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Es gibt Vektoren, die eine Matrix-Transformation NUR streckt — nicht dreht, nicht spiegelt. Diese besonderen Vektoren heißen Eigenvektoren, der Streckungsfaktor ist der Eigenwert. Das klingt erstmal abstrakt, ist aber DAS Konzept der linearen Algebra — Klausur-Pflicht in 16/16 WInf-Mathe-1-Klausuren und Grundlage für PCA, Google PageRank, Quantenmechanik.
Klausur-Tipp: Bei "Berechne die Eigenwerte" — IMMER zuerst Spur und Determinante. Bei 2×2: und . Oft kannst du die Eigenwerte daraus raten ohne Polynom zu lösen.
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Es gibt Vektoren, die eine Matrix-Transformation NUR streckt — nicht dreht, nicht spiegelt. Diese besonderen Vektoren heißen Eigenvektoren, der Streckungsfaktor ist der Eigenwert. Das klingt erstmal abstrakt, ist aber DAS Konzept der linearen Algebra — Klausur-Pflicht in 16/16 WInf-Mathe-1-Klausuren und Grundlage für PCA, Google PageRank, Quantenmechanik.
Eigenvektor
v⃗einer MatrixAist ein Vektor, für den gilt:A v⃗ = λ v⃗— die Matrix-Multiplikation strecktv⃗nur, ohne die Richtung zu ändern.λist der zugehörige Eigenwert.
Stell dir vor, eine Matrix A ist eine Transformation (Drehung, Streckung, Scherung). Sie wirkt auf alle Vektoren der Ebene/des Raums.
Die meisten Vektoren ändern sowohl ihre Länge ALS AUCH ihre Richtung.
Eigenvektoren sind die seltenen Vektoren, die nur ihre Länge ändern (oder gleich bleiben). Sie liegen auf einer Linie durch den Ursprung, die unter der Transformation stabil bleibt.
λ | Wirkung auf v⃗ |
|---|---|
λ > 1 | Streckung |
λ = 1 | Vektor bleibt unverändert |
0 < λ < 1 | Stauchung |
λ = 0 | Vektor wird auf 0 abgebildet |
λ < 0 | Streckung MIT Richtungs-Flip |
So findest du Eigenwerte rechnerisch:
A v⃗ = λ v⃗ ⇔ (A - λ I) v⃗ = 0⃗
Für nicht-triviale Lösungen v⃗ ≠ 0⃗ muss die Matrix A - λ I singulär sein:
det(A - λ I) = 0
Das ist das charakteristische Polynom χ_A(λ). Seine Nullstellen sind die Eigenwerte.
Gegeben:
A = [[4, 1], [2, 3]]
Schritt 1 — Charakteristisches Polynom:
det(A - λ I) = det[[4-λ, 1], [2, 3-λ]] = (4-λ)(3-λ) - 2 = λ² - 7λ + 10
Schritt 2 — Nullstellen finden:
λ² - 7λ + 10 = 0 ⇒ λ₁ = 5, λ₂ = 2
Schritt 3 — Eigenvektor zu λ₁ = 5: Löse (A - 5I)v⃗ = 0⃗:
[[-1, 1], [2, -2]] v⃗ = 0⃗ ⇒ v₁ = v₂ ⇒ vec(v₁) = (1, 1)
Schritt 4 — Eigenvektor zu λ₂ = 2: Löse (A - 2I)v⃗ = 0⃗:
[[2, 1], [2, 1]] v⃗ = 0⃗ ⇒ 2v₁ + v₂ = 0 ⇒ vec(v₂) = (1, -2)
Verifikation: A vec(v₁) = (5, 5) = 5 vec(v₁) ✓ und A vec(v₂) = (2, -4) = 2 vec(v₂) ✓.
| Eigenschaft | Bedeutung |
|---|---|
| Spur = Summe der Eigenwerte | tr(A) = λ₁ + λ₂ + ... |
| Determinante = Produkt der Eigenwerte | det(A) = λ₁ · λ₂ · ... |
λ = 0 ist Eigenwert | ⇔ det(A) = 0 (Matrix singulär) |
Eigenwerte von A^T | gleich denen von A |
Eigenwerte von A^(-1) | sind 1/λ_i (falls A invertierbar) |
| Eigenwerte von |
Klausur-Trick: Spur und Determinante reichen für 2×2 oft, um die Eigenwerte zu finden ohne Polynom zu lösen.
