktiva: Mittelverwendung
  • Passiva: Mittelherkunft
  • Bilanz in einer Tabelle
  • Wichtige Bilanzkennzahlen
  • Klausur-Faustregel
  • Typischer Stolperstein
ThemenRechnungswesenBilanz: Aktiva und Passiva mit Tabelle + Beispiel (Rewe)
Rechnungswesen·4Lerneinheiten·22min·Stand02.08.2026

Bilanz: Aktiva und Passiva mit Tabelle + Beispiel (Rewe).

Bilanz: Aktiva und Passiva

Die Bilanz ist eine Stichtags-Übersicht des Unternehmensvermögens und seiner Finanzierung, links steht das Vermögen (Aktiva), rechts die Quellen (Passiva). Sie ist der Pflicht-Bestandteil des Jahresabschlusses und in jeder BWL-Klausur erstes Semester gefragt.

Was du in der Klausur können musst:

  • Bilanz-Aufbau: Aktiv-Seite und Passiv-Seite, Mittelverwendung vs Mittelherkunft
  • Bilanzgleichung: Aktiva = Passiva (immer)
  • Anlage- vs Umlaufvermögen auf der Aktivseite, Eigen- vs Fremdkapital auf der Passivseite
  • Bilanzposten zuordnen zur richtigen Bilanz-Position (Klausur-Klassiker)
  • Bilanzsumme lesen + Bilanzkennzahlen (Eigenkapitalquote, Anlagedeckungsgrad)
  • Bilanzpositionen-Reihenfolge nach Liquidität (Aktiva) bzw. Fristigkeit (Passiva)

In Klausuren oft gefragt: Ordne diese Posten der richtigen Bilanzseite zu und Berechne die Eigenkapitalquote. Das sind Pflicht-Aufgaben in BWL-1, WI-1 und WiIng-1.

        AKTIVA   =   PASSIVA
   (Mittelverwendung)  (Mittelherkunft)

Bilanzgleichung: Summe Aktiva=Summe Passiva\text{Summe Aktiva} = \text{Summe Passiva}Summe Aktiva=Summe Passiva. Das ist keine Sortier-Konvention, sondern eine Gleichgewichts-Bedingung. Jede Buchung wirkt auf beide Seiten so, dass die Gleichung erhalten bleibt.

Aktiv-Seite (links) zeigt: was haben wir? Vermögen. Passiv-Seite (rechts) zeigt: woher kommt das Geld? Eigenkapital + Schulden.

Die Aktiv-Seite ist nach Liquidität sortiert, von "schwer zu Geld zu machen" oben nach "ist schon Geld" unten.

Anlagevermögen (soll dem Unternehmen dauerhaft dienen, § 247 Abs. 2 HGB)

  • Immaterielle Vermögensgegenstände: Patente, Software-Lizenzen, Geschäfts- oder Firmenwert
  • Sachanlagen: Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge
  • Finanzanlagen: Anteile an Tochterunternehmen, langfristige Wertpapiere

Umlaufvermögen (nicht dauerhaft, im Geschäftsablauf umgesetzt)

  • Vorräte: Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, fertige Erzeugnisse
  • Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: noch nicht bezahlt von Kunden
  • Wertpapiere des Umlaufvermögens
  • Liquide Mittel: Bank, Kasse

Abgrenzung nach § 247 HGB: Entscheidend ist die Zweckbestimmung, soll der Vermögensgegenstand dem Geschäftsbetrieb dauerhaft dienen, gehört er zum Anlagevermögen, sonst zum Umlaufvermögen. Die Faustregel "länger als 1 Jahr / kürzer als 1 Jahr" funktioniert in vielen Fällen, ist aber nicht das Kriterium des HGB. Beispiel: ein Lkw, der nur ein halbes Jahr genutzt wird, soll trotzdem dauerhaft dem Betrieb dienen → Anlagevermögen.

Die Passiv-Seite ist nach Fristigkeit sortiert, Eigenkapital ganz oben (steht dem Unternehmen unbegrenzt zur Verfügung), kurzfristige Schulden ganz unten.

