Mehrstufige Experimente
Was wenn wir zweimal würfeln? Oder dreimal ziehen?
Faustregel: Wenn die Stufen unabhängig sind (eine beeinflusst die andere nicht), dann multiplizieren wir die Wahrscheinlichkeiten:
P(A und B) = P(A) · P(B)
Beispiel: Zweimal würfeln, beide Male eine Sechs.
P(Sechs) = 1/6 pro Wurf
P(zweimal Sechs) = 1/6 · 1/6 = 1/36 ≈ 2,8 \%
Beispiel: Münze dreimal, alle Male Kopf.
P = (1/2)³ = 1/8 = 12,5 \%
Bei abhängigen Stufen (z.B. Karte ziehen ohne Zurücklegen) ist die Formel komplizierter — kommt in fortgeschrittenen Themen.
Das Gesetz der großen Zahlen
Du würfelst 6-mal. Kommt jede Zahl genau einmal? Nein, fast nie. Vielleicht ist die Sechs zweimal dabei, die Drei gar nicht.
Du würfelst 600-mal. Jede Zahl etwa 100-mal? Ungefähr ja, aber Abweichungen sind normal — vielleicht 95-mal Sechs, 110-mal Drei.
Du würfelst 6 Millionen Mal. Jede Zahl etwa 1 Million? Ja, sehr genau. Die Abweichung in Prozent wird mit jeder zusätzlichen Stufe kleiner.
Das ist das Gesetz der großen Zahlen:
Bei vielen Wiederholungen nähert sich die relative Häufigkeit der theoretischen Wahrscheinlichkeit.
Im Interaktiv-Tab unten kannst du das selbst beobachten — wirf 1, 10, 100, 1000 Mal und sieh die Balken zur 1/6-Linie konvergieren.