λ als Nullstelle des charakteristischen Polynoms vorkommtFaustregel: Geometrische ≤ Algebraische Vielfachheit. Wenn beide gleich für alle λ, ist die Matrix diagonalisierbar.
Eine Matrix A ist diagonalisierbar, wenn:
A = P D P^(-1)
wobei D die Diagonalmatrix mit Eigenwerten ist und P die Matrix mit Eigenvektoren als Spalten.
Nutzen: Aⁿ = P Dⁿ P^(-1) — Matrix-Potenzen werden trivial, weil Dⁿ einfach jeden Diagonal-Eintrag potenziert.
Wenn v⃗ Eigenvektor ist, ist auch c · v⃗ für jedes c ≠ 0 ein Eigenvektor (zum gleichen λ). Klausuren erwarten meist die einfachste Form (ganzzahlig, kein gemeinsamer Faktor).
Symmetrische Matrix (A = A^T):
Dreiecksmatrix:
Identitätsmatrix I:
1. Eigenwerte: det(A - λ I) = 0. Charakteristisches Polynom aufstellen und Nullstellen finden.
2. Eigenvektor zu λ: (A - λ I)v⃗ = 0⃗. Mit Gauß lösen, eine freie Variable wählen.
3. Spur = Σ λ_i, Determinante = ∏ λ_i. Bei 2×2 oft schneller als Polynom.
4. λ = 0 ⇔ A singulär. Wichtige Brücke zu Determinanten-Eigenschaften.
5. Symmetrische Matrix → reelle Eigenwerte, orthogonale Eigenvektoren. Bonus-Klausurfrage.
1. A v⃗ = λ v⃗ mit v⃗ = 0⃗. Der Nullvektor ist trivial KEIN Eigenvektor — er erfüllt A · 0⃗ = λ · 0⃗ für JEDES λ, ist also unnütz.
2. Eigenwerte als komplexe Zahlen ignorieren. Für nicht-symmetrische Matrizen können Eigenwerte komplex sein (λ = a + bi). Klausur erwartet das in den meisten Fällen NICHT (nur reelle), aber prüfe Diskriminante.
3. Algebraische vs. geometrische Vielfachheit verwechseln. Bei doppelter Nullstelle (λ mit alg. Vielfachheit 2) hast du entweder 2 linear unabhängige Eigenvektoren (geometrisch 2, diagonalisierbar) oder nur 1 (geometrisch 1, NICHT diagonalisierbar).
4. Eigenvektor mit beliebigem Skalar. Wenn v⃗ = (2, 2) Eigenvektor, ist auch (1, 1) Eigenvektor. Klausur erwartet die einfachste Form — niemals als Bruch.
5. Charakteristisches Polynom falsch aufstellen. det(A - λ I), NICHT det(λ I - A) (Vorzeichen kann variieren). Konsistente Konvention nutzen.
Wähle eine 2×2-Matrix und sieh wie sie Vektoren transformiert:
Klick einen Vektor an, um seine Transformation zu sehen.
Interaktive Visualisierung
Interaktive Komponente: probiere sie im Topic-Player oben aus.
Klausur-Tipp: Bei "Berechne die Eigenwerte" — IMMER zuerst Spur und Determinante. Bei 2×2: λ₁ + λ₂ = tr(A) und λ₁ · λ₂ = det(A). Oft kannst du die Eigenwerte daraus raten ohne Polynom zu lösen.