Eigenkapital

  • Gezeichnetes Kapital (bei AG: Grundkapital, bei GmbH: Stammkapital)
  • Kapitalrücklage + Gewinnrücklagen
  • Bilanzgewinn / Bilanzverlust

Fremdkapital

  • Rückstellungen: ungewisse Verbindlichkeiten (Pensionen, Steuern, Garantieverpflichtungen)
  • Verbindlichkeiten: klar bestimmte Schulden
    • Bankdarlehen, Anleihen
    • Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
    • sonstige Verbindlichkeiten

Eigen- vs Fremdkapital: Eigenkapital trägt Verlust-Risiko (Eigentümer-Kapital, kein Rückzahlungsanspruch). Fremdkapital ist Schuld an Dritte (muss zurückgezahlt werden, oft mit Zinsen).

┌──────────────────── BILANZ zum 31.12.2026 ────────────────────┐
│ AKTIVA                              │ PASSIVA                  │
├──────────────────────────────────────┼──────────────────────────┤
│ A. Anlagevermögen                    │ A. Eigenkapital          │
│   I. Immaterielle Werte    50.000   │   I. Gezeichnet  100.000 │
│   II. Sachanlagen        300.000   │   II. Rücklagen   80.000 │
│   III. Finanzanlagen      40.000   │   III. Gewinn      30.000 │
│                                      │                          │
│ B. Umlaufvermögen                    │ B. Rückstellungen 50.000│
│   I. Vorräte             100.000   │                          │
│   II. Forderungen        80.000   │ C. Verbindlichkeiten     │
│   III. Bank/Kasse         30.000   │   gegenüber Banken 200.000│
│                                      │   aus L+L         140.000│
│                                      │                          │
│ Bilanzsumme            600.000      │ Bilanzsumme       600.000│
└──────────────────────────────────────┴──────────────────────────┘

Eigenkapitalquote = Eigenkapital / Bilanzsumme

Im Beispiel: 210.000 / 600.000 = 35%

Hohe Eigenkapitalquote = solide finanziert, niedrige Insolvenz-Wahrscheinlichkeit. Faustregel: Industrie ≥ 30%, Handel ≥ 20%.

Goldene Bilanzregel, zwei Varianten:

  • Strenge goldene Bilanzregel: Anlagevermögen muss vollständig durch Eigenkapital gedeckt sein. Anlagendeckungsgrad I=EigenkapitalAnlagevermo¨gen>100 %\text{Anlagendeckungsgrad I} = \frac{\text{Eigenkapital}}{\text{Anlagevermögen}} > 100\,\%Anlagendeckungsgrad I=Anlagevermo¨genEigenkapital​>100%
  • Erweiterte goldene Bilanzregel: Anlagevermögen muss durch langfristiges Kapital (EK + langfristiges FK) gedeckt sein. Anlagendeckungsgrad II=EK+langfristiges FKAnlagevermo¨gen>100 %\text{Anlagendeckungsgrad II} = \frac{\text{EK} + \text{langfristiges FK}}{\text{Anlagevermögen}} > 100\,\%Anlagendeckungsgrad II=Anlagevermo¨genEK+langfristiges FK​>100%

In der Praxis wird meist die erweiterte Variante als realistisches Ziel betrachtet, die strenge ist für Industrie-/Anlagen-intensive Unternehmen oft nicht erfüllbar.

Frage dich pro Posten: Ist es Vermögen (was wir haben)? → links, Aktiva. Oder ist es Schuld / Eigenkapital (woher das Geld kommt)? → rechts, Passiva.

Bei Forderungen ist es Vermögen (jemand schuldet UNS Geld). Bei Verbindlichkeiten ist es Schuld (WIR schulden jemandem Geld).

Verwechslung Forderungen vs Verbindlichkeiten:

  • Du hast eine Forderung = jemand schuldet dir → Aktiv (du wirst was bekommen)
  • Du hast eine Verbindlichkeit = du schuldest jemandem → Passiv (du musst was zahlen)

Bargeld auf der Bank ist NICHT identisch zu Bankdarlehen!

  • "Bank" als Aktivposten = dein Guthaben (Vermögen)
  • "Bankdarlehen" oder "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten" = deine Schuld bei der Bank (Passiv)

Klicke vorgegebene Bilanz-Posten auf die richtige Seite (Aktiva oder Passiva). Bilanzsumme + Eigenkapitalquote werden live berechnet, falsche Zuordnungen werden farblich markiert.

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Klausur-Tipp: Bei jedem Posten frag dich: ist es Vermögen (was wir haben → Aktiv) oder Schuld/Eigenkapital (woher das Geld kommt → Passiv)? Forderungen sind Aktiv (jemand schuldet UNS), Verbindlichkeiten sind Passiv (WIR schulden jemandem).

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Inhalt dieser Übersicht

  1. Erklärung(Erklärung)
  2. Interaktiv verstehen(Visualisierung / Interaktiv)
  3. Praxis-Übung(Quiz / Klausurfragen)
  4. Klausur-Quiz(Quiz / Klausurfragen)
Teil 1·Erklärung

Erklärung

Bilanz: Aktiva und Passiva

Die Bilanz ist eine Stichtags-Übersicht des Unternehmensvermögens und seiner Finanzierung, links steht das Vermögen (Aktiva), rechts die Quellen (Passiva). Sie ist der Pflicht-Bestandteil des Jahresabschlusses und in jeder BWL-Klausur erstes Semester gefragt.

Was du in der Klausur können musst:

  • Bilanz-Aufbau: Aktiv-Seite und Passiv-Seite, Mittelverwendung vs Mittelherkunft
  • Bilanzgleichung: Aktiva = Passiva (immer)
  • Anlage- vs Umlaufvermögen auf der Aktivseite, Eigen- vs Fremdkapital auf der Passivseite
  • Bilanzposten zuordnen zur richtigen Bilanz-Position (Klausur-Klassiker)
  • Bilanzsumme lesen + Bilanzkennzahlen (Eigenkapitalquote, Anlagedeckungsgrad)
  • Bilanzpositionen-Reihenfolge nach Liquidität (Aktiva) bzw. Fristigkeit (Passiva)

In Klausuren oft gefragt: Ordne diese Posten der richtigen Bilanzseite zu und Berechne die Eigenkapitalquote. Das sind Pflicht-Aufgaben in BWL-1, WI-1 und WiIng-1.

Die Grundgleichung

        AKTIVA   =   PASSIVA
   (Mittelverwendung)  (Mittelherkunft)

Bilanzgleichung: Summe Aktiva = Summe Passiva. Das ist keine Sortier-Konvention, sondern eine Gleichgewichts-Bedingung. Jede Buchung wirkt auf beide Seiten so, dass die Gleichung erhalten bleibt.

Aktiv-Seite (links) zeigt: was haben wir? Vermögen. Passiv-Seite (rechts) zeigt: woher kommt das Geld? Eigenkapital + Schulden.

Aktiva: Mittelverwendung

Die Aktiv-Seite ist nach Liquidität sortiert, von "schwer zu Geld zu machen" oben nach "ist schon Geld" unten.

Anlagevermögen (soll dem Unternehmen dauerhaft dienen, § 247 Abs. 2 HGB)
  • Immaterielle Vermögensgegenstände: Patente, Software-Lizenzen, Geschäfts- oder Firmenwert
  • Sachanlagen: Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge
  • Finanzanlagen: Anteile an Tochterunternehmen, langfristige Wertpapiere
Umlaufvermögen (nicht dauerhaft, im Geschäftsablauf umgesetzt)
  • Vorräte: Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, fertige Erzeugnisse
  • Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: noch nicht bezahlt von Kunden
  • Wertpapiere des Umlaufvermögens
  • Liquide Mittel: Bank, Kasse

Abgrenzung nach § 247 HGB: Entscheidend ist die Zweckbestimmung, soll der Vermögensgegenstand dem Geschäftsbetrieb dauerhaft dienen, gehört er zum Anlagevermögen, sonst zum Umlaufvermögen. Die Faustregel "länger als 1 Jahr / kürzer als 1 Jahr" funktioniert in vielen Fällen, ist aber nicht das Kriterium des HGB. Beispiel: ein Lkw, der nur ein halbes Jahr genutzt wird, soll trotzdem dauerhaft dem Betrieb dienen → Anlagevermögen.

Passiva: Mittelherkunft

Die Passiv-Seite ist nach Fristigkeit sortiert, Eigenkapital ganz oben (steht dem Unternehmen unbegrenzt zur Verfügung), kurzfristige Schulden ganz unten.