6 Aufgaben zu Eigenwerten, Eigenvektoren, Diagonalisierung.
Klausurfragen mit Lösungen (6)
Antwort: `A v⃗ = λ v⃗` mit `v⃗ ≠ 0⃗`
Erklärung: Eigenvektor-Definition: `A v⃗ = λ v⃗` mit `v⃗ ≠ 0⃗`. Der Vektor wird durch die Transformation nur gestreckt (mit Faktor λ), nicht gedreht. Nullvektor ist explizit ausgeschlossen.
Antwort: 4
Erklärung: `λ₁ + λ₂ = 7` und `λ₁ · λ₂ = 12`. Faktorisieren von `x² - 7x + 12 = (x-3)(x-4)` → `λ = 3, 4`. Größerer: 4.
Typ: Zahlen-Eingabe
Antwort: Wahr
Erklärung: RICHTIG. `det(A) = ∏ λ_i`. Wenn ein Eigenwert 0 ist, ist auch det(A) = 0 → A nicht invertierbar. Logische Brücke zwischen Eigenwerten und Determinante.
Typ: Wahr/Falsch
Antwort: Nullstellen des charakteristischen Polynoms `det(A - λ I) = 0` finden
Erklärung: Standard-Methode: `det(A - λ I) = 0` → Polynom in `λ` → Nullstellen sind die Eigenwerte. Spur und Determinante sind Hilfsmittel, lösen aber nicht direkt für jede Matrix.
Richtige Antworten: Symmetrische Matrizen haben reelle Eigenwerte; Eigenwerte einer Dreiecksmatrix = Diagonal-Einträge; Spur = Summe der Eigenwerte; Eigenwerte von `Aⁿ` sind `λⁿ`
Erklärung: Richtig: Symmetrisch→reell, Dreieck→Diagonale, Spur=Σλ, `Aⁿ→λⁿ`. Falsch: Eigenvektoren sind bis auf Skalierung eindeutig (jedes `cv⃗` ist auch Eigenvektor); nicht jede Matrix ist diagonalisierbar (z.B. Jordan-Blöcke).
Typ: Multi-Select
Zuordnungen:
Erklärung: Standard-Workflow Eigenwerte. Polynom → Nullstellen (Eigenwerte) → Gauß für jeden Eigenwert (Eigenvektoren) → Diagonalisierung.
Typ: Zuordnung
Klausurfragen mit Lösungen (6)
Antwort: 15
Erklärung: Bei Diagonalmatrix sind die Eigenwerte die Diagonal-Einträge: `λ₁ = 3`, `λ₂ = 5`. Produkt = 15 = det(A).
Typ: Zahlen-Eingabe
Antwort: 5 (Toleranz ±0.05)
Erklärung: `det(A - λ I) = (4-λ)(3-λ) - 2 = λ² - 7λ + 10 = 0`. Nullstellen: `λ = 5, 2`. Größerer: 5.
Typ: Zahlen-Eingabe
Antwort: Wahr
Erklärung: RICHTIG. `A(3v⃗) = 3(Av⃗) = 3(lambdav⃗) = λ(3v⃗)`. Jedes skalare Vielfache eines Eigenvektors ist auch Eigenvektor (zum gleichen Eigenwert).
Typ: Wahr/Falsch
Antwort: 21
Erklärung: det(A) = Produkt der Eigenwerte = 3 · 7 = 21. Universelle Eigenschaft, unabhängig von Symmetrie.
Lösungen pro Lücke:
Erklärung: Standard-Vokabular Eigenwerte. Charakteristisches Polynom, Eigenvektor via Gauß, Spur = Σλ, det = Πλ.
Typ: Lückentext
Richtige Reihenfolge:
Erklärung: Standard-Workflow für Eigenwert-Aufgaben. Polynom → Nullstellen → Gauß für jeden Eigenwert → Eigenvektor → Verifikation.
Typ: Reihenfolge
Aⁿsind λ_iⁿ |