Eigenkapital
  • Gezeichnetes Kapital (bei AG: Grundkapital, bei GmbH: Stammkapital)
  • Kapitalrücklage + Gewinnrücklagen
  • Bilanzgewinn / Bilanzverlust
Fremdkapital
  • Rückstellungen: ungewisse Verbindlichkeiten (Pensionen, Steuern, Garantieverpflichtungen)
  • Verbindlichkeiten: klar bestimmte Schulden
    • Bankdarlehen, Anleihen
    • Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
    • sonstige Verbindlichkeiten

Eigen- vs Fremdkapital: Eigenkapital trägt Verlust-Risiko (Eigentümer-Kapital, kein Rückzahlungsanspruch). Fremdkapital ist Schuld an Dritte (muss zurückgezahlt werden, oft mit Zinsen).

Bilanz in einer Tabelle

┌──────────────────── BILANZ zum 31.12.2026 ────────────────────┐
│ AKTIVA                              │ PASSIVA                  │
├──────────────────────────────────────┼──────────────────────────┤
│ A. Anlagevermögen                    │ A. Eigenkapital          │
│   I. Immaterielle Werte    50.000   │   I. Gezeichnet  100.000 │
│   II. Sachanlagen        300.000   │   II. Rücklagen   80.000 │
│   III. Finanzanlagen      40.000   │   III. Gewinn      30.000 │
│                                      │                          │
│ B. Umlaufvermögen                    │ B. Rückstellungen 50.000│
│   I. Vorräte             100.000   │                          │
│   II. Forderungen        80.000   │ C. Verbindlichkeiten     │
│   III. Bank/Kasse         30.000   │   gegenüber Banken 200.000│
│                                      │   aus L+L         140.000│
│                                      │                          │
│ Bilanzsumme            600.000      │ Bilanzsumme       600.000│
└──────────────────────────────────────┴──────────────────────────┘

Wichtige Bilanzkennzahlen

Eigenkapitalquote = Eigenkapital / Bilanzsumme

Im Beispiel: 210.000 / 600.000 = 35%

Hohe Eigenkapitalquote = solide finanziert, niedrige Insolvenz-Wahrscheinlichkeit. Faustregel: Industrie ≥ 30%, Handel ≥ 20%.

Goldene Bilanzregel, zwei Varianten:

  • Strenge goldene Bilanzregel: Anlagevermögen muss vollständig durch Eigenkapital gedeckt sein. Anlagendeckungsgrad I = Eigenkapital/(Anlagevermögen) > 100 \%
  • Erweiterte goldene Bilanzregel: Anlagevermögen muss durch langfristiges Kapital (EK + langfristiges FK) gedeckt sein. Anlagendeckungsgrad II = (EK + langfristiges FK)/(Anlagevermögen) > 100 \%

In der Praxis wird meist die erweiterte Variante als realistisches Ziel betrachtet, die strenge ist für Industrie-/Anlagen-intensive Unternehmen oft nicht erfüllbar.

Klausur-Faustregel

Frage dich pro Posten: Ist es Vermögen (was wir haben)? → links, Aktiva. Oder ist es Schuld / Eigenkapital (woher das Geld kommt)? → rechts, Passiva.

Bei Forderungen ist es Vermögen (jemand schuldet UNS Geld). Bei Verbindlichkeiten ist es Schuld (WIR schulden jemandem Geld).

Typischer Stolperstein

Verwechslung Forderungen vs Verbindlichkeiten:

  • Du hast eine Forderung = jemand schuldet dir → Aktiv (du wirst was bekommen)
  • Du hast eine Verbindlichkeit = du schuldest jemandem → Passiv (du musst was zahlen)

Bargeld auf der Bank ist NICHT identisch zu Bankdarlehen!

  • "Bank" als Aktivposten = dein Guthaben (Vermögen)
  • "Bankdarlehen" oder "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten" = deine Schuld bei der Bank (Passiv)
Teil 2·Visualisierung / Interaktiv

Interaktiv verstehen

Bilanz-Builder

Klicke vorgegebene Bilanz-Posten auf die richtige Seite (Aktiva oder Passiva). Bilanzsumme + Eigenkapitalquote werden live berechnet, falsche Zuordnungen werden farblich markiert.

Interaktive Visualisierung

Baut eine Bilanz aus Aktiv- und Passiv-Positionen mit Bilanzgleichung.

Klausur-Tipp: Bei jedem Posten frag dich: ist es Vermögen (was wir haben → Aktiv) oder Schuld/Eigenkapital (woher das Geld kommt → Passiv)? Forderungen sind Aktiv (jemand schuldet UNS), Verbindlichkeiten sind Passiv (WIR schulden jemandem).

Teil 3·Quiz / Klausurfragen

Praxis-Übung

Bilanz-Praxis

Übe an typischen Aufgabenstellungen aus Klausuren, Bilanzposten zuordnen, Bilanzsumme bilden, Eigenkapitalquote berechnen.

Klausurfragen mit Lösungen (6)

F1.Eigenkapital 80.000 €, Bilanzsumme 200.000 €. Eigenkapitalquote = {{1}} %

Lösungen pro Lücke:

  • {{1}}: 40 / 40,0 / 40.0

Erklärung: EK-Quote = EK / Bilanzsumme = 80.000 / 200.000 = 0,40 = 40 %. Faustregel: ≥ 30 % gilt als solide.

Typ: Lückentext

F2.Forderungen aus L+L gehören zur Bilanzseite {{1}} und in die Position {{2}}.

Lösungen pro Lücke:

  • {{1}}: Aktiva / Aktiv / aktiv
  • {{2}}: Umlaufvermögen / Umlauf / UV

Erklärung: Forderungen sind Vermögen (jemand schuldet UNS) → Aktiva. Sie werden im Geschäftsjahr umgesetzt → Umlaufvermögen, nicht Anlagevermögen.

Typ: Lückentext

F3.Aktiva: 50.000 € Maschinen + 30.000 € Vorräte + 20.000 € Forderungen + 10.000 € Bank. Wie hoch ist die Bilanzsumme?

Antwort: 110000 €

Erklärung: Bilanzsumme = Summe aller Aktiva = 50.000 + 30.000 + 20.000 + 10.000 = 110.000 €. Per Bilanzgleichung muss die Passiv-Seite ebenfalls 110.000 € summieren.

Typ: Zahlen-Eingabe

F4.Eine Bilanz mit Bilanzsumme 500.000 €, Eigenkapital 100.000 €, Anlagevermögen 200.000 €. Anlagedeckungsgrad I = {{1}} %

Lösungen pro Lücke:

  • {{1}}: 50 / 50,0 / 50.0

Erklärung: Anlagedeckungsgrad I = EK / AV = 100.000 / 200.000 = 50 %. Goldene Bilanzregel verlangt > 100 %, d.h. AV vollständig durch EK gedeckt, hier nicht erfüllt.

Typ: Lückentext

F5.Wenn die Bilanzsumme der Aktivseite größer ist als die der Passivseite, hat das Unternehmen einen Gewinn erzielt.

Antwort: Falsch

Erklärung: FALSCH. Aktiva = Passiva ist eine Identität (Bilanzgleichung), keine Rechen-Aussage über Gewinn. Wenn die Summen nicht übereinstimmen, liegt ein Buchungs-Fehler vor, nicht Gewinn oder Verlust. Gewinn zeigt sich im Eigenkapital-Anstieg, nicht in der Bilanzsumme.

Typ: Wahr/Falsch

F6.Bilanzsumme vorher: 300.000 €. Eigenkapital vorher: 90.000 €. Das Unternehmen erwirtschaftet 30.000 € Jahresüberschuss. Wie hoch ist die neue Eigenkapitalquote in Prozent?

Antwort: 36.36 % (Toleranz ±0.5)

Erklärung: Neues EK = 90.000 + 30.000 = 120.000 €. Neue Bilanzsumme = 300.000 + 30.000 = 330.000 € (Gewinn erhöht beide Seiten gleich). EK-Quote = 120.000 / 330.000 = 36,36 %.

Typ: Zahlen-Eingabe

Teil 4·Quiz / Klausurfragen

Klausur-Quiz

Klausurfragen mit Lösungen (8)

F1.Welche der folgenden Posten gehören auf die Aktivseite einer Bilanz?

Richtige Antworten: Maschinen; Forderungen aus L+L; Bank (Guthaben); Vorräte

Erklärung: Aktiva = Vermögen → Maschinen, Forderungen, Bank-Guthaben, Vorräte. Passiva = Eigenkapital + Verbindlichkeiten + Bankdarlehen. Klausur-Klassiker zur Aktiv-/Passiv-Erkennung.

Typ: Multi-Select

F2.Eigenkapital 210.000 €, Bilanzsumme 600.000 €. Wie hoch ist die Eigenkapitalquote in Prozent?

Antwort: 35 % (Toleranz ±0.5)

Erklärung: Eigenkapitalquote = EK / Bilanzsumme = 210.000 / 600.000 = 0,35 = 35 %. Faustregel: Industrie ≥ 30 % gilt als solide.

Typ: Zahlen-Eingabe

F3.Sortiere die Aktiv-Posten nach Liquidität (von 'oben in der Bilanz, schwer zu Geld machbar' nach 'unten, ist schon Geld'):

Richtige Reihenfolge:

  1. Patente
  2. Grundstücke
  3. Vorräte
  4. Forderungen aus L+L
  5. Kasse

Erklärung: Aktivseite ist nach Liquidität sortiert: Anlagevermögen oben (immateriell → Sachanlagen), dann Umlaufvermögen (Vorräte → Forderungen → Kasse). Patente sind immateriell → ganz oben. Kasse ist sofort Geld → ganz unten.

Typ: Reihenfolge

F4.Die Bilanzsumme der Aktivseite muss IMMER gleich der Bilanzsumme der Passivseite sein.

Antwort: Wahr

Erklärung: Das ist die Bilanzgleichung: Aktiva = Passiva. Sie folgt daraus, dass jede Mittelverwendung (Aktiv) ihre Mittelherkunft (Passiv) hat. Wenn die Bilanz nicht ausgeglichen ist, liegt ein Buchungs- oder Übertragungs-Fehler vor.

Typ: Wahr/Falsch

F5.Ordne den Posten der richtigen Bilanz-Kategorie zu:

Zuordnungen:

  • Maschinen → Anlagevermögen (Aktiv)
  • Forderungen aus L+L → Umlaufvermögen (Aktiv)
  • Gezeichnetes Kapital → Eigenkapital (Passiv)
  • Bankdarlehen → Fremdkapital (Passiv)

Erklärung: Anlagevermögen = langfristig (Maschinen). Umlaufvermögen = kurzfristig (Forderungen). Eigenkapital = Kapital der Eigentümer (gezeichnetes Kapital). Fremdkapital = Schulden bei Dritten (Bankdarlehen).

Typ: Zuordnung

F6.Aktiva: 100.000 € Sachanlagen + 50.000 € Vorräte + 30.000 € Forderungen + 20.000 € Bank. Wie hoch ist die Bilanzsumme?

Antwort: 200000 €

Erklärung: Bilanzsumme = Summe aller Aktiv-Posten = 100.000 + 50.000 + 30.000 + 20.000 = 200.000 €. Die Passivseite muss nach der Bilanzgleichung ebenfalls 200.000 € summieren.

Typ: Zahlen-Eingabe

F7.Was ist das Hauptunterscheidungsmerkmal zwischen Anlage- und Umlaufvermögen nach § 247 HGB?

Antwort: Anlagevermögen soll dem Geschäftsbetrieb dauerhaft dienen, Umlaufvermögen ist nicht dauerhaft bestimmt

Erklärung: Nach § 247 Abs. 2 HGB ist das Kriterium die Zweckbestimmung: Anlagevermögen soll dem Geschäftsbetrieb DAUERHAFT dienen (Maschinen, Gebäude). Umlaufvermögen ist nicht dauerhaft bestimmt, z.B. Vorräte (Verkauf), Forderungen, Bank. Die '>1 Jahr'-Faustregel passt oft, ist aber nicht das gesetzliche Kriterium.

F8.Die strenge goldene Bilanzregel besagt: {{1}} sollte vollständig durch {{2}} gedeckt sein (Anlagendeckungsgrad I > 100 %). Die erweiterte Variante erlaubt zusätzlich langfristiges Fremdkapital.

Lösungen pro Lücke:

  • {{1}}: Anlagevermögen / das Anlagevermögen
  • {{2}}: Eigenkapital / EK

Erklärung: Strenge goldene Bilanzregel: AV durch EK gedeckt (Anlagendeckungsgrad I > 100 %). Erweiterte Variante (in der Praxis üblicher): AV durch EK + langfristiges FK (Anlagendeckungsgrad II > 100 %). Grundgedanke: langfristig gebundenes Vermögen langfristig finanzieren.

Typ: Lückentext